Hau den Abgeordneten!

Oder: Nicht alles, was nach Skandal riecht, ist auch einer.

Ein Zwischenruf.

Gestern abend, zu später Stunde, schreckte mich ein Tweet auf. Die CSU-Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl schrieb, dass sie die wohl schwersten Stunden ihres politischen Lebens hinter sich habe. Kurze Zeit später kam ein Link zu einem Statement von ihr. Himmel, so dachte ich, was ist da los? Habe ich einen Skandal übersehen? Tritt eine Frau ab, die ich als Unternehmerin und Politikerin durchaus schätze? Nein, ganz so schlimm soll es nicht kommen, aber “Skandal” trifft’s recht ungenau.

DER SPIEGEL und die Leipziger Volkszeitung haben sich wohl in ihren Printausgaben auf Wöhrl eingeschossen. Ich kenne beide Artikel. In Begleitung von Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel war Dagmar Wöhrl in ihrer Funktion als Ausschussvorsitzende in Myanmar und Laos.

Mir liegt es fern, die Arbeit oder Äußerungen von Dagmar Wöhrl zu beurteilen, ich war auf der Reise nicht dabei und kenne auch niemanden der Reisegesellschaft, der mich informieren könnte. Ich kann mich also nur auf die beiden Artikel, die Einlassungen von Dagmar Wöhrl auf ihrer Website und ein Telefonat mit der Politikerin verlassen.

Lesen Sie die Stellungnahme von MdB Dagmar Wöhrl hier, schauen Sie sich mal die Fragen hier und hier an, dann lesen Sie ihre Antworten. Und wenn sie dann ein komisches Gefühl beschleicht, dann sind Sie mir nicht unähnlich. Mittlerweile weiß ich, was mich an der Geschichte verstört und erschreckt: Die Qualität der Fragen des SPIEGEL. Das riecht nicht nach großem Skandal, das riecht nach kleiner Ans-Bein-Pinkelei. Sorry für den Ausdruck. Hauptsache, mal wieder ein Skandälchen publiziert, oder?

Dagmar Wöhrl hat mich angerufen, ich habe sie um den Kontakt gebeten. Sie wirkt authentisch, betroffen und fühlt sich von der begleitenden Presse nicht richtig verstanden. Was mich jedoch freut und wofür ich Frau Wöhrl meine Hochachtung zolle: Sie hat umfassend aus Ihrer Sicht geschrieben und dargestellt. Und sie hat offen auf die Fragen des SPIEGEL geantwortet. Respekt!

Ein Politiker hat Vorbildfunktion. Das ist richtig, das zweifelt niemand an. Aber Politiker sollen bitteschön auch authentisch sein. Und dazu gehört eine authentische Sprache. Ich glaube Dagmar Wöhrl unbesehen, wenn sie mir am Telefon versichert, dass das Wort ‘idyllisch’ nicht zu ihrem Wortschatz gehört. Dass sie stattdessen eher einen fränkischen Ausdruck verwendete, den der begleitende Reporter im Artikel der Leipziger Volkszeitung ins Sächsische transskribierte, scheint eher der Fall zu sein. Ich verstehe zu gut, dass da im Überschwang das eine oder andere Wort mal daneben geraten kann. Oder passiert es Euch großen Journalisten nicht auch mal, dass ihr lange nach einem Synonym sucht? Mir schon. Und auch vor Publikum passiert mir das. Frau Wöhrl hat bei einem solchen Auftritt keine Chance zu suchen.

Ihr daraus einen Strick drehen zu wollen, dass sie fotografiert und filmt, ist schon heftig. Als Ausschussvorsitzende tut sie gut daran, Dokumente zu schaffen, die belegen, wie es vor Ort aussieht. Dass dazu im Rahmen eines Besuches auch das Posieren mit lokaler Prominenz gehört, kann ich nachvollziehen. Es sind für mich Belege ihrer Arbeit. Bleibt dann noch die im Artikel erwähnte Geldwechselei. Den Menschen in diesem armen Land etwas abzukaufen, bedeutet, ein Zeichen zu setzen. Abgesehen vom Erinnerungswert. Die Größe des Geldscheines, die angeführt wird: Wo ist da der Wert der Meldung? Ich selber bin als Reisebusfahrer auch oft vor dem Problem gestanden, dass ich vom Geldautomaten oder früher noch bei der Wechselstube mit großen Scheinen ausgestattet wurde. Passiert mir heute im Inland auch noch. Daraus eine Szene zu schreiben, die eher an koloniales Verhalten denn an soziale Verantwortung erinnert, halte ich für journalistische Perversion.

Achso: Ich bin der CSU recht fernstehend. Ist also nix mit Partei- und Gefälligkeitsjournalismus.

Und ich weiß auch, dass ich mich bei einigen Kollegen jetzt ins Abseits geschrieben habe. Sei’s drum.

Es ist Zeit, zu den wirklichen Problemen dieses Landes zurückzukehren.

Update vom 26.02.2012, 18:30 Uhr:

MdB Dagmar Wöhrl hat auf ihrer Website ein Update veröffentlicht.

Desweiteren hat sich das Pottblog (wie im Kommentar schon ersichtlich), der Sache auch angenommen.

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In der Kategorie Allgemein, Medien, Zwischenruf am 25.02.12 um 14:36 Uhr veröffentlicht.
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Und ihr so? – Vernetzung!

Eine Woche ohne Blogeintrag. Mancher fragt sich vielleicht, was ich gemacht habe. Untätig war ich nicht, ich habe aber eher im Hintergrund Dinge erledigt. Aufnehmen, Korrigieren, Kontakte knüpfen, akkreditieren, Sachen, die man einfach zwischendrin erledigen muss.

Die tollen Tage des Karnevals/Faschings habe ich genutzt, um ein paar Sendungen bei WDR 4 aufzunehmen. In den Nächten oder auch Morgenstunden habe ich dann die Sendungen zerlegt und für meine private Sammlung die Schmankerl geschnitten. Nachdem mir vor Jahren mal ein Rechner mit Karnevalsmusik abgeraucht ist und ich keine Datensicherung angelegt hatte, war das eine nette Möglichkeit, das Archiv wieder zu füllen. Nicht jedermanns Sache, das gebe ich zu. Aber der Semi-Rheinländer in mir braucht auch das zwischendurch. (Erklärung: Ich bin zwischen Köln und Aachen geboren, was man mir meist am Anfang nicht anmerkt, das Bairisch-Barocke überwiegt…)

Trotzdem war ich auch in dieser Woche präsent. Und das nicht mal ohne. :)

 

Fünf Stationen Liebe

Im Podcast der Medien-KuH war ich als Sänger zu Gast, hier gibts den kompletten, hörenswerten Track der Kollegen (1 h 30), hier den Song von mir (für die, die keine Zeit haben). An dieser Stelle kann ich auch ein paar Infos dazu geben, die im Podcast nicht rüberkamen: Er entstand im Zuge eines Bühnenprogramms zu meinem damals erschienen Buch ‘Fünf Stationen Liebe’ und hatte am 14. Januar 1999 Premiere (von diesem Tag stammt auch die Aufnahme). Ich hatte 1998 als Redakteur und Moderator im Radio aufgehört und mich mehr dem Thema Computer gewidmet. Der Ausgleich war die literarische Arbeit und das Ausprobieren eines Bühnenprogrammes. Mit ein paar Freunden probten und entwickelten wir Songs (Texte & Melodie von mir), um eine andere Form einer Buchpräsentation zu probieren. In zwei Stunden erzählte ich eine fast alltägliche, normale Liebesgeschichte, die so oder so ähnlich fast jeden Tag irgendwo passiert. Das waren meine einleitenden Worte damals. Unterstützt von wunderbaren Musikern und einem perfekten Techniker. Und was kam: Gedichte, Songs und die Geschichte eines jungen Mannes, der die Liebe seines Lebens sucht. Die Premiere in Wasserburg war ein voller Erfolg: Das kleine Casino war für 70 Personen bestuhlt, es kamen 140 zahlende Gäste. Und ungelogen: Wo ich mich die nächsten sechs Wochen blicken ließ, ich wurde beglückwünscht zum Programm.

Auszüge des Buches, neue Geschichten und weitere Ergüsse will ich im Lauf der nächsten Monate (kostenpflichtig) veröffentlichen. Kostenpflichtig deshalb, weil auch ich als Urheber und Autor leben muss.

 

Blog schreiben, Blog korrigieren

Einen Blogeintrag zu schreiben ist das Eine. Einen Blog zu korrigieren ist das Andere. Ich habe diese Woche gefühlte 15 Blogs und Zeitungsartikel von Kollegen gegengelesen. Keine spektakuläre Aufgabe, kein Auftrag. Aber ich mag diese Kollegen und das mache ich dann zu gern. Weil jeder von uns froh ist, wenn jemand korrigiert. Korrektur ist so die Aschenputtel-Arbeit – und doch kann ich es nicht verstehen (Achtung! Medienkritik!), dass so viele Medien, die ernst genommen werden wollen, auf den Schlusskorrektor verzichten. Jeder ist froh, wenn ein anderer gegen liest. Für mich ist es eine gute Übung. So habe ich die Woche beim Social-Media-Redakteur der Rheinzeitung, den Kollegen vom WDR, Polodessit, Hirndübel, Gunnar Sohn, Timo Niemeier und nicht zuletzt der Gulaschkantine  drüber gelesen. Das sind Blogs und Seiten, die ich zudem sehr gerne lese.

Am Aschermittwoch habe ich mich einer weiteren Übung unterzogen. Ich schaute mir den Live-Stream vom Politischen Aschermittwoch der Bayern-SPD an, parallel las ich, was von der CSU aus Passau kam. Und das, was an bemerkenswerten Sätzen aus dem Festzelt in Vilshofen kam, versuchte ich knackig in die 140 Zeichen zu pressen, die Twitter zulässt. Der Hashtag lautete #spdam12. Interessant war, dass die Freunde der CSU bei weitem mehr waren, aber sich auch mehr auf Lobeshymnen auf ihre Redner beschränkten. Die Tweets von @cpfaffinger (Der Spiegel) und mir waren eher an Inhalten orientiert.

 

Erwähnungen sind wichtig

Das alles bringt kein Geld. So einfach ist das auf einen Nenner zu bringen. Ich sehe das auch so – ohne Abstriche. Wichtiger ist mir: Ich habe Freunde in den Medien (WDR, Hirndübel, Rheinzeitung), Kollegen (Gunnar Sohn, Polodessit, Timo Niemeier), Freunde (Gulaschkantine, aber auch Peter Tauber et alii). Im Augenblick füllt sich der Geldbeutel nicht sonderlich, aber warum soll ich meine Zeit zwischen der Akquise von Auftraggebern nicht nutzen, um mich zu vernetzen? Irgendwann zahlt sich so was aus. Da bin ich mir sicher.

Fazit: Ich bin Journalist und ich will nicht den Weg der Anbiederung gehen. Ich vernetze mich. Und anscheinend gelingt mir das auch ganz gut. Und aufgrund dessen, dass es jetzt spät ist und ich müde, verzichte ich im ersten Entwurf auf Bilder. Verzeiht mir das (momentan). Aber: Ich merke, dass Vernetzung wichtiger als alles andere ist. Und diese Vernetzung bringt auch den Lebensunterhalt.

Auf diese Formel gebracht ist das die Erkenntnis der Woche. Danke!

 

 

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Paketlieferdienst Hermes – oder: Vom (Götter-)boten versetzt

Sie haben sicher auch schon etwas im Internet bestellt. Geht problemlos, schnell und sie müssen keine Verpackung durch die Gegend schleppen. Der Paketbote bringt die Ware zur Haustür. So schön einfach ist das neue Leben mit dem Internet, den Versandhändlern und dem Paketdienst. Wenn er denn kommt. Was ich heute mit Hermes erlebt habe, schlägt dem Fass (wieder einmal!) den Boden aus.

Ich habe mich diese Woche entschieden, neue Wege beim Kochen zu gehen. Am Donnerstagnachmittag vergleiche ich Dampfgarer bei Amazon und entscheide mich für ein Einsteigermodell. Da der Preis reduziert ist und ich am Wochenende dann gleich das Dampfgaren ausprobieren will, entscheide ich mich für einen Aufpreis von sechs Euro, um die Lieferung, wie von Amazon avisiert, noch am Samstag zu bekommen.
Eine halbe Stunde nach der Bestellung bekomme ich eine eMail, in der mir der Versand via Hermes mitgeteilt wird. Mir wird leicht anders.

Das Objekt meiner Begierde: Ein Dampfgarer

 

Nicht der erste Lieferfehler

Letztes Jahr habe ich bei Amazon einen USB-Hub bestellt, der auch von Hermes transportiert werden sollte. Der Hub ist bis heute nicht angekommen, wegen einer Gutschrift streite ich heute noch mit der Firma, die via Amazon verkauft. Die Nachforschungen nach einer Beschwerde bei der Firma ergaben das, was ich auch im Internet sah: Ich sei angeblich nicht daheim gewesen. Interessanterweise hatte der DHL-Bote mich an diesem Samstag aber angetroffen und ich blieb des ganzen Tag zu Hause, weil ich den Hub dringend brauchte. Auf Nachfrage bei Hermes kam der Bescheid, dass sie keine Ahnung vom Verbleib des Hubs hätten. Nur: bei mir ist er nie angekommen. Es gab nur die Meldung im Internet, dass der Hermes-Bote mich nicht antraf. Faktum: es klingelte an dem damaligen Samstag nur der DHL-Bote, sonst kein anderer Mensch.

Deswegen war mir, als ich die Mail von Amazon las, leicht anders. Schon wieder Hermes.
Via Twitter artikuliere ich meine Bedenken.
Daraufhin meldet sich das Twitter-Team bei mir und fragte, ob es helfen könne. Per Direkt Message (DM) sage ich ihnen die Nummer und bekomme die Mitteilung, dass die Sendung in Empfang genommen wurde. Am Samstag, um 8.20 Uhr bekomme ich wieder eine Nachricht, dass die Sendung heute zugestellt würde.

Billiger Trost - oder Hinhaltetaktik?

Das ist mir sehr recht. Freitag habe ich schon eingekauft, vor allem Gemüse, das ich dampfgaren wollte. Kein Problem, die Lieferung abzuwarten. Bis 20 Uhr sei der Bote unterwegs, lässt man mich noch wissen. Ich tröste mich tagsüber mit zwei Joghurts in der Erwartung, dass ich leckeres Gemüse nach Inbetriebnahme des Garers bekomme.

 

‘Konnte nicht angetroffen werden’

Um 16 Uhr lese ich dann bei Twitter, dass das Hermes-Team nun Wochenende hat. Okay – meine Lieferung wird ja zugestellt. Ich rufe die Webseite von Hermes auf und um 16.09 Uhr (!) traue ich meinen Augen nicht: Ich konnte angeblich nicht angetroffen werden. Nur: Definitiv bin ich zu Hause, ich twittere ja über den Tag verteilt von meinem Mac aus. Und am Vormittag habe ich schon Kartoffeln, Karotten, Paprika und Broccoli gewaschen und geschnitten.

So gehe ich an meinen Briefkasten. Ich habe die Hoffnung, dass wenigstens ein Zettel mit weiteren Informationen im Kasten liegt. Nichts, Nix, Nada, Niente. Beim Nachbarn gibt es einen Hermes-Paketshop. Ich bin gleich rein, vielleicht hat der Bote das Paket ja da hinterlegt. Nichts, Nix, Nada, Niente. Und ich bekomme eine sehr interessante Auskunft: Der Bote tauchte bis dato in Markt Schwaben noch gar nicht auf, auch nicht im Paketshop.
Jetzt sitze ich also da, ärgere mich über Hermes und auch über Amazon. Ich habe einen Aufpreis gezahlt und meine Ware NICHT bekommen. Und das nicht zum ersten Mal, wenn es Hermes transportiert. Ich wohne in einem Hochhaus in Markt Schwaben, im Erdgeschoss. Wenn Sie das Impressum aufrufen und die Adresse bei Google suchen, bekommen Sie eine recht eindeutige Auskunft, wo ich wohne. Auch jedes Navi kannn damit umgehen – wirklich.

 

Ihre Meinung, bitte!

Ich werde mir übers Wochenende überlegen, welche Vorgehensweise ich gegenüber Hermes und auch Amazon anschlage. Wahrscheinlich aber die, dass meine nächste Lieferung, die schon bestellt ist, bei Amazon storniert wird und ich Hermes solange madig mache anprangere, bis hier jemand aufkreuzt und mir zu Kreuze kriecht Genugtuung leistet.

Und Sie als Leser bitte ich ausdrücklich, Ihre Erfahrungen mit Paketdiensten (insbesondere Hermes) im Kommentar zu schildern. Das Hermes-Twitter-Team bekommt den Blogpost exklusiv via Direkt Message zugestellt. Eigentlich ist es Zeit für einen Shitstorm. Wobei – und das sage ich ausdrücklich dazu, der Bote selber wahrscheinlich überfordert war. Es ist nicht unbekannt, dass die Liefertouren unmenschlich knapp bemessen sind, die Fahrer schlecht entlohnt werden und auch an einem Samstag bis 20 Uhr arbeiten müssen. Ein Mega – #Fail, wie wir bei Twitter sagen würden.

Im Zusammenhang mit Service und Verfehlungen empfehle ich den Artikel meines Kollegen Gunnar Sohn. Er hat einen Jura-Kaffee-Automaten bei Amazon bestellt.

Ergänzung vom 12.02.2012, 14:30 Uhr:

Ich habe eben die nächste Bestellung bei Amazon storniert und eine eMail folgenden Inhalts an das Versandhaus geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

der angegebene Artikel wurde mir gestern nicht geliefert, Hermes hat mich nicht angefahren und stattdessen behauptet, ich sei nicht anzutreffen gewesen. Das ist bereits das zweite Mal, dass eine Bestellung, die ich via Amazon tätigte von Hermes nicht wie vereinbart geliefert bekam. Stattdessen wurde auch dieses Mal wieder über das elektronische Datengerät behauptet, ich sei nicht da gewesen.
Dafür habe ich also einen Aufpreis gezahlt?
Ich habe während des ganzen Lieferprozesses Kontakt zum Twitter-Team von Hermes gehabt, die mir avisierten, dass am Samstag geliefert würde. Die Vorgänge habe ich in meinem Blog unter http://hrbruns.de/blog/?p=273 geschildert.

Haben Sie Verständnis dafür, dass ich die noch ausstehende Bestellung der Kaffeemühle storniert habe, da ich diese Geschäftspolitik nicht schätze.
Für eine persönliche Antwort stehe ich gerne zur Verfügung, aber bitte verschonen Sie mich mit Textbausteinen in eMails. Sie können mich natürlich auch telefonisch kontaktieren: 015xxxxxx.

Freundliche Grüße,

Heinrich Rudolf Bruns

Mal schauen, was sich als Nächstes tut.

Ergänzung 2 vom 12.02.2012, 19.16 Uhr:

Amazon hat mir eben den Betrag  des Schnellzuschlags gutgeschrieben. Das finde ich in Ordnung, zumal ich anerkenne, dass das Hauptverschulden nicht auf Seiten des Internetversandhauses liegt. Dennoch werde ich mein weiteres Einkaufsverhalten auch davon abhängig machen, wie Amazon auf Hermes einwirkt und vor allem davon, wie Hermes sich mir gegenüber verhält.

Ergänzung 3 vom 13.02.2012, 11.30 Uhr:

Das Twitter-Team von Hermes hat heute morgen gleich Kontakt aufgenommen und auch erkannt, dass da was schief lief. Um kurz nach 11 kam der Dampfgarer dann an, der Bote hat sich entschuldigt, Hermes tätige Reue gelobt. Dafür ist für mich die Sache erledigt. Ganz herzlicher Dank jedenfalls ans Twitter-Team von @hermesDE, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten extrem gut gehandelt haben. Das zeigt auch, dass Social Media in der Kommunikation mit dem Kunden gut angewandt werden kann.

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In der Kategorie Service am 11.02.12 um 18:37 Uhr veröffentlicht.
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Sparen mit Spaß (1)

 

Strom ist zu Beginn dieses Jahres wieder spürbar teurer geworden, im Schnitt um vier Prozent. Für einen Durchschnittshaushalt bedeutet das im Jahr ungefähr 35 Euro mehr (Berechnung laut SPIEGEL). Ein Ende der Preissteigerung ist aufgrund der geänderten Energiepolitik in Deutschland nicht absehbar. Eine gute Gelegenheit, das Verbrauchsverhalten zu überdenken und mit sinnvollen Investitionen gegenzusteuern. Ganz unter dem Motto: Sparen mit Spaß und wenig Kosten.

Vorbereitung

Bevor Sie jetzt losziehen und neue, stromsparende Geräte kaufen, checken Sie erst mal, wo in Ihrem Haushalt Potentiale liegen. Da gibt es mehr, als Sie denken. Ich zeig Ihnen in dieser Blogreihe ein paar Tipps. :) Wenn in der Zwischenzeit ein Gerät kaputtgeht, dann achten Sie bei Neuanschaffungen natürlich darauf, dass diese moderne Energiekriterien erfüllen. Hilfestellung geben die Aufkleber mit A++ bis D. Dazu später in einem gesonderten Blogpost mehr. Jetzt kümmern wir uns erst mal um den Ist-Zustand. Dazu gehört die Reflexion. Kurze Formel: Wer verbraucht wie viel Strom, wann und warum?

Bestandsaufnahme

Welche Lampen brennen unnötig? Welche Geräte brauchen viel Strom? Kann ich diese Stromfresser zumindest zeitweise abstellen? Ein erster Schritt ist leicht getan: Wenn sich alle Bewohner des Hauses in ihrem Zimmern befinden, braucht es keine Beleuchtung im Gang. Mit etwas Disziplin sollte jeder in der Lage sein, den Lichtschalter neben seiner Tür zu bedienen, wenn er den Hausgang (Treppenhaus) verlässt und in sein Zimmer geht. Das Gleiche gilt für Räume, die Sie nur zeitweise betreten: Badezimmer, Toilette, Vorratskammern, Keller, Speicher, Abstellräume.

 

Kleine Änderungen – große Wirkung

Ersetzen Sie ausgebrannte Glühbirnen konsequent durch Sparlampen, vielleicht erst mal da, wo es Sie nicht so stört (manche Menschen müssen sich erst dran gewöhnen). Noch besser: Steigen Sie auf LED-Lampen um. Im Bild sehen Sie eine 3-Watt-Lampe mit einer Schraubfassung (E 27), die in jeder gängigen Fassung eingeschraubt werden kann. Es gibt auch LED-Lampen mit Bajonett-Fassung, diese kennen Sie von Halogen-Strahlern. Mehr dazu aber in einem weiteren Beitrag.

Von einem Einrichtungsgegenstand sollten Sie sich aber gleich trennen, so Sie diesen haben: Deckenfluter. So schön sie aussehen, weil sie indirekt beleuchten und den Helligkeitseindruck des Raumes steigern, sie sind der Todfeind Ihrer Sparbemühungen. Und noch eine kleine Formel: 20 Watt Halogen = 20 Watt Glühbirne. Halogen, ob Hoch- oder Niedervolt, sehen schön aus, verbrauchen aber den gleichen Strom wie die klassische Birne. Andererseits: Braucht es beim Fernsehgucken die große Zimmerbeleuchtung? Eine indirekte Beleuchtung hinter dem Fernseher wirkt manchmal Wunder – aber bitte keinen Deckenfluter. ;) Oft gepredigt, aber noch nicht oft genug: Vermeiden Sie den Standby-Betrieb an Geräten. Oft hilft schon, eine Steckdose(nleiste) mit Schalter zu verwenden. So mache ich das mit meiner Mikrowelle. Nach Gebrauch vom Strom trennen. Auf die eingebaute Uhr im Display kann ich gut verzichten.

 

Dokumentation zeigt Erfolg

Das Wichtigste aber: Dokumentieren Sie Ihren Stromverbrauch. Das geht ganz einfach selber: Erstellen Sie sich in einem Kalkulationsprogramm eine Tabelle, in der Sie Arbeitspreis, Grundpreis, und alle mit dem Strom verbundenen Daten hinterlegen. Stellen Sie sich auf dem Handy oder im elektronischen Kalender eine Erinnerung, dass sie alle zehn Tage den Stromzähler ablesen, und tragen Sie die abgelesenen Daten konsequent ein. Wenn sie dann mit einer Formel arbeiten, die aufs Jahr hochrechnet, haben Sie Ihren Verbrauch sehr schön im Blick, erkennen, ob Sie im Limit bleiben – und: Die Stromrechnung am Ende wird nicht der Schocker, sondern absehbar. Angenehmer Nebeneffekt: Sie merken, wie das Sparen aufgrund der Bemühungen Spaß macht. Mich hat eine solche Liste angespornt. Hier gibt es eine solche Liste übrigens auch zum Herunterladen (Screenshot nebenan). Ich selber habe mit einer solchen Liste und der Selbstkontrolle meinen Stromverbrauch innerhalb eines halben Jahres von 35 Euro auf 27 Euro pro Monat gesenkt. Es geht leicht, ohne auf Komfort zu verzichten.

In weiteren Folgen dieses Blogs werde ich mich mit Haushaltsgeräten, Unterhaltungselektronik und sehr ausführlich mit dem Thema Heizung und Beleuchtung auseinandersetzen. Wenn Sie selber einen Tipp haben, wie Sie Strom sparen, dann sagen Sie es mir. Ich gebe das gern weiter!

 

 

 

 

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In der Kategorie Sparen mit Spaß am 10.02.12 um 09:20 Uhr veröffentlicht.
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Max, Du Versager!

Kennen Sie moderne Oper? Nicht? Mei, haben Sie des guad. Zugegeben: Ich bin nicht der Opernfreak, aber wenn in BR Klassik im Sommer aus Bayreuth übertragen wird, schalt ich gerne an. Und wenn ich eine romantische Oper wie ‘Der Freischütz’ erwische, dann mag das Herz übergehen.

 

Ich habe diese Oper sogar als mp3 auf meinem iPod (Opern-Nerds schüttelts jetzt). Aber sie wissen schon, dieses ‘Wir winden Dir den Jungfernkranz’ oder der Jägerchor ‘Was gleicht wohl auf Erden / dem Jägervergnügen’ sind durchaus volksbekannt. Ihr heimischer Männergesangsverein mag das Letztere auch schon mal gesungen haben. Und so war ich angetan, als ein Freund mich einlud, den Freischütz in der Komischen Oper in Berlin anzuschauen.

 

Die Kritiken in Bayern2 und einigen Printmedien stimmten mich ja schon drauf ein, dass die Inszenierung von Calixto Bieito nicht so ganz gängig werde. In Fachkreisen ist der spanische Regisseur bekannt für gewagte Inszenierungen. In der aktuellen Inszenierung an der Komischen Oper hat man gleich in den ersten 15 Minuten, nachdem eine echte Sau den Wald abgegrast hat, eine nackerte Frauenleich’, bis zur Pause zwischen Aufzug 2 und 3 sans scho zwoa und der Max hupft nackert durch den Wald.

Ehrlich gesagt, mich hat das alles etwas sehr verwirrt. Was vielleicht daran liegt, dass ich Oper selten als Aufführung im Theater oder TV sehe, sondern eher im Radio höre. Und da fehlt die bildliche Komponente. Für mich als Musikinteressierten Glück, für den ‘auchmalindieOpergeh-Heinrich’ eine Katastrophe. So mag es nicht Wunder nehmen, dass ich heute als erste Reaktion auf Twitter schrieb: ‘Inszenierung #Freischütz war wie #Müller: A bisserl zvui Baatz und Dreck. #Calixto #Oper.’

 

Verzeihung, lieber Herr Calixto, liebe Opernintendanten. Es muass ja ned die Maschkera der Entstehungszeit sein, die auf der Bühne gezeigt wird, es darf (und soll) modernisiert werden. Aber muss ich so ganz bis aufs Blut (wahlweise Messer) nur noch Vergewaltigung, Schlüppa-ausziehen, Koitus und Sonstiges zeigen?

Ich bin Modernem durchaus aufgeschlossen, aber Calixto lässt mich heute abend ratlos zurück. Musikalisch war es gut, saugut, eine Offenbarung, wenn auch der angeschlagene Max aus der zweiten Garde schauspielerisch nicht so toll war. Aber es war seine Premiere. Gegeben!

Das Gewirr der Baumstämme, die angedeuteten Sexszenen, das alberne Gekicher der Brautjungfern … alles nicht so das meine. Zumindest, was den Junggesellinnen-Abschied angeht, den Calixto drin hatte: Den sollte er sich am Wochenende mal in einem Zug zwischen München und Salzburg anschauen. Da würde er noch was lernen.

Oder bin ich selber Max, weil ich irgendwas nicht erkenne und versage?

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In der Kategorie Oper am 07.02.12 um 23:25 Uhr veröffentlicht.
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Bahngeschichten (1)

Ich reise öfters mit der Bahn. Seit ich das Autofahren aufgegeben habe, genieße ich den Komfort, bei A-Ort einzusteigen und entspannt bei B-Ort anzukommen. Klar, dass ich öfters mal Geschichten erlebe, die auch in diesem Blog berichtenswert scheinen.

Heute morgen, ICE 1608 München – Berlin.

Ich steige in den bereitstehenden ICE. Ohne Stress einen Fahrplatz finden, Rechner auspacken und sich einrichten ist eins, wenn man zeitig am Zug ist. Der ICE füllt sich und eine Minute nach der planmäßigen Abfahrt ertönt die Stimme des Zugchefs. Es sei ihm unangenehm, aber man habe gerade festgestellt, dass in der Frontscheibe des Führerstandes ein Riss sei, der ICE dürfe auf keinen Fall fahren. Er bittet uns, einen Augenblick Geduld zu haben, im Zug zu bleiben, bis er von der Transportleitung (TPL) Bescheid gekommen habe, was passiert. Zwei Minuten später, ich habe schon alles zusammengepackt, kommt die Ansage, der Zug würde nicht fahren, aber auf dem Gleis gegenüber ein Ersatzzug bereitgestellt, das dauere ungefähr 20 Minuten.

Kurzum: Wir fahren mit 35 Minuten Verspätung in München ab.

Interessant sind die Phänomene, die man beobachten kann:

  • Der Zugchef sagt uns in freundlichem Ton und mit hörbarem Bedauern, dass er ICE nicht fahren kann und nennt den Grund: Riss in der Frontscheibe.
  • Der Stationslautsprecher tönt allgemein von technischem Defekt. Das erzeugt Unmut bei den Passagieren, weil sie vermuten können, dass bei der Wartung geschlampt wurde.
  • Unterdessen wird das Zugpersonal, das genauso überrascht ist, von Reisenden mit Anschlußfragen in Berlin belagert.
  • Über allem tönt der Stationslautsprecher und sagt eine Ersatzreisemöglichkeit mit Umstieg in Nürnberg an, garniert von Sicherheitshinweis und Rauchverbotsansage. Das Bahnhofsmanagement hat wohl keine technischen Möglichkeiten, in einer ‘Krisensituation’ nur sinnvolle Ansagen an einzelnen Gleisen laufen zu lassen.
  • Der Ersatz-ICE fährt ein, einige Passagiere erschweren das rasche Zusteigen, weil sie drängeln müssen.
  • Andere Passagiere stehen im Gang und kreischen, dass jemand anders ihren Platz belegt habe. (Die neue Reservierung konnte ja noch nicht eingespielt werden, die Disketten sind wohl mit dem defekten ICE ins Werk gefahren.)
  • Wieder andere Passagiere werfen der Bahn Versagen auf der ganzen Linie vor und betreiben Bahnbashing.

Und ich? Ich stehe da, beobachte die Situation, freue mich, dass der Zugchef umfassend und ohne Umschweife informiert und nichts verschleiert hat. Die Transportleitung hat schnell einen Ersatzzug bereitgestellt. Vielleicht kann auch ich da nur gelassen reagieren, weil ich schon immer zeitig losfahre?

Ich bekam zu hören und zu lesen, dass bei einem millionenteuren ICE doch eine ‘popelige’ Scheibe nicht kaputtgehen dürfe, dass man da doch wie in der Formel 1 sofort wechseln müsse und weiteren (mit Verlaub) Unsinn. Wer so etwas sagt, hat wenig Ahnung vom Winter, dem Fahren und der Sicherheit. Eine Frontscheibe ist ein tragendes Element, damit für die Stabilität des Fahrzeuges mitverantwortlich. Kein Bus bekommt die Plakette zur Hauptuntersuchung, wenn der TÜV einen Riss in der Frontscheibe feststellt. Ähnlich ein Hochgeschwindigkeitszug. Bei der Fahrt herrscht Druck auf die Scheibe, ein weiteres Splittern kann die Folge sein. Eine Scheibe wechselt man auch nicht in fünf Minuten am Bahnsteig. Die Scheibe befindet sich bestenfalls in der Werkstatt, dort kann man den Zug von Eins und Schnee befreien und auf Arbeitstemperatur bringen, damit die Scheibe geklebt werden kann. Und übrigens, wer Ahnung von Fahrphysik hat, der weiß, wie der Fahrtwind wirkt: abkühlend. Minus 5 Grad werden bei Fahrtwind leicht zu minus 30 Grad und mehr (weniger). Da nimmt es nicht Wunder, wenn Toiletten, Dieseltanks oder Türen Probleme bereiten. Die Bahn hat auf das Wetter nur begrenzten Einfluss. In meinem heutigen Fall wurde umsichtig und schnell gehandelt. Danke, DB!

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In der Kategorie Bahn am um 11:46 Uhr veröffentlicht.
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Verlage, Künstler und der Pressespiegel

Das Urheberrecht ist seit geraumer Zeit ein Gegenstand dauernder Diskussionen. Und heute nachmittag wurde ich durch einen kleinen Tweet aufgeschreckt. Hier der Screenshot:

Was ist geschehen? 3sat berichtet auf seiner Homepage über einen Bariton, der für das Einstellen von Artikeln aus FAZ und SZ auf seiner Homepage an die Medienhäuser 1400 € zahlen mußte. Den Artikel sollten Sie lesen, hier ist der Link.

Ursprünglich waren die Forderungen noch viel höher, ein Anwalt hat den Bariton Peter Schöne vor noch höheren Kosten bewahrt. Das Schlimme: Das geltende Recht ist auf Seiten der Medienhäuser. Es gibt Vereinbarungen mit den Verwertungsgesellschaften über den Nutzungsumfang für Pressespiegel. Das haben Sie nicht gewusst? Macht nichts. Ich habe das auch nicht so richtig gewusst, bevor ich bei Peter Lokk an der Journalistenakademie München ein Seminar dazu besuchte.

Kostenlos bis sieben Exemplare

 

Kurz gefasst: Der Pressespiegel, egal ob für Privatpersonen, Agenturen, Vereine oder Firmen, ist nur bis zu sieben gedruckten (vervielfältigten) Exemplaren kostenlos. Alles darüber hinaus muss lizenziert werden und dem Ersteller ist zu raten, sich an die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) zu wenden. Sonst kann das, wie im Falle des Bariton Peter Schöne, schnell unangenehm und teuer werden. (Siehe Bild rechts, Screenshot der 3sat-Website). Noch viel mehr gilt das für die im Zeitalter des Internets nicht mehr wegzudenkenden und nützlichen elektronischen Pressespiegel, die rechtlich auch wie die Brüder aus Papier behandelt werden.

