Ein Saal in Oberbayern. Scheinwerfer leuchten eine Bühne aus, eine Kamera ist an der Seite aufgestellt und soll das Geschehen auf der Bühne einfangen. Über die Tischreihen im Saal verteilt: Steckdosenleisten. Zwischen den Tischen sind die Kabel am Boden sauber mit Gewebeband befestigt. Keine Stolperfalle. Piraten-Parteitag in Peißenberg. Die Oberbayern wählen eine neue Führung.
Bei der Anmeldung im Vorraum registrieren sich ruhig und unaufgeregt die Teilnehmer für den Parteitag, im Saal nehmen sie Platz, diskutieren in Grüppchen, richten ihre Laptops und Tablets ein, versuchen, in das freie WLAN zu kommen, wenn sie nicht ein eigenes Mobile dabei haben, um im Netz zu sein. Man fragt einen Kollegen, wenn man nicht zurecht kommt, wie das mit diesem WLAN geht.
Eine Minute vor 11 Uhr geht es dann los. Der Versammlungsleiter ergreift das Wort. Überpünktlich. Soviel Disziplin haben doch sonst nur etablierte Parteien?
Allerdings wäre der Bezirksparteitag beinahe auch wieder zu Ende gewesen. Nur nach mehrfacher Nachfrage durch den Versammlungsleiter fanden sich zwei Protokollführer. Den Rest der Parteitags-Mannschaft zusammenzustellen, ging dagegen recht schnell über die Bühne. Innerhalb von 12 Minuten stand das Team.
Die Erklärung der Geschäftsordnung beginnt, nach sechs Minuten ist sie angenommen.
Einziger Punkt, der debattiert werden musste: Eine geheime Abstimmung. Das wird angenommen, ein Quorum von 5 Mitgliedern ist notwendig, um eine solche durchzukriegen.
Einen kleinen Formalmangel gilt es zu bemerken, wie mich mein Nachbar Victor Fuchs, erfahrener Parteitagsgänger aufklärt: Die fristgerechte Ladung zu protokollieren, sollte am Anfang eines Parteitages stehen.
Presse und Gäste werden uneingeschränkt zugelassen, einzige Einschränkung später: Bei den Wahlgängen darf nicht fotografiert werden.
Die Piraten haben aus dem letzten Bundesparteitag gelernt. Und ehrlich: Ist es wirklich so interessant, abzulichten, wie Mitglied XY einen Zettel in einen Kasten steckt?
129 stimmberechtige Mitglieder sind im Saal. Sie werden einen neuen Vorstand wählen. Der alte tritt nach 9 Monaten nur noch in Teilen an. Bevor es so weit ist, wird in basisdemokratischer Form über die Tagesordnung gestritten. Aber 38 Minuten nach Eröffung des Parteitages kann verkündet werden: Heureka, wir haben eine Tagesordnung.
Die bisherige Bezirksvorsitzende Emmanuelle Roser legt einen Tätigkeitsbericht ab. Kurzgefaßt: Zwei von sieben gewählten Vorstandsmitgliedern sind abhanden gekommen.
Aber seit letztem November wurden 8 Kreisverbände gegründet. Insgesamt gibt es nun 3050 Piraten in Oberbayern.
In zwei Bürgermeisterwahlen in Landsberg und Reichenhall schickten die Piraten Kandidaten.
Außerhalb von München wurde die Sichtbarkeit der Piraten deutlich verbessert.
Roser merkte an, dass die Piraten in Oberbayern nun flächendeckend vertreten seien, der Vorstand habe die fünftgrößte Gliederung in Deutschland. Sie wurde, so die scheidende Bezirkschefin, durch stürmische Zeiten gelenkt.
Danach folgte der Kassenbericht des Schatzmeisters Nikolaus Jaroslawsky.
Rund 63.000 Euro hat der Bezirksverband finanziell zur Verfügung.
In einer sauber gestalteten Tabelle listet der Schatzmeister die Posten auf, per Beamer auf der Leinwand abzulesen.
Auf eine Besonderheit ging er ein: Der Bezirk Oberbayern gab dem Landesverband Bremen ein Gründungs-Darlehen, dieses wurde letzte Woche zurückgezahlt.
Fazit: Der Bezirk ist nicht pleite, das Geld kann genutzt werden. Eine Vertreterin der Rechnungsprüfer merkte anschließend an, dass der Schatzmeister, der das Amt auch interim übernahm, mehrfach auf sie zugekommen sei und gebeten habe, über die Kasse zu schauen. Die Prüferin voll des Lobes: „Das ist mir noch in keinem anderen Verband passiert.”
Jaroslawsky wurde wie der Vorstand entlastet.
Dann stehen die Neuwahlen auf dem Programm.
Als Kandidaten für den Bezirksvorsitz kandidieren Franz Josef Bachhuber und Roland „ValiDOM” Jungnickel.
Der eine eher der bodenständige Niederbayer, „Typ Opfesaft”, ehedem in der SPD aktiv und danach CSU-Wähler. Der andere, Jungnickel, kommt aus Dresden, seine Aussagen sind eher plakativ, mit Schlagworten gespickt.
Ein großer Unterschied: Der Ältere hält eine freie Rede beim „Kandidatengrillen”, der andere liest ab. Bachhuber wirkt anfangs unsicher, holt aber deutlich auf, als die Fragen eher seine Themen treffen.
Das alleine reichte Bachhuber aber nicht: Jungnickel wurde im ersten Wahlgang zum Vorsitzenden der oberbayerischen Piraten gewählt (89 zu 59 Stimmen).
Ein klares Votum.
Ebenso wurde Nikolaus Jaroslawsky eindeutig als Schatzmeister gewählt.
Fotos vom Bezirksparteitag:
Meine Woche bei @MunichLovesU habe ich heute mit der Erinnerung an ein Gemetzel begonnen. Es geht um die Schlacht von Hohenlinden. Diese fand rund um den 3. Dezember 1800 statt, die Franzosen haben gegen Bayern/Österreich gewonnen.
Warum habe ich damit angefangen, zumal es jetzt Sommer ist?
Wir müssen dazu nur rund neun Jahre zurückgehen. Sommer 2003. Ich hatte meinen Führerschein für den Bus gemacht und fuhr jeden Tag die RVO-Linie 9410. Diese beginnt in Gars am Inn oder Haag und führt bis zum Ostbahnhof in München. Eine sehr schöne Überlandlinie. Große Abschnitte laufen auf der Bundesstraße 12 und der B 12 alt, bevor spätestens bei Parsdorf auf die A 94 aufgefahren wird.¹
Die B 12 wird zu Recht von der Polizei stark überwacht, kaum eine Woche vergeht, da der Busverkehr nicht behindert ist, weil irrsinnige Menschen meinen, sie müssten im Großhaager Forst überholen, trotz absolutem Überholverbot und einer sehr schlecht einsehbaren Strecke. Aber das ist ein anderes Thema.
Am Ausgang des Großhaager Forstes liegt die Haltestelle Schimmelberg. An dieser Haltestelle steigt vielleicht einmal im Jahr ein Mensch aus und wenn du der Busfahrer bist, der diesen Menschen befördert hast, dann darfst Du stolz sein und hast eigentlich einen Preis verdient.
Wenn man von Haag/Maitenbeth nach Hohenlinden fährt und vor der Kurve mal in den Wald guckt, dann sieht man an Höhe der Haltestelle zurückliegend einen Holzverschlag. Naheliegender Gedanke: Hier hat sich ein Tippelbruder einen Unterstand gebaut. Nein, dem ist nicht so.
Ich fuhr die Linie von 2003 bis 2009. Es ist in dieser Zeit genau ein Mensch in Schimmelberg ausgestiegen und wieder eingestiegen. Er stieg in Armeeklamotten und mit Rucksack in den Bus, löste bis Schimmelberg und wir kamen ins Gespräch. Ein Diplom-Ingenieur, der in seiner Freizeit mit Metallsonde auf Entdeckungsreise geht. Heute hatte er sich den Großhaager Forst ausgesucht, zwischen Schimmelberg und Hohenlinden. Er wollte nach Spuren der Schlacht von Hohenlinden suchen.
Nachdem ich diesen Kurs beendet hatte, setzte ich mich ins Auto und fuhr zur Haltestelle Schimmelberg. Mein Auto parkte ich etwas oberhalb in einer Seitenstraße und ging in den Wald. Den Trampelpfad entlang kommt man nach wenigen Metern zum Franzosenbrunnen, in der Region „Franzosenbründl” genannt.
Ein Gedenkkreuz, dass an die Toten erinnert, eine Stele mit Erklärtext, sehr gut vom Verein Schlacht von Hohenlinden aufbereitet, eine Bank zum Niedersetzen und die Einfassung der Quelle samt Holzverschlag. Wenn man weiter durch den Wald geht, dann kommt man parallel zur Bundesstraße 12 über den Schimmelberg und Birkach wieder nach Hohenlinden. Bei mittlerem Marschtempo brauchte ich eine Stunde. Natürlich darf man in der Ortsmitte nicht versäumen, das Denkmal zur Schlacht von Hohenlinden zu besuchen.
Ein paar Tipps noch:
· Planen Sie für diese Tour einen Tag ein, es sind 47 km mit dem Radl.
· Von Schimmelberg nach Hohenlinden brauchen Sie zu Fuß gut eine Stunde.
· Wenn Sie Kinder dabei haben: Brotzeit und Getränke einpacken, Sie sind im Outback!
· Bitte Obacht, wenn Sie mit dem Bus hinfahren: Die B 12 ist stark befahren. Kleine Kinder auf den Arm, größere fest an die Hand nehmen und lieber mal 15 min stehen bleiben, bevor Sie die Straße queren. Nur bei absolut freier Straße gehen, hier rasen Unvernünftige!
· Mit der Linie 9410 kommen Sie vom Ostbahnhof zur Haltestelle Schimmelberg. Entweder lösen Sie ein Tagesticket im RVO-Bus (Wenn Sie keine MVV-Karte haben) oder bei Gesamtnetzkarte: Ab Birkach bis Schimmelberg.
Einen musikalischen Tipp habe ich noch parat: Ich bin in späteren Jahren den Weg mit dem Auto gefahren und habe beim Anblick des Schimmelbergs ganz gerne den zweiten Satz aus der 9. Sinfonie von Antonin Dvorak gehört (Aus der neuen Welt). Mit etwas Phantasie sieht man im Morgengrauen, bei leichtem Nebel, die Soldaten auf der Höhe des Schimmelbergs in Formation stehen. Bereit zum Kampf.
Hier nochmal alle Fotos dieser Tour:
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¹ Schnellkurse der Linie 9410 fahren schon von/bis Anwesen Ostermaier auf der A 94. (Hinweis für die Busfetischisten)
Nur noch 6 Stunden, dann übernehme ich den Account @MunichLovesU.
Das Ganze ist ein Twitterprojekt. Um mitzulesen, müssen Sie selber nicht bei Twitter angemeldet sein. Es langt der Klick auf die Website.
Das Schöne ist, dass jeder mitmachen kann. Dass man sich an gewisse Grundregeln des Anstands hält, ist wohl selbstverständlich, ansonsten werden die Kuratoren des Accounts sicher eingreifen.
· Zum Projekt: 52 Münchnerinnen und Münchner twittern je eine Woche ihre Ansichten und Themen von München.
· Es darf auch mal über München hinausgehen.
· Ausweislich dessen, dass ich nie in München gewohnt habe, dürfen auch Umlandbewohner mitmachen.
· So ziemlich jede Freiheit, die man sich nehmen darf, kann man sich nehmen.
Vor mir hat der amerikanische Generalkonsul Conrad Tribble den Account eine Woche mit sehr schönen und tollen Facts zum amerikanischen München bestückt.
Ein schweres Erbe, das gebe ich zu.
Aber ich bin gewillt, das anzutreten und ich freue mich schon seit Wochen drauf.
Conrad Tribble hat festgestellt, dass die besten Burger in München beim Hardrock Cafe Munich zu kriegen sind. Ich werde in meiner Woche etwas bodenständiger, bayrischer, barocker sein. Ob ich übers Essen twittern werde? Lassen Sie sich überraschen. Derzeit steht nur fest, dass Kirchen drin vorkommen. Und ein paar Menschen, die daheim Bier brauen.
Den Auftakt morgen macht aber erst mal ein richtiges Gemetzel.
Gottlob habe ich die Aufnahmen dafür schon in der vergangenen Woche gemacht. Heute kam der Hausmeister vorbei und übergab einen Zettel, dass am Montag die Wohnung besetzt sein soll. Wir haben irgendwo im Haus einen Wasserschaden. :-(
Schnell zum Bahnhof und einen Zug besteigen, für die Fahrkarte am Automaten bleibt kaum Zeit.
Diese Situation kommt Ihnen bekannt vor?
Aber das muss doch nicht sein!
Dafür gibt es doch eine App.
Die von „Touch & Travel”.
Eine tolle Erfindung.
Ich habe eine IsarCard 9 Uhr für den MVV. Das heißt, ab 9 Uhr kann ich alle Verkehrsmittel des Münchner Verkehrsverbundes nutzen. Für einen Journalisten ausreichend, die meisten Pressekonferenzen und Veranstaltungen sind erst ab 10, meistens sogar 11 Uhr angesetzt. Gelegentlich kommt es aber vor, dass auch der Journalist früher raus muss. Gestern hatte ich einen solchen Termin. Normalerweise kaufe ich dann eine Kurzstrecke um 1,20 Euro, nehme die S-Bahn um 08.56 Uhr und wenn ich die nächste Station Poing erreicht habe, ist es 9 Uhr und meine IsarCard gilt.
Ein korrektes und legales Vorgehen.
Allein: Die steuerliche Erfassung eines Beleges um 1,20 Euro nervt. Und da solche „Grenzfälle” öfters vorkommen, war ich dankbar, dass ich Touch & Travel entdeckte. Einfach am Bahnhof einchecken, beim nächsten Bahnhof auschecken, die Strecke wird erfasst, der Betrag vom Konto abgebucht und ich bekomme eine Monatsrechnung. Meine Steuerberaterin freut’s, mich auch. Und das nicht nur, weil das lästige Anstehen am Automaten entfällt.
Ich habe mich für den Dienst registriert. Schnell bekam ich meine Kundennummer per Mail mitgeteilt, auf meinem Mobiltelefon landete die SMS mit der PIN.
Auf dem Smartphone habe ich mich eingeloggt, klappte vorzüglich.
Mit den gleichen Daten wollte ich mich dann auf der Website einloggen, weil ich natürlich in die Tiefen des Systems vordringen möchte.
Nach fünfmaliger Eingabe von Kundennummer und Pin und dem fünfmaligen Hinweis, dass diese nicht zusammenpassen würden, wurde mein Zugang gesperrt.
Ein Anruf bei der kostenlosen Hotline ergab, dass man für den Webzugang ein anderes Passwort als für die App braucht.
Leider hat mich die Mail mit diesem Passwort aber nicht erreicht, das Touch&Travel-System hatte wohl Schluckauf. Kein Problem, die freundliche Dame am Telefon schickte mir stante pede eine neue Kennung zu und entsperrte meinen Zugang.
Ja, ich war richtig geil drauf, diese App zu testen. Und ich war bereit, sogar mehr als 1,20 Euro in der Rechnung zu zahlen. Ein Bekannter fährt morgens um 8.36 Uhr mit der S-Bahn durch Markt Schwaben. Check: um 9 Uhr ist diese Bahn am Ostbahnhof. Zwei Zonen, 5 Euro. Okay, also ein Heiermann der Neuzeit – wer geil ist, zahlt jeden Preis. Fast.
Ein Touch&Travel – Kasterl für NFC oder Barcode-Scan hat Markt Schwaben nicht. Ich habe also via App eine Standortbestimmung durchführen lassen. Und ich wurde sogar richtig in Markt Schwaben lokalisiert. Also: Fahrt begonnen. Am Ostbahnhof aus der Bahn heraus die Fahrt beendet. Die Betrag für die Fahrt würde mir später angezeigt. Okay. Kein Problem. Zumal ich ja im Verbund fahre und auf der Website geschrieben wird, dass man mehrere Fahrten gegebenfalls zu einem Tagesticket zusammenfassen würde.
Als ich später in einer Konferenz bin und zwischendrin meine Mails checke, sehe ich eine von Touch&Travel. Ah! Gleich aufmachen, ist sicher der Fahrtpreis drin aufgelistet. Weit gefehlt! Ich werde belehrt, dass ich die App außerhalb des Geltungsbereiches benutzt habe.
Und weiter: „Bei der oben genannten Fahrt berechnen wir die von Ihnen genutzte Strecke bis zum letzten Tarifpunkt innerhalb des Geltungsbereiches im Touch&Travel-System. Bitte beachten Sie, dass Sie für anderweitige Fahrten mit der Touch&Travel-App keine Fahrtberechtigung besitzen und im Falle einer Kontrolle mit einem erhöhten Beförderungsentgelt (EBE) zu rechnen haben.”
Verlasse Dich NIE auf das, was Du auf Websites liest: „DB Regio – Wir bieten Ihnen mit unseren Regionalzügen, S-Bahnen und Bussen über ein weit verzweigtes Regionalverkehrsnetz Anschluss in Ballungsräumen und in der Fläche.”
Gut, die S-Bahn München ist wohl nicht DB-Regio. Hätte ich als bahnaffiner Kunde eigentlich wissen müssen. Aber verliert man in der Geilheit nicht manchmal den Blick für sowas? Aber wenn ich mich doch einloggen und ausloggen darf? Jahaaa, die Unwissenheit schützt vor den Folgen nicht!
Jetzt sitze ich also da und warte auf die Rechnung von Touch&Travel.
Und werde Buße tun und meine Karten weiterhin am Automaten ziehen.
Immer diese falsch zu verstehende App-Economy.
(Ich werde den Bericht fortsetzen …)
Donnerstagmorgen in der Hanns-Seidel-Stiftung. Es soll über die Energiewende in Bayern diskutiert werden. Rund 100 Interessierte aus Kommunen und der Partei haben sich eingefunden. Neben den Ausführungen seitens Vertretern von Ministerien und DLR spricht auch Erwin Huber.
Er spielt mit seiner Herkunft:
Ja, genau. Dieser Erwin Huber, der nach dem Sturz Stoibers die Geschicke der CSU lenken wollte. Dieser Huber, der grade noch in einem Artikel einer im Süden erdachten Zeitung porträtiert wurde. Hier, in der Hanns-Seidel-Stiftung ist der daheim. Das merkt man dem kleinen Mann mit dem burschikosen Haarschnitt an. Er hält eine bemerkenswerte Rede. Allein deshalb, weil er seine Finger durchaus in Wunden legt.
Gut.
Er mag es sich erlauben können. Als einfacher Abgeordneter des Landtages, im BMW von Termin zu Termin fahrend, kann er durchaus genüßlich die Politik der letzten zehn Jahre passieren lassen.
Nur vordergründig bedient Erwin Huber, der Niederbayer, Ex-Parteivorsitzende, Finanzminister und Parteisoldat der CSU in seiner Rede zur Energiewende Klischees.
Bayern hatte mit dem Bayernwerk einst ein Stück Tafelsilber. Das Bayernwerk wurde regelrecht verhökert. Cui bono, fragt sich mancher: Wem nutzt es? Die Energiepolitik hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Dabei war es einmal so schön:
Erwin Huber sparte nicht an Seitenhieben …
Die ganze Rede von Erwin Huber gibt es hier.
Was macht eigentlich Professor Hans Zehetmair? Und was macht eine Politische Stiftung? Zugegeben, durchaus zwei seltsam anmutende Fragen. Wer, wie der Autor, Hans Zehetmair noch als Kultusminister erlebt hat, mag an der Person Interesse haben. Zumal einer seiner Söhne, dessen wurde ich versichert, noch immer im Nachbarort meines Geburtsortes lebt.¹
Hans Zehetmair ist Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung. Als solcher begrüßte er rund 80 junge Menschen in der Stiftung, die sich zu „Jugend im Dialog” angemeldet hatten.
Aus seiner Rede ein kurzer Ausschnitt:
Abgesehen von der bemerkenswerten Aussage, dass eine politische Stiftung nicht dem tagesaktuellen Geschäft hinterher hecheln müsse (was man ja auch als Wink in die Politik verstehen kann), waren die Grußworte auch eine Reminiszenz an vergangene Tage. Ich fand die Rede deswegen bemerkenswert, weil da ein älterer Mann der Jugend etwas an Werten mitgibt. Werte, die ich hier mal unter einem Schlagwort verorten möchte, über das ich in den nächsten Wochen sicher einen eigenen Artikel schreibe: „Stabilitas loci”.
Oder, wie mein #BIC-Mitstreiter Victor Fuchs meinte:
@hrbruns ich finde diesen Old School Style sehr entspannend ;-) @hssde
— Victor Fuchs (@victor5679) July 21, 2012
Im Anschluss an das Grußwort von Minister Professor Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair hielt Professor Dr. Gerd Strohmeier einen Vortrag zum Thema „Herausforderungen in der Welt von morgen”, eine Podiumsdiskussion folgte. Nach einem Mittagsimbiss teilten sich die Teilnehmer auf drei Foren auf und diskutierten über die Themen:
· Wie verändern Internet und Soziale Medien die Politik
· Umwelt schützen – Energie sichern
· Frieden, Sicherheit und Entwicklung: Verantwortung für die „Eine Welt”
Sehr gut gelungen war, dass abschließend die Ergebnisse dieser Foren nochmals im Plenum vorgetragen wurden.
