Zugegeben, das Thema ist nicht gerade journalistisch, hat aber dennoch mit mir und dem Journalismus zu tun. Außerdem soll dieser Artikel ein Denkmal sein. 2011 war das Jahr, in dem es mich aus verschiedenen Gründen wieder zurück in den Journalismus zog. Ich besuchte die Journalistenakademie in München und traf auf sehr angenehme und nette KollegInnen, die den gleichen Weg gehen wollten.
Angesichts der Tatsache, dass ich von nun an in Vollzeit wieder studieren würde und weniger Zeit haben würde, mich um meine Ernährung zu kümmern, beschloss ich, zukünftig am Samstag einkaufen zu gehen und am Sonntag Auflauf zu produzieren. Immerhin könnte ich mit einer großen Form vier Tage überbrücken. Am Freitag endete der Unterricht ja schon mittags, da würde sich sicher eine Möglichkeit finden, etwas anderes zu essen. Es kam ein bisserl anders. Meine Kolleginnen (und ja, am Anfang des Kurses war ich der einzige Mann) sahen am zweiten Kurstag, dass ich Auflauf dabei hatte. Und weil ich eigentlich gerne für andere Menschen koche (aber nur für die, die ich mag!), bot ich an, am nächsten Tag für jeden eine Portion mitzubringen. Gesagt – getan. Und so gab es in den ersten Wochen an der Akademie einmal in der Woche Auflauf.
Weil mir dann aber die Belastung etwas zu groß wurde und ich am Wochenende oft unterwegs war (Köln, Frankfurt, Hamburg ….), schlief das Auflaufmachen etwas ein. Tja, und dann kamen die Projektarbeiten, neue Kollegen, mit denen die Harmonie nicht so klappte wie im Stammteam. Meistens bestand das Mittagessen einer Kollegin und mir aus Antipasti – Oliven, Käse, Pfefferoni und solchen leckeren Sachen.
Nicht das schlechteste, wenn ich’s recht bedenke.
Nun firmiere ich als freier Journalist. Meine Haltung gegenüber Blogs war anfangs sehr kritisch und ich sagte, dass ich sicher nicht das dreissigtausendste Blog schreiben werde, das kein Mensch liest. Und zugegeben, es ist immer noch ein Teil meiner Grundhaltung. Über Twitter lernte ich aber @gsohn kennen, der fast täglich bloggt. Und ich ging meiner Leidenschaft nach, seine Blogs gegenzulesen und ihm in einer direkten Nachricht Tippfehler und Einschätzungen zu schreiben. Das ist ein zweischneidiger Akt – manchmal. Ich mache das aber auch mit anderen Medien und beziehe aus der positiven Resonanz den Mut, das zu machen. Weil niemand, auch ich nicht, alle Fehler selber korrigieren kann. Es braucht mehr Schlussredakteure! Klaus Schrage, ein Redakteur und Betriebsrat der Nürnberger Zeitung bloggt und da lese ich auch sehr gerne rein. Wie auch bei Thomas Gerlach, Peter Viebig oder Gabriele Hooffacker, auf deren Blog ich meinen ersten Post veröffentlichen durfte. Und irgendwie zieht es mich in die Sache rein. ;)
Was hat das alles mit Auflauf zu tun? Nach der epischen Breite, die ich mir einfach mal genommen habe, komme ich zur Conclusio. Die Kollegin Mietze (solang ich nicht schriftlich habe, wie ich sie verlinken darf, lass ich das dabei!) kann Design und Technik bei HTML und Gedöns besser als ich. Viel besser als ich. Wie man ja am Unterschied der ‘Hauptseite’ und des Blogdesigns sieht. Ich bin ihr da auch nicht neidisch, ich habe andere Stärken und zusammen würden wir uns sehr gut ergänzen. :) Ich bewundere sie und ich bin glücklich, ein originales Mietze-Design zu haben. Das hat nicht jeder!
Und weil die Mietze und ich von einem Kollegen aus der Akademie mal als Siamesisches Zwillingspaar bezeichnet wurden, habe ich dieses Design und die ganze Einrichtung für einen meiner Aufläufe bekommen. Auflauf ist die Währung, die manches leichter macht. Auflauf makes the world go round, wie man schon in Amerika sang. ;)
Kleiner Nachsatz: wir arbeiten noch an den Möglichkeiten der Social Plugins, Sharefunktionen etc. Es kommt. Bald. Jetzt – und dieser Augenblick zählt – bin ich erstmal da. Und das Lob des Auflaufes hat sich bis Berlin rumgesprochen, wohin ich meinen Auflauf in der kommenden Woche exportieren werde.