Zukunft der Medien

Die Evangelische Akademie in Tutzing veranstaltete zu diesem Thema ein Panel im Presseclub München. Dass sich die Medienbranche im Umbruch befindet, ist kein Geheimnis. Pfarrer Udo Hahn begrüßte Dr. Thomas Schiller, Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes (epd) und Jörg Sandrozinski, Leiter der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München zu einer Diskussion zum Thema Journalismus, Medien und Journalisten.
Hier ist die komplette Diskussion (ca. 45 Minuten):

Zum Herunterladen:
Als mp3: Diskussion (52 MB)
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Nach dem Panel fragten die Zuhörer nach. Ein der ersten Fragen galt dem Lokaljournalismus. Schiller und Sandrozinksi antworteten:

Die Bezeichnung „Journalist” ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Und wieder einmal, Verzeihung, Kollegen, beschleicht mich ein ungutes Gefühl, wenn alles, was keine Journalistenschule Eurer Provenienz durchlaufen hat, als minderwertig abgetan wird. Nicht jeder Blogger ist ein Journalist, klar. Aber deswegen den Blogger generell herabstufen und eine Journalismusschranke einführen, Jörg Sandrozinksi?

Ich kenne Blogger und Blogger. Blogger, die sich einfach ihren Rant von der Seele schreiben und Blogger, die journalistisch arbeiten. Wieder einmal taucht die Frage nach Gatekeeper, Sender/Empfänger-Modell und neuen Darstellungsformen auf. Ja, ich schreibe sicher nicht nach dem Geschmack des Panels, wenn ich das so ausdrücke. Und ich vermische Bericht und Kommentar. In der Diskussion fiel der Satz, dass das die FAZ auch macht. Seltsamer mutete an, dass das Wort „Online” erst nach 20 Minuten fiel. Schiller:

Die Antwort von Jörg Sandrozinski offenbart ein Gutteil, dass in manchen Journalistenschulen viele Darstellungsformen noch nicht angekommen sind:

Klang schon ziemlich gestopselt, gell?

Ich bin froh, dass ich letztes Jahr meine Fortbildung zum Onliner an der Journalistenakademie München gemacht habe. Ganz selbstverständlich werden dort neue Formen der Berichterstattung gelehrt und gelernt.
In einem stimme ich dem Leiter der Deutschen Journalistenschule München, Jörg Sandrozinski, aber zu: Die Jobaussichten für junge Journalisten sind gut, wenn das Netzwerk passt und sie sich auf Neues einlassen:

Der Journalismus bleibt im Wandel. Das ist gut so.
Und ich freue mich, dass ich in diesem Wandel mittendrin bin.
So ganz als Blogger mit journalistischen Grundsätzen.

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In der Kategorie Kommunikation, Medien am 09.10.12 um 00:29 Uhr veröffentlicht.
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