(Ausführlicher Bericht folgt noch)
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¹ In den 90er Jahren war ich als Redakteur und Reporter bei Radio Alpenwelle bei einem Gelöbnis des Gebirgspionierbatallion 8. Der damalige Staatsminister Hans Zehetmair war als Vertreter der Politik und Schirmherr geladen. Zu späterer Stunde bat ich ihn um ein Interview. Eher beiläufig fragte mich Zehetmair, woher ich stamme. Meine hochdeutsche Aussprache hatte ihn dazu verleitet. Obwohl ich des Bayerischen durchaus mächtig bin, bemühte ich mich, im Radio immer hochdeutsch zu reden. Natürlich auch in Interviews wie diesem. Hans Zehetmair, ganz jovial, meinte, als ich mit „Geilenkirchen” antwortete, dass einer seiner Söhne im Nachbarort Erkelenz wohne.
Vor sieben Jahren:
In der Nacht zum 23. Juli 2005 starb Stefan von Baranski.
Stefan war Musikmanager, er entdeckte Künstler wie Fred Bertelmann, er war befreundet mit Hugo Strasser, Max Greger, Freddy Quinn. Er kannte, was Rang und Namen hatte.
Stefan von Baranski machte sich nicht gemein.
Aber: Wer ihn überzeugte, für den setzte er sich ein.
Ich habe das selber erleben dürfen.
1993 fing ich bei Radio Alpenwelle als Redakteur und Moderator an.
Stefan von Baranksi war Gesellschafter, Moderator, Redakteur und sorgte sich auch um die PR.
Schnell wurde er mir väterlicher Freund, Ratgeber und überaus geschätzter Kollege.
Mit Stolz erfüllte mich, wenn ich Stefan in seiner sonntäglichen Radiosendung bei der Alpenwelle vertreten durfte.
In der Regel präsentierte er seine Sendung selber. Wenn er auswärts war oder eine Event vorbereitete, erfüllte es mich mich Stolz, wenn ich statt seiner ans Mikrofon durfte. Nicht nur mir ging es mit diesem Medienmacher alter Provenienz so.
Hubertus Klingsbögl war in den 90er Jahren Chefredakteur bei Radio Alpenwelle. Er hat mir in einem Gespräch erzählt, wie er Stefan von Baranski erlebte:
Geradezu nüchtern nimmt sich der Nachruf des Münchener/Miesbacher Merkurs aus, der nach Baranskis Tod erschien:
Aufgewachsen war Stefan von Baranski als Sohn eines polnischen Militärattáches. Im Anschluss an die Schulzeit studierte er Elektro- und Radiotechnik und absolvierte die Handelsschule. Als schicksalsweisend stellte sich die Begegnung mit Ernst Wieland heraus. Der Inhaber der Theaterschule in Wien hatte ihn bei einem Theaterauftritt zu einer Schulabschlussfeier entdeckt und weckte von Baranskis Interesse für einen Schauspielunterricht. Hier feilte er an seinen Talenten, ehe er seine erste große Rolle an den Kammerspielen erhielt. Obwohl er in der Welt zu Hause war, blieb München und in den vergangenen zehn Jahren die Schliersbergalm seine Heimat.
Stefan war mehr als Manager. Stefan war Freund.
Als Mittzwanziger war mir diese Ehre nicht immer bewusst. Ich gebe zu, dass ich, obwohl dem ‘alten Schlager’, der Operette, dem Musical und den altvorderen Komponisten und Textern von Michael Jary bis hin zu Hans-Werner Bochmann zugetan, mir oft dachte, dass er dem modernen Radio nicht mehr zu vermitteln ist.
Die Zeiten waren andere.
Wir machten damals, Mitte der 90er Jahre, oft genug noch ‘Radio aus der Hüfte’, wir improvisierten, liebten Detailversessenheit und waren unbedarft.
Ich erinnere mich sehr gut an einen Abend im Circus Krone. Auftritt Ernst Mosch und seine Original Egerländer Musikanten.
Mitte der 90er Jahre. Ich war selber Jahre vorher aktiver Blasmusiker gewesen. Mit der damaligen Kapelle haben wir sehr viel Ernst Mosch gespielt.
Es war Glück, dass ich Pressekarten für dieses Konzert von Ernst Mosch ergattert hatte. Und ich habe Stefan eingeladen. Und dieser alte Mann zeigte mir, welche Selbstverständlichkeit ein Reporter an den Tag legen muss. In der Pause dieses Konzertes ging er, mich im Schlepptau, auf die Bühne, sprach mit ein paar Musikern, die er kannte.
Unspektakuläres Hallo.
Bekannte, die in den Sinfonieorchestern dieser Republik spielen.
Dann: Hinter der Bühne. Er geht zielstrebig auf Ernst Mosch zu. Ich stehe wie ein kleiner Schulbub neben Stefan und vor dem großen Ernst Mosch.
Lieber Stefan, in diesem Augenblick hast Du mir gezeigt, wie man mit ‘Künstlern’ umgeht.
Respektvoll, aber auf Augenhöhe.
Wir sind Menschen.
Das habe ich von Dir gelernt, lieber Stefan von Baranski. —
Ich habe zu meiner Zeit bei Radio Alpenwelle Liebesgedichte und Liebesgeschichten verfasst.
Stefan von Baranski hat ein Geleitwort verfasst. Er war auch der, der mir zu einer Veröffentlichung riet:
Vor etwa drei Jahren lernte ich Heinz Rudolf Bruns als Moderator und Redakteur bei ‘Radio Alpenwelle’ kennen. Ich war überrascht, welches Wissen der gelernte Verlagsredakteur und Musiker über Komponisten, Künstler und Werke der Unterhaltungsmusik mitbrachte. Mit seiner sonoren Stimme las er nicht nur Nachrichten, sondern moderierte auch Musiksendungen und Magazine jeder Art.
Besonders fiel mir sein gepflegter Wortschatz auf.
Als er mir eines Tages noch einige Gedichte aus seiner Feder vorlas, war ich erstaunt, was alles in diesem Kollegen verborgen steckt. Seine poetische Ader veranlasste mich, ihm den Rat zu geben, seine bis jetzt ‘gesammelten Werke’ einem Verleger zu zeigen.
Danke, Stefan.
Dafür gibt es doch eine App.
Gibt es dafür nicht eine App?
Die App musst Du haben!
Ich gebe zu: Kaum hatte ich mein erstes „Smartphone” in den Händen, war ich dem Zauber des elektronischen Kalenders erlegen.
Und wenn ich ehrlich bin, dann hatte ich schon lange vor dem Smartphone schon einen elektronischen Kalender. Ich rede von diesen Dingern, die Anfang der 90er Jahre den Weg bereiteten. Wie bezeichnet man die eigentlich? Egal. Sie wissen sicher, was ich meine, wenn ich sage: Die Dinger, die auch ein Wörterbuch mit drauf hatten und in jeder Tasche verstaut werden konnten. Adressbuch, Terminkalender, Notizbuch, Taschenrechner. 64 oder 128 MB Speicherplatz. Was waren das für Zeiten?
Aber … irgendwann 2004 oder 2005 hatte ich mein erstes Smartphone in den Händen. Fortan hackte ich alle Termine in den elektronischen Sklaven.
Und war zunehmend genervter, wenn das Ding an den unpassendsten Stellen meldete, dass der Termin X ansteht. Ja. Doch. Ich gebe es zu.
So schön die elektronische Verwaltung unseres Lebens auch ist, so praktisch, weil man an alles erinnert wird, an das man erinnert werden will: Ich bevorzuge mittlerweile wieder die Papierform.
Die Übersichtlichkeit finde ich besser. Egal, ob es die Wochenansicht wie im Bild oben ist oder die Jahresübersicht an meiner Wand, ich bin im Bilde und im Termin.
Viele meiner „Web 2.0-Freunde” werden den Kopf schütteln. Sollen sie auch. Ich bin da halt altmodisch und habe lieber elend viel Papier, um Übersicht zu kriegen. Und ehrlich gesagt, wenn eine dieser Anfragen kommt: „Hast Du an diesem Wochenende Zeit?” – ich kann die Anfrage meist schneller beantworten als die App-Jünger.
Es ist nicht Retro, es ist nicht Oldstyle, es ist nicht „Nicht-Zeitgemäß”.
Es ist Ausdruck meines Lebens.
Übrigens: Ich freue mich, wenn Victor Fuchs mir in den nächsten Wochen meinen Papier-Kalender für 2013 überreicht. Es wird einer aus dem CSU-Shop sein. Mit der Prägung „Das können sie alles senden.” Ohne übermäßig Werbung für die Partei machen zu wollen, deren Mitglied ich nicht bin: Ich mag Papier. Und ich bin da gerne Web 0.2. ;)
Sie fragen sich grade, was dieser Blogpost bezweckt? Ehrlich, das frage ich mich auch. Nein! Nicht wirklich. Mir war einfach danach. Ein Lob dem Papier!
Solche Beiträge können wohl auch nur in diesen Nächten entstehen, wenn man ausgeschlafen am Schreibtisch sitzt und die Web 2.0-Timeline schon schlafen gegangen ist.
Als ich als freier Journalist anfing, dachte ich noch: Blog? Nöööö. Ich mach das via Google+, Facebook und Twitter. Nach kurzer Zeit jedoch wurde mir klar, dass ein Blog besser ist: Zunächst war für mich der Hauptgrund, dass ich die Kontrolle über meine Inhalte (Fotos, Texte etc.) behalte. Und recht schnell wurde mir nach den ersten Versuchen klar, dass eine feste Anlaufadresse, die nicht von der Teilnahme an einem Sozialen Netzwerk abhängig ist, einen unschlagbaren Vorteil bietet. Ich habe mit dieser Einschätzung Recht gehabt.
Gut 700 Leser haben mich wohl in ihren Favoriten/Lesezeichen verankert, die Zugriffszahlen etablieren sich konstant deutlich oberhalb der 70.000er-Marke. So die Statistik meines Providers.
Ich hatte am Anfang Scheu davor, jeden Tag Content liefern zu müssen. Heute liefere ich nicht jeden Tag einen Artikel und sehe das als Chance. Lieber Themen, die meine Leser und mich gleichermaßen interessieren. Weniger ist oft mehr. Das beweist sich mit diesem Blog ganz wunderbar.
Und immerhin habe ich es geschafft, über dieses Blog zu einem sehr schönen Auftrag zu kommen. Ich arbeite auf freiberuflicher Basis unter anderem für die Katholische Erzieher Gemeinschaft (KEG), erledige in Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, dokumentiere Veranstaltungen und starte weitergehende Social-Media-Aktivitäten. Geschafft habe ich das mit diesem Beitrag über Lehrer- und ErzieherInnen, die mit ihren Kindern neue Lieder singen wollen.
Ich habe mich also in gewisser Weise als Marke etabliert.
Das ist ein Weg, den ich nicht nur Freiberuflern ans Herz legen will, sondern auch Firmen. Insofern kann ich die Thesen von Klaus Eck nur unterstützen, der schreibt: „Es gibt manchmal eine spannende Alternative, die viele unserer Kunden zunächst gar nicht für sich auf der Agenda hatten: das Bloggen.”
Gunnar Sohn führt in seinem Ich-sag-mal-Blog weiter aus: „Man schreibt nicht akademisch korrekt oder pedantisch genau, sondern aus dem Stegreif. Man formuliert aus dem Schwung heraus. „Alles“ ist nicht zu lesen, zu kennen, zu wissen. Es reicht nur zu Verweisen und Fundorten. Entscheidend ist die Zirkulation der Daten, der Datenstrom, der keinen Anfang und kein Ende hat, der neue Routen und Entdeckungen zulässt.”
Diesen Artikel empfehle ich, weil er zusammenfasst, was verschiedene Journalisten, Blogger, Berater an Positionen vertreten. Dazu kommt die Gunnar eigene Art, komplizierte Sachverhalte so runterzubrechen, dass Otto Normal das sehr gut nachvollziehen kann.
Noch ein Wort zu Social Media: Ich nutze Facebook, Twitter und G+ vor allem dazu, meine Artikel bekannt zu machen. Und bei Twitter und Facebook kommt auch ein gewisser Anteil Socializing dazu. ;)
Früher war alles einfacher: Man hatte ein Auto, der Sprit war billig, öffentliche Verkehrsmittel waren das Statussymbol von Schulkindern oder weniger Begüterten. Wer freiwillig auf das Auto verzichtete, wurde scheel angeguckt.
Angesichts knapper Ölreserven und fehlendem Platz in Städten, um ein Auto zu parken, ist das Auto heute nicht mehr das erste Mittel der Wahl.
Deswegen gibt es Überlegungen, wie man öffentliche und individuelle Mobilität miteinander kombinieren kann. Wie kann das aussehen, wenn Münchner nach Garmisch fahren möchte? Muss er das Auto nehmen oder kommt er als Bahnreisender beispielsweise auch über Garmisch hinaus und tiefer ins Oberland?
Dieser Frage ging letzte Woche das 10. Verkehrspodium der Hanns-Seidel-Stiftung nach. Martin Keil von BMW, Gunnar Heipp von der MVG, Markus Schildhauer vom ADFC, Professor Klaus Bogenberger von der Bundeswehr-Uni und Dr. Christoph Ebert von eGAP diskutierten unter der Leitung von Karl Heinz Keil (HSS).
Die Frage: Wie sieht die urbane Mobilität der Zukunft aus?
Rund 90 Besucher waren auf alle erdenklichen Arten, zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto, den Öffentlichen gekommen, um sich in einer exzellenten Veranstaltung zu informieren.
Vorweg: Auch Automobilkonzerne haben erkannt, dass Benzinschleudern nicht mehr zeitgemäß sind und entwickeln schon seit geraumer Zeit erfolgreich Autos mit Hybrid- oder Elektroantrieb.
Mehr noch: BMW als Beispiel investiert auch in Apps, also Applikationen für Mobilgeräte, die Vernetzung ermöglichen sollen. Der Gedanke ist reizvoll, kein eigenes Auto mehr zu haben und unterhalten, sondern am Endpunkt der Reise vom Zug auf das Leihauto umsteigen kann. Auch die Bahn bietet diesen Service bereits an. Bei BMW ist zumindest soviel klar, dass der Konzern die Autos maximal ein halbes Jahr im Leihpool lässt, dann werden sie ausgetauscht.
Martin Keil meinte dazu auf Nachfragen aus dem Publikum, dass das mit eine Garantie dafür sei, dass der Kunde gewartete Fahrzeuge übernehmen könne.
Eine andere Fortbewegungsart empfiehlt Markus Schildhauer vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub. Zusammen mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bietet man ein Klappfahrrad an, das zusammengefaltet nicht größer als ein Reisetrolley ist und so praktisch beim Umstieg in den Zug oder die S-Bahn mitgenommen werden kann.
Seine Kernaussage: Es braucht nicht mal ein eigenes Fahrrad, man wird sich bald auch Lastenfahrräder für den Einkauf ausleihen können.
Einen umfassenderen Ansatz will die Modellregion eGAP gehen. „Wie machen wir das“, fragte Dr. Christoph Ebert das Publikum, „wenn sich jemand in ländlicher Region ein Auto leihen will und wie kriegen wir das wieder an den Verleihpunkt zurück?“
Diese Fragen sollen in Forschungsprojekten wie eGAP geklärt werden. Die Modellregion Garmisch-Partenkirchen wurde mit Bedacht gewählt. Einerseits ländliche Struktur, gebirgige Region und andererseits touristisch attraktiv.
Ebert erläuterte, dass es darum geht, bestehende Verkehrsangebote wie Bus und Bahn im Konzept zu verknüpfen:
Zweieinhalb Jahre wird nun dieses Konzept, unter anderem mit Elektro-Fahrrädern und -Autos ausprobiert.
Bleibt zu hoffen, dass auch die Deutsche Bahn eine solche Universalfahrkarte auf die Reihe kriegt. Bei allen anderen Beteiligten besteht die Sicherheit, dass sie ihren Teil zum Gelingen beitragen werden.
Drei Tage halten sich gut 20 Leute, die am Online-Lexikon „Wikipedia“ mitarbeiten, im Bayerischen Landtag auf. Ziel: Möglichst viele Abgeordnete fotografieren und neue Bilder für Wiki Commons zu bekommen.
Montagnachmittag sind sie aus ganz Deutschland angereist und haben Quartier in der Landeshauptstadt bezogen, sofern sie nicht einheimisch sind. Abends gab es ein Treffen im Landtag, wo die Listen abgeglichen wurden und bei einer guten Brotzeit über das Projekt gesprochen wurde.
Dienstagmorgen sind alle pünktlich im Landtag, von befreundeten Fotografen wird Zubehör wie Leinwände angeschleppt. Natürlich muss auch eine Internetverbindung geschaffen werden. Darum kümmert sich vor allem Michael Movchin. Er hat eine besondere Motivation:
Olaf Kosinsky leitet innerhalb der Wikipedia-Autoren das Projekt. Er will mit der Zeit alle Landtage in Deutschland aufsuchen. Der Bayerische Landtag ist der vierte, den die Wikis sich vornehmen. Besonders ist ihm ein Abgeordneter aus dem niedersächsischen Parlament in Erinnerung geblieben, der meinte:
Überall wird fleißig gewerkelt, 20 Leute haben recht viel zu tun, von der Betreuung der Abgeordneten während des Shootings bis hin zum Live-Editieren von deren Wikipediaeinträgen. Auch die Fotos werden sofort bearbeitet und hochgeladen.
Die anderen bauen Fotostände für die Porträts auf, richten die Blitzer ein, probieren beim Weißabgleich rum, beratschlagen, stellen wieder um. Im ehemaligen Senatssaal des Maximilianeums können sich die Parlamentarier, die es wollen, mit der Bayerischen Flagge fotografieren lassen. Um möglichst immer die gleiche Position beim Foto zu haben, werden Markierungen mit Gewebeband angebracht.
Die Fotos werden bei Wikipedia veröffentlicht und sind, weil unter einer Creativ-Commons-Lizenz stehend, für jedermann unentgeltlich nutzbar. Jan-Patrick Fischer aus Markt Schwaben steht geduldig zum Einleuchten Modell. Für ihn als Mitglied der CSU gibt es noch einen gewichtigen Grund, mitzumachen:
Gerd Seidel ist extra aus Fürth angereist, um mitzumachen. Mit seiner freundlichen und beruhigenden Art zerstreut er die Bedenken einzelner Abgeordneter, dass die Wikipedians auch kurz in den Fraktionen fotografieren wollen:
Um 13 Uhr wird der erste Landtagsabgeordnete fotografiert: Es ist der CSU-Politiker Herman Imhof.
Morgen wird Gerd Seidel dann in der Staatskanzlei fotografieren. Aug’ in Aug’ seinem Ministerpräsidenten gegenüber. Auch für Horst Seehofer wird die Wikipedia ein Gesicht bekommen.
Gestern demonstrierten gut 3000 ErzieherInnen, Pfleger, Angehörige und Kinder am Odeonsplatz für Nachbesserungen zum Bayerischen Kinderbetreuungs- und -bildungsgesetz (BayKiBiG). Aufgerufen dazu hatte die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrft, LAGFW. Hier ein paar Fotos:
Um was es bei der Demonstration ging, hat die Vorsitzende der KEG, Ursula Lay, auf der Pressekonferenz formuliert.
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern (LAGFW) schlägt Alarm: Die dem Bayerischen Landtag zum Beschluß vorliegenden Änderungen am Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz halten die dort zusammengeschlossenen Fachverbände für nicht ausreichend. Sie haben Staatsministerin Christine Haderthauer aufgefordert, Nachbesserungen vorzunehmen.
Der erste Vorstand des Evangelischen KITA-Verbandes, Ludwig Selzam forderte, die staatlich geforderten Hürden zu Gunsten des Kindeswohls abzusenken.
Die Vorsitzende der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG), Ursula Lay, sagte in der Pressekonferenz:
Am Nachmittag findet um 16 Uhr eine Demonstration am Odeonsplatz statt. Die Aktion wird von vielen Verbänden, unter anderem der KEG, unterstützt.
2012.
Alle Firmen sind kundenorientiert.
Alle Firmen?
Nein.
Ein früheres Staatsunternehmen hat Jahre nach der Privatisierung noch viel Beton in den Köpfen.
Kundenorientierung ist im Erscheinungsbild verankert.
Die Umsetzung hakt allerdings gewaltig, wenn man sich so manchen Tweet bei „@DHLPaket“ anschaut.
Kunde D. berichtet, dass er am Wochenende ein Mobil-Telefon im Internet bestellt hat. Für die Zustellung des Paketes braucht DHL drei Tage.
Und statt wie gewohnt das Paket in eine Packstation zu legen, wird der Kunde benachrichtigt, dass seine Lieferung in der Arnulfstraße (München) abzuholen sei.
Als D. sich telefonisch nach den Abholzeiten erkundigen will, erlebt er seine nächste Überraschung:
Die Filiale hat von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Kundenfreundliche Zeiten, so dass man eigentlich eine Abholung schaffen sollte.
Nach 20 Minuten in der Warteschleife (zu je 9 Ct/min) mit „englischem Geschwafel“ und „Wir sind gleich für Sie da“ sowie „Einen Moment bitte“ im Telefonhörer erfährt D., dass die Paketausgabe nur von 11 Uhr bis 18.45 Uhr geöffnet hat.
D. ist Freiberufler, das ist sein Glück.
Anders wäre die Abholung seines Paketes schwierig. Ersatzweise könne er jemanden zur Abholung vorbeischicken, meint die Dame am Telefon. Eine Zustellung zu ihm, wahlweise eine Auslieferung zu einer Packstation sei nicht möglich, da sein Wohnort weniger als drei Kilometer von der Filiale entfernt sei.
Übrigens: Die Auskunft, dass die Ausgabe nur von 11 bis 18 Uhr 45 möglich ist, erhielt D. erst bei der dritten Nachfrage.
Er wäre also wahrscheinlich umsonst rausgefahren, wenn er abends gegen 19 Uhr das Büro verlässt.
Eine Zustellung in die Packstation in der Arcisstraße, seiner Wohnung nahe gelegen, war nicht möglich, weil die Packstation gestört ist.
Via Twitter hat DHL seine „neue“ Packstation beworben. Die liegt in der Unsöldstraße.
DHL hat diese vor Jahresfrist geschlossen. Und nun wieder neu aufgemacht. Einziges Problem: Noch nicht einsatzbereit.
In 80538 München haben wir eine neue #Packstation für Sie aufgestellt: Sie steht in der Unsöldstr. 9-11 und trägt die Nummer 151!
— DHL Paket (@DHLPaket) June 26, 2012
Übrigens: Und da wird die Geschichte so richtig pikant: D. ist seit Jahren registrierter Kunde für die Packstation und wurde bislang immer darüber beliefert.
Einen ähnlichen Vorfall gibt es aktuell aus Düsseldorf zu verzeichnen. Ein DHL-Kunde hatte eine Sendung an eine Paketstation bestellt. DHL war nicht in der Lage, das Paket dort zu deponieren. Die nächste Poststation anzufahren, fällt den Logistikern der Post aber nicht ein. Nein: Das Paket wird in einer zehn Kilometer entfernten Filiale deponiert. Die Filiale in der Nähe des Kunden wäre nur 500 Meter entfernt gewesen.
Auch hier: Unnötiger Einsatz des Autos, unmögliche Öffnungszeiten der Postfiliale und keine Erklärung, warum so am Kunden vorbei gehandelt wird.
Besonders betrüblich: An Weihnachten hatte der Düsseldorfer erst den Verlust eines Päckchens beklagen müssen. Es war das Weihnachtsgeschenk seines Freundes.
Das Gelb der DHL-Lieferwagen scheint ein Hinweis auf die Servicewüste zu sein, die dieser Konzern bietet.
Notabene: Beide Kundennamen sind mir bekannt.
Auf dem 10. Verkehrspodium der Hanns-Seidel-Stiftung war unter anderem Gunnar Heipp von der MVG zu Gast. Ich nutzte bei einem sehr interessanten Vortrag zur Mobilität der Zukunft die Gelegenheit, ihn zu einem Semester-Ticket für Münchner Studenten zu befragen. Eher nebenher fiel mir ein, dass ich als MVV-Kunde im Umland gefühlt den Stadtverkehr mitfinanziere:
Meine zweiteilige Frage:
Die Antwort von Gunnar Heipp auf die Tarifstruktur:
Also nochmal zum langsamen Nachlesen:
Die Stadtkunden der MVG finanzieren das Umland (MVV) mit.
Weil: Ich habe auf dem Land weniger Angebot und darf mehr Kilometer fahren.
Oder so.
Eine IsarCard Ring 1 bis 8 kostet mich 107,30 €. Nicht falsch verstehen, das ist ein Preis, den ich gerne zahle. Und in Markt Schwaben bin ich recht gut angebunden.
In Wolfratshausen, wie Gunnar Heipp es anführte, sieht es anders aus. Klar, ich kriege zum Beispiel mit der Kurzstrecke (1,20 €) mehr Kilometer, die ich mit dem Bus fahren darf, als ein Stadtbewohner, der darf nur maximal 4 Stationen fahren (ca. 1,6 Buskilometer im Normalfall). Auf dem Land habe ich ein eingeschränktes Mobilitätsangebot. Aber ich bin glücklicher, weil ich mehr Kilometer fahren darf. Ist ja Wurscht, dass ich am Wochenende oder abends nimmer weiterkomme.
So, wer sich jetzt noch nicht aufgeregt hat, darf sich die Antwort auf die Frage nach einem Semesterticket für München noch geben:
Gut, dass die meisten Studenten mit dem Radl an die Uni fahren, weil sie ja auch in Radlnähe wohnen.
Dann sind die Öffentlichen Verkehrsnittel in München wenigstens nicht so voll.
Andererseits: Der Student zahlt ja nur eine geringfügig höhere Miete in Uni-Nähe und erarbeitet sich das Geld für sein Leben mit Nebenjobs, die seine Regelstudienzeit nicht beeinträchtigen.
Vielleicht verstehen Sie jetzt, dass ich das Logo der MVG auf den Kopf gedreht habe.
(Entschuldigung: Ich habe in diesem Artikel satirische Elemente versteckt.)
Der Bericht über das Verkehrspodium der Hanns-Seidel-Stiftung folgt noch.
Die ZPÜ, vertreten durch die GEMA, will offensichtlich schon wieder mehr Geld.
Dieses Mal für Externe Speicherplatten.
Bis ein Terrabyte Kapazität sollen es 7 Euro sein, darüber 9 Euro pro Platte.
Das geht aus einer Pressemitteilung des Informationskreises Aufnahmemedien und Bitkom hervor.
Dieser Zusammenschluß von Herstellern von Speichermedien eine Studie in Auftrag gegeben, nach der die externe Festplatte nur zu gut drei Prozent für Privatkopien genutzt werden. Im Klartext: 97 Prozent der Festplatten werden für Sicherungskopien eigener Fotos und Dokumente genutzt.
Schon im Mai war die Verwertungsgesellschaft für die geplante Erhöhung der Abgabe auf USB-Sticks heftig kritisiert worden.
Die Pressemitteilung finden Sie hier.
Unterdessen zitert der Kollege Peter Viebig von der Nürnberger Zeitung GEMA-Sprecher Peter Hempel, der die GEMA einer Kampagne ausgesetzt sieht:
“Wir sind momentan für jedes Sommerloch gut”, klagt Hempel. (Zitat mit freundlicher Genehmigung der NZ)
Das Bild ist aus vielen Reportagen im Fernsehen bekannt: Horden von Schülern, die ungeduldig in die S-Bahn drängeln, sich auf Sitzen flätzen, in der Gruppe mutig werden, andere Fahrgäste, meistens schwächere Schüler, werden belästigt oder drangsaliert, manche vergreifen sich gar an der Inneneinrichtung. Oft überschreiten Schüler auch einfach die Bahngleise. Die Gefahr ist groß, der materielle Schaden immens, das Verhalten der Schüler unsozial.
Es muss aber nicht so sein. Die Deutsche Bahn bildet seit mehreren Jahren auch im Bereich der S-Bahn München Schülerbegleiter aus.
Dabei ist das Konzept denkbar einfach: Statt Erwachsene einzusetzen, die bei Jugendlichen eher Kopfschütteln oder Ignoranz ernten, setzt die Bahn auf Schüler. Wie Klaus Figur und Michael Siegel betonen, ist es viel wirksamer, dass Schüler die Gleichaltrigen auf Fehlverhalten hinweisen oder deeskalierend eingreifen.
Damit die Schüler das machen können (und dürfen!), werden sie von den beiden Lokführern geschult. Rund 60.000 Euro nimmt die S-Bahn München pro Jahr in die Hand, um den Schülerbegleitern den richtigen Umgang mit Krisensituationen beizubringen.
Die Schüler der 8. Jahrgangsstufe sollen dabei nicht Helden spielen, sondern dürfen nach Abschluss der Ausbildung selber entscheiden, ob sie in der S-Bahn eingreifen. „Wichtig“, so die Trainer, „ist, dass sich die Begleiter nicht selbst in Gefahr bringen.“
Für ihren Einsatz sind die Schülerbegleiter nun geehrt worden. Neben Norbert Klimt von der Deutschen Bahn und dem Präsidenten der Bundespolizeidirektion München, Hubert Steiger, war auch der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil auf der Bühne, um den Schülerbegleitern zu danken. Moderator Tim Wilhelm fragte den Minister:
Eine Schülerin schilderte im Interview auf der Bühne das Vorgehen als Begleiterin. Sie sparte nicht mit Kritik an anderen Fahrgäste, die in Konfliktsituationen nur zuschauen:
Die Idee zu Schülerbegleitern entstand in den 90er Jahren im Ruhrgebiet. Die Schäden, die randalierende Schüler an Fahrzeugen anrichteten, die Sicherheit, die während der Fahrt nicht gewährleistet war, hat die Verkehrsgesellschaft auf den Plan gebracht, neue Wege zu gehen:
700 Schüler haben bei der S-Bahn München die dreimonatige „Ausbildung“ bisher durchlaufen. Teilnehmen können grundsätzlich alle Schulen aus dem Einzugsgebiet der S-Bahn. Den Lohn für Ihren Einsatz bekamen die Schülerbegleiter nun mit einem Sommerfest vergolten. Die Bahn hatte neben Aktions- und Geschicklichkeitsspielen auch kreative Workshops im Angebot: Schminken wie ein Maskenbildner oder T-Shirts bemalen. Die Mittel für dieses Fest wurden übrigens nicht aus dem Ausbildungsetat genommen.
… meinte Thomas Pfeiffer in seinem Eingangsstatement. Eine Anspielung auf den Mann im Springer Verlag, der sich so heftig dafür einsetzt, dass das Gesetz kommt. Momentan ist es etwas ruhiger um das Leistungsschutzrecht. Zuviele andere ‘Baustellen’ erregen das Gemüt der Internetnutzer. Meldegesetz, Urheberrecht, die Geschäftspolitik der GEMA, um nur einige zu nennen. Dennoch haben sich Emmanuelle Roser (Piraten), Thomas Pfeiffer (Grüne) und Victor Fuchs (CSU) mit mir an einen Tisch gesetzt, um über das Leistungsschutzrecht zu diskutieren. Zugegeben, uns fehlte etwas der leidenschaftliche Verfechter eines LSR, aber das tat der Diskussion nur wenig.
Hier ein kurzes Statement von Thomas Pfeiffer:
Im Gesprächseinstieg versuchte ich mich ein wenig als Ketzer, der das Leistungsschutzrecht gut findet, weil Blogger dann selber recherchieren müssen und durch ein Fehlen der ‘kommerziellen Seiten’ die Blogger mehr gelesen würden. Ich gebe zu, dass das grenzwertig ist. Aber die Chance besteht.
Was sich allerdings herauskristallisiert, ist in einem Tweet zusammen gefasst, den ich vor ein paar Tagen absetzte:
Das #LSR ist im Grunde genommen der Ausdruck dafür, dass man Gatekeeper bleiben will und das Sender-Empfänger-Modell für zeitgemäß hält.
— Heinrich R. Bruns (@hrbruns) June 28, 2012
Hier ist die komplette Diskussion ungeschnitten herunterzuladen: Und ich habe in der Eile eines Sonntagabends (2.12.2012) wirklich nicht geschnitten. Es prallen aufeinander die Meinungen von Victor Fuchs, Thomas Pfeiffer und Emanuelle Rosner:
als mp3
als ogg-Vorbis
Danke an unseren Gast Thomas Pfeiffer, der so bereitwillig mitgemacht hat. Gerne wieder!
Neuer Monat – und Neues von der GEMA.
Die Verwertungsgesellschaft hat heute in einer Pressemitteilung den Vorschlag einer EU-Richtlinie begrüßt, die einen einheitlichen Rechtsrahmen für Verwertungsgesellschaften schaffen soll.
Der Vorstandsvorsitzende Dr. Harald Heker erklärte:
„Wir freuen uns, dass die Kommission die Initiative für einen gemeinsamen Rechtsrahmen für die kollektive Rechtewahrnehmung in Europa ergriffen hat. Die GEMA wird das weitere Gesetzgebungsverfahren mit ihrem Sachverstand konstruktiv begleiten“.
Deutschlandradio Kultur berichtete, dass mehrere Künstler das Konzept der EU kritisieren, darunter Nick Mason, Schlagzeuger der Band “Pink Floyd” und Ed O’Brien, Gitarrist der Band “Radiohead”.
Jeff John Roberts hat die Meldung auf seiner Website paidcontent.org. Die Künstler sehen in der Richtlinie die Urheber nicht genügend berücksichtigt. Sie werfen den Verwertungsgesellschaften vor, das digitale Geschäft vernachlässigt zu haben.
Die Pressemitteilung der GEMA finden Sie hier.
Der Rechtsanwalt Thomas Stadler hat die Situation in seinem Blog näher beleuchtet.
Ich berichte weiter.
Heute abend ist das Ziel fast vollbracht: Die Band Porter hat mittels Crowdfunding das Geld für eine CD-Produktion zusammenbekommen. Vor gut drei Wochen habe ich in diesem Blog darüber berichtet. Ich war nicht der Einzige, der sich für diese Sache eingesetzt hat. Viele User auf Twitter haben sich engagiert, der Drummer und Initiator der Band und des Projektes, Markus G. Sänger hat in hier mal zusammengefasst, wer alles “mediale” Unterstützung geliefert hat. Die CD Wolkenstein wird nun produziert werden können. Und das Beste an der Scheibe: Sie wird GEMA-frei sein. Meiner Meinung nach ist das der zukunftsweisende Weg und ich gratuliere Porter zur Entscheidung, unter einer Creativ-Commons-Lizenz zu veröffentlichen. Und natürlich auch, dass sie sich als regionale Band getraut haben, das Geld in größerem Umfang … ja, was eigentlich? Einzusammeln.
Merke: Viele, viele kleine Beiträge schaffen Großes.
So ist das mit der “Netzgemeinde”.