Erste Informationen können Sie zum Beispiel auf dieser Website nachlesen.

Alleine wegen solcher den meisten Menschen nicht vermittelbaren Regelungen bedarf es dringend einer Änderung des Urheberrechtes und eines Angleichens der Gesetzeslage an die Realität. Ich sehe da Handlungsbedarf, auch gerade im künstlerischen Sektor. Im vorliegenden Fall soll man nämlich bedenken, dass der Bariton sicher nicht alleine ist und auf Presse(-berichte) angewiesen ist. Andererseits profitiert die Presse ja auch von Auftritten des Künstlers, wenn dann mit einer Kritik das Blatt gefüllt werden kann. Ich gehe davon aus, dass die wenigsten Journalisten den Eintritt zu Konzerten zahlen müssen und diese Rechnung dann gegebenenfalls ihrem Auftraggeber vorlegen, um die Kosten erstattet zu bekommen. Also profitieren ja auch die Medienhäuser und Verlage vom Auftritt des Künstlers. Und so stünde es den Medienhäusern gut zu Gesicht, hier eine andere Gangart einzulegen. Indes gilt: Niemand ist bei derzeit (noch) geltender Rechtslage davor gefeit, beim Pressespiegel Fehler zu machen. Von daher: Information tut not.

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In der Kategorie Medien am 06.02.12 um 16:28 Uhr veröffentlicht.
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Brunnenbau macht Schule

Die Kolleginnen der Journalistenakademie (Kurs OJ39/PO32) haben sich als Abschlussarbeit eines interessanten Themas angenommen: Brunnenbau im Kongo.

Für uns ist sauberes Wasser ein alltägliches Gut, im Kongo zählt das zum Luxus. Hartmut Heuser hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen im Kongo zu zeigen, wie man selber Brunnen baut.

Zum Blogeintrag der Journalistenakademie
Zur Website “Brunnenbau macht Schule”

 

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In der Kategorie Bericht am um 08:38 Uhr veröffentlicht.
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Reisepläne

Diese Woche wird sehr interessant. Am Montag ist wieder Chorprobe in St. Johannes von Capistran.

Seit Oktober singe ich da nun im Chor mit und freue mich auf die Proben und – natürlich auf die Gottesdienstgestaltungen. Ein lieber Ex-Dozent hatte mich zu einem Konzert eingeladen, ich war so begeistert, dass ich, obwohl in Markt Schwaben wohnend, die kleine Reise nach München auf mich nehme, um mit engagierten Mitsängern schöne Stunden zu erleben.

Am Dienstag geht es in der Früh um 8 Uhr los nach Berlin. Ich habe die Gelegenheit, den Freischütz in einer unstrittenen, teilweise als sexistisch bezeichneten Inszenierung von Calixto Bieito an der Komischen Oper zu erleben.  Hier eine Kritik der Zeitung Der Freitag. Als Max brilliert mein Twitterfreund Vincent Wolfsteiner. Ich bin unglaublich gespannt auf die Inszenierung und wünsche Vincent alles erdenklich Gute!

 

DLF-Intendant Willi Steul

DLF-Intendant Dr. Willi Steul

Nach einem ausgiebigen Frühstück begebe ich mich Mittwochmittag ins tazcafé in der Rudi-Dutschke-Straße. Dort treffe ich eine Bekannte, mit der ich Dinge berede (das ist jetzt sicher ne Twitterformulierung ;) ), über die ich zu gegebener Zeit sicher ausführlicher berichten werde. Die Bekannte bekommt auch eine Portion meines schon gerühmten Auflaufes. Ich hoffe, dass der Auflauf die Reise überlebt. Am frühen Abend ziehe ich dann weiter zur HIIG, wo der Deutschlandfunk die Plattform Diskurs@Deutschlandfunk eröffnet. Anfang des Jahres war ich ja in Köln zum 50. Geburtstag des Deutschlandfunk, der nicht mit Buchsbaumfeier, sondern mit einer interessanten, zweitägigen Veranstaltung im Funkhaus gefeiert wurde. Hier habe ich ja drüber berichtet.

 

Der Mittwochabend klingt dann mit einem sehr interessanten Treffen aus. Ich habe über Twitter, Facebook und Google+ Kontakt zu einem Medienschaffenden bekommen, der ja schon für Furore im Netz gesorgt hat. Sebastian Pertsch hat sich als ‘Rockbär’ einen Namen gemacht, weil er die Social-Media-Aktivitäten verschiedener Radiosender untersuchte und Charts einführte. Seit letztem Mai hat er an einer neuen Website gebastelt, die nun die verschiedenen Medien in Deutschland, der Schweiz und Österreich in Hinsicht auf Social Media untersucht. Hier geht es zu traxy.de

Tja. Und am Donnerstag geht es wieder nach Hause.

Vielleicht kann ich Euch dann schon zwei neue Blogeinträge bieten. Einen zum Freischütz mit kurzen Impressionen und einen zur Veranstaltung des Deutschlandfunks. Vielleicht auch noch ein paar garnierende Eindrücke zum Besuch eines fast wirklichen Oberbayern in der Hauptstadt. Den Freitag nutze ich nach einer Ausschlafphase dann sicher für die Steuer, und Samstag und Sonntag habe ich mir noch nichts vorgenommen. Aber wer weiß, was mich bis dahin schon wieder an- und umtreibt.

Schöne Woche!

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In der Kategorie Reise am 05.02.12 um 18:48 Uhr veröffentlicht.
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Auflauf

Zugegeben, das Thema ist nicht gerade journalistisch, hat aber dennoch mit mir und dem Journalismus zu tun. Außerdem soll dieser Artikel ein Denkmal sein. 2011 war das Jahr, in dem es mich aus verschiedenen Gründen wieder zurück in den Journalismus zog. Ich besuchte die Journalistenakademie in München und traf auf sehr angenehme und nette KollegInnen, die den gleichen Weg gehen wollten.

Angesichts der Tatsache, dass ich von nun an in Vollzeit wieder studieren würde und weniger Zeit haben würde, mich um meine Ernährung zu kümmern, beschloss ich, zukünftig am Samstag einkaufen zu gehen und am Sonntag Auflauf zu produzieren. Immerhin könnte ich mit einer großen Form vier Tage überbrücken. Am Freitag endete der Unterricht ja schon mittags, da würde sich sicher eine Möglichkeit finden, etwas anderes zu essen. Es kam ein bisserl anders. Meine Kolleginnen (und ja, am Anfang des Kurses war ich der einzige Mann) sahen am zweiten Kurstag, dass ich Auflauf dabei hatte. Und weil ich eigentlich gerne für andere Menschen koche (aber nur für die, die ich mag!), bot ich an, am nächsten Tag für jeden eine Portion mitzubringen. Gesagt – getan. Und so gab es in den ersten Wochen an der Akademie einmal in der Woche Auflauf.

Weil mir dann aber die Belastung etwas zu groß wurde und ich am Wochenende oft unterwegs war (Köln, Frankfurt, Hamburg ….), schlief das Auflaufmachen etwas ein. Tja, und dann kamen die Projektarbeiten, neue Kollegen, mit denen die Harmonie nicht so klappte wie im Stammteam. Meistens bestand das Mittagessen einer Kollegin und mir aus Antipasti – Oliven, Käse, Pfefferoni und solchen leckeren Sachen.

Antipasti

Nicht das schlechteste, wenn ich’s recht bedenke.

Nun firmiere ich als freier Journalist. Meine Haltung gegenüber Blogs war anfangs sehr kritisch und ich sagte, dass ich sicher nicht das dreissigtausendste Blog schreiben werde, das kein Mensch liest. Und zugegeben, es ist immer noch ein Teil meiner Grundhaltung. Über Twitter lernte ich aber @gsohn kennen, der fast täglich bloggt. Und ich ging meiner Leidenschaft nach, seine Blogs gegenzulesen und ihm in einer direkten Nachricht Tippfehler und Einschätzungen zu schreiben. Das ist ein zweischneidiger Akt – manchmal. Ich mache das aber auch mit anderen Medien und beziehe aus der positiven Resonanz den Mut, das zu machen. Weil niemand, auch ich nicht, alle Fehler selber korrigieren kann. Es braucht mehr Schlussredakteure! Klaus Schrage, ein Redakteur und Betriebsrat der Nürnberger Zeitung bloggt und da lese ich auch sehr gerne rein. Wie auch bei Thomas Gerlach, Peter Viebig oder Gabriele Hooffacker, auf deren Blog ich meinen ersten Post veröffentlichen durfte. Und irgendwie zieht es mich in die Sache rein. ;)

Was hat das alles mit Auflauf zu tun? Nach der epischen Breite, die ich mir einfach mal genommen habe, komme ich zur Conclusio. Die Kollegin Mietze (solang ich nicht schriftlich habe, wie ich sie verlinken darf, lass ich das dabei!) kann Design und Technik bei HTML und Gedöns besser als ich. Viel besser als ich. Wie man ja am Unterschied der ‘Hauptseite’ und des Blogdesigns sieht. Ich bin ihr da auch nicht neidisch, ich habe andere Stärken und zusammen würden wir uns sehr gut ergänzen. :) Ich bewundere sie und ich bin glücklich, ein originales Mietze-Design zu haben. Das hat nicht jeder!

Und weil die Mietze und ich von einem Kollegen aus der Akademie mal als Siamesisches Zwillingspaar bezeichnet wurden, habe ich dieses Design und die ganze Einrichtung für einen meiner Aufläufe bekommen. Auflauf ist die Währung, die manches leichter macht. Auflauf makes the world go round, wie man schon in Amerika sang. ;)

Kleiner Nachsatz: wir arbeiten noch an den Möglichkeiten der Social Plugins, Sharefunktionen etc. Es kommt. Bald. Jetzt – und dieser Augenblick zählt – bin ich erstmal da. Und das Lob des Auflaufes hat sich bis Berlin rumgesprochen, wohin ich meinen Auflauf in der kommenden Woche exportieren werde.

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In der Kategorie Auflauf am 04.02.12 um 22:46 Uhr veröffentlicht.
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Grüß Gott!

Wenn Sie diesen Blog gefunden haben, dann gratuliere ich Ihnen ganz herzlich. Denn hier ist eigentlich immer noch Baustelle. Am Sonntag, den 5.2.2012 soll das Design stehen, das eine ganz liebe Kollegin entwirft.

Und der erste, richtige Beitrag von mir wird hier nächste Woche eingestellt.

Am 8. Februar eröffnet der +Deutschlandfunk sein Debattenportal Diskurs@Deutschlandfunk in Berlin.
Diskurs@Deutschlandfunk- Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung“ gibt es dann unter diskurs.dradio.de.
In seiner Pressemitteilung schreibt der DLF dazu: “Auf dem Debattenportal Diskurs@Deutschlandfunk sollen die dort begonnen Diskussionen mit Hörerinnen und Hörern, Userinnen und Usern jetzt fortgesetzt werden. Wöchentlich im Internet unter diskurs.dradio.de, donnerstags und samstags im „DLF-Magazin“ und in „Markt und Medien“ mit Reportagen, Portraits und Interviews im linearen Programm des
Deutschlandfunk.”
Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt und werde vor Ort sein. Vielleicht kann ich auch aus der Veranstaltung twittern, und im Blog gibts was zu lesen und zu gucken.
Übrigens: Journalistisch arbeite ich auf Twitter nun mit dem Account @hrbruns.

In vollem Umfang, also mit allen Macken, Schwächen und Bonmots, den sogenannten ‘Echten Heinz’-Kommentaren gibts mich natürlich weiter auch als @Hynkl. Ich freu mich auf Euch!

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In der Kategorie Allgemein am 03.02.12 um 14:17 Uhr veröffentlicht.
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