Weihnachten steht im Kurs höher

So pünktlich, wie die Umstellung auf die Sommerzeit kommt, so pünktlich kommen auch wieder die Forderungen nach einer Abschaffung des Tanzverbotes an den sogenannten Stillen Feiertagen. Eigentlich hätte ich diesen Beitrag schon vor vier Wochen schreiben können. Noch eigentlicher hoffte ich, dass ich mir diesen Beitrag hätte ersparen können.

Es ist mir nicht erspart geblieben. Aber ich möchte im Nachgang zu meinen Artikeln vom letzten Jahr ein paar Sachen ergänzen. ¹
Die Heftigkeit, mit der für eine Aufhebung des Tanzverbotes an Stillen Feiertagen „geworben” wird, erstaunt mich immer noch.
Nun gut. In meine Timeline bei Twitter spült es vorwiegend Piraten und viele haben konträre Ansichten. Deswegen will ich auch nicht pauschale Schelte austeilen. Lieber möchte ich, ausgehend von einem meiner Twitter-Dialoge, ein Szenario anregen.

„Ich brauch halt keine gesetzlichen Verbote, um ne Religion zu respektieren.”

Die Achtung des Feiertagsgebotes und der damit verbundenen Einschränkung an „Stillen Feiertagen” ist kein Verbot, um eine Religion zu respektieren.
Die Achtung der Stillen Feiertage ist dem Charakter der Tage geschuldet. Christen in aller Welt gedenken des Todes ihres Religionsstifters.
Da wir in Deutschland in der Tradition und Prägung des Christentums stehen, ist eine Nähe der Gesetzgebung zu diesen Normen und Werten, die prägend sind, gegeben.
Ob sie notwendig ist?
Darüber kann man streiten.
Ich halte sie für notwendig. Und zwar nicht als „Verbot”, wie irrtümlich oft geschrieben wird. Sondern als „Gebot”. Klar, der Gesetzgeber spricht von einem Tanzverbot. Aber ich halte diese Ordnung als notwendig, sie gebietet den Andersdenkenden die Achtung vor der Mehrheit. Und immer noch sind zahlenmäßig Katholiken und Protestanten in der Mehrheit. Demokratie bedeutet in letzter Konsequenz aber auch, dass sich Minderheiten einer Mehrheit beugen, abseits des Schutzes, den Minderheiten genießen sollen und dürfen.
Der Gesetzgeber gebietet also, dass alle Menschen, die in seiner Jurisdiktion stehen, die stillen Feiertage als solche wahrnehmen mögen.

Lass uns halt ‘nen jüdischen oder islamischen Feiertag aufnehmen

Ich habe nichts dagegen. Auch, weil ich integrativ unterwegs bin. Aber – und da kommt für mich der Knackpunkt: Müsste dann nicht auch der Gesetzgeber dafür sorgen, dass mittels Gebot/Verbot/Durchführungsverordnung dieser Tag so von allen begangen wird, wie es dem Geist des Tages entspricht?
Ich habe nichts dagegen, ich bin im Judentum und Islam soweit unterwegs, dass ich mich den rituellen Anforderungen anpasse. Freiwillig. Am Rande bemerkt.

Würden das die „Andersdenkenden” auch mitmachen?

Und wieso mault eigentlich keiner, weil an Weihnachten Discotheken und Kneipen andere Öffnungszeiten haben? Nur, weil da vielleicht getanzt werden dürfte?
Oder eher, weil Weihnachten Konsum und Geschenke ist, Dinge, an denen sich jeder festhalten kann?
Ostern ist sperrig. Da stirbt ein Mensch.
Ich bin für islamische und jüdische Feiertage. Mit der Konsequenz, dass es Tanz- und weitergehende Verbote gibt.
Ketzerisch?
Konsequent, weil weniger getanzt werden würde.

_________________
¹ siehe hier und hier.

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In der Kategorie Kirche, Religion, Zwischenruf am 29.03.13 um 20:51 Uhr veröffentlicht.
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Was wir vorhersagen können, will keiner wissen

Sonntagsbegegnungen in Markt Schwaben. Die Veranstaltungsreihe ist im 20. Jahr. Am Sonntag waren Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und der Zukunftsforscher Matthias Horx zu Gast. Auf der Website der Evangelischen Landeskirche ist mein Beitrag nachzulesen und nachzuhören. Bringen Sie Zeit mit!

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In der Kategorie Bericht, Kirche, Politik, Religion am 11.03.13 um 22:02 Uhr veröffentlicht.
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Des is da Heinzi – oder: „Du babbst”

Ich bin ergriffen. Gerade habe ich gesehen, wie ein alter Mann das eine Haus verlassen hat, in einen Hubschrauber stieg und nach einer kurzen Autofahrt das andere Haus betrat. Ein Ereignis, das alltäglich wäre, wenn es sich bei dem alten Mann nicht um den Papst handeln würde.
Ich habe geweint.
Sicher ist es vielen Menschen so gegangen. Von einem weiß ich es, weil er es mir per Mail schrieb.
Mich hat Josef Ratzinger geprägt.
Als Julius Card. Döpfner starb und Josef Ratzinger sein Nachfolger wurde, sollte meine kleine, nicht besondere Geschichte mit ihm beginnen.
Ich bin aufgewachsen in Unterwössen, ein kleiner, beschaulicher Ort in den bayerischen Alpen, dem einen oder anderen bekannt, wenn er sich mit dem Auto in den Winterurlaub nach Reit im Winkl begab. Als die Winter in Bayern noch Winter waren …
Der „alte” Pfarrer von Unterwössen, Franz Niegel, war ein Studienkollege von Josef Ratzinger.
Schon bald nach seiner Weihe zum Bischof (und ich weiß nicht mal, ob er da nicht schon Kardinal war), hat Josef Ratzinger die Pfarrgemeinde St. Martin in Unterwössen besucht. Wir Ministranten standen Spalier, um den hochwürdigen Besuch zu empfangen. Der Herr Bischof ging durch unsere Reihe, und ich weiß noch, dass Pfarrer Niegel mit ihm vor mir stehen blieb und sagte: „Des is da Heinzi, der kimmt zwar vo de Breissn, is aber oana vo unsere fleißigsten Ministranten.” ¹
Was mir aus dieser Begegnung noch im Gedächtnis geblieben ist: Josef Ratzinger zeichnete das Kreuzzeichen auf meine Stirn und meinte, dass ich mich mit Fug und Recht als Bayer bezeichnen, betrachten und fühlen dürfe. – So wurde ich also Bayer.

In den Folgejahren, besonders in den römischen Jahren, kam Kardinal Ratzinger oft auf Besuch nach Unterwössen. Er verbrachte ein, zwei Wochen zusammen mit seinem Bruder Georg und der gemeinsamen Schwester Maria Ratzinger auf dem Bichlhof. Dieser Bichlhof ist im letzten Jahr wieder etwas mehr ins Blickfeld gerückt, unser ehemaliger Bundespräsident Horst Köhler hat das Anwesen gekauft und als Feriendomizil umbauen lassen. Die Schwestern von Bad Adelholzen haben den Hof aufgegeben.

