Der Nebel steigt heraus aus feuchten Wiesen,
mein Tag beginnt schon um halb vier.
Ich mag die Tage so wie diesen,
wenn ich erwache neben dir.
Ich trotte rein ins Badezimmer.
Rasieren fällt heut wieder aus.
So läuft der frühe Morgen immer,
wenn ich mir sage: Will nicht aus dem Haus.
Die Stadt blüht auf zu neuem Leben,
der Morgen graut, am Himmel steht ein Stern.
Was habe ich, was könnt ich geben?
Sei’s drum. Ich hab Dich einfach gern.
Der Pförtner grüßt mich, wenn ich reinkomm,
er reicht die Zeitung rüber, meldet: “Gar nichts los!”
Ein Kanzler, ein Minister, Streit in Bonn.
Ich träum’ von Dir und mir im weichen Moos.
Ich blick auf meinen grellen Ticker.
Der Horror heißt hier d-p-a.
Der Ordner voller Blätter wird immer dicker.
Was gäb’ ich, wärst Du einfach da.
(Live-Aufnahme von 1998 im Rahmen des Bühnenprogramms “Fünf Stationen Liebe”)