Jugendschutz praktisch bei der KEG

Die Verführung und Gefährdung ist immer nur einen Mausklick entfernt. Davon ist Jörg Kabierske überzeugt. Er meint damit nicht nur die Pornografie, die sich im Netz leicht finden lässt, sondern auch Gewaltverherrlichung und Urheberrechtsverletzung. Das war der Tenor eines Vortrages und interaktiven Gespräches, das Kabierske bei der Pädagogischen Freizeitwoche der Katholischen Erziehegemeinschaft hielt.
Sehr praktisch führte der Dozent vor, was Jugendliche sich im Netz alles anschauen können, von Seiten mit pornografischen Inhalten bis hin zu Maze Games, die sich in zunächst harmlos daher kommenden Youtube-Filmen finden lassen.
Sehr erschreckend ist auch, so Kabierske, dass teilweise 80 Prozent der Schüler einer 6. Klasse ohne Aufsicht ins Internet dürfen.
Nicht, das man einem Jugendlichen von vorn herein negative Absichten unterstellen wolle, so der Gründer von Klicksalat.de, aber angesichts der Verrohung, die Kinder und Jugendliche im Fernsehen zu unpassenden Zeiten erleben, darf es nicht wundern, wenn immer mehr Jugendlich ethische Werte vermissen lassen. Der Held auf dem Schulhof ist nicht der, der dem anderen in der Not hilft, sondern der, der die grausamsten Filme und härtesten Pornos zeigt. Deswegen ist es wichtig, dass Lehrer sensibilisiert werden und wissen, was ihre Schüler so konsumieren.

Zehn Gebote für Magersucht

Nicht nur Pornografie und Gewalt sind täglich im Netz präsent, sondern immer noch auch Portale zu Essstörungen. Kabierske führte aktuelle Beispiele vor, das Entsetzen war groß, als die Pädgogen sahen, wie eine 15jährige sich für alle drei Kilo belohnt, die sie abgenommen hat.
Kabierske empfahl ein paar technische Lösungen, um Kindern Internetbeschränkungen aufzuerlegen.
Anhand seines Facebook-Profiles zeigte er den Lehrern der Katholischen Erzieher Gemeinschaft, was in sozialen Netzwerken wichtig ist und wie man seine Privatsphäre schützt. Grundsätzlich empfahl Kabierske, dass die Lehrer sich bei Facebook anmelden. „Damit Sie wissen, über was Ihre Schüler reden.”

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In der Kategorie Computer, KEG, Kommunikation, Medien, Social Media am 03.08.12 um 16:37 Uhr veröffentlicht.
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MunichLovesU – der Freitag: Ohel Jakob

Heute ist der fünfte Tag meines Einsatzes für @MunichLovesU.
Freitag.
Wir starten ins Wochenende.
Ich bin in Niederbayern, Kloster Niederaltaich.
Dort ist eine Tagung der Katholischen Erzieher Gemeinschaft (KEG), deren Pressereferent für den bayerischen Verband ich seit Mittwoch offiziell bin.

Für die meisten von uns ist heute der letzte Arbeitstag der Woche. Einige schaffen auch am Samstag noch.

Die Eingangstür der Synagoge

Für rund 10.000 Münchner und Oberbayern ist morgen Ruhetag.
Bei den Juden ist morgen Schabbes, Schabbat.
Sozusagen der Sonntag in der jüdischen Gemeinde. Waren Sie schon mal in einer Synagoge?
Nicht?
Ich habe mich im Vorfeld meiner Woche für MunichLovesU aufgemacht und die Hauptsynagoge am Jakobsplatz besucht.

Der Grundstein für Ohel Jakob wurde 2003 gelegt und am 9. November 2006 wurde das Gebetshaus unserer jüdischen Mitbürger eröffnet.
Die „alte” Hauptsynagoge in München wurde auf Anordnung der Stadt München ab dem 9. Juni 1938 niedergerissen. Sie war seit 1887 Kultuszentrum unserer jüdischen Mitbürger. Ein zu schaffender Parkplatz in der Herzog-Max-Straße diente den Nationalsozialisten als Vorwand, das Gebäude zu zerstören. Weitere Informationen finden sich in der Wikipedia.

In Stein gemeißelt: Die Ansicht der alten Hauptsynagoge

In Ohel Jakob gibt es eine Ansicht dieses Gebäudes, eingemeißelt in Stein.
In München findet sich noch ein ‘Schwester-Gebäude’ der Synagoge, die Kirche St. Lukas. Beide Gebäude hatten den gleichen Architekten. Mehr zu St. Lukas morgen bei @MunichLovesU und später im Blog.
Im Rahmen einer Führung gelangt man unterirdisch vom Kultuszentrum in die Synagoge, durch den Gang der Erinnerung.

Auf der linken Seite befinden sich in mehreren Schichten Tafeln mit den Namen der im Dritten Reich ermordeten Juden. Rechts ziert ein großer Davidsstern die Mauer, daneben sind die Namen der größten Konzentrationslager zu finden. Worte finden sich, deren wichtigstes „Erinnerung” ist.
Der Versammlungsraum selber, also das Herzstück von Ohel Jakob, ist schlicht in Holz gehalten, hell und freundlich. Durch das Dach gelangt viel Licht in den Raum.

Der Innenraum der Synagoge. Hier versammeln sich die Mitglieder zum G”ttesdienst.

Er ist multifunktional ausgelegt. Neben den Sitzen und dem Lesepult vorne samt siebenarmigem Leuchter findet sich in der Mitte ein Tisch, zu dem die Thora-Rollen getragen werden, um daraus vorzulesen. Dieses Podest kann für Hochzeiten auch mit einem Baldachin überspannt werden, so dass Braut, Bräutigam, die Eltern, Zeugen und der Rabbiner darunter Platz finden.
Eine Orgel hat diese Synagoge nicht, auch wird die Sprache im G”ttesdienst nicht durch Mikrofon und Lautsprecher verstärkt.

Weitere Bilder:

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In der Kategorie Bericht, MunichLovesU am um 16:00 Uhr veröffentlicht.
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