Mein Leben in Unterwössen war von der Kirche geprägt. Und Kardinal Ratzinger feierte oft mit uns Gottesdienst. Und an den hohen Feiertagen wie Ostern durften wir sicher sein, dass Josef Ratzinger in Unterwössen auftauchen würde. Ich durfte oft sein Assistent sein. Mitra aufsetzen, Mitra absetzen, Bischofsstab in die Hand geben, Bischofsstab wieder entgegennehmen … Er hatte keinen Sekretär dabei, deswegen durfte ich diese Funktionen übernehmen.

Im Umfeld dieser Messfeiern gab es auch Treffen mit Kardinal Ratzinger im Pfarramt/Pfarrheim Unterwössen. Und in einer dieser geselligen Runden erzählte Kardinal Ratzinger einen Witz:
„Woasst, wer der erste Papst war?”
„Ja, der Petrus!”
„Naa, der erste Papst war der Adam.”
„???”
„Ja. Die Eva hat im Paradies damals eine ganz süße Nektarine gepflückt und dem Adam gegeben. Der Adam hat die Nektarine gegessen und wollte sich mit einem Busserl bei der Eva bedanken. Und da hat die Eva gesagt. „Du babbst.” ²

Auch das war Josef Ratzinger, der Papst Benedikt XVI.

______
¹ ‘Das ist der Heinzi, er kommt zwar aus dem nicht-bayerischen Teil Deutschlands, ist aber einer unserer fleißigsten Ministranten. (Ich bin in der Nähe von Aachen geboren und erst im Alter von 5 Jahren nach Unterwössen gekommen)

² Du pappst = Du klebst.

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In der Kategorie Kirche, Religion am 28.02.13 um 20:27 Uhr veröffentlicht.
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Natürlich gehört das Leiden auch zum Amt …

Heute (28.02.2013) passiert etwas, das nur ganz selten in der Kirchengeschichte passiert ist. Papst Benedikt XVI. legt sein Amt nieder. Als er am Rosenmontag diese Entscheidung bekannt gab, hielten das alle zunächst für einen Faschingsscherz. Oder, wie Generalvikar Michael Fuchs aus Regensburg, für einen Hackerangriff von Anonymous, der unbekannten Internet-Aktivisten-Gruppe.
Es stellte sich schnell heraus, dass der Papst tatsächlich verkündete, heute zurücktreten zu wollen. Die Welt horchte auf. Auch in Regensburg, einem der „Heimatbistümer” von Josef Ratzinger. Hier hat Papst Benedikt XVI. eine Wohnung, hier ist das Institut angesiedelt, das sich um die Herausgabe seiner Schriften kümmert. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass der Papst zwei Kenner seiner Theologie noch in wichtige Ämter berief: Bischof Gerhard Ludwig Müller zum Präfekten der Glaubenskongregation und Rudolf Voderholzer als dessen Nachfolger auf dem Bischofsstuhl in Regensburg. Mit dem Generalvikar des Bistums Regensburg, Prälat Michael Fuchs, habe ich mich am Sonntag unterhalten. Über den ersten Monat von Rudolf Voderholzer als Bischof von Regensburg, über das Erleben von Michael Fuchs bei der Rücktrittsankündigung des Papstes, das theologische Verständnis des Amtes und – auch über seine persönliche Planung.

Heute passiert also das „Ungeheuerliche”. Der Papst wird in seinen Sommersitz fliegen und ab 20 Uhr ist der Sitz des Bischofs von Rom vakant. Die Kardinäle werden einen neuen Nachfolger Petri bestimmen müssen.
Ich wünsche dem „Papa emeritus” einen guten Lebensabend und viel Kraft für seine gewählte Lebensaufgabe.
Danke, Papst Benedikt!

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In der Kategorie Kirche, Religion am 27.02.13 um 20:27 Uhr veröffentlicht.
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Papstwahl. Oder: Wie wird man Papst?

„Acceptasne electionem de te canonice factam in Summum Pontificem?”
„Nimmst du deine kanonische Wahl zum Papst an?”

Bevor diese Frage an den gewählten Papst durch den Dekan des Kardinalskollegiums gestellt wird und weißer Rauch aus der Sixtinischen Kapelle aufsteigt, haben die wahlberechtigen Kardinäle der katholischen Kirche einige Hürden zu überwinden.
Nach dem Tod – oder wie im jetzigen Falle des Rücktritts von Benedikt XVI – tritt das Kardinalskollegium zusammen. Das geschieht frühestens 15 Tage nach dem Eintreten der Sedisvakanz (= es gibt keinen Papst mehr, der Stuhl (sedis) ist leer (vakanz) ).
Die wahlberechtigten Kardinäle begeben sich in die Klausur der Sixtinischen Kapelle. Sie dürfen nicht telefonieren, nicht Zeitung lesen, nicht Fernsehen gucken. Sie haben sich nur auf die Wahl eines neuen Oberhauptes der katholischen Kirche zu konzentrieren.
Wahlberechtigt sind alle Kardinäle bis zu 80 Jahren.
Die komplette Wahlverordnung mit dem gesamten Procedere kann man hier nachlesen.
Den Kardinälen obliegt die Pflicht, aus dem Kollegium einen Mitbruder zu wählen, der Papst werden soll. Und damit Oberhirte der katholischen Kirche.
Prinzipiell kann ja jeder (männliche) Katholik Papst werden. Der Einfachheit halber wird meist ein Mitglied des Kardinal-Kollegiums gewählt.
Wenn die Kardinäle sich geeinigt haben und der weiße Rauch aufgestiegen ist, dann tritt der Kardinal-Protodiakon auf die Loggia und spricht die Worte: „Annuntio vobis gaudium magnum, habemus Papam: Eminentissimum Reverendissimum Dominum (Vorname des zukünftigen Papstes) Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalem (Nachname) qui sibi nomen (Papstname) imposuit” - Ich verkünde Euch eine große Freude. Wir haben einen Papst: Den Hochwürdigen Herrn _______, Kardinal der Heiligen katholischen Kirche, _Nachname_, der sich den Namen _Papstname_ gegeben hat.
Ja, und dann hat die katholische Kirche einen neuen Papst.

(mit Material der Deutschen Bischofskonferenz)

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In der Kategorie Kirche, Religion am 11.02.13 um 20:39 Uhr veröffentlicht.
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Danke, Papst Benedikt

Da habe ich mich getäuscht. Noch im letzten August glaubte ich, dass Benedikt XVI. eher im Amt sterben würde, als zurück zu treten.
So kann’s gehen. Aber ich habe Verständnis und Respekt für die Entscheidung. Der Papst hat das Amt in einer schweren Zeit übernommen, und im Grunde genommen lenkte er ja das Schifflein Petri schon zu Lebzeiten seines Vorgängers Johannes Paul. In fast 8 Jahren Pontifikat hat er vieles unternommen, um Menschen miteinander zu versöhnen. Nicht alles mag gelungen sein, nicht alles mag glücklich gewesen sein oder gar gut kommuniziert worden sein. Ich bin mir aber sicher, dass Benedikt Maßstäbe gesetzt hat und seinem Nachfolger große Schuhe hinterlassen wird. Sowohl in theologischer als auch menschlicher Hinsicht.

Mich hat vor allem der Dialog mit unseren älteren jüdischen Brüdern berührt. Und er hat mich bestärkt und angespornt, an meiner Stelle das Meine zu tun, um den Dialog mit Religionen und Kulturen zu intensivieren.

Darüber hinaus kann ich mich den Stellungnahmen verschiedenster Politiker nur anschließen: Diese Entscheidung verlangt Respekt.
Sie wird über das Pontifikat hinausreichen.

Ab dem heutigen Tag wird sich jeder Nachfolger Petri auf dem Heiligen Stuhl an dieser menschlich sehr verständlichen Entscheidung messen lassen müssen.

Benedikt hat sich und seine Person bedingungslos dem Amt und seinen Erfordernissen untergeordnet. Mit seinem Rücktritt hat Joseph Ratzinger wahre Größe vor Gott und den Menschen gezeigt. Die Kirche wird sich ändern, wird sich ändern müssen. Dieses Erbe wird noch schwer wirken. Ich sehe da durchaus eine Linie zur Forderung des Papstes, dass die Kirche sich „entweltlichen” muss. Es gehört spätestens seit heute dazu, nicht am Amt zu kleben. Nicht, dass ich das Leiden seines Vorgängers vermindert darstellen möchte. Kirche ist leidend, strahlend und triumphierend. Das war sie immer. Und wer je den Rosenkranz gebetet hat, kann das nachvollziehen.

Ab dem heutigen Tag ist Kirche auch sehr realistisch.
Dafür, lieber Papst Benedikt, herzlichen Dank.
Respekt für die Entscheidung – und einen langen, ruhigen Lebensabend.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat ein umfangreiches Dossier zum Rücktritt Benedikts XVI. zusammengestellt, in dem auch die Aspekte einer Sedisvakanz und der Papstwahl beleuchtet werden.

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In der Kategorie Kirche, Religion am um 13:58 Uhr veröffentlicht.
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Mir tut jeder Fall in jeder der Kirchen weh

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat sich im Presseclub München sehr eindeutig zu mehreren politischen und religiösen Themen geäußert. Eine Frage schwebte an diesem Tag über der Konferenz: Wie geht die evangelische Kirche mit den Missbrauchsfällen um, nachdem die katholische Bischofskonferenz die Zusammenarbeit mit Christian Pfeiffer aufgekündigt hat.
Weitere Themen waren unter anderem die Energiepolitik und das EEG, Bedford-Strohms Engagement in Sachen sanfter Donauausbau und die Studiengebühren.
Der evangelische Landesbischof sieht in einer ersten Stellungnahme die Kirchen weiterhin auf einem guten Weg, was die Aufklärung von Missbrauchsfällen angeht:

Die EKD, so Bedford-Strohm, habe klare Richtlinien aufgestellt und anhand dieser werde bei gleichzeitig behutsamem Umgang mit den Daten der Opfer aufgeklärt.

Die Energiewende und Ökologie nahm einen breiten Raum in seinem Statement ein. Bedford-Strohm sieht die Kirchen in großer Verantwortung und ermahnte die Politik:

Er betonte, dass die Kosten für die Energiewende den kleinsten Anteil am Strompreis ausmachen und forderte, dass es ein ethisches Umdenken geben müsse:

Dieses Umdenken darf auch nicht halt machen vor dem Gedankenspiel, Kosten umzuverteilen, um sozial schwächer gestellten Menschen bezahlbare Energie zu ermöglichen:

Ganz klar positionierte sich der Landesbischof auch für einen sanften Ausbau der Donau. Er wird am kommenden Sonntag (13. Januar) in Niederalteich einen Gottesdienst feiern und zu diesem Thema predigen.

Bedford-Strohm sieht im Engagement der Menschen ein Zeichen der Hoffnung. Die Menschen hätten erkannt, dass Gott die Welt in seiner Hand halte. „Diese Menschen haben Zukunft”, resümierte der Landesbischof.

Die Statements des Landesbischofs können Sie sich im kompletten Mitschnitt als mp3 und als ogg-vorbis-Datei herunterladen oder anhören.

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In der Kategorie Kirche, Politik am 09.01.13 um 17:19 Uhr veröffentlicht.
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Noch will das Alte uns’re Herzen quälen…

Von guten Mächten treu und still geborgen, erwarte ich getrost, was kommen mag. G”tt ist mit uns am Abend und am Morgen – und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Dietrich Bonhoeffer hat diese Zeilen gedichtet. Kurz vor der Hinrichtung durch die Nazis im KZ Flossenbürg. Bonhoeffer war evangelischer Theologe. Eine umfassende Beschreibung seines Wirkens und seines Widerstands unter den Nationalsozialisten findet sich bei Wikipedia.
Ich habe dieses Lied in meiner Jugend kennengelernt. Ich war Ministrant im Pfarrverbund Kirchberg/Bourheim (Dekanat Jülich) und wir haben als Ministranten ein Singspiel zum „Ijob” aufgeführt. Dieses Lied erschien Pfarrer Dr. Peter Jöcken und uns als adäquat, das Leid des Ijobs (Hiob) darzustellen.
Ijob war ein unermesslich reicher und frommer Mann. Er achtete G”tt.
Dieser Mann wird von G”tt ausersehen, dass er Spielball des Satans sein soll.
G”tt weiß, was er tut. Und er weiß, was er dem Ijob antut. Und G”tt errettet seinen Ijob.
Ijob hat dieses G”ttvertrauen nie verloren. Selbst in der tiefsten Krise vertraute er darauf, dass es jemanden gibt, der ihn hält.

Dietrich Bonhoeffer hat dieses Vertrauen auch nicht verloren. Uns darf sein „Von guten Mächten” als Trost durch dunkle und schwere Zeiten helfen. Am letzten Tag des Jahres gelten seine Worte: „und mit Euch gehen in ein neues Jahr.”

Wir dürfen darauf vertrauen, dass G”tt es so einrichtet, wie wir und darauf einlassen.
G”tt lässt uns nicht fallen, er begleitet uns, er fängt uns auf.

Ich wünsche allen Bloglesern, Freunden und Weniger-Freunden samt Angehörigen und Lieben einen guten Jahreswechsel.
Mit G”ttes Hilfe und unserem Dazutun.

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Wie Sie beim Anhören des Audiofiles merken, bin ich immer noch stark erkältet. Ich bitte dies zu berücksichtigen und nachzusehen.

