Referenzen

Ich habe diese Nacht mal ein paar Aufträge des letzten halben Jahres zusammengestellt, an denen ich mitgewirkt habe – oder die durch mein Zutun entstanden sind.
Eigentlich liest sich das schon als eine gute und tolle Auswahl.

· Hanns-Seidel-Stiftung: Jugend im Dialog 2012, Foto- und Audio-Dokumentation
· Hanns-Seidel-Stiftung: Renaissance des Christlich-Sozialen, Foto-Dokumentation
· Evangelische Landeskirche Bayern: Was wir vorhersagen können, will keiner wissen, Foto- und Audio-Dokumentation, Artikel mit Audio-Elementen
· Förderlehrertag der KEG: Fotos für einen Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
· Wertekongress des Wertebündnis Bayern: Fotos für den Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
· Shalom Europe: Der erste Israeltag im Bayerischen Landtag, Foto-Dokumentation

Darüber hinaus begleite und dokumentiere ich ausgewählte Veranstaltungen der Katholischen Erziehergemeinschaft Bayern.
Meine Philosophie: Ich arbeite im mittleren Hochpreissegment, mache lieber weniger Aufträge, diese aber in Zusammenarbeit mit Premiumpartnern. Anfragen zu meiner Arbeit sind herzlich willkommen.

Ungefragt gebe ich auch gerne einen Rat an (junge) Kollegen weiter: Macht Euch nicht gemein, haltet die Tarife in Ehren und seid menschlich.

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In der Kategorie Allgemein, Kommunikation, Kultur, Landtag, Service, Social Media am 22.03.13 um 06:02 Uhr veröffentlicht.
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Die Pressemitteilung – Ein Workshop

Pressearbeit ist das A und O, um seine Ziele zu transportieren. Für die Katholische Erziehergemeinschaft Bayern arbeite ich als Pressereferent der Lehrer. Der KEG-Bezirksverband Oberbayern hat mich auf seine Bezirksvertreterversammlung eingeladen, dass ich Grundzüge der Pressearbeit in einem Workshop vermittle. Für mich war es als Referent eine Premiere. Sehr geholfen dabei hat mir, dass ich 2011 selber Pressearbeit an der Journalistenakademie Dr. Hooffacker in München lernte, mit Peter Lokk als Dozent. Die Unterlagen aus meinem Kurs habe ich heute noch, anhand dieser habe ich mit Übernahme der Tätigkeit für die KEG meine Pressearbeit ausgerichtet. Meine Erfahrung als Radio-Journalist hilft ebenso, Pressemitteilungen so zu schreiben, dass ich in verschiedenen Medien erreiche, wahrgenommen zu werden.
Einige Erkenntnisse habe ich mitgenommen, die ich Kollegen weiterreichen möchte:
Pressearbeit ist so individuell wie Dein Auftraggeber. Wobei mir das vorher durchaus klar war.
Es kratzt überhaupt nicht an meiner „Autorität” oder meinem Status, Wissen, Technik und Können zu teilen.
Es macht Spaß, mit Lehrern zu arbeiten, verbandstechnisch sind wir in den gut zwei Stunden einen gewaltigen Schritt nach vorne gekommen.
Strukturen und Mechanismen, die sich über Jahre eingeschlichen haben, brechen auf einmal auf, werden in Frage gestellt und es bewegt sich viel nach vorne.
Nachdem ich Ende Januar meinen unbefristeten Vertrag mit der KEG unterschrieben habe, freue ich mich, noch mehr Teil des Verbandes zu sein. Der heutige Workshop hat dazu beigetragen, dass sich die „Basis” und ich als Externer noch mehr verzahnen werden.

Und noch eins: Pressearbeit muss heute auch Social Media bedienen und einbeziehen. Karlheinz Rieger, der auch das Foto zu diesem Artikel mit dem Handy schoss, hat während der BVV-Tagung auch den Twitter-Account der KEG bedient. Und im Nachgang erleben Lehrer, die der Freuden an Social Media ja meist eher unverdächtig sind, dass ich Inhalte schnell teilen und verbreiten kann.
Die nächsten Monate werden spannend.
Unabhängig von meiner Person tat Ursula Lay, die Landesvorsitzende der KEG Bayern, gut daran, in Pressearbeit zu investieren.
Alles in allem ein Workshop, der mir auch Feedback brachte. Ich habe heute schon meine Schulungsunterlagen überarbeitet, um noch zielgerichteter arbeiten zu können.
Danke dafür an Andreas Fichtl, den Bezirksvorsitzenden der KEG Oberbayern und alle „KollegInnen”, die uns die Erfahrung ermöglicht haben.

Nicht nur für KEG-Bezirksverbände, sondern auch für andere Organisationen stehe ich auf Anfrage zur Verfügung, um Seminare im Bereich Pressearbeit und Social Media zu halten.

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In der Kategorie KEG, Kommunikation, Medien, Social Media am 17.03.13 um 01:46 Uhr veröffentlicht.
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Pressereferent.

Heute habe ich meinen unbefristeten Vertrag mit der Katholischen Erziehergemeinschaft Bayern unterschrieben. Schon seit Juli war ich als Pressereferent (Lehrer) für den Verband tätig, seit August 2012 mit einem auf ein halbes Jahr befristeten Vertrag.
Diesen Vertrag haben Ursula Lay als Vorsitzende der KEG Bayern und ich nun unbefristet paraphiert. Ich freue mich, dass der Vorstand der KEG einstimmig beschlossen hat, mich als Pressereferent zu übernehmen.
Dafür sage ich an dieser Stelle DANKE.

Ich freue mich auf die weitere Zeit mit der Katholischen Erziehergemeinschaft in Bayern.
Und ich verwende meine Kraft und Zeit darauf, mit Politik, Gesellschaft, Religionen und Menschen in den Dialog einzutreten.
Das ist mein Versprechen an die KEG, das ist mein Versprechen im Ringen um gute Bildung in Bayern.

Danke möchte ich an dieser Stelle denen sagen, die mich (manchmal) in den Verband geschubst haben. Danke denen, die mich im ersten, turbulenten halben Jahr gestützt haben.
Danke sage ich aber vor allem Ursula Lay, der Vorsitzenden der KEG Bayern.

Heute feiere ich kurz, morgen bin ich dann wieder im Bildungsausschuss des Landtages.

Für die Bildung in Bayern, für ein gutes Bildungs- und Schulsystem.

Word!
_______
Das Foto zum Artikel stammt von der Demonstration zum BayKiBiG, die die KEG Bayern im Schulterschluss mit der LAGFW im Juli 2012 auf dem Odeonsplatz machte.

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In der Kategorie KEG, Kommunikation, Medien, Politik am 29.01.13 um 22:05 Uhr veröffentlicht.
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Koks (Busfahrer-Doenekens III)

Ich versuche meinen Kunden immer mitzugeben und zu vermitteln, dass Dialog das Wichtigste in einer Geschäftsbeziehung ist. Aber: nicht immer ist der Kundendialog erfolgreich. Manchmal kann man als kundenorientierter Mensch auch schlicht nur verzweifeln.
Der Winter ist für alle Beteiligten keine angenehme Jahreszeit. Im Bereich des Münchener Verkehrsverbundes (MVV) erlebe ich es seit Jahren, dass Kunden und Dienstleister mit völlig unterschiedlichen Interessen aufeinander prallen. Ich kann beide Seiten verstehen. Grade im Winter ist das frühe Aufstehen nicht angenehm. Nicht nur für den Kunden, auch für den Dienstleister.

Mein Tipp: Im Winter und bei kritischen Verhältnissen einfach mal eine S-Bahn eher nehmen.

Völlig unverständlich war zwei jungen Männern, dass ich als Busfahrer pünktlich meine Fahrt antrete. Inklusive einer gewissen Wartezeit, klar. Nur: Wenn die S-Bahn völlig aus dem Takt ist, muss selbst der Busfahrer irgendwann schauen, dass er seinen Takt hält. Egal, wie sehr er auch das (letzte) Glied in der Mobilitätskette ist (frei zitiert nach Mehdorn). Glauben Sie mir, jeder meiner Kollegen macht, was möglich ist.

· Kunden: Wir müssen nach Baldham!
· Fahrer: Dann müssen Sie leider noch 40 Minuten warten.
· Kunden: Wir müssen nach Baldham, Sie müssen uns dahin fahren!
· Fahrer: Ich habe einen Plan und fahre noch mal zum Segmüller, dann nach Baldham.
· Kunden: Die S-Bahn hatte Verspätung, wir können nichts dafür.
· Fahrer: Und ich kann nichts für die Verspätung der S-Bahn.
· Kunden: Sie müssen uns sofort fahren, sonst kriegen wir Ärger mit unserem Chef!
· Fahrer: Wenn ich den Linienweg verlasse, kriege ich Ärger mit meinem Chef!
· Kunden: Wir haben ein Recht darauf, befördert zu werden!
· Fahrer: Wissns, Sie haben genau ein Recht: Abends ned zu lang feiern, wenns morgens arbeiten müssen. Und dann einfach a halbes Stünderl früher aufstehen und mal raussschauen. Vielleicht vom Fensterbrett a Fingerspitzerl Geschmacksprobe nehmen. Und wenn des ned nach Koks schmeckt, davon ausgehen, dass des weiße Zeug Schnee ist. Und dann nehmens einfach a S-Bahn eher. Dann sans aa pünktlich.

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In der Kategorie Bahn, Kommunikation am 17.01.13 um 23:31 Uhr veröffentlicht.
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Das Internet verändert alles ….

…auch das Recht?

Die Münchener Juristische Gesellschaft hatte ein echtes Highlight aufzubieten: Der Passauer Rechtsprofessor Dr. Dirk Heckmann hielt vor Standeskollegen einen Vortrag zum Internet und den damit verbundenen Rechtsfolgen. Heckmann ist CSU-Netzrat und war vor 15 Jahren einer der ersten, der sich mit dem Internet und seiner juristischen Komponente auseinandersetzte. Er ist an der Universität Passau Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und Internetrecht.

Alle Aspekte seines Vortrages sollen hier nicht beleuchtet werden.
Professor Heckmann schlug einen Bogen von dem Vortrag vor 15 Jahren, bei dem er noch belächelt wurde bis hin zu den dringlichen Problemen des Internets von heute. Er zeigte die Dilemmata auf, die das Internet mit sich bringt. Eine kurze Verschriftung:
Nach Heckmann gibt es bei der freiheitlichen Internet-Nutzung folgende Problempunkte:

Die Anonymität in digitalen Welten – schon die Kirchen haben in den Osterbotschaften des letzten Jahres die Abschaffung der Anonymität im Netz gefordert. Dem widerspricht §5 GG (Meinungsfreiheit). Nach Heckmann ist nicht nur das berechtigte Interesse von Geschmähten zu berücksichtigen, dass die Urheber gefunden werden, sondern auch die wie im Falle des „Spick-mich-Urteils” von höchster richterlicher Stelle bestätigte Anonymität zu berücksichtigen. Allein das Vorhandensein von Foren, die HIV-erkrankten Menschen helfen wollen oder solchen, die sich mit Suizidgedanken tragen, rechtfertigt die Anonymität des Internets. Kein Mensch würde mehr diese Foren in Anspruch nehmen, wenn sein Besuch von Providern registriert würde. Hier gilt laut Heckmann: „Die Anonymität ist auch ein Segen.”
Denn: Ein bisschen anonym gibt es ebenso wenig wie ein bisschen schwanger.

Ein zweiter Punkt ist die Selbstbestimmung in komplexen Systemen: Der Staat hat eine gewisse Schutzpflicht. Aber vordringlicher ist, dass jeder User Medienkompetenz hat.

Der dritte Punkt, den Professor Heckmann anführt, sind die Geschäftsmodelle in sozialisierten Umgebungen: seiner Meinung nach fehlt das probate Geschäftsmodell. Das zielt unter anderem in Richtung der Verleger, aber auch anderer Parteien, die eine Kulturflatrate fordern. Heckmann zweifelt am Sinn einer Kulturflatrate: Es braucht individuelle Angebote und Erlösmodelle.

Professor Heckmann rät, dass man nicht resignieren soll.
Er meint:

· Kompensieren (durch Anonymitätsfolgenausgleich)
· Konfigurieren (durch technischen Datenschutz)
· Korrigieren (durch technikkonformes Urheberrecht)

bringen eine Rechtssicherheit im Web 2.0. Wie sich das im Einzelnen ausgestaltet, wird eine der großen Aufgaben unserer digitalen Gesellschaft sein.

Heckmanns Fazit ist jedenfalls: Das Internet schafft Transparenz und Fülle.
Noch ein paar schattenrissartige Gedanken. Nach Heckmann ist die

Gesellschaft 1.0 = Law in books (Gesetz in Büchern)
Gesellschaft 2.0 = Law in Action (Gesetz im Handeln)
Gesellschaft 3.0 = Law in Interaction (Gesetz in der Interaktion, die Gesellschaft 3.0 ist das, wo Heckmann die Internet-Gemeinde sieht: Im Web 3.0)

Professor Heckmann hat in der Diskussion noch etwas bemerkenswertes gesagt und manchem aus der Seele gesprochen: Manche Geschäftsmodelle werden nicht überleben. Das haben wir bei der Industriellen Revolution erlebt. Und die haben wir auch überlebt:

Vielleicht mag das auch den derzeit in der Klemme befindlichen Verlegern ein Fingerzeig sein.

Ein Satz von Dirk Heckmann war sehr bezeichnend: „Wir müssen eine Zeitlang mit Rechtsverletzungen leben.” Jede neue Technologie birgt neben den Chancen auch immer Gefahren und Rechtsverstöße. Ein freies Internet wird aber nur da sein, so mein Schluss, wenn alle gesellschaftlichen Kräfte an der Lösung der Aufgaben mitwirken.

Manchmal kann das auch der Protest auf der Straße sein, wie bei ACTA:

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In der Kategorie Internet, Kommunikation, Medien, Politik, Social Media am 16.01.13 um 01:17 Uhr veröffentlicht.
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Köpfe mit Themen

Ein strammes Programm hatten die Piraten sich für ihren Landesparteitag 2013 vorgenommen. Ob das klappen würde? Nach dem Besuch des Oberbayern-Parteitages vor einem guten halben Jahr konnte man durchaus zweifeln. Damals verstrickten sich die Piraten in vielen Änderungsanträgen. Ganz anders dieses Mal: Die Piraten haben aus dem Chaos der Vergangenheit gelernt und arbeiteten sich zügig durch die Vielzahl der Anträge.
Von der Methodik der Piraten können sich die etablierten Parteien durchaus die eine oder andere Scheibe abschneiden. Der Antrag wird zur Entscheidung aufgerufen, der Antragsteller erläutert ihn. Da im Vorfeld via Internet schon über den einen oder anderen Antrag diskutiert wurde, kann die Basis um eine Meinungsbild nachfragen. Das heißt, dass die anwesenden Mitglieder per Stimmkarte darüber entscheiden können, ob ein Antrag überhaupt diskutiert werden soll. Ist dies nicht gewünscht oder erfolgreich absolviert, gibt es jeweils fünf Pro- und fünf Contra-Redner. In Unterhaching hatten die Piraten das auch räumlich getrennt.
Danach wird vom Versammlungsleiter gefragt, ob weiterer Diskussionsbedarf besteht. Oder aber die Basis kann am „Help-Desk” beantragen, dass die Rednerliste geschlossen wird. Dann wird per Stimmzettel abgestimmt.

Das Verfahren ist basisdemokratisch und zielführend. Und die Atmosphäre bei diesem Parteitag: professionell. Gut, über manche Begründung und manchen schrägen Vergleich mag man den Kopf schütteln, aber insgesamt haut das bei den Piraten mit der Basisdemokratie hin. Bis Sonntag um 17.18 Uhr wurden so 70 Anträge verabschiedet. Wie die @PP_Flaschenpost, redaktioneller Twitteraccount der Piraten, schreibt: „Absoluter Rekord”.
Stefan Körner, bayerischer Piratenchef, meinte in einem Gespräch: „ Wir sind schon viel professioneller geworden und werden es noch immer mehr werden.”
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Außer vielleicht: Etwas mehr Realitätssinn bei manchen Anträgen könnte nicht schaden, um schaffbare politische Ziele zu setzen.
Aber das ist vielleicht auch ein Markenzeichen der basisdemokratischen, auf dem Weg zur Professionalisierung befindlichen Piratenpartei.

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In der Kategorie Kommunikation, Medien, Politik am 13.01.13 um 18:40 Uhr veröffentlicht.
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GEMA mahnt Youtube ab

Zitat aus einer Pressemitteilung der GEMA:
„Als weiteren Schritt geht die GEMA mit einer Abmahnung gegen den Inhalt der willkürlich auf YouTube geschalteten Sperrtafeln vor: „Die Sperrtafeln tragen bis heute in großem Umfang dazu bei, die öffentliche und mediale Meinung in höchst irreführender Weise negativ zu beeinflussen.
Durch den eingeblendeten Text wird der falsche Eindruck erweckt, dass die GEMA die Lizenzierung von Musiknutzung kategorisch verweigere. Tatsächlich war die GEMA jedoch immer dazu bereit eine Lizenz zu erteilen, die YouTube nach den gesetzlichen Regelungen auch jederzeit einseitig hätte erwerben können. YouTube war aber in der Vergangenheit aus uns nicht nachvollziehbaren Gründen nicht bereit, diesen Weg einzuschlagen. Bislang haben wir in diesem Zusammenhang auf rechtliche Schritte bewusst verzichtet, um die laufenden Gespräche durch ein weiteres gerichtliches Verfahren nicht zu belasten“, erklärt Dr. Harald Heker das Vorgehen der GEMA.”

Die Kollegen der Nürnberger Zeitung haben das Thema gleich aufgegriffen.

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In der Kategorie Kommunikation, Musik, Politik am 10.01.13 um 17:14 Uhr veröffentlicht.
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Is des der Schnellbus? – Busfahrer-Dönekens II

Wieder einmal Schienenersatzverkehr.
Die Deutsche Bahn und die Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO) haben sich etwas einfallen lassen, damit Kunden schnell von A nach B kommen: Den Schnellbus. Sinnvoll. Soweit. Erklärstück: Schnellbus heißt, der Bus fährt nicht alle Stationen an.

Ein altes Muaterl (Ein altes Mütterchen) verlässt sich nicht auf den Einweiser der Deutschen Bahn, sondern wendet sich gleich ans Kompetenzzentrum, den Busfahrer. Da ist sie prinzipiell richtig, die orts- und fahrplanunkundigen Einweiser sind nicht immer erste Wahl.
Leider muss man der Bahn den Vorwurf machen, dass sie immer noch Hilfskräfte anheuern, die einfach nicht in der Materie drin sind.

Nun gut, das Muaterl macht es richtig und wendet sich an den Busfahrer.
Das Muaterl war in der Stadt und will schnell heim.

· Muaterl: Sie, i muass nach St. Kolomann.
· Fahrer: Da sans richtig!
· Muaterl: Des is guad! San Sie der Schnellbus?
· Fahrer:
(schaut im Dienstplan nach) Naa, Sie, Schnellbus is aus, den gibts erst morgen wieder.
· Muaterl: Und wia kimm i dann hoam?
· Fahrer: Steigens ruhig ein, i lass Eahna scho naus, mit hoam nehm i Eahna ned.

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In der Kategorie Bahn, Kommunikation, Reise am 06.01.13 um 01:19 Uhr veröffentlicht.
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(K)ein Jahresrückblick – III

Kooperationen und anderes …
Themen zu finden, ist nicht schwer. Themen journalistisch und weniger als Blogger aufzubereiten, ist schon schwerer. Ich habe mich zu Beginn meiner freien Tätigkeit gefragt, wie ich mich positionieren, wie ich bekannt werden kann. Ich habe meinem Bauch vertraut und so ganz unrecht hatte der dicke Bauch nicht.

Der erste kleine Knaller, den ich im Blog hatte, war meine Medienschelte und Kritik an der Berichterstattung des Spiegels in Bezug auf Dagmar Wöhrl. Dass Politiker von Journalisten genau beobachtet werden, ist kein Geheimnis. Aber bei allem Verständnis: Fairness geht anders, als es die Kollegen machten. Man kann auch kritisch sein, ohne unter die Gürtellinie zu gleiten. Deswegen hatte ich Hals und Bauch und musste etwas schreiben. Vor allem, wenn ich Dagmar Wöhrl als das sehe, was sie ist: Ein Mensch, dem es abseits der Parteipolitik wichtig ist, Menschen in das Zentrum ihres Handelns zu stellen. Der „Rant” gegen den Spiegel fand in einigen Publikationen Widerhall. Unter anderem berichtete „Pottblog” drüber, Christian Jakubetz und das Bildblog.
Dagmar Wöhrl ist auch eine der ersten Politiker(innen), die erkannt hat, dass Bloggen ein sehr guter Weg ist, sich der Welt mitzuteilen. Und Social Media der Weg, um es zu bekannt zu machen. Mein Respekt für @DWoehrl.

Stellen Sie sich vor, sie stehen in einer Reihe veritabler Kollegen vor dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. Alle Kollegen fragen wirklich ernsthafte Dinge, zur Position der Kirche, zum Aufenthalt in Regensburg, zu Ergebnissen der Konferenz. Und dann komme ich daher, locker, flockig, unbedarft und mit einer Anleihe bei einem geschätzten Kollegen, Richard Gutjahr. Was ungewöhnliches machen, was ungewöhnliches fragen. Und dadurch (auch) bekannt werden. Erzbischof Zollitsch hat einen Twitter-Account. Wie Sie hier nachlesen können, war die Frage nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Aber in dem Augenblick war mir das egal. Hinter mir saßen der damalige Generalvikar des Bistum Regensburg und der Pressesprecher des Bistums. Aus dieser Pressekonferenz entstanden Beiträge: Wie die Pressestelle des Bistum Regensburg Social Media nutzt und der twitternde Generalvikar des Bistums. Bis heute habe ich zu Michael Fuchs eine tiefe Bindung. Ich schätze ihn als Theologen, der mitten im Leben steht und durchaus die Strömungen in der Kirche erfasst. Und vor allem: Der auf Twitter einsteht für seine Überzeugung.

Aus der Lust auf Bericht und journalistisches Arbeiten habe ich mich damals beim Lokschuppen Rosenheim akkreditiert. Rosi Raab macht die Pressearbeit für den Lokschuppen. Eher in einem kleinen Nebenbei-Beitrag habe ich skizziert, wie sie Social Media nutzt. Und ich freue mich, wenn im nächsten Jahr eine Ausstellung zu Alexander dem Großen in den Lokschuppen kommt. Der Lokschuppen ist jedenfalls ein geniales Ausstellungszentrum, dass ich noch aus meiner Zeit als Busfahrer kenne. Und die diesjährige TIEFSEE-Ausstellung hat die Erwartungen mehr als übertroffen.

Was sonst noch war

Nicht vergessen möchte ich meinen Kollegen Gunnar Sohn mit seinem ichsagmal-Blog. Zusammen mit ihm und Hannes Schleeh, Arnoud de Kemp und Bernd Stahl saßen wir auf der informare und diskutierten. Und später entstand die Idee zum BloggerCamp, das sich nun auf Google+ verwirklicht.
Ebenfalls ins Gedächtnis geschrieben sind die Beiträge zur Verständigung. Unvergessen mein erster Besuch in der Synagoge in München – oder der in der Moschee in Markt Schwaben.
Immer wieder finden sich in meinem Blog auch Beiträge zur Bahn. Meistens kommt die Bahn nicht gut weg. Aber hier ist ein Beitrag, der mich selber noch begeistert. Rüdiger Grube ist ein Chef, dem ich zutraue, dass er wirklich auf die Basis hört.

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In der Kategorie Allgemein, Bahn, Hanns Seidel Stiftung, Kirche, Kommunikation, Service, Social Media am 29.12.12 um 08:00 Uhr veröffentlicht.
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(K)ein Jahresrückblick – II

Im ersten Teil dieses Jahresrückblicks beschäftigte ich mich mit Musik. Jazzweekend in Regensburg, Musik als pädagogisches Element in der Schule, Musik als das, was sie sein soll: Volkes Musik. Musik ist aber immer auch Ausdruck. Und Volksmusik, egal, ob an Stammtischen oder im Konzertsaal dargebracht, ist Volkes Musik. Volkes Musik soll auch Volksmusik bleiben.
Musik ist Wert. Musik ist wertvoll. Und kein Mensch kann ernsthaft fordern, dass Musik kostenlos sein soll. Insofern verstehe ich die GEMA, dass sie Abgaben fordert. Wenn diese Abgaben dann nur auch die Musikschaffenden erreichen würden. Dass 95 Prozent der Musikschaffenden sich mit fünf Prozent der Urheberabgaben zufrieden geben müssen, ist dank der Aufklärungsarbeit von Bruno Kramm (Piraten) und anderen kein Geheimnis mehr. Die Geschichte mit Crowdfunding soll mal unbeleuchtet bleiben.

Klar, die USB-Stick-Geschichte war der Knaller des Jahres. Die GEMA erhöht (für die ZPÜ) die Leerabgabe auf Speichermedien. Eine solche Geschichte zuerst zu haben, ist das Sahnehäubchen als Journalist und Blogger. Und wenn ich nicht bei Twitter aufmerksam mitläse, dann wäre diese Geschichte an mir vorbeigegangen. Ein bisserl Eigeninitiative, eigene Recherche und guter Willen langen, um ein Thema zu platzieren. Und dann dazu ein Multiplikator. In meinem Fall war das Thomas Stadler. Rechtsanwalt aus Freising, ein Mensch, der das Herz am rechten Fleck hat und die ganze Computer-Branche im Blick hat. @RAStadler kann das alles.

Das Digitale und das Natürliche (!) treiben mich um. Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen das. Als ich am 1. August als Pressereferent der Katholischen Erziehergemeinschaft berufen wurde, war ich teilweise unbedarft. Das gebe ich gerne zu. Ich arbeite gerne mit Ursula Lay zusammen, mit vielen Lehrern, bin gerne auf Veranstaltungen, bekomme auch ordentliches Feedback. Nicht nur immer positiv, aber: Wir arbeiten dran. Und dann gibt es kleine Highlights wie das Interview mit Kurt Neudert. Er ist 50 Jahre bei der KEG, im (Un-)Ruhestand und immer noch aktiv. Zum Beispiel engagiert er sich im Wertebündnis Bayern.

Immer wieder beschäftigt mich auch das Mediensterben. Vor allem das der Holzmedien. Zeitungen sind wichtig. Aber Zeitungen werden verlieren. Also zumindest die aus Totholz. Mit Klaus Schrage habe ich mich unterhalten. Zum Tod der Nürnberger Abendzeitung. Hier können Sie vor allem nachhören. Ich gebe es zu: Ich habe auch keine Patentrezepte, die Print retten könnten, selbst, wenn ich das wollte. Die gnadenlose Revolution ist Bestandteil unseres journalistischen Lebens geworden. Die AZ, die Frankfurter Rundschau, die Financial Times Deutschland sind die ersten, die es in Deutschland so richtig böse erwischt hat. Dazu die Nachrichtenagentur dapd. 2013 wird sich dieser Trend fortsetzen. Manchem Kollegen der schreibenden Zunft, der immer noch glaubt, dass „Zeitung in der Schule” das Rettungsmittel ist, wünsche ich: Wach bitte auf. Egal, wie hart das gerade ist. Stell Dich neu auf. Überprüfe Deine Positionen.

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In der Kategorie Bericht, Kommunikation, Medien, Musik, Politik am 27.12.12 um 19:53 Uhr veröffentlicht.
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(K)ein Jahresrückblick – I

Jahresrückblicke sind nicht meins. Ich blicke gerne nach vorne. Aber zu gegebener Zeit ist es notwendig und tut es gut, Rückschau zu halten. Nicht immer chronologisch, nicht immer nach den höchsten Klickzahlen, einfach so, wie es mir beim Nachdenken in den Sinn kommt.
Nicht ohne Hintersinn erinnere ich mit dem Foto zu diesem Artikel daran, dass ich im Juli zum Bloggen rund um das Jazzweekend in Regensburg eingeladen wurde. Vorangegangen waren viele Sitzungen, in denen die Jury sichtete, hörte und bewertete. Ich durfte Teil dieser Jury sein und bin gerne nach Regensburg gefahren. Und wenn ich auch nur ein n-tel Teil dieser Jury war, so hat sich das gelohnt. Das Programm des 31. Bayerischen Jazzweekends konnte sich sehen und hören lassen. Nochmals ganz herzlichen Dank an das Bayerische Jazzinstitut, dass ich dran teilnehmen durfte.
Unter anderem habe ich hier berichtet, als Conrad Tribble zusammen mit dem Landesjugendjazzorchester Bayern sang.

Gewagt war sie, die Bildunterzeile zu einem Beitrag: „Wenn Lehrer sich zum Affen machen …” – gewagt und doch ein Gewinn. Auf Vermittlung meines Freundes Karlheinz Rieger aus Wasserburg und mit der unglaublichen Offenheit von Ursula Lay, der Vorsitzenden der Katholischen Erziehergemeinschaft Bayern, durfte ich an einem pädagogischen Seminar teilnehmen. Lehrer sollten neue Lieder lernen und mittels eines ganzheitlichen Ansatzes ihre Schüler begeistern. Ganzheitlicher Ansatz meint in dem Fall, dass die Kinder nicht nur singen sollen, sondern auch entsprechende Bewegungen vollführen sollen. Den Beitrag lesen sie hier. Was sich daraus entwickeln würde, war da nicht abzusehen. Der Beitrag hat mir meinen Hauptauftraggeber beschert. Seit August bin ich Pressereferent der KEG Bayern, zuständig für die Lehrer. Vielleicht war es nur Glück, vielleicht war es Fügung, ich urteile nicht drüber. Jedenfalls darf ich jungen Berufskollegen mit auf den Weg geben: Probiert Euch aus. Macht was. Verstellt Euch nicht, seid ihr. Haltet an Euren Überzeugungen fest, egal, wie schwer der Weg ist.

Ein langweiliger Freitagabend. Ich habe nichts vor, das ganze Wochenende ist frei. Zufälligerweise schau ich abends nochmal bei Facebook rein. Karlheinz Rieger, den ich aus meinen Wasserburger Zeit kenne und schätze. Damals war er für mich weniger der Lehrer, der er heute ist, sondern eher ein wirklich cooler Fotograf, der es immer wieder (auch heute!) noch schafft, dass ich mit offenem Mund seine Aufnahmen anschaue. So, wie ich Karlheinz kenne, darf es damit der Lobhudeleien genug sein. Jedenfalls war aus den Gründen, die ich im vorherigen Absatz erklärt habe, war es gut, dass ich mich aufmachte.
Der Artikel über den musikalischen Samstag ist hier abrufbar. Und aus diesem Beitrag und meiner Überzeugung gegen eine dritte Starbahn am Münchner Flughafen sind wieder neue Beiträge entstanden.
So, wie mein Blog an vielen Stellen aus Zufällen und Fügungen besteht.
Probiert was aus! – diesen Rat gebe ich jungen Kollegen mit auf den Weg. Und dann auch erkennen, wenn man einer Sache nicht gewachsen ist und diese an einen Kollegen weitergeben. Zu diesem und weiteren Themen mehr im nächsten Blogbeitrag des Jahresrückblicks.

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In der Kategorie Bildung, Internet, KEG, Kirche, Kommunikation, Kultur, Medien, Musik am 26.12.12 um 21:29 Uhr veröffentlicht.
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Kleine Wende im Tarifstreit zwischen GEMA und Discotheken

Die GEMA und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter (BVMV) e.V. haben sich im Tarifstreit um neue “Discotarife” auf eine Übergangslösung verständigt. Die besonders seitens der Discotheken kritisierte Anhebung ist damit in Teilen vorerst vom Tisch.
Die Einigungen in Kürze: Zum 1. Januar werden die Tarife im Veranstaltungsbereich um fünf Prozent angehoben. Der Tarif für Clubs und Discotheken wird zum 1.April 2013 nochmals um zehn Prozent angehoben. Der sogenannte Laptop-Zuschlag wird ab 1. April durch einen neuen Tarif ersetzt.

Inwieweit die Verhandlungen mit dem Bund der Karnevalisten, den Schützenvereinen und den eher kleineren Organisationen wie Deutsche Diskotheken Unternehmer (DDU), Deutsche Discjockey Organisation (DDO) und Verband Deutscher Musikschaffender (VDM) davon betroffen sind, wird derzeit innerhalb der GEMA noch abgeklärt.
“Heinrich graut’s” berichtet weiter.
Eine eindeutige Stellungnahme der GEMA war zu diesem Punkt noch nicht zu bekommen, man diskutiere intern, hiess es aus München.

Ungeachtet der jetzigen Vereinbarung wird zwischen GEMA einerseits und den betroffenen Vereinen und Organisationen andererseits unter Federführung des Deutschen Patent- und Markenamtes weiter verhandelt. Bis Mitte 2013 soll eine Lösung gefunden sein, die Reform soll dann 2014 umgesetzt werden.

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In der Kategorie Kommunikation, Musik am 20.12.12 um 15:23 Uhr veröffentlicht.
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„Jogi Löw stellt nicht nach Glauben auf”

Integration macht Mühe, ist aber schön. Mit diesem abgewandelten Spruch eines bayerischen Komikers lässt sich gut umschreiben, was in der DITIB-Moschee in Markt Schwaben gestern praktiziert wurde. Auf Vermittlung der Landtagsabgeordneten und ehemaligen Sozialministerin Christa Stewens (CSU) durften Interessierte (nicht nur aus Parteikreisen) die Moschee besuchen, das Abendgebet erleben, einen Vortrag von Martin Neumeyer hören, Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, und anschließend diskutieren – und einen Imbiss zu sich nehmen.
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich spotte nicht über den Abend, auch wenn der provokative Spruch von der Integration zu dieser Annahme verleiten sollte. Im Gegenteil, in der Diskussion wurde eines deutlich: Integration ist nicht nur, dass Migranten sich einbringen oder gar assimilieren. Integration ist, wenn auch wir Einheimischen auf unsere Mitbürger zugehen und sie annehmen.

Einfach: Wenn wir uns gegenseitig für unsere Kulturen interessieren. Zu dieser Kultur gehört neben fremden Bräuchen auch das Verständnis für die Religion des Anderen.
Sensibilität ist von beiden Seiten aus erforderlich. Von denen, die in unser Land kommen und von denen, die mit den neuen Mitbürgern umgehen müssen. Das machte der Abend in Markt Schwaben deutlich.
Und viele dürften zum ersten Mal den Ruf des Muezzin zum Gebet gehört haben:

Christa Stewens, Landtagsabgeordnete der CSU und ehemalige Sozialministerin, führte in den Diskussionsabend ein und erzählte kurz aus ihrer eigenen Familie:

Martin Neumeyer ist CSU-Abgeordneter Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung. Es ist ein Ehrenamt, wie er sagt. Aber das Herzblut merkt man ihm an. In seinem Vortrag (am Ende dieses Artikels als Audio abrufbar) macht er gleich zu Anfang deutlich, dass „Sprache das A und O ist”. Er nimmt Integration nicht auf die leichte Schulter und ist sich bewusst, dass der Weg lang und beschwerlich ist. Aber er wirbt, nicht nur beim Minarett.

Den vollständigen Vortrag von Martin Neumeyer können Sie am Ende des Beitrages herunterladen.
Was in der anschließenden Diskussion deutlich wurde: Integration ist nicht nur, wenn Migranten zu uns kommen und sich uns angleichen. Integration ist, wenn auch der „deutsche” Nachbar der Einladung des „Türken” folgt und zum Grillfest kommt. Integration ist, wenn „Deutsche” wie selbstverständlich Speisen und Getränke „halal” oder „koscher” bereitstellen. Dazu gehört, dass man sich informiert. Information über verschiedene Lebensweisen kann aber nur im Dialog geschehen.

Der Dialog, das ist das Zeichen dieses Abends, darf nicht an religiösen Bräuchen oder Essensvorschriften enden. Der Dialog muss weiter in die Tiefe gehen. Dieser Dialog muss auch beinhalten, dass Kommunen zum Beispiel ermöglichen, dass islamische Frauen, die für sich baden wollen, weil es die Tradition, die sie in sich haben und leben, Badezeiten für sich haben. Das war ein sehr beeindruckender Einwand einer türkischen Frau, in bestem Deutsch vorgetragen, der auf die Frage eines Kommunalpolitikers vorgebracht wurde, was man denn tun könne.
Integration ist nicht nur, dass wir die Kinder fördern, die im Kindergarten oder der Schule sind. Integration begegnet uns jeden Tag, auch bei erwachsenen Menschen.

Es sind nicht die großen Gesten, die für das Zusammenleben notwendig sind, es sind die kleinen, manchmal kaum merkbaren Schritte, die wir aufeinander zu tun.
Integration ist, wenn es alle tun. Dafür muss ich aber von meinem Besitzstandsdenken abtreten können.
Um das in den Köpfen aller Teilnehmer zu verankern, war der Abend wie geschaffen.

Und ja, ich traf den ehrenamtlichen Pressesprecher der türkischen Gemeinde Markt Schwaben heute morgen beim Warten auf den Zug. Und ja, ich war vorsichtig, ihm zu erzählen, welche Erfahrungen ich in der jüdischen Gemeinde gemacht habe. Man weiß ja nie, welches Denken in den Köpfen herrscht. Grade mit diesen Muslimen und den Juden und den Russen, die einwandern und alles und überhaupt.
Verzeihen Sie mir, dass ich „flapsig” wurde. Sie merken, wie sehr Sie selbst auch immer mit diesen Tücken des Denkens zu tun haben?
Ich habe gelernt:
Ein offenes Wort, eine Nachfrage, wie der andere das sieht, ein Aufeinander-Zu-Gehen ist so viel wert. Wenn die Menschen, die zu uns einwandern, und wir, die wir in diesem Land wohnen, das begreifen und den anderen fragen … dann haben wir viel erreicht. Und dann reißen wir diese Denkart in unseren Köpfen ein.

Oder, wie Martin Neumeyer es zum Schluss seines Vortrages sagte: „Jogi Löw stellt nicht nach dem Glauben auf, sondern nach Leistung.”

Gemeinsam schaffen wir diese Leistung.

Die vollständige Rede von Martin Neumeyer ist mit freundlicher Genehmigung als mp3 und ogg-Version herunterladbar.

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In der Kategorie Bericht, Kommunikation, Kultur, Religion am 19.12.12 um 20:23 Uhr veröffentlicht.
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Eine Bitte an die Kollegen mit Linux …

Mein heutiger Blogpost hat einen ungewohnt technischen Hintergrund. In früheren Jahren habe ich Mails automatisiert verschickt. Das habe ich via Linux und crontab gemacht. Und ich hatte alles in einer wunderbaren crontab geregelt. Es funktionierte auch.
2003 war das alles nicht mehr nötig. Ich wechselte den Job, ja, ich wurde sogar Windows-User. Seit letztem Jahr bin ich aber wieder auf Linux migriert.

Mein Problem: Seinerzeit rauchte die Festplatte mit Linux ab, ich hatte keine Sicherungen angelegt. Ihr dürft jetzt auch lachen. Als meine Festplatte abrauchte, war das schon lange nicht mehr nötig, ich hatte neben der Branche auch das System gewechselt.
Tja, und jetzt will ich Newsletter/Pressemitteilungs-Versand eben mit Linux wieder aktivieren, damit ich die Geschäftsstelle eines Vereines entlaste und unterwegs schneller agieren kann.
Ich weiß noch, wie ich die crontab editieren kann. Manche Dinge verlernt man nie. ;)
Mir ist es allerdings zu mühselig, dumme Kommentare in vielen Foren zu lesen und vielen irreführenden Querverweisen nachzugehen.

Mein Arbeitsweg:
Ich erstelle auf einem beliebigen Device eine Nachricht (auch als pdf im Anhang), schicke diese von meinem Account an eine zu definierende Mail-Adresse. Diese Empfänger-Mailadresse soll der crontab als Signal dienen, dass sie zu arbeiten hat.
· Die Absenderadresse soll in eine gültige Mailadresse umgewandelt werden, die dem Verein zugeordnet ist.
· Die offizielle Absenderadresse soll auch für eine Rückantwort dienen, ohne das das an den gleichen Versenderkreis geleitet wird.
· Die Mail samt Anhängen (meistens nur ein pdf) soll einem Empfängerkreis von gut 300 Adressen zugeschickt werden.

Anforderungen:
· Der Newsletter soll als Plaintext und im Anhang als pdf verschickt werden.
· Jeder Adressat soll persönlich angesprochen werden: „Sehr geehrte/r Frau/Herr xxx, ____________ (Text nach Eingabe)
· Linux-Bordmittel wie crontab und sendmail etc.

Ich komme derzeit nicht mehr drauf, wie ich das mit Bordmitteln lösen kann. Für Hinweise und Lösungen bin ich dankbar, es fehlt mir schlichtweg die Zeit, mich einzulesen und durch viele Websites zu klicken.

Belohnung:

Social Bier mit mir. ;)

Lösungsvorschläge an mich per Mail: hrb@hrbruns.de.

Danke!

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In der Kategorie Computer, Internet, IT, Kommunikation am 07.12.12 um 19:47 Uhr veröffentlicht.
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Kompetenz statt Angst – Der @CSU_net wird ein Jahr

Der netzpolitische Arbeitskreis der CSU, der @CSU_net, wird ein Jahr alt. Vor einem Jahr von vielen belächelt, schien das Internet doch eher in Piraten-Hand zu sein und die CSU so völlig deplatziert, hat CSU_net Position bezogen, sich gegen ACTA und VDS ausgesprochen und ist damit in manchem konträr zum „Mutterschiff”. Dorothee Bär, stellvertretende Generalsekretärin der CSU und Vorsitzende, zog Bilanz und erinnerte in ihrer Rede an den Beginn im Herbst 2011, als es einer der ersten Tweets, der sich gegen die Vorratsdatenspeicherung richtete, bis in die Tagesschau schaffte und für Aufsehen sorgte:

Für das Ziel, dass sich Menschen auch weiterhin ACTA oder INDECT nicht gefallen lassen, wird der CSU_net auch weiterhin kämpfen, betonte Bär.

Einen breiten Raum nahm die Podiumsdiskussion ein, die sich hauptsächlich um das Thema Medienkompetenz drehte. Interessant war, dass eine für viele unbekannte Podiumsform praktiziert wurde: Fishbowl. Das heißt, dass ein Stuhl auf dem Podium leer bleibt und sich Panelzuhörer spontan einbringen können und neben den Diskutanten den freien Platz einnehmen. Nun ist das Thema Medienkompetenz eines, das mich auch immer wieder umtreibt. Lehrer müssen fit sein in puncto Internet und neue Medien, damit sie ihren Schülern Hilfestellung geben können. Es freut mich, dass Professor Gabriele Goderbauer-Marchner das ähnlich sieht und mit der Fachkompetenz einer Journalismus-Dozentin forderte, dass die Medienausbildung schon im universitären Bereich angesiedelt werden sollte und in der Schule selber Medienunterricht einen großen Stellenwert einnehmen soll. Ein Ausschnitt:

Ältester Teilnehmer aus dem Publikum war ein über 70jähriger, der selber Soziale Medien nutzt, er twittert zum Beispiel. Ihn als Kronzeugen zu benennen, was die Nutzung des Internets durch Digital Immigrants angeht (= Menschen, die nicht mit dem Computer aufgewachsen sind), würde zu weit führen. Ein gutes Beispiel ist er auf jeden Fall, dass man die Scheu vor dem Netz sehr gut verlieren kann und bei Seminaren von Medientrainern, Internet-Erklärern oder Bildungseinrichtungen lernen kann, sich sicher im Internet zu bewegen. Das soll Mut machen.
Im März dieses Jahres forderte Dorothee Bär auf dem Netzkongress der CSU, dass jedes Kind in der Schule einen Tablet-PC bekommen solle. Der CSU_net macht sich stark, dass Haushaltsmittel eingesetzt werden, um die Digitale Kompetenz der Schüler zu stärken. Sponsoring müss aber sehr genau angeschaut werden, um sich nicht in Abhängigkeiten zu begeben oder einen Monopolisten zu fördern:

Zwei Anträge wurden einstimmig verabschiedet: Einmal sprachen sich die Mitglieder des CSU_net dafür aus, dass das Depublizieren öffentlich-rechter Inhalte im Internet nach 7 Tagen rückgängig gemacht wird. Aus der Antragsbegründung: „Das gesetzlich vorgeschriebene „Depublizieren“ konterkariert auch den journalistischen Arbeitsaufwand, der hinter jedem einzelnen Beitrag steckt. Der Recherche- und Bearbeitungsaufwand, die Gründlichkeit der Arbeit, die zu Recht zum Grundverständnis des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehört, findet keine Würdigung in der Vorschrift, die geschaffenen Produkte der Öffentlichkeit nach kurzer Frist nachhaltig zu entziehen.”
Der andere Antrag befasste sich mit der Ermittlung von Straftaten im Netz. Sicherheitsbehörden sollen fachlich und personell so ausgestattet werden, dass sie in der Lage sind, erfolgsorientiert arbeiten zu können. Dabei ist dem CSU_net wichtig, dass es nicht um Überwachungsmaßnahmen in sozialen Netzen und die sinnlose Speicherung von Daten geht: „Bei den Ermittlungen muss dabei der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und des Datenschutzes gewährt bleiben. Maßnahmen wie die anlasslose Speicherung von Daten oder Überwachung der privaten Kommunikation – auch in sozialen Netzen – lehnen wir ab.”

Der einjährige Geburstag des CSU_net wurde auch gefeiert. Bescheiden, wie es sich für einen Arbeitskreis der CSU gehört und mit #lila Schokolade, die Landesgeschäftsführer Ludwig Reicherstorfer spendierte:

Jeder, der zur #csunetcon12 erschien, bekam ein Poloshirts mit Logo-Aufdruck, gesponsert von Ralph Mahlo, Unternehmer und Mitglied im netzpolitischen Arbeitskreis der CSU.

Die komplette Rede von Dorothee Bär findet sich hier zum Download (rechte Maustaste!) als mp3 und als ogg-vorbis (25 min 30; ca. 25/14 MB)

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In der Kategorie Internet, Kommunikation, Medien am 18.11.12 um 08:50 Uhr veröffentlicht.
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Bildung ist ein Privileg

Rund 300 Schüler besuchen die Grund- und Mittelschule am Winthirplatz. Gut 260 davon haben das, was man Migrationshintergrund nennt. Sie kommen aus 40 verschiedenen Nationen. Und: sie sehen, wie ihre Lehrer, diese Vielfalt als Bereicherung an.

Bayern hat einen Integrationsbeauftragten. Das ist Martin Neumeyer, MdL. Zusammen mit Kultusstaatssekretär Bernd Sibler besuchte er diese Schule zum Integrationstag. Mit dabei war Hassan Ali Djan. Mit 12 Jahren trat er seine Flucht an. Auf abenteuerlichen Wegen kam er schließlich in Deutschland an. Einen Teil des Fluchtweges legte er versteckt im Reservereifen eines Lastkraftwagen zurück. Hassan erzählte anschaulich seinen Weg. Die Mühen, Deutsch zu lernen, ja, sogar Schreiben und Mathematik. Er war Analphabet. Aber er hatte den Willen, was aus seinem Leben zu machen. Noch in der Flüchtlingsunterkunft bemühte er sich, einen Deutschkurs zu bekommen. Und er wollte Lesen und Schreiben lernen. Kein leichtes Unterfangen. Mit 16 ist man nicht mehr schulpflichtig. Von daher musste sich Hassan sehr bemühen. Aber es hat sich gelohnt. Er machte in gut drei Jahren seine Mittlere Reife (Schnitt: 2,0) und freut sich, dass er nächstes Jahr seine Lehre als Energieanlagen-Elektroniker abschliessen wird.
Vielleicht ist das, was Hassan Ali Djan immer und immer wieder betonte, das Entscheidende: Der Wille, zu lernen. Die Schüler am Winthirplatz, Bernd Sibler und Martin Neumeyer lauschten jedenfalls gespannt. Mag sein, dass das, was Hassan den Schülern mitgeben wollte, auch in den Köpfen und Herzen der Kinder ankam:

Noch ein paar Statements: Der Schulleiter Thomas Hens fing vor Jahren an der Schule mit einem Kulturprojekt an:

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler zeigte sich von der Flucht und Motivation Ali Djans beeindruckt:

Und der Integrationsbeauftrage Martin Neumeyer sah das Bemerkenswerte:

Wichtig ist aber der Satz von Hassan Ali Djan. Deswegen nochmal:
„Ihr müsst diese Chance nutzen, denn Bildung ist ein Privileg. Das solltet Ihr auch ausnutzen.”

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In der Kategorie Bildung, Kommunikation, Kultur, Schule am 14.11.12 um 11:15 Uhr veröffentlicht.
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Verändern Twitter und Facebook den Wahlkampf?

Social Media beeinflusst den Wahlkampf. In den USA war das bei der Präsidentenwahl zu beobachten. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hatte zusammen mit dem US-Konsulat zu einer weiteren Podiumsdiskussion geladen, bei der die US-Wahl nachbetrachtet wurde. Professor Dr. Molly Selvin analysierte recht anschaulich mit wenig Grafiken, aber mehr YouTube-Videos die Beeinflussung, die Demokraten und Republikaner über das Netz auszuüben versuchten. Klaus Kastan vom Bayerischen Rundfunk moderierte die Veranstaltung. Kastan war zuletzt 6 Jahre als Korrespondent in den Staaten und darf zu Recht als Kenner der Verhältnisse gelten.

Quintessenz: Social Media verändert Politik, unabhängig von Kampagnen können Politiker mit Ihren Wählern direkt in Kontakt treten. Videos, die unter Nutzern verbreitet werden, tragen zur Meinungsbildung bei. Und noch eins: Verkürzte Statements (insbesondere auf Twitter) finden schnell den Weg zur Massenverbreitung. Hier heißt es also für Wahlkämpfer: Aufpassen.
Was mir positiv auffiel: Die Skype-Schalte mit einem SZ-Korrespondeten. Brachte Leben in die Debatte, war ein toller Einblick in Social Media – allgemein gesehen, wenn man Skype dazu zählen will.

Sehr gut zusammengefasst haben die Diskussion Klaus Kastan und LMU-Professor Carsten Reinemann. Das Schluss-Statement:

BLM-Präsident Siegfried Schneider und US-Generalkonsul Bill Moeller hielten zu Beginn ihre Statements.
Auf Twitter war die Debatte in Auszügen mit zu verfolgen. Der Hashtag auf Twitter war: #miwk.
Sobald die BLM einen Bericht zur Veranstaltung erstellt hat, reiche ich diesen nach.

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In der Kategorie BLM, Kommunikation, Medien, Social Media, US-Konsulat am um 01:10 Uhr veröffentlicht.
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Demokratie (er)leben – Demokratie (er)lernen

Was ist eigentlich Demokratie? Wie lebt man sie? Jugendliche, denen man diese Frage stellt, wissen oft nur Antworten, die kaum über strapazierte Sprechblasen und Worthülsen hinausgehen. Politiker-Reden prallen ungehört an den Jugendlichen ab. Gesellschaftliche Bildung, die vor 30 oder 40 Jahren in Familien noch üblich war, findet nicht mehr statt, viele Medien setzen lieber auf Krawall. Das Interesse an den wenigen Sendungen, in denen Demokratie erlebbar wird, dümpelt vor sich hin.
Jammern hilft nicht weiter, wie so oft. Deswegen haben sich vor zwei Jahren einige Verbände und Organisationen zusammengeschlossen, um Kinder und Jugendliche zu ermutigen, Demokratie im Alltag zu leben. Die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) gehört mit zu den Initiatoren, die ermutigen wollen, am demokratischen Leben teilzunehmen.

Am Donnerstag stellt sich das Wertebündnis Bayern im Bayerischen Landtag vor. Kurt Neudert von der KEG ist auch mit dabei. Er hat ein Projekt mit ins Leben gerufen, in dem Schüler beim Aufenthalt im Schullandheim wertorientiertes Verhalten und praktische Demokratie lernen können. Was so abgehoben oder abstrakt klingt, erklärt der Pädagoge im Interview anschaulich:

Beispiel Riedenburg: Dort lernen Jugendliche bürgerschaftliches Engagement. Zusammen mit der Jugendfeuerwehr verschafft die die KEG ein Aha-Erlebnis, wenn sie Schüler merken, dass man gemeinsam mehr schaffen kann. Natürlich kommt dazu, dass die Gerätschaften der Feuerwehr, wie zum Beispiel der Einsatz der Drehleiter, anziehend wirken. Ein anderer Weg: Das Erarbeiten von Strukturen der Demokratie. Wie funktioniert ein Parlament? Kurt Neudert hat ein Beispiel dafür, dass die Woche weiterwirkt:

In ganz Bayern besteht die Möglichkeit, dass sich Jugendliche mit Demokratie und ihren Erscheinungsformen auseinandersetzen. Angefangen hat das Wertebündnis Bayern vor zwei Jahren mit gut 30 Organisationen. Jetzt engagieren sich rund 100 Partner mit Aktionen. Quer durch alle Gesellschaftsschichten. Schirmherrin des Projektes ist Landtagspräsidentin Barbara Stamm.

Am Donnerstag, 25.10. 2012, präsentieren sich die Teilnehmer, natürlich auch die Katholische Erziehergemeinschaft Bayern, von 10 bis 16 Uhr im Bayerischen Landtag. Hier gibt es eine Übersicht (pdf), die nähere Informationen zu den Angeboten der einzelnen Schullandheime bietet. Und hier ist das ganze Angebot der Schullandheime. Auch Kurt Neudert steht jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

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In der Kategorie KEG, Kommunikation, Politik, Schule am 20.10.12 um 21:24 Uhr veröffentlicht.
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Zukunft der Medien

Die Evangelische Akademie in Tutzing veranstaltete zu diesem Thema ein Panel im Presseclub München. Dass sich die Medienbranche im Umbruch befindet, ist kein Geheimnis. Pfarrer Udo Hahn begrüßte Dr. Thomas Schiller, Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes (epd) und Jörg Sandrozinski, Leiter der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München zu einer Diskussion zum Thema Journalismus, Medien und Journalisten.
Hier ist die komplette Diskussion (ca. 45 Minuten):

Zum Herunterladen:
Als mp3: Diskussion (52 MB)
Als ogg: Diskussion (32 MB)

Nach dem Panel fragten die Zuhörer nach. Ein der ersten Fragen galt dem Lokaljournalismus. Schiller und Sandrozinksi antworteten:

Die Bezeichnung „Journalist” ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Und wieder einmal, Verzeihung, Kollegen, beschleicht mich ein ungutes Gefühl, wenn alles, was keine Journalistenschule Eurer Provenienz durchlaufen hat, als minderwertig abgetan wird. Nicht jeder Blogger ist ein Journalist, klar. Aber deswegen den Blogger generell herabstufen und eine Journalismusschranke einführen, Jörg Sandrozinksi?

Ich kenne Blogger und Blogger. Blogger, die sich einfach ihren Rant von der Seele schreiben und Blogger, die journalistisch arbeiten. Wieder einmal taucht die Frage nach Gatekeeper, Sender/Empfänger-Modell und neuen Darstellungsformen auf. Ja, ich schreibe sicher nicht nach dem Geschmack des Panels, wenn ich das so ausdrücke. Und ich vermische Bericht und Kommentar. In der Diskussion fiel der Satz, dass das die FAZ auch macht. Seltsamer mutete an, dass das Wort „Online” erst nach 20 Minuten fiel. Schiller:

Die Antwort von Jörg Sandrozinski offenbart ein Gutteil, dass in manchen Journalistenschulen viele Darstellungsformen noch nicht angekommen sind:

Klang schon ziemlich gestopselt, gell?

Ich bin froh, dass ich letztes Jahr meine Fortbildung zum Onliner an der Journalistenakademie München gemacht habe. Ganz selbstverständlich werden dort neue Formen der Berichterstattung gelehrt und gelernt.
In einem stimme ich dem Leiter der Deutschen Journalistenschule München, Jörg Sandrozinski, aber zu: Die Jobaussichten für junge Journalisten sind gut, wenn das Netzwerk passt und sie sich auf Neues einlassen:

Der Journalismus bleibt im Wandel. Das ist gut so.
Und ich freue mich, dass ich in diesem Wandel mittendrin bin.
So ganz als Blogger mit journalistischen Grundsätzen.

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In der Kategorie Kommunikation, Medien am 09.10.12 um 00:29 Uhr veröffentlicht.
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Lokalradio: Kurz und knackig, aber mit Weitblick

Wie muss sich Lokalradio in der Prime-Time positionieren? Dieser Frage ging eine Veranstaltung in der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) nach. Eines wurde bei der Vorstellung der 114 (!) Seiten starken Studie der ifak klar: 42 ist nicht die Antwort auf alle Fragen.
Über 3.000 Interviews hat das Meinungsforschungsinstitut durchgeführt und daraus eine Studie präsentiert, welche Themen dem Hörer von Lokalradios wichtig sind und was für Anforderungen an den Moderator gestellt werden.
Wichtigster Punkt ist immer noch die Musik: 90 Prozent der Hörer entscheiden daran, ob sie bei einem Sender bleiben oder nicht.
Weitere wichtige Merkmale: Lokale/regionale Nachrichten (75%), Wetter (73%), (Inter-)nationale Nachrichten (70%) und Verkehrsmeldungen (62%). Blitzermeldungen sind nur für 46% der Hörer ein Einschaltkriterium.
Abschaltgründe sind laut ifak Comedy zu 24 Prozent, Gewinnspiele in der Prime-Time (10%) und Hörerbeteiligung (ebenfalls 10%). Besonders die Comedy, eines der Elemente, das ich bei Gesprächen über Radio als immer entscheidend erlebe (Antenne Bayern! – Landesweiter Sender!) überraschte mich.

Festzuhalten bleibt: Hauptumschaltfaktoren sind die Musik, die übertriebene Werbung (Sponspring von Wetter, Verkehr etc.) und – der Empfang des Lokalsenders.
Hauptanforderung an den Moderator einer Morgensendung: Der Moderator einer Morgensendung soll journalistische Kompetenz haben und gut gelaunt (nicht übertrieben!) sein. Dem Punkt ‘journalistische Kompetenz’ widersprach die Programmdirektorin von Antenne Bayern, Valerie Weber, übrigens heftig. Sie sah lieber, dass der Morninghost authentisch sein soll. Ein Punkt, dem ich mich als Konsument von (öffentlich-rechtlichen) Morgensendungen gerne anschließe.

Die ideale Nachrichtensendung im Lokalradio soll übrigens so aussehen:
Schlagzeile und kurze Meldung vom Nachrichtensprecher. Nur zu 25% sind Korrespondentenberichte gewünscht, Original-Töne von Politiker und Hörer in den Nachrichten liegen um die 10 Prozent.

Die bekannte Hörfunkerin Inge Seibel gab mir eine sehr treffende Einschätzung der Studie:

Den Link zum Artikel von Inge Seibel reiche ich nach Veröffentlichung gerne nach.

Übrigens: Am Sport, so fand die Studie heraus, scheiden sich die Geister. Frauen mögen ihn weniger und lokal von Bedeutung ist er weniger. die breite Masse interessiert das große Fußball-Geschehen. Regionale Highlights wie Eishockey in der Oberpfalz oder Basketball mal ausgeschlossen.
Nachzulesen ist die Studie hier, die Pressemitteilung der BLM gibt es hier.

Anmerkung des Autors: Als ich vor 20 Jahren selber Radio machte, hatten wir – ohne Erfahrung und ohne Studien – beschlossen, bei Radio Alpenwelle lokal zu berichten und – Überraschung! – wir haben uns bemüht, bundesweite Themen auf das Lokale runterzubrechen.

Insofern stimme ich mit der Einschätzung von Inge Seibel überein.
Gut, dass wir es jetzt auch mit einer Studie der BLM wissen.

Update: Inge Seibel hat bei den Hörfunkern der Bundeszentrale für politische Bildung auch Videos von der Veranstaltung eingestellt.

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In der Kategorie Kommunikation, Medien, Radio am 27.09.12 um 19:13 Uhr veröffentlicht.
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