Hannes Wader – Nah dran

Die alten Jahre mit Hannes sind vorbei. Und doch, sie sind immer noch da. Mich hat Waders Aufnahme der Sozialistischen Internationale geprägt. Und natürlich das Lied der Sozialistischen Jugend: „Dem Morgenrot entgegen”. Ach, Kinders. Das waren noch Zeiten. Als ich mit Paul Eßer* auf dem Schulhof stand und die SI grölte. Tempi Passati. Ich bin nun alt. Und die sozialistischen Songs von Wader trinke höre ich nur noch, wenn ich einen Bierabend mache.
Wader reloaded in den wichtigsten Stationen: Aus Bielefeld stammend, im Umfeld von Reinhard Mey, Klaus Hoffmann und anderen sozialisiert, Umzug von Berlin nach Nordfriesland. DKP-Mitglied, bald ausgetreten. Google hilft hier weiter. Ganz sicher. :)
Für mich waren in Waders Schaffen immer zwei Komponenten wichtig:
Die Überlieferung alten Liedgutes und die Erinnerung daran, dass die Linken immer bessere Songs als alles rechts der Mitte hatten.
In den letzten Jahren hat Wader vor allem eines geschafft: Er hat abseits von Mey und den üblichen Verdächtigen gezeigt, dass er Lieder machen kann. Und das meine ich durchaus im besten Sinn.
Wer die Liedermacherszene im Ursprung und in der Fortführung der Alten erleben will, der sollte sich die CD kaufen.
Und: Ja. Ich meine wirklich die CD. Der haptische Genuß ist durch nichts zu ersetzen.
Die Songs auf Nah dran sind aus dem Leben gegriffen. Und eben nicht so verklärt wie bei den Kollegen.

Gehen Sie in die Buchhandlung Ihres Vertrauens. Kaufen Sie Hannes Wader – Nah dran. Wenn sie Liedermacher mögen, dann ist Wader ein weiteres Sahnehäubchen in Ihrer Sammlung.
Wenn sie mal ins Album reinhören wollen, dann schauens zu Am*z*n. Aber meine Bitte, die keinen stört: Kaufen Sie das Album beim Buchhändler Ihres Vertrauens.

DANKE!

(Als regelmäßiger Leser des Blogs wissen Sie, dass ich hier nur GEMA-freie Musik bieten darf. Selbst, wenn anderes verkaufsfördernd sein sollte.)
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* Der Bruder des Mannes, der bei Bild Hans Esser war.

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In der Kategorie Musik, Service am 15.10.12 um 23:12 Uhr veröffentlicht.
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Die Euro-Rebellen …

… oder aber: Wo bleibt die demokratische Mitsprache in Europa?

Eine ungewöhnliche Koalition hat sich im Presseclub München eingefunden: Dr. Martin Runge, Fraktionschef der Grünen im Bayerischen Landtag und Dr. Peter Gauweiler, CSU-Bundestagsabgeordneter. Gauweiler war zuletzt in Karlsruhe mit seinem „Nein”-Antrag zum Fiskalpakt und ESM-Vertrag gescheitert. Runge fürchtet im Gegensatz zu vielen seiner Parteikollegen, dass die Parlamente bei den Rettungsaktionen des Euros ausgeblendet werden und die Demokratie Schaden nimmt.
Beide Politiker eint die Ansicht, dass die Schuldenkrise nicht mit Hebeln, Haftungsprivilegien und neuen Schulden zu bekämpfen ist.
Als Anregung, sich die Diskussion ganz herunterzuladen, hier die Schlussstatements von Runge und Gauweiler:

45 Minuten Diskussion, die hörenswert sind. Es moderiert Ruthart Tresselt, Vorsitzender des PresseClubs München.
Wie seit ein paar Wochen üblich, können Sie die Audiofiles herunterladen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf den Verweis, speichern Sie die Datei lokal ab und hören Sie das Audio, wenn Sie Zeit haben. Natürlich können Sie die Audios auch im Webbrowser hören, dann einfach mit der linken Maustaste anklicken. Ich biete die Audiofiles als mp3 und ogg an. Die meisten Audioplayer können mit mp3 umgehen, aber das freie Format ogg-Vorbis kommt immer stärker zum Einsatz.

Hier ist die mp3-Version (ca. 51 MB).
Und hier die ogg-Version (ca. 34 MB).

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In der Kategorie Politik, Service, Wirtschaft am um 15:13 Uhr veröffentlicht.
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