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In der Kategorie Kirche, Kultur, Religion am 30.12.12 um 23:04 Uhr veröffentlicht.
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(K)ein Jahresrückblick – III

Kooperationen und anderes …
Themen zu finden, ist nicht schwer. Themen journalistisch und weniger als Blogger aufzubereiten, ist schon schwerer. Ich habe mich zu Beginn meiner freien Tätigkeit gefragt, wie ich mich positionieren, wie ich bekannt werden kann. Ich habe meinem Bauch vertraut und so ganz unrecht hatte der dicke Bauch nicht.

Der erste kleine Knaller, den ich im Blog hatte, war meine Medienschelte und Kritik an der Berichterstattung des Spiegels in Bezug auf Dagmar Wöhrl. Dass Politiker von Journalisten genau beobachtet werden, ist kein Geheimnis. Aber bei allem Verständnis: Fairness geht anders, als es die Kollegen machten. Man kann auch kritisch sein, ohne unter die Gürtellinie zu gleiten. Deswegen hatte ich Hals und Bauch und musste etwas schreiben. Vor allem, wenn ich Dagmar Wöhrl als das sehe, was sie ist: Ein Mensch, dem es abseits der Parteipolitik wichtig ist, Menschen in das Zentrum ihres Handelns zu stellen. Der „Rant” gegen den Spiegel fand in einigen Publikationen Widerhall. Unter anderem berichtete „Pottblog” drüber, Christian Jakubetz und das Bildblog.
Dagmar Wöhrl ist auch eine der ersten Politiker(innen), die erkannt hat, dass Bloggen ein sehr guter Weg ist, sich der Welt mitzuteilen. Und Social Media der Weg, um es zu bekannt zu machen. Mein Respekt für @DWoehrl.

Stellen Sie sich vor, sie stehen in einer Reihe veritabler Kollegen vor dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. Alle Kollegen fragen wirklich ernsthafte Dinge, zur Position der Kirche, zum Aufenthalt in Regensburg, zu Ergebnissen der Konferenz. Und dann komme ich daher, locker, flockig, unbedarft und mit einer Anleihe bei einem geschätzten Kollegen, Richard Gutjahr. Was ungewöhnliches machen, was ungewöhnliches fragen. Und dadurch (auch) bekannt werden. Erzbischof Zollitsch hat einen Twitter-Account. Wie Sie hier nachlesen können, war die Frage nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Aber in dem Augenblick war mir das egal. Hinter mir saßen der damalige Generalvikar des Bistum Regensburg und der Pressesprecher des Bistums. Aus dieser Pressekonferenz entstanden Beiträge: Wie die Pressestelle des Bistum Regensburg Social Media nutzt und der twitternde Generalvikar des Bistums. Bis heute habe ich zu Michael Fuchs eine tiefe Bindung. Ich schätze ihn als Theologen, der mitten im Leben steht und durchaus die Strömungen in der Kirche erfasst. Und vor allem: Der auf Twitter einsteht für seine Überzeugung.

Aus der Lust auf Bericht und journalistisches Arbeiten habe ich mich damals beim Lokschuppen Rosenheim akkreditiert. Rosi Raab macht die Pressearbeit für den Lokschuppen. Eher in einem kleinen Nebenbei-Beitrag habe ich skizziert, wie sie Social Media nutzt. Und ich freue mich, wenn im nächsten Jahr eine Ausstellung zu Alexander dem Großen in den Lokschuppen kommt. Der Lokschuppen ist jedenfalls ein geniales Ausstellungszentrum, dass ich noch aus meiner Zeit als Busfahrer kenne. Und die diesjährige TIEFSEE-Ausstellung hat die Erwartungen mehr als übertroffen.

Was sonst noch war

Nicht vergessen möchte ich meinen Kollegen Gunnar Sohn mit seinem ichsagmal-Blog. Zusammen mit ihm und Hannes Schleeh, Arnoud de Kemp und Bernd Stahl saßen wir auf der informare und diskutierten. Und später entstand die Idee zum BloggerCamp, das sich nun auf Google+ verwirklicht.
Ebenfalls ins Gedächtnis geschrieben sind die Beiträge zur Verständigung. Unvergessen mein erster Besuch in der Synagoge in München – oder der in der Moschee in Markt Schwaben.
Immer wieder finden sich in meinem Blog auch Beiträge zur Bahn. Meistens kommt die Bahn nicht gut weg. Aber hier ist ein Beitrag, der mich selber noch begeistert. Rüdiger Grube ist ein Chef, dem ich zutraue, dass er wirklich auf die Basis hört.

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In der Kategorie Allgemein, Bahn, Hanns Seidel Stiftung, Kirche, Kommunikation, Service, Social Media am 29.12.12 um 08:00 Uhr veröffentlicht.
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(K)ein Jahresrückblick – I

Jahresrückblicke sind nicht meins. Ich blicke gerne nach vorne. Aber zu gegebener Zeit ist es notwendig und tut es gut, Rückschau zu halten. Nicht immer chronologisch, nicht immer nach den höchsten Klickzahlen, einfach so, wie es mir beim Nachdenken in den Sinn kommt.
Nicht ohne Hintersinn erinnere ich mit dem Foto zu diesem Artikel daran, dass ich im Juli zum Bloggen rund um das Jazzweekend in Regensburg eingeladen wurde. Vorangegangen waren viele Sitzungen, in denen die Jury sichtete, hörte und bewertete. Ich durfte Teil dieser Jury sein und bin gerne nach Regensburg gefahren. Und wenn ich auch nur ein n-tel Teil dieser Jury war, so hat sich das gelohnt. Das Programm des 31. Bayerischen Jazzweekends konnte sich sehen und hören lassen. Nochmals ganz herzlichen Dank an das Bayerische Jazzinstitut, dass ich dran teilnehmen durfte.
Unter anderem habe ich hier berichtet, als Conrad Tribble zusammen mit dem Landesjugendjazzorchester Bayern sang.

Gewagt war sie, die Bildunterzeile zu einem Beitrag: „Wenn Lehrer sich zum Affen machen …” – gewagt und doch ein Gewinn. Auf Vermittlung meines Freundes Karlheinz Rieger aus Wasserburg und mit der unglaublichen Offenheit von Ursula Lay, der Vorsitzenden der Katholischen Erziehergemeinschaft Bayern, durfte ich an einem pädagogischen Seminar teilnehmen. Lehrer sollten neue Lieder lernen und mittels eines ganzheitlichen Ansatzes ihre Schüler begeistern. Ganzheitlicher Ansatz meint in dem Fall, dass die Kinder nicht nur singen sollen, sondern auch entsprechende Bewegungen vollführen sollen. Den Beitrag lesen sie hier. Was sich daraus entwickeln würde, war da nicht abzusehen. Der Beitrag hat mir meinen Hauptauftraggeber beschert. Seit August bin ich Pressereferent der KEG Bayern, zuständig für die Lehrer. Vielleicht war es nur Glück, vielleicht war es Fügung, ich urteile nicht drüber. Jedenfalls darf ich jungen Berufskollegen mit auf den Weg geben: Probiert Euch aus. Macht was. Verstellt Euch nicht, seid ihr. Haltet an Euren Überzeugungen fest, egal, wie schwer der Weg ist.

Ein langweiliger Freitagabend. Ich habe nichts vor, das ganze Wochenende ist frei. Zufälligerweise schau ich abends nochmal bei Facebook rein. Karlheinz Rieger, den ich aus meinen Wasserburger Zeit kenne und schätze. Damals war er für mich weniger der Lehrer, der er heute ist, sondern eher ein wirklich cooler Fotograf, der es immer wieder (auch heute!) noch schafft, dass ich mit offenem Mund seine Aufnahmen anschaue. So, wie ich Karlheinz kenne, darf es damit der Lobhudeleien genug sein. Jedenfalls war aus den Gründen, die ich im vorherigen Absatz erklärt habe, war es gut, dass ich mich aufmachte.
Der Artikel über den musikalischen Samstag ist hier abrufbar. Und aus diesem Beitrag und meiner Überzeugung gegen eine dritte Starbahn am Münchner Flughafen sind wieder neue Beiträge entstanden.
So, wie mein Blog an vielen Stellen aus Zufällen und Fügungen besteht.
Probiert was aus! – diesen Rat gebe ich jungen Kollegen mit auf den Weg. Und dann auch erkennen, wenn man einer Sache nicht gewachsen ist und diese an einen Kollegen weitergeben. Zu diesem und weiteren Themen mehr im nächsten Blogbeitrag des Jahresrückblicks.

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In der Kategorie Bildung, Internet, KEG, Kirche, Kommunikation, Kultur, Medien, Musik am 26.12.12 um 21:29 Uhr veröffentlicht.
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Harmonie – Die Evangelien haben eigene Schwerpunkte

Am Heiligen Abend habe ich mich mit Weihnachten befasst. Und mit der Mystik, die die „alten Geschichten” enthalten. Heute fasse ich mich kurz. Ich bin in meiner Schul- und Studienzeit davon geprägt worden, dass die biblischen Texte anhand der Zeitleiste in den historischen Kontext eingeordnet werden sollten. Letztlich blieb bei der historisch-kritischen Erforschung nicht viel mehr über, dass zwei Jesus-Worte als originär betrachtet werden können: Amen und Abba (Vater). So hat es Kardinal Reinhard Marx auf der traditionellen letzten Pressekonferenz im Presseclub überspitzt gesagt.
Sind die Evangelien nun in ihrer Unterschiedlichkeit wirklich Zeugnisse des historischen Jesus? Darf man die unterschiedlichen Berichte von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes als bare Münze nehmen? Reinhard Kardinal Marx hat dazu Erstaunliches gesagt:

Reinhard Kardinal Marx im Presseclub München

Frohe Weihnachten!

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In der Kategorie Bericht, Kirche, Religion am 25.12.12 um 08:00 Uhr veröffentlicht.
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Was Gott dem Abraham verheißen …

Achso. Und da war wieder dieses Weihnachten. Sie wissen schon, dieses Schenk-Event, das in der deutschen Nachkriegszeit erfunden wurde, als die Menschen wieder Geld hatten und nicht wussten, wohin damit. Und wenn kein Geld da war, dann einfach einen Kredit aufgenommen. Hauptsache: Protzig.

In der S-Bahn sehe ich das ganze Jahr Weihnachten. Die Kinder haben ein neues Smartphone. Mutti neues Gewand oder einen neuen Mantel. Und Vatters haben neue Aktentaschen oder, weil technik-affin, den tollsten eReader oder das noch tollere Pad. Dieses Weihnachten als Kommerzhöhepunkt des Jahres hat sich übers ganze Jahr verteilt. Mit einem Peak an Weihnachten. Natürlich. Ich betrachte das mit großen Kinderaugen.

Klar, ich habe mich als Kind gefreut, als der Plastik-Bob mit Bremskufen unterm Weihnachtsbaum lag. Und doch war das schon in einer Zeit, als ich selber nicht mehr ans Christkind glauben wollte und meine Klassenkameraden in der Volksschule dem Simon auf dem geordneten Weg in den Werkraum schonungslos beibrachten, dass es kein Christkind gibt. Ich habe es Simon nicht verraten. Weil meine Mutter mir beigebracht hatte, dass man Kindern ihren Glauben lassen sollte.

Nur Kindern? Nein, auch Erwachsenen.

Ein Hinweis zum folgenden Text:
Ich bitte diesen nicht als die Exegese eines Theologen aufzufassen. Ich bin kein Theologe. Ich bin ein christlich orientierter und dementsprechend geformter Mensch, der auch Angehöriger des „Volks in dunklen Nächten” war. Diese Zeile aus dem Rorate caeli mag vielleicht bekannt sein. Somit gestehe ich fast jedem Menschen seine Weltanschauung zu (von extremen Positionen Rechtsradikaler etc. einmal abgesehen). Also gestehe ich auch Menschen zu, dass sie Kirche, Glaube, die Verbindung von Staat und Kirche ablehnen. Gerade das letzte Thema ist eines, das uns die nächsten Jahre noch beschäftigen wird.

Menschen brauchen Mythen – egal in welcher Kultur oder Religion: Da sind Mythen.

In allen alten und großen Religionen gibt es Mythen. Teilweise werden diese aus kulturhistorischem Kontext übernommen oder auch den Gegebenheiten der eigenen Religion angepasst. Betrachten wir einmal die großen monotheistischen Religionen des Judentums, des Christentums und des Islams, so stellen wir große Parallelen in der Mythologie fest. Mangels tieferer Kenntnisse des Islams beschränke ich mich im Folgenden auf Judentum und Christentum.
Vor ein paar Wochen war ich auf einem Oasenwochenende. Wir befassten uns in dieser Besinnungszeit unter theologischer und religionspädagogischer Leitung mit Bäumen. Diese sind in Oasen zu finden. Bäume spenden Schatten, sind in Oasen Zeichen der Fruchtbarkeit. Nicht umsonst spricht die Bibel in der Genesis vom Baum des Lebens, der in der Mitte des Garten Edens steht. (Gen 2,9)
Es gibt viele Stellen in der Bibel, in denen Bäume symbolträchtig vorkommen. Und manchmal, wie in der Geschichte vom brennenden Dornbusch, erscheint Gott in einem Baum (Ex 3,2 ff.).

Dazu muss man wissen, dass in der Zeit, als die Genesis und die Bücher Mose niedergeschrieben wurden, die Religionen rund um das Volk Israels mehrere Gottheiten hatten und auch Bäume als Gottheiten beziehungsweise deren rituelle Verehrungsorte dienten. Insofern ist es, vereinfacht gesagt, ein geschickter Zug, dass das Judentum Bäume als Begegnungsstätte mit Gott in den Glauben aufnimmt, ohne sie als Gottheit zu verehren.

