Bairisch, Barock, Bier

Diese Woche ist richtig spannend. Gestern war ich in Ohel Jakob. Das ist die Hauptsynagoge in München. Ein sehr lichter, heller, gleichzeitig schlichter und funktionaler Raum. Fotos vom Inneren zeige ich, wenn ich meine Woche bei @MunichLovesU mache.

Wer twittert, kennt das Projekt wahrscheinlich: 52 Menschen haben den Account jeweils eine Woche inne und zeigen ihre Sicht von München. Das Schöne ist, dass ich als Nicht-Münchner auch mitmachen darf. Das haben wir bei einem #Twittagessen ausgemacht. Das ist ein Treffen zum Essen, bei dem sich Twitterer treffen.

In den letzten Wochen habe ich mir viele Gedanken gemacht, wie ich diese Woche füllen werde. Vieles von dem, was ich machen wollte, haben meine Vorgänger jetzt schon gemacht. Einige Punkte werde ich sicher auch nochmals aufgreifen, um sie differenzierter zu beleuchten. Daneben arbeite ich an einem ‘Drehbuch’. Ich versuche in den nächsten Wochen noch den einen oder anderen Zeitgenossen zu bekommen, der mit mir durch Stadtviertel geht, Geschichten erzählt, die ich so nicht erzählen könnte. Der Mix sollte sich sehen lassen können. Er wird bairisch, barock und hat auch mit Bier zu tun. Daher der Titel dieses Artikels. München hat viele Kirchen zu bieten, quer durch alle Baustile. Ein Grund, sich die Pracht anzuschauen. So wird dann wohl jeder Tag beginnen. Für die agnostischen Leser eine Beruhigung: Es wird keine Andacht geben. ;)

Ich werde auch durch das schwule Stadtviertel Münchens streifen, das Glockenbachviertel. Vielleicht habe ich Glück und Pfarrer Rainer Maria Schießler begleitet mich. Er ist Pfarrer von St. Maximilian und somit für dieses Viertel zuständig. Der Pfarrer “is a recht bunter Hund”, er nimmt seinen Urlaub ja auch immer zur Wies’nzeit und geht dann als Bedienung auf das Oktoberfest.
Daneben gibt es eine beträchtliche Anzahl von Hausbrauern in München und Oberbayern. Als ich letztes Jahr meine Fortbildung zum Online-Journalisten machte, hatte unser Kurs das als Abschluss-Thema.
Für mich gehört das irgendwie zusammen: Bier, Baiern und Kirche.

Und was hat das nun mit der Synagoge zu tun?
Für mich gehört Ohel Jakob ins Stadtbild. So, wie unsere jüdischen Freunde in die Stadt gehören. Und deswegen wird es einen Tag in meiner #mucly-Woche geben, der mit der Synagoge beginnt. Das wird der Freitag sein. Wie mir Aaron Buck, der persönliche Referent von Charlotte Knobloch erklärte, gehört es sich für den frommen Juden nicht, am Schabbes zu twittern. Und so werde ich mich dran halten. Als Zeichen, dass ich meine jüdischen Freunde respektiere.

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In der Kategorie Bier, Kirche, Medien, Selbstreferentiell, Social Media am 25.06.12 um 07:00 Uhr veröffentlicht.
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