Referenzen

Ich habe diese Nacht mal ein paar Aufträge des letzten halben Jahres zusammengestellt, an denen ich mitgewirkt habe – oder die durch mein Zutun entstanden sind.
Eigentlich liest sich das schon als eine gute und tolle Auswahl.

· Hanns-Seidel-Stiftung: Jugend im Dialog 2012, Foto- und Audio-Dokumentation
· Hanns-Seidel-Stiftung: Renaissance des Christlich-Sozialen, Foto-Dokumentation
· Evangelische Landeskirche Bayern: Was wir vorhersagen können, will keiner wissen, Foto- und Audio-Dokumentation, Artikel mit Audio-Elementen
· Förderlehrertag der KEG: Fotos für einen Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
· Wertekongress des Wertebündnis Bayern: Fotos für den Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
· Shalom Europe: Der erste Israeltag im Bayerischen Landtag, Foto-Dokumentation

Darüber hinaus begleite und dokumentiere ich ausgewählte Veranstaltungen der Katholischen Erziehergemeinschaft Bayern.
Meine Philosophie: Ich arbeite im mittleren Hochpreissegment, mache lieber weniger Aufträge, diese aber in Zusammenarbeit mit Premiumpartnern. Anfragen zu meiner Arbeit sind herzlich willkommen.

Ungefragt gebe ich auch gerne einen Rat an (junge) Kollegen weiter: Macht Euch nicht gemein, haltet die Tarife in Ehren und seid menschlich.

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In der Kategorie Allgemein, Kommunikation, Kultur, Landtag, Service, Social Media am 22.03.13 um 06:02 Uhr veröffentlicht.
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(K)ein Jahresrückblick – III

Kooperationen und anderes …
Themen zu finden, ist nicht schwer. Themen journalistisch und weniger als Blogger aufzubereiten, ist schon schwerer. Ich habe mich zu Beginn meiner freien Tätigkeit gefragt, wie ich mich positionieren, wie ich bekannt werden kann. Ich habe meinem Bauch vertraut und so ganz unrecht hatte der dicke Bauch nicht.

Der erste kleine Knaller, den ich im Blog hatte, war meine Medienschelte und Kritik an der Berichterstattung des Spiegels in Bezug auf Dagmar Wöhrl. Dass Politiker von Journalisten genau beobachtet werden, ist kein Geheimnis. Aber bei allem Verständnis: Fairness geht anders, als es die Kollegen machten. Man kann auch kritisch sein, ohne unter die Gürtellinie zu gleiten. Deswegen hatte ich Hals und Bauch und musste etwas schreiben. Vor allem, wenn ich Dagmar Wöhrl als das sehe, was sie ist: Ein Mensch, dem es abseits der Parteipolitik wichtig ist, Menschen in das Zentrum ihres Handelns zu stellen. Der „Rant” gegen den Spiegel fand in einigen Publikationen Widerhall. Unter anderem berichtete „Pottblog” drüber, Christian Jakubetz und das Bildblog.
Dagmar Wöhrl ist auch eine der ersten Politiker(innen), die erkannt hat, dass Bloggen ein sehr guter Weg ist, sich der Welt mitzuteilen. Und Social Media der Weg, um es zu bekannt zu machen. Mein Respekt für @DWoehrl.

Stellen Sie sich vor, sie stehen in einer Reihe veritabler Kollegen vor dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. Alle Kollegen fragen wirklich ernsthafte Dinge, zur Position der Kirche, zum Aufenthalt in Regensburg, zu Ergebnissen der Konferenz. Und dann komme ich daher, locker, flockig, unbedarft und mit einer Anleihe bei einem geschätzten Kollegen, Richard Gutjahr. Was ungewöhnliches machen, was ungewöhnliches fragen. Und dadurch (auch) bekannt werden. Erzbischof Zollitsch hat einen Twitter-Account. Wie Sie hier nachlesen können, war die Frage nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Aber in dem Augenblick war mir das egal. Hinter mir saßen der damalige Generalvikar des Bistum Regensburg und der Pressesprecher des Bistums. Aus dieser Pressekonferenz entstanden Beiträge: Wie die Pressestelle des Bistum Regensburg Social Media nutzt und der twitternde Generalvikar des Bistums. Bis heute habe ich zu Michael Fuchs eine tiefe Bindung. Ich schätze ihn als Theologen, der mitten im Leben steht und durchaus die Strömungen in der Kirche erfasst. Und vor allem: Der auf Twitter einsteht für seine Überzeugung.