In unserem Oasenwochenende kam natürlich auch das entsprungene Ros’ zur Sprache. Beim Propheten Jesaja lässt sich die Geschichte nachlesen (Jes 11,1 ff.).
Kurzfassung: Aus einem gefällten Baum, der nie mehr Frucht tragen wird, sprießt ein Zweig. Das Volk Israel war zu dieser Zeit schon auf dem besten Wege, von einem sesshaften Volk zum Diaspora-Judentum zu werden, das über die ganze Welt verteilt ist. Dafür steht dieser Baumstamm, aus dem nichts mehr sprießen kann.

Und damit möchte ich auf die christliche, zeitgemäße Komponente kommen.
Die Evangelisten haben, ganz aus der jüdischen Tradition heraus, versucht, Jesus als dieses Ros’ zu definieren. Jesus, Gottes Sohn, wird Mensch. Jesus, aus dem Geschlechte Davids, des Königs der Juden, stammend, entwächst aus diesem gefällten Baum, aus dem eigentlich nichts mehr erwachsen dürfte.

Es ist ein Ros’ entsprungen

Menschen brauchen Gleichnisse, die das Unfassbare begreifbar machen. Unfassbar ist alles, was in diesem Zusammenhang der menschliche Geist begreifen möchte. Begreifbar hat aber im wörtlichen Sinne noch eine andere Komponente: Anlangen, be-greifen im Sinne von Berühren. Das ist das tiefere Geheimnis von Weihnachten, das ist das Unfassbare, das wir Menschen doch so gerne begreifen möchten:
Gott ist in einem Kind Mensch geworden.
Dieser Sohn kommt in erbärmlichsten Verhältnissen zur Welt. Ja, genau. In dieser dreckigen, ungereinigten, hygienisch nicht einwandfreien Krippe liegt ein Kind. Ein Kind, das Gottes (des christlichen Gottes) Sohn ist. Ein Kind, wehrlos, auf der Suche nach seinem Zuhause.
Und dieses Kind will uns etwas schenken: Den Weg zu Gott.

Aus einem Baum, der gefällt wurde, aus einem Rumpf, der keine Frucht mehr tragen wird, erwächst ein kleiner Zweig.
Sinnbild für das Christentum, das aus dem Judentum entstanden ist.

Im Vorfeld zu diesem Blog habe ich Prälat Michael Fuchs aus Regensburg zu einem ersten Textentwurf um Rat gebeten. Michael Fuchs war unter Erzbischof Gerhard Ludwig Müller Generalvikar des Bistum Regensburg. Ich bat ihn um Rat, da ich selber beim Verfassen des Textes zu sehr im Mythos hängen blieb. Prälat Fuchs hat das in wenigen Zeilen gelöst. Und diese Lösung möchte ich weitergeben:

„Der Mensch ist gefangen in seinen Vorstellungen und Phantasien und bleibt damit allein. Klar spielen unsere Vorstellungen eine große Rolle, auch für die Verfasser der Evangelien. Aber durch alles durch sehe ich irgendwie den langen Finger Gottes, dem ich meinen entgegenstrecken kann. Das ist für mich Weihnachten. Und deswegen möchten wir das Kind in der Krippe „anlangen” – weil uns dieses Kind „anlangt” und innerlich berührt und eine wichtige Botschaft für uns hat.”

Gottes Sohn ist Mensch geworden

Natürlich ist dieses christliche Glaubensgeheimnis dem fremd, der nicht daran glauben will – oder kann. Menschen brauchen Mythen. Das Christentum hat einen Mythos, der begreifbar geworden ist.
Für manchen Zeitgenossen, der sich des freien Geistes rühmt, ist das vielleicht das Unbegreiflichste: Die Radikalität der Geburt Jesu, das Erwachsen aus einem Spross eines umgeschlagenen Baumes, die in der Radikalität am Kreuz enden wird.

Der Baum des Lebens wird da zum Baum des Todes, der Lebensbaum zum Kreuzesbaum.

Wenn ich mir das genau überlege, dann ist das jedes Mal, wenn ich es zu erklären versuche, Sprengstoff.
Genau der Sprengstoff, den ich als Kind erlebte, als meine Klassenkameraden dem Simon erklärten, dass es kein Christkind gibt.

Frohe Weihnachten!
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Der Titel dieses Blogs geht auf das Weihnachtsoratorium von Bach zurück: „Was Gott dem Abraham verheißen, das lässt er nun dem Hirtenchor erfüllt erweisen.”

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In der Kategorie Kirche, Religion am 24.12.12 um 15:00 Uhr veröffentlicht.
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Es kommt ein Schiff geladen …

…beladen bis an sein höchsten Bord.
Wer erinnert sich nicht an alte Advents- und Weihnachtslieder? In Zeiten von „Last Christmas” und „Jingle Bells” mag die Erinnerung daran schon fast verblasst sein, jüngere Leser kennen gar manches Lied nicht mehr.

Nicht wie ein Schiff beladen, aber sehr sorgfältig ausgewählt, kommt SWR2 in der (Vor-)Weihnachtszeit in unser Rundfunkempfangsgerät. Schon seit bald zwei Jahren beobachte ich erstaunt, dass sich der Kultursender aus dem Südwesten der Pflege alten Liedgutes verschrieben hat. Zusammen mit dem Carus-Verlag stellte er das Projekt Volkslieder auf, dann folgte das Projekt Kinderlieder. Als Podcast konnte man beide Serien je eine Woche pro Folge herunterladen. Man bekam die komplette Sendung, die gesungene Fassung des vorgestellten Liedes und die Instrumental-Version zu hören. Da ich zu dieser Zeit nicht auf die Website geschaut habe, kann ich nicht sagen, ob auch Notenblätter publiziert wurden.
Diesen Advent staunte ich nicht schlecht: Meine geliebte Sendung „Jazz vor Sechs”, die ich werktäglich von 17.50 bis 18.00 Uhr aufzeichnete, verschwand. Stattdessen hat SWR2 um diese Zeit vom 1. – 26. Dezember adventliche und weihnachtliche Musik im Programm. Zehn Minuten mit einem „Kalenderblatt”, das die Entstehung des Liedes einordnet, manchmal ein kurzes Hörbeispiel aus der Klassik oder vergleichenden Aufnahmen. Aber immer eine wirklich gut ausgewählte Fassung des vorgestellten Liedes. Die Sendung gibt es als Podcast, das Lied als gesungene Version, als Instrumentalversion und als Textblatt auf swr2.de. Zusätzlich habe ich auch Notenblätter gesehen. Die Sendezeiten sind auch angegeben.

Vielleicht sind Sie ja auch noch auf der Suche nach Liedern, Texten und Noten für den heimischen Advents- oder gar Heiligen Abend. Dann ist hier eine wahre Fundgrube aufgetan. Die Lieder sind noch bis zum 6. Januar 2013 herunter zu laden.
Eine tolle Idee, wie ich meine. Und eine Gelegenheit, solche Lieder ohne schlechtes Gewissen zu konservieren und seinen Kindern und Kindeskindern zugänglich zu machen.
Da verzichte auch auch gerne auf meinen täglichen Jazz! Aber nur bis zum 26. Dezember. ;)

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In der Kategorie Kirche, Kultur, Musik, Radio am 14.12.12 um 21:25 Uhr veröffentlicht.
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Auch Kira hat einen Adventskalender

Adventszeit ist (für Kinder) auch Adventskalenderzeit. Während die meisten wohl einen haben, hinter dem sich ein Schokoladenplättchen versteckt, bietet die Kinderseite der evangelischen Kirche unter kirche-entdecken.de einen Adventskalender, hinter dem sich jeden Tag eine Geschichte verbirgt. Diese spielen zu der Zeit, als Jesus geboren wurde. In kurzen Texten tauchen die Kinder ein in diese Zeit. Neben den Themen, die sich in der Bibel finden, wie zum Beispiel der Verkündigung an Maria, bieten sich auch Texte zu den Römern an, wie heute, am 1. Dezember.
Kira, die Kirchenelster der evangelischen Kirche, führt die Kinder zum Adventskalender. Der ist auch ein Adventsrätsel. Nicola Rössert, die in der Abteilung Vernetzte Kirche / Internet im Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. für kirche-entdecken.de zuständig ist, erläutert:

Screenshot vom 1. Dezember

Die Preise sind Bücher, Quartettspiele oder CDs. Die Adressen werden datenschutzkonform behandelt und nur für das Gewinnspiel verwendet.
Kleiner Tipp von mir: Wenn man die Kirche auf kirche-entdecken.de betreten hat, findet man rechts neben der Liedtafel, auf Höhe der Empore, die Päckchen. Draufklicken und man kommt zum Adventskalender/-rätsel. Bei den einzelnen Geschichten findet man exponiert einen Buchstaben. Diese sammeln und richtig zusammensetzen, dann kann die Post an Kira abgehen. Viel Spaß und noch mehr Glück beim Rätseln! Hier geht’s direkt zum Adventskalender.

(Screenshots mit freundlicher Genehmigung von Vernetzte Kirche)

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In der Kategorie Kirche, Medien, Religion am 01.12.12 um 10:11 Uhr veröffentlicht.
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Christentum und Judentum – III

Im Vortrag von Pfarrer Franz Müller, den dieser Anfang Oktober für das Bischof-Sailer-Institut hielt, gibt es heute einen größeren Sprung. Im zweiten Teil spannte Müller den Bogen von der Babylonischen Gefangenschaft bis zur Entstehung der ersten Christengemeinden.
Das Land der Juden gibt es nicht mehr. Dafür gibt es überall Juden, die ihre Bethäuser, die Synagogen haben. Größtes Heiligtum ist der Tora-Schrein, in dem die Schriftrollen aufbewahrt werden. Aber die Verbreitung des Wortes, die Abschriften werfen auch Probleme auf. Es schleichen sich Schreibfehler ein. Hier setzt der Vortrag von Pfarrer Franz Müller ein. Er endet mit dem Umgang der Christen mit den Juden. Auf einem der Laterankonzile wurde beschlossen, dass die Juden sich kennzeichnen müssen. In Nürnberg und Umgebung entstehen die ersten Ghettos. Die Darstellung der Juden als „Volk ohne Zukunft” hält Einzug in die Darstellungsformen der christlichen Kunst.

Den Vortrag (25 min) finden Sie hier als mp3-version und hier als ogg-Vorbis. Wenn Sie den Link mit der rechten Maustaste anklicken, können Sie die Datei abspeichern und später anhören.

In dieser Reihe veröffentlicht: Teil 1 des Vortrages und Teil 2.

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In der Kategorie Kirche, Kultur, Religion am 04.11.12 um 10:54 Uhr veröffentlicht.
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Hanna hat Hoffnung

Jedes Jahr im November bekommt Kira Besuch von Hanna. Kira ist keine Geringere als die Kirchen-Elster, die das Angebot der evangelischen Kirche für Kinder begleitet.
Und Hanna ist ein kleines Mächen, das im Berlin der 30er Jahre lebt. Hanna ist Jüdin. Sie erlebt als Kind das Grauen, dass die Nationalsozialisten anrichten. Irgendwann darf Hanna nicht mehr zur Schule gehen. Und dann verschwindet sie auf einmal:

Wie die Geschichte ausgeht, soll hier nicht verraten werden. ;)
Aber die Lehre.
Und die lautet: Nie die Hoffnung aufgeben.

Die Geschichte von Hanna findet sich auf dem Portal Kirche entdecken.

Hier geht es direkt zu Hanna.

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In der Kategorie Kirche, Schule am 29.10.12 um 09:00 Uhr veröffentlicht.
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Christentum und Judentum – II

Im ersten Teil seines Seminares hat Pfarrer Franz Müller die Entstehung des Judentums beleuchtet. Ein Audiomitschnitt findet sich in diesem Artikel. Das KEG-Seminar fand Anfang Oktober in Nürnberg statt. Angeregt wurde es von Kurt Neudert für das Bischof-Sailer-Institut. Im linksstehenden Bild sehen Sie eine schematische Darstellung der Schöpfungsgeschichte – das Schaffen der Räume und deren Ausgestaltung. Das ist die biblische Version der Schaffung der Welt. Die Schaffung? Wenn man die Bibel genau liest, so gibt es zwei Schöpfungsgeschichten. Jede mit einer eigenen Intention, wie Pfarrer Müller in seinem Vortrag kurz erläuterte. Das nachstehende Audio-Stück beleuchtet die Geschichte des Judentums von der Besiedlung des Heiligen Landes über die babylonische Gefangenschaft bis hin zur Herrschaft der Römer. Eine gewisse Beharrlichkeit hat in diesen Jahrhunderten das Volk Israel als eine Art „exklusiver Religionsgemeinschaft” geformt. Der Vortrag zeigt zum Schluss das Entstehen der ersten Christengemeinden und die Probleme der beschnittenen und unbeschnittenen Gemeindemitglieder auf.

Der Vortrag zum Herunterladen als mp3: Hier mit der rechten Maustaste klicken (ca. 42 MB).
Als ogg-vorbis-Datei findet sich der Vortrag hier (ca. 25 MB).

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In der Kategorie Kirche, Religion am 14.10.12 um 08:29 Uhr veröffentlicht.
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Christentum und Judentum – I

Das Bischof-Sailer-Institut hat in einem Seminar das Referat von Pfarrer Franz Müller zu Christentum und Judentum angeboten. Rund 20 Mitglieder der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG) interessierten sich für die Entstehung des Judentums und die Wurzeln des Christentums. In einem historischen und durchaus kritischen, an Fakten der Altertumsforschung orientierten Wochenende gab Franz Müller einen geschichtlichen Anriss über das Volk des Buches und seine Entstehung. Über das Mittelalter und Pogrome bis in die Neuzeit reichte dabei das beleuchtete Spektrum.

Die Juden sind das Volk des Buches, sie sind eine Religion des Wortes und Buches.
In einem mit vielen Querverweisen gespickten Vortrag führte Müller von den Anfängen des Volkes Israel bis hin zum christlich-jüdischen Dialog. Abgerundet wurde dieser Vortrag durch eine Exkursion in Nürnberg, die auch aufzeigte, wie im Mittelalter die Juden in die Darstellungskunst der christlichen Sakralbauten Einzug fanden. In einer leicht bearbeiteten Fassung stelle ich den Vortrag zur Verfügung.

Mit freundlicher Genehmigung von Pfarrer Franz Müller stelle ich den Mitschnitt zur Verfügung. Die Tonqualität ist dem Raum geschuldet, aber ich denke, dass es durchaus hinreichend ist. Ich mache eine kleine Serie aus diesem Vortrag und habe die einzelnen Seminarinhalte deswegen aufgeteilt. Der Vortrag war so spannend, dass ich ihn als Audiofile zum Download anbiete. Für Ungeübte: Mit der rechten Maustaste auf den Verweis zum File klicken, abspeichern und entweder am Rechner oder auf dem mobilen Gerät anhören.

MP3: Klicken Sie bitte hier
Ogg-Vorbis: Bitte hier entlang
Der erste Teil dauert ca. 22 Minuten.

Mein herzlicher Dank gilt Pfarrer Franz Müller, dem Bischof-Sailer-Institut, Kurt Neudert und Ursula Lay von der KEG Bayern, die mir die Teilnahme ermöglicht haben. Sie finden alle Teile in der nächsten Zeit unter dem Schlagwort KEG-Seminar in diesem Blog.
Hier geht es zum zweiten Teil der Vortragsreihe.

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In der Kategorie Kirche, Religion am 08.10.12 um 05:20 Uhr veröffentlicht.
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Heimvorteil: Die KLJB wirbt für das Landleben

Landleben ist romantisch, Landleben ist schön. Morgens von Vogelgezwitscher wach werden, eins sein mit der Natur. Aktuelle Pressetitel, die mit „Land” zu tun haben, verkaufen sich wie geschnitten Brot. Machen wir uns aber nichts vor: Landleben hat so seine Tücken. Schlechte Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr, niedrige Übertragungsraten beim Internet, um nur mal zwei Positionen zu nennen, die Jugendliche betreffen.

Auf dem Zentralen Landwirtschaftsfest in München, neben der Wies’n gelegen, ist die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) mit einem Stand vertreten. Das Anliegen der Katholischen Landjugendbewegung: Junge Menschen sollen auf dem Land gehalten werden, nicht in die Stadt ziehen und in ihrem Ort Maßnahmen anstoßen, die das Landleben attraktiver machen. Vroni Hallmeier ist Vorsitzende des Arbeitskreises LÖVE (Landwirtschaft, Ökologie, Verbraucherschutz und Energie) wirbt dafür mit einem Jenga-Turm:

In diesem Jenga-Turm sind Schlagworte verarbeitet, die die (Un-)Annehmlichkeiten des Landlebens beschreiben. Perfide, wie im echten Jenga: Man nimmt Komponenten raus und irgendwann bricht der Turm zusammen. Anschaulicher geht es kaum.

Auch Stephan Barthelme, einer der beiden Vorsitzenden der KLJB Bayern, sieht im Landleben Vorteile. Er appelliert an Politik und Kirche, das Landleben zu verbessern. Politik mag auf den ersten Blick erklärbar sein, Aber Kirche? Ja doch, so Barthelme, auch die Kirche sei gefordert. Es brauche wieder mehr Pfarrer auf dem Land. Kirche müsse sich verändern, um in der heutigen Welt bestehen zu können. Harter Tobak, aber sicher nicht unberechtigt. Gerade auf dem Land wird die Vernetzung Kirche und Jugend deutlich.

Die KLJB Bayern ist auf dem Zentralen Landwirtschaftsfest (ZLF) am Rande des Oktoberfestes vertreten. Sie finden Sie in Halle 9. Am Stand können Sie selber den Jenga-Turm ausprobieren und mit Mitgliedern der Katholischen Landjugend Bayern diskutieren.
Mehr Infos zur Kampagne HEIMVORTEIL finden Sie auf der Website.

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In der Kategorie Bericht, Kirche, Politik, Religion am 23.09.12 um 16:48 Uhr veröffentlicht.
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Auch Kinder haben Rechte

Im September ist Weltkindertag. Weltweit erinnern 145 Staaten daran, dass auch Kinder Rechte haben. Deutschland hat dafür den 20. September festgelegt. 1989 wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen eingeführt. Das Kinderportal der evangelischen Kirche www.kirche-entdecken.de nimmt den Weltkindertag zum Anlass für ein Kinderrechtequiz, das vom 1. bis 30. September auf der Seite läuft.

Nicola Rössert, die in der Abteilung Vernetzte Kirche / Internet im Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. für kirche-entdecken.de zuständig ist, erklärt, dass Kinderrechte oft missachtet werden und viele Kinder nicht mal um ihre Rechte wissen. Nicht nur in Ländern der Dritten Welt, sondern auch bei uns in Deutschland.
Hand aufs Herz: Wissen Sie auf Anhieb, ob Eltern die Briefe ihrer Kinder aufmachen dürfen? Sie dürfen es nicht.
Das Briefgeheimnis gilt auch für Kinder.

Daneben haben Kinder das Recht auf gesunde Ernährung, auf Spiel und Freizeit und – auf freie Meinungsäußerung. Bei kirche-entdecken.de gibt es das ganze Jahr hindurch Aktionen für Kinder. Nicht immer muss es direkt mit Kirche und Religion zu tun haben, findet Nicola Rössert.

Speziell zum Weltkindertag hat Kira, die Kirchenelster sich etwas Besonderes einfallen lassen. Ein Quiz, in dem Kinder sich spielerisch über ihre Rechte informieren können:

Wenn man eine falsche Antwort anklickt, scheidet man nicht aus aus dem Quiz. Es ist so programmiert, dass auf dem Bildschirm die richtige Antwort erscheint, bevor es mit der nächsten Frage weitergeht.
Es gibt Sachpreise zu gewinnen. Dazu muss man seine eMail-Adresse angeben. Nicola Rössert betont, dass es Kira am Herzen liegt, den Datenschutz zu beachten:

www.kirche-entdecken.de ist das erste Internet-Angebot der evangelischen Kirchen für Kinder. Unter den Fittichen der frechen Kirchenelster Kira können Mädchen und Jungen seit 2005 die unterschiedlichen Räume einer virtuellen Kirche entdecken. Sie können in Schränken wühlen, auf der Orgel spielen, dazu singen oder sich Geschichten vorlesen lassen. Die Seite vermittelt informelles Wissen über die christliche Religion und ermöglicht auch Kindern, die keinen Kontakt zu einer Kirchengemeinde haben, Erfahrungen mit dem Kirchenraum zu machen und sich gleichzeitig mit ihrem eigenen oder einem fremden Glauben auseinanderzusetzen. Ein Infoplakat für Gemeinden, Eltern und Interessierte findet sich hier.

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In der Kategorie Computer, Internet, Kirche am 31.08.12 um 08:00 Uhr veröffentlicht.
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