Die Bahn zeigt sich zehn Tage vor der Wiesn gut aufgestellt. Das machten Bahn, S-Bahn und Bundespolizei heute auf einer Pressekonferenz deutlich. Dazu kommt dieses Jahr erstmals der Versuch, Besucher der Wiesn vom Hauptbahnhof und der Hackerbrücke aus auf getrennten Wegen zu lotsen.
Zusätzlich werden die Streifen des Bahnsicherheitsdienstes (SOD) und der Bundespolizei verstärkt. 26 Mitarbeiter werden den Zustieg an der S-Bahn-Station Hackerbrücke regeln. In den Abendstunden werden durchgehend Vollzüge statt Kurzzügen verkehren. Der 20-Minuten-Takt wird in den Abendstunden bis nach Mitternacht aufrecht erhalten.
„Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Fahrgäste abends nur noch eins wollen. Schnell nach Hause”, so Bernhard Weiser. Allein für die Bahn sind das mehr als 12.000 zusätzliche Personalstunden.
Die S-Bahn München erhöht mit über 600 zusätzlichen Zügen im Spätverkehr an den Wochenenden und unter der Woche ihr Angebot. Dadurch entstehen bis weit nach Mitternacht ein Zwei-bis-fünf-Minuten-Takt auf der Stammstrecke. Die Fahrpläne zum Oktoberfest werden auf Plakaten veröffentlicht und sind im Internet abrufbar.
Auch personell verstärkt die Bahn ihre Präsenz:
Auch die Bahnpolizei rüstet sich personell auf: Weniger Urlaub für Beamte während der Wiesnzeit, zusätzlich kommen 100 Bundespolizisten aus anderen Ländern nach München. Schwerpunkt auch hier: Die Hackerbrücke und der Hauptbahnhof.
Es geht um gut zwei Millionen Fahrgäste, mit denen die Bahn zum Oktoberfest rechnet. Und um deren Sicherheit. Zusätzliche Brisanz erhält die Wiesn dieses Jahr durch die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, die dieses Jahr Bayern ausrichtet.
Jürgen Vanselow, Chef der Bundespolizei-Inspektion München:
Die Bundespolizei ist gebührenfrei unter +498006888000 erreichbar.
Und Raimund Paul, Sicherheitsbeauftragter bei der Bahn, betont, dass auch im Ansagezentrum und bei „3S” das Personal bis Betriebsschluss verstärkt wird. „3S” steht für Sicherheit, Sauberkeit und Service.
Die Mitarbeiter von „3S” können schnell koordinieren. Die Nummer lautet: +49 89 13081055. (Tipp: Telefonnummern im Mobiltelefon abspeichern.)
Im letzten Jahr, so Bernhard Weiser, Chef der Münchner S-Bahn, summierten sich die Verspätungen zur Wiesn auf 18.000 Minuten, acht Stammstreckensperrungen gab es, gut 200 Mal konnte die S-Bahn nicht an der Hackerbrücke halten, weil die Sicherheit nicht mehr gegeben war. Die Pünktlichkeitsrate sank während des Oktoberfestes auf unter 90 Prozent.
Neu ist in diesem Jahr, dass Bahn, S-Bahn und Bundespolizei in Zusammenarbeit mit MVG und Kreisverwaltungsreferat versuchen, die Wiesn-Besucher vom Hauptbahnhof und der Hackerbrücke auf getrennten Wegen zur Theresien-Wiese zu lotsen. Nebenstehende Grafik zeigt die Wege.
In diesem Jahr werden auch DB-Regio und Südostbayernbahn ihr Zugangebot verstärken.
Nach Freilassing, Augsburg, Kempten und Mühldorf werden mehr Garnituren eingesetzt.
Im vergangenen Jahr führte das Verhalten von Wiesn-Besuchern zu zahlreichen Polizeieinsätzen bei der S-Bahn. Insgesamt gab es 17 Streckensperrungen wegen Betrunkener im Gleis und neun unerlaubte Notbremsungen. Folglich sank die Pünktlichkeit erheblich auf unter 90 Prozent. Bernhard Weiser appelliert an die Wiesn-Besucher sich der Gefahren des Eisenbahnverkehrs bewusst zu sein und den Anweisungen des Sicherheitspersonals Folge zu leisten:
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Bildhinweis: Die Grafik der Fußwege wurde mit freundlicher Genehmigung seitens Bahn und MVG eingestellt.
… sondern vor allem das Denken lehren.
Unter dieses Motto stellte Seminarleiter Jörg Meier seine Einführungsveranstaltung für Lehramtsanwärter und Referendare, die heute (12.09.2012) ihren Dienst an den Schulen beginnen. Meier ist langjähriges Mitglied der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG) und im Landkreis Ebersberg für die Lehramtsanwärter zuständig.
Die KEG bietet jedes Jahr vor Schulbeginn solche Vortragsabende für Berufsanfänger an.
Die Zäsur von der Uni in die Schule soll so leichter gestaltet werden.
Jörg Meier hatte gleich zum Anfang einen gewaltigen Tipp: „Gehen Sie im ersten Jahr nach der Eingewöhnungsphase mit zu ihren erfahrenen Kollegen in den Unterricht. Gehen sie in alle Fächer rein, gehen sie in alle Altersstufen. Und: genießen Sie dieses erste Jahr. Unterstützen Sie Kollegen, sie profitieren davon.”
Er machte die jungen Kolleginnen und Kollegen mit dem ersten Schultag vertraut. „Ihre Schüler werden sie austesten und ausprobieren.” Meier rät dazu, den Schülern zu zeigen, dass der Lehrer Grenzen hat. Sein Tipp: Austausch mit Kollegen, Absprachen treffen, wie die älteren Kollegen vorgehen. Das merken die Schüler und eine einheitliche Linie ist immer hilfreich.
Der erste Schultag ist entscheidend für das weitere Gedeihen des schulischen Wirkens, da ist sich Meier sicher. „Den” ultimativen Tipp für den Einstieg in den ersten Schultag gibt es nicht. Aber wichtig ist, so Meier, dass jeder Lehramtsanwärter sich seiner Stärken bewusst ist und diese methodisch im Unterricht einsetzt. Ebenso wichtig: Kinder lernen durch Ausprobieren. Dabei testen sie Grenzen aus.
Die jungen Kolleginnen und Kollegen mahnte er, sich nicht verheizen zu lassen, Seminarleiter und Betreuungslehrer informieren, wenn gegen Richtlinien verstoßen wird. Dazu zählt auch, dass die Anwärter nicht mehr als 3 verschiedene Klassen unterrichten und keine schwierigen Klassen bekommen.
Vor allem aber sei wichtig, andere Wege zu gehen, neues Denken auszuprobieren. Ganz unvermittelt stellte er den Anwesenden eine Denksportaufgabe: Eine Schnecke fällt in einen 21 Meter tiefen Brunnen. Sie beschließt wieder hoch zu kriechen. Am Tag schafft sie sieben Meter, in der Nacht, während des Schlafes rutscht wieder vier Meter runter. Wann ist die Schnecke oben?
Das Vergnügen des Nachrechnens möchte ich keinem Leser vorenthalten. Nur soviel: Sieben Tage, was wir alle irgendwie spontan tippten, ist falsch.
Zusammengefasst hier aus dem Munde von Jörg Meier seine Tipps an Junglehrer: