Bei leicht bedecktem Himmel, aber durchaus sonnigem, nicht zu warmen Wetter, durchsetzt von leichten Brisen, startete das 31. Bayerische Jazzweekend mit dem Eröffnungskonzert im Gewerbepark Regensburg. Gefühlvoller persischer Gitarrenjazz vom Mahan Mirarab Trio nahm die Zuschauer mit.
Kaum fünf Minuten später nickte ein Großteil der Zuhörer rhythmisch mit dem Kopf und schnippte mit den Fingern. Füße wippten im Takt, alles schaute auf die Kommunikation der Musiker, die fast nicht sichtbar war, nur zu erahnen.
Am Nachmittag war noch fleißig gewerkelt worden, die Bühne musste aufgestellt werden, Instrumente gestimmt und mikrofoniert werden. Für den Tontechniker von „sugar Veranstaltungstechnik“ eine Routine-Aufgabe. Er kennt das Live-Geschäft, regelt zielsicher am Pult die zahlreichen Knöpfe.
Bürgermeister Joachim Wolbergs betonte, dass ohne das Zusammenwirken von Stadt Regensburg und Bayerischem Jazzinstitut so ein Fest nicht möglich sei.
Von daher galt sein Dank neben den städtischen Mitarbeitern auch dem Bayerischen Jazzinstitut:
Die spanische Band „The Hot Wok“ begeisterte mit Vibraphon, Schlagzeug und Blasinstrumenten. Mit dabei: ein Sousaphon. Das kam für das Jazzweekend extra aus Niederbayern, da der Transport per Flugzeug zu umständlich gewesen wäre und das Instrument Schaden hätte nehmen können. Jazzer sind freundliche und hilfsbereite Menschen und so fand sich ein Kollege, der den Transport seines eigenen Instrumentes für die Auftritte von „The Hot Wok“ bereitwillig übernahm.
(Bericht wird fortgesetzt…)
Das Bayerische Jazzweekend ist eine Veranstaltung, die sowohl unter freiem Himmel als auch in einigen Lokalen stattfindet. Allen gemein ist jedoch, dass abends um 22 Uhr Schluß ist. Mancher dem Jazz nicht so zugetane Bürger Regensburg mag da froh sein, die Musiker und Jazzfreunde wird es weniger freuen. Aber es gibt fast schon traditionell Live-Sessions, die am Freitag- und Samstagabend ab 22.30 Uhr sowohl im “Andreasstadl” als auch im “Leeren Beutel” stattfinden, am Sonntagabend dann nur im “Leeren Beutel”.
Daniel Prätzlich leitet am Freitagabend, Martin Schnabl am Samstagabend im Andreasstadl die Session. An beiden Abenden zeichnet im Leeren Beutel Peter Pöschl dafür verantwortlich. Sonntagabend wird Roland Huber der Prizipal im Leeren Beutel sein.
Interessant an solchen Zusammenkünften ist ja immer, wie spiel- und experimentierfreudig die Musiker sein werden. Bei Jazzern ist diese bekanntermaßen hoch, so dass sicher einige interessante Improvisationen erwartet werden dürfen, zumal Musiker der verschiedenen Stilrichtungen aufeinander treffen. Beginn ist in beiden Spielstätten jeweils um 22 Uhr, mit offenem Ende kann gerechnet werden.