Aus der Lust auf Bericht und journalistisches Arbeiten habe ich mich damals beim Lokschuppen Rosenheim akkreditiert. Rosi Raab macht die Pressearbeit für den Lokschuppen. Eher in einem kleinen Nebenbei-Beitrag habe ich skizziert, wie sie Social Media nutzt. Und ich freue mich, wenn im nächsten Jahr eine Ausstellung zu Alexander dem Großen in den Lokschuppen kommt. Der Lokschuppen ist jedenfalls ein geniales Ausstellungszentrum, dass ich noch aus meiner Zeit als Busfahrer kenne. Und die diesjährige TIEFSEE-Ausstellung hat die Erwartungen mehr als übertroffen.

Was sonst noch war

Nicht vergessen möchte ich meinen Kollegen Gunnar Sohn mit seinem ichsagmal-Blog. Zusammen mit ihm und Hannes Schleeh, Arnoud de Kemp und Bernd Stahl saßen wir auf der informare und diskutierten. Und später entstand die Idee zum BloggerCamp, das sich nun auf Google+ verwirklicht.
Ebenfalls ins Gedächtnis geschrieben sind die Beiträge zur Verständigung. Unvergessen mein erster Besuch in der Synagoge in München – oder der in der Moschee in Markt Schwaben.
Immer wieder finden sich in meinem Blog auch Beiträge zur Bahn. Meistens kommt die Bahn nicht gut weg. Aber hier ist ein Beitrag, der mich selber noch begeistert. Rüdiger Grube ist ein Chef, dem ich zutraue, dass er wirklich auf die Basis hört.

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In der Kategorie Allgemein, Bahn, Hanns Seidel Stiftung, Kirche, Kommunikation, Service, Social Media am 29.12.12 um 08:00 Uhr veröffentlicht.
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Hannes Wader – Nah dran

Die alten Jahre mit Hannes sind vorbei. Und doch, sie sind immer noch da. Mich hat Waders Aufnahme der Sozialistischen Internationale geprägt. Und natürlich das Lied der Sozialistischen Jugend: „Dem Morgenrot entgegen”. Ach, Kinders. Das waren noch Zeiten. Als ich mit Paul Eßer* auf dem Schulhof stand und die SI grölte. Tempi Passati. Ich bin nun alt. Und die sozialistischen Songs von Wader trinke höre ich nur noch, wenn ich einen Bierabend mache.
Wader reloaded in den wichtigsten Stationen: Aus Bielefeld stammend, im Umfeld von Reinhard Mey, Klaus Hoffmann und anderen sozialisiert, Umzug von Berlin nach Nordfriesland. DKP-Mitglied, bald ausgetreten. Google hilft hier weiter. Ganz sicher. :)
Für mich waren in Waders Schaffen immer zwei Komponenten wichtig:
Die Überlieferung alten Liedgutes und die Erinnerung daran, dass die Linken immer bessere Songs als alles rechts der Mitte hatten.
In den letzten Jahren hat Wader vor allem eines geschafft: Er hat abseits von Mey und den üblichen Verdächtigen gezeigt, dass er Lieder machen kann. Und das meine ich durchaus im besten Sinn.
Wer die Liedermacherszene im Ursprung und in der Fortführung der Alten erleben will, der sollte sich die CD kaufen.
Und: Ja. Ich meine wirklich die CD. Der haptische Genuß ist durch nichts zu ersetzen.
Die Songs auf Nah dran sind aus dem Leben gegriffen. Und eben nicht so verklärt wie bei den Kollegen.

Gehen Sie in die Buchhandlung Ihres Vertrauens. Kaufen Sie Hannes Wader – Nah dran. Wenn sie Liedermacher mögen, dann ist Wader ein weiteres Sahnehäubchen in Ihrer Sammlung.
Wenn sie mal ins Album reinhören wollen, dann schauens zu Am*z*n. Aber meine Bitte, die keinen stört: Kaufen Sie das Album beim Buchhändler Ihres Vertrauens.

DANKE!

(Als regelmäßiger Leser des Blogs wissen Sie, dass ich hier nur GEMA-freie Musik bieten darf. Selbst, wenn anderes verkaufsfördernd sein sollte.)
_________
* Der Bruder des Mannes, der bei Bild Hans Esser war.

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In der Kategorie Musik, Service am 15.10.12 um 23:12 Uhr veröffentlicht.
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Die Euro-Rebellen …

… oder aber: Wo bleibt die demokratische Mitsprache in Europa?

Eine ungewöhnliche Koalition hat sich im Presseclub München eingefunden: Dr. Martin Runge, Fraktionschef der Grünen im Bayerischen Landtag und Dr. Peter Gauweiler, CSU-Bundestagsabgeordneter. Gauweiler war zuletzt in Karlsruhe mit seinem „Nein”-Antrag zum Fiskalpakt und ESM-Vertrag gescheitert. Runge fürchtet im Gegensatz zu vielen seiner Parteikollegen, dass die Parlamente bei den Rettungsaktionen des Euros ausgeblendet werden und die Demokratie Schaden nimmt.
Beide Politiker eint die Ansicht, dass die Schuldenkrise nicht mit Hebeln, Haftungsprivilegien und neuen Schulden zu bekämpfen ist.
Als Anregung, sich die Diskussion ganz herunterzuladen, hier die Schlussstatements von Runge und Gauweiler:

45 Minuten Diskussion, die hörenswert sind. Es moderiert Ruthart Tresselt, Vorsitzender des PresseClubs München.
Wie seit ein paar Wochen üblich, können Sie die Audiofiles herunterladen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf den Verweis, speichern Sie die Datei lokal ab und hören Sie das Audio, wenn Sie Zeit haben. Natürlich können Sie die Audios auch im Webbrowser hören, dann einfach mit der linken Maustaste anklicken. Ich biete die Audiofiles als mp3 und ogg an. Die meisten Audioplayer können mit mp3 umgehen, aber das freie Format ogg-Vorbis kommt immer stärker zum Einsatz.

Hier ist die mp3-Version (ca. 51 MB).
Und hier die ogg-Version (ca. 34 MB).

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In der Kategorie Politik, Service, Wirtschaft am um 15:13 Uhr veröffentlicht.
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In eigener Sache – und eine Selbstverpflichtung

Ich war immer ein politischer Mensch. Entweder habe ich die Menschen gespalten und politisch für mich oder gegen mich eingenommen oder – ich habe mich politisch engagiert.
Ich selber sehe mich eher in einer sozialen Ecke, finde ökologische Themen gut und bekenne mich zu christlichen Werten.
Anfang der 2000er Jahre bin ich in die CSU eingetreten. Damals war die CSU in Wasserburg zerstritten, ein Bürgermeister-Posten stand zur Disposition und Freunde baten mich, als Mitglied und dann als Pressesprecher zu fungieren. Der Streit mit der örtlichen Parteiführung war dann mein Austrittsgrund. Damals war ich meiner Zeit wohl zu sehr voraus.
Gleichwohl habe ich über die Jahre die Politik und besonders auch die der CSU nie ganz aus dem Auge verloren.
Im Frühsommer 2011 bin ich bei der „Linken” eingetreten. Warum? Die sPD hatte bei der Sozialgesetzgebung Ausverkauf betrieben. (Und deswegen schreibe ich das ‘s’ klein!) – Die CSU? Eine einzige Fehlanzeige. Chaos nach dem Abgang von Edmund Stoiber.
Als Anwalt der kleinen Leute erschien mir nur noch die „Linke”. Allerdings hat diese sich dann diskreditiert, weil sie bei der Nominierung eines Bundespräsidentenkandidaten als Nachfolger des Niedersachsen wahrlich Kasperl-Theater betrieben haben. So habe ich das auch in meinem Austrittsschreiben an die Partei begründet.
Via Twitter und auch Facebook unterhalte ich mich seit langer Zeit mit C/S/D/U-Mitgliedern, Grünen und Piraten.
Ich schätze die Grünen und ich mag Dieter Janecek und Katharina Schulze. Und ich erachte die Grünen als Impulsgeber. Ja, und ich koaliere auch mit denen, wenn es um eine dritte Startbahn geht.

Ich habe lange gerungen, ob ich Pirat werden soll. Die Entwicklung der letzten Wochen erscheint mir aber als Fingerzeig, dass das nicht geraten ist. Bei aller Wertschätzung für die vielen guten Piraten in Bayern und in Berlin (Gerhard Anger!). Ich will nicht in das Lied vom Untergang einstimmen. Wir brauchen Piraten in Deutschland, weil sie die etablierten Parteien voran treiben und gerade im IT-Bereich aufzeigen, was gespielt wird. Oder gespielt werden muss.

So ist es am letzten Montag (1. Oktober 2012) doch wieder irgendwas mit CSU geworden. Ich bin in das CSU_Net eingetreten. Bitte richtig einordnen: Es ist der netzpolitische Arbeitskreis der CSU. Und da bewegt sich derzeit mehr als bei allen anderen. Und ich sehe mich im Kampf gegen ACTA bis CleanIT dort besser aufgehoben als bei anderen.

Selbstverpflichtung:
(und das durchaus drastisch!)
Ich werde nach wie vor im Blog unpolitisch berichten.
Wenn eine Partei gute Sachen macht, bin ich Freund, wenn sie Mist baut, werde ich das thematisieren. Das gilt auch für die CSU.
Und wenn in meinem Blog viele CSU-affine Themen auftauchen, liegt das daran, dass die CSU es (trotz der anfänglichen Gegnerschaft) es gewagt hat, mich auf ihren Presseverteiler zu setzen. Via Twitter bin ich eigentlich mit allen Parteien vernetzt, einzig die Piraten schaffen es manchmal, mich zu informieren. Das ist aber auch mehr den persönlichen und liebgewordenen Kontakten zuzuordnen.
Überhaupt Piraten: Achso. Habe ich ja schon oben gesagt.

Und dann noch eine generelle Sache: Ich nehme viel auf Veranstaltungen auf.
Warum sollte ich eigentlich nicht ganze Audiofiles veröffentlichen?
Ich habe mich dieser Frage gestellt.
So lange diese öffentlich sind und eine ganze Veranstaltung wiedergeben wird, spricht da wenig dagegen, denke ich.
Vielleicht können Kollegen ja andere Passagen beleuchten.
Zumindest können Sie als Leser sich (Zeit und Volumen vorausgesetzt) ein Bild machen.
Erster Schritt: die komplette Veranstaltung der CSU-Landesgruppe zum Tag der Deutschen Einheit, der dieses Jahr in München begangen wird. Hier geht es zum Artikel.
Ich werde die Files für ca. 3 Monate vorzuhalten versuchen.

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In der Kategorie Allgemein, Medien, Politik, Selbstreferentiell, Service, Social Media am 03.10.12 um 14:43 Uhr veröffentlicht.
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Die S-Bahn ist auf die Wiesn vorbereitet

Die Bahn zeigt sich zehn Tage vor der Wiesn gut aufgestellt. Das machten Bahn, S-Bahn und Bundespolizei heute auf einer Pressekonferenz deutlich. Dazu kommt dieses Jahr erstmals der Versuch, Besucher der Wiesn vom Hauptbahnhof und der Hackerbrücke aus auf getrennten Wegen zu lotsen.

Zusätzlich werden die Streifen des Bahnsicherheitsdienstes (SOD) und der Bundespolizei verstärkt. 26 Mitarbeiter werden den Zustieg an der S-Bahn-Station Hackerbrücke regeln. In den Abendstunden werden durchgehend Vollzüge statt Kurzzügen verkehren. Der 20-Minuten-Takt wird in den Abendstunden bis nach Mitternacht aufrecht erhalten.

„Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Fahrgäste abends nur noch eins wollen. Schnell nach Hause”, so Bernhard Weiser. Allein für die Bahn sind das mehr als 12.000 zusätzliche Personalstunden.
Die S-Bahn München erhöht mit über 600 zusätzlichen Zügen im Spätverkehr an den Wochenenden und unter der Woche ihr Angebot. Dadurch entstehen bis weit nach Mitternacht ein Zwei-bis-fünf-Minuten-Takt auf der Stammstrecke. Die Fahrpläne zum Oktoberfest werden auf Plakaten veröffentlicht und sind im Internet abrufbar.
Auch personell verstärkt die Bahn ihre Präsenz:

Auch die Bahnpolizei rüstet sich personell auf: Weniger Urlaub für Beamte während der Wiesnzeit, zusätzlich kommen 100 Bundespolizisten aus anderen Ländern nach München. Schwerpunkt auch hier: Die Hackerbrücke und der Hauptbahnhof.
Es geht um gut zwei Millionen Fahrgäste, mit denen die Bahn zum Oktoberfest rechnet. Und um deren Sicherheit. Zusätzliche Brisanz erhält die Wiesn dieses Jahr durch die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, die dieses Jahr Bayern ausrichtet.
Jürgen Vanselow, Chef der Bundespolizei-Inspektion München:

Die Bundespolizei ist gebührenfrei unter +498006888000 erreichbar.

Und Raimund Paul, Sicherheitsbeauftragter bei der Bahn, betont, dass auch im Ansagezentrum und bei „3S” das Personal bis Betriebsschluss verstärkt wird. „3S” steht für Sicherheit, Sauberkeit und Service.

Die Mitarbeiter von „3S” können schnell koordinieren. Die Nummer lautet: +49 89 13081055. (Tipp: Telefonnummern im Mobiltelefon abspeichern.)

Im letzten Jahr, so Bernhard Weiser, Chef der Münchner S-Bahn, summierten sich die Verspätungen zur Wiesn auf 18.000 Minuten, acht Stammstreckensperrungen gab es, gut 200 Mal konnte die S-Bahn nicht an der Hackerbrücke halten, weil die Sicherheit nicht mehr gegeben war. Die Pünktlichkeitsrate sank während des Oktoberfestes auf unter 90 Prozent.

Neu ist in diesem Jahr, dass Bahn, S-Bahn und Bundespolizei in Zusammenarbeit mit MVG und Kreisverwaltungsreferat versuchen, die Wiesn-Besucher vom Hauptbahnhof und der Hackerbrücke auf getrennten Wegen zur Theresien-Wiese zu lotsen. Nebenstehende Grafik zeigt die Wege.

In diesem Jahr werden auch DB-Regio und Südostbayernbahn ihr Zugangebot verstärken.
Nach Freilassing, Augsburg, Kempten und Mühldorf werden mehr Garnituren eingesetzt.

Im vergangenen Jahr führte das Verhalten von Wiesn-Besuchern zu zahlreichen Polizeieinsätzen bei der S-Bahn. Insgesamt gab es 17 Streckensperrungen wegen Betrunkener im Gleis und neun unerlaubte Notbremsungen. Folglich sank die Pünktlichkeit erheblich auf unter 90 Prozent. Bernhard Weiser appelliert an die Wiesn-Besucher sich der Gefahren des Eisenbahnverkehrs bewusst zu sein und den Anweisungen des Sicherheitspersonals Folge zu leisten:


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Bildhinweis: Die Grafik der Fußwege wurde mit freundlicher Genehmigung seitens Bahn und MVG eingestellt.

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In der Kategorie Bahn, Service am 12.09.12 um 17:41 Uhr veröffentlicht.
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eReserve – Machen Sie’s doch mit dem Handy

Stellen Sie sich vor, sie sitzen in der Trambahn und wollen einen Arzttermin vereinbaren. Mal ganz ehrlich: Wollen Sie Ihr Leiden im Beisein anderer Menschen schildern? Wohl weniger. Und auch, wenn es nur um einen Routine-Termin geht, dann ist Diskretion angesagt. Auch Ihre Mitreisenden werden es Ihnen danken. Wie nun aber den Termin ausmachen, ohne zu telefonieren?

Es geht nicht nur um die intimen Details, ist klar. Es geht auch darum, dass Ihre Mitfahrenden in Bahn und Bus dankbar sind, Ihre Telefonate nicht mithören zu müssen. Mal ganz ehrlich, das nervt jeden, sich aus fremden Gesprächen akustisch ausblenden zu müssen. Abgesehen von der Intimsphäre.

Die 34-jährige Karolin Bierbrauer hat eine gute Idee und in einem One-Woman-Unternehmen eine Lösung entwickelt:

eReserve.

Links ein QR-Code, rechts das Webformular. So einfach geht’s.

Das funktioniert so:
Sie scannen mit Ihrem Smartphone den QR-Code des Anbieters und werden auf eine Seite des Dienstanbieters geleitet. Dort geben Sie Ihre Daten ein und den Tag, an dem Sie Zeit haben. Und sie kriegen eine Auswahl freier Termine angezeigt und reservieren.
Damit die Daten auch wirklich sicher sind, läuft das über einen abgesicherten Server, den Karo Bierbrauer eingerichtet hat.
Nicht nur für Arzt und Patient ist das praktikabel, jeder Bereich ist denkbar. Geschäftspartner jeglicher Art.

Der „isartom”, Netzpersönlichkeit, Moderator, WebErklärer, bekommt von Karo Bierbrauer auch so eine „native App” programmiert. Ich durfte schon in den Entwurf reinschauen (Screenshot nebenstehend).

Karolin Bierbrauer erzählt im Interview auch, dass eine Zahnarzthelferin schon um ihren Job fürchtete:

Der Chef hingegen war begeistert:

Karolin Bierbrauer hat es ohne Gründungszuschuss der Arbeitsagentur gewagt hat, sich mit einer Idee selbständig zu machen. Und diese Idee besticht. Chapeau!
Die Voraussetzungen sind denkbar einfach: Ein elektronischer Kalender, egal ob Outlook, iCal oder Thunderbird. Der Kalender von Google + wird eingebunden, sobald die Schnittstellen klar sind.
Auch ich werde eReserve bald selber nutzen, weil es sinnvoll ist. Auch wenn ich immer noch am Papierkalender hänge.
Der wird sinnvoll ergänzt.
Kein Arbeitsplatz stirbt, eReserve erleichtert Terminabsprachen.
Ich finde es sozial und genial.

Weiterführender Link:
eReserve

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In der Kategorie Computer, Internet, Kommunikation, Service, Social Media am 14.08.12 um 19:55 Uhr veröffentlicht.
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Über Abhängigkeit und Niederbayern

Donnerstagmorgen in der Hanns-Seidel-Stiftung. Es soll über die Energiewende in Bayern diskutiert werden. Rund 100 Interessierte aus Kommunen und der Partei haben sich eingefunden. Neben den Ausführungen seitens Vertretern von Ministerien und DLR spricht auch Erwin Huber.
Er spielt mit seiner Herkunft:

Ja, genau. Dieser Erwin Huber, der nach dem Sturz Stoibers die Geschicke der CSU lenken wollte. Dieser Huber, der grade noch in einem Artikel einer im Süden erdachten Zeitung porträtiert wurde. Hier, in der Hanns-Seidel-Stiftung ist der daheim. Das merkt man dem kleinen Mann mit dem burschikosen Haarschnitt an. Er hält eine bemerkenswerte Rede. Allein deshalb, weil er seine Finger durchaus in Wunden legt.

Gut.
Er mag es sich erlauben können. Als einfacher Abgeordneter des Landtages, im BMW von Termin zu Termin fahrend, kann er durchaus genüßlich die Politik der letzten zehn Jahre passieren lassen.
Nur vordergründig bedient Erwin Huber, der Niederbayer, Ex-Parteivorsitzende, Finanzminister und Parteisoldat der CSU in seiner Rede zur Energiewende Klischees.

Bayern hatte mit dem Bayernwerk einst ein Stück Tafelsilber. Das Bayernwerk wurde regelrecht verhökert. Cui bono, fragt sich mancher: Wem nutzt es? Die Energiepolitik hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Dabei war es einmal so schön:

Erwin Huber sparte nicht an Seitenhieben …

Die ganze Rede von Erwin Huber gibt es hier.

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In der Kategorie Bericht, Hanns Seidel Stiftung, Service, Wirtschaft am 26.07.12 um 17:53 Uhr veröffentlicht.
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Fährst Du noch oder sharst Du schon?

Früher war alles einfacher: Man hatte ein Auto, der Sprit war billig, öffentliche Verkehrsmittel waren das Statussymbol von Schulkindern oder weniger Begüterten. Wer freiwillig auf das Auto verzichtete, wurde scheel angeguckt.
Angesichts knapper Ölreserven und fehlendem Platz in Städten, um ein Auto zu parken, ist das Auto heute nicht mehr das erste Mittel der Wahl.
Deswegen gibt es Überlegungen, wie man öffentliche und individuelle Mobilität miteinander kombinieren kann. Wie kann das aussehen, wenn Münchner nach Garmisch fahren möchte? Muss er das Auto nehmen oder kommt er als Bahnreisender beispielsweise auch über Garmisch hinaus und tiefer ins Oberland?

Karl Heinz Keil, Markus Schildhauer, Martin Keil, Prof. Klaus Bogenberger, Gunnar Heipp (v.l.n.r.)

Dieser Frage ging letzte Woche das 10. Verkehrspodium der Hanns-Seidel-Stiftung nach. Martin Keil von BMW, Gunnar Heipp von der MVG, Markus Schildhauer vom ADFC, Professor Klaus Bogenberger von der Bundeswehr-Uni und Dr. Christoph Ebert von eGAP diskutierten unter der Leitung von Karl Heinz Keil (HSS).
Die Frage: Wie sieht die urbane Mobilität der Zukunft aus?

Rund 90 Besucher waren auf alle erdenklichen Arten, zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto, den Öffentlichen gekommen, um sich in einer exzellenten Veranstaltung zu informieren.
Vorweg: Auch Automobilkonzerne haben erkannt, dass Benzinschleudern nicht mehr zeitgemäß sind und entwickeln schon seit geraumer Zeit erfolgreich Autos mit Hybrid- oder Elektroantrieb.
Mehr noch: BMW als Beispiel investiert auch in Apps, also Applikationen für Mobilgeräte, die Vernetzung ermöglichen sollen. Der Gedanke ist reizvoll, kein eigenes Auto mehr zu haben und unterhalten, sondern am Endpunkt der Reise vom Zug auf das Leihauto umsteigen kann. Auch die Bahn bietet diesen Service bereits an. Bei BMW ist zumindest soviel klar, dass der Konzern die Autos maximal ein halbes Jahr im Leihpool lässt, dann werden sie ausgetauscht.

Rund 90 Besucher interessierten sich für das Thema und diskutierten mit.

Martin Keil meinte dazu auf Nachfragen aus dem Publikum, dass das mit eine Garantie dafür sei, dass der Kunde gewartete Fahrzeuge übernehmen könne.
Eine andere Fortbewegungsart empfiehlt Markus Schildhauer vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub. Zusammen mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bietet man ein Klappfahrrad an, das zusammengefaltet nicht größer als ein Reisetrolley ist und so praktisch beim Umstieg in den Zug oder die S-Bahn mitgenommen werden kann.
Seine Kernaussage: Es braucht nicht mal ein eigenes Fahrrad, man wird sich bald auch Lastenfahrräder für den Einkauf ausleihen können.

Einen umfassenderen Ansatz will die Modellregion eGAP gehen. „Wie machen wir das“, fragte Dr. Christoph Ebert das Publikum, „wenn sich jemand in ländlicher Region ein Auto leihen will und wie kriegen wir das wieder an den Verleihpunkt zurück?“
Diese Fragen sollen in Forschungsprojekten wie eGAP geklärt werden. Die Modellregion Garmisch-Partenkirchen wurde mit Bedacht gewählt. Einerseits ländliche Struktur, gebirgige Region und andererseits touristisch attraktiv.
Ebert erläuterte, dass es darum geht, bestehende Verkehrsangebote wie Bus und Bahn im Konzept zu verknüpfen:

Zweieinhalb Jahre wird nun dieses Konzept, unter anderem mit Elektro-Fahrrädern und -Autos ausprobiert.

Bleibt zu hoffen, dass auch die Deutsche Bahn eine solche Universalfahrkarte auf die Reihe kriegt. Bei allen anderen Beteiligten besteht die Sicherheit, dass sie ihren Teil zum Gelingen beitragen werden.

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In der Kategorie Bericht, Hanns Seidel Stiftung, Reise, Service am 18.07.12 um 16:41 Uhr veröffentlicht.
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Die Wüste ist gelb. Und DHL auch.

2012.
Alle Firmen sind kundenorientiert.
Alle Firmen?
Nein.
Ein früheres Staatsunternehmen hat Jahre nach der Privatisierung noch viel Beton in den Köpfen.
Kundenorientierung ist im Erscheinungsbild verankert.
Die Umsetzung hakt allerdings gewaltig, wenn man sich so manchen Tweet bei „@DHLPaket“ anschaut.

Kunde D. berichtet, dass er am Wochenende ein Mobil-Telefon im Internet bestellt hat. Für die Zustellung des Paketes braucht DHL drei Tage.
Und statt wie gewohnt das Paket in eine Packstation zu legen, wird der Kunde benachrichtigt, dass seine Lieferung in der Arnulfstraße (München) abzuholen sei.

Als D. sich telefonisch nach den Abholzeiten erkundigen will, erlebt er seine nächste Überraschung:

Die Filiale hat von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Kundenfreundliche Zeiten, so dass man eigentlich eine Abholung schaffen sollte.

Nach 20 Minuten in der Warteschleife (zu je 9 Ct/min) mit „englischem Geschwafel“ und „Wir sind gleich für Sie da“ sowie „Einen Moment bitte“ im Telefonhörer erfährt D., dass die Paketausgabe nur von 11 Uhr bis 18.45 Uhr geöffnet hat.

Screenshot der DHL-Website

D. ist Freiberufler, das ist sein Glück.
Anders wäre die Abholung seines Paketes schwierig. Ersatzweise könne er jemanden zur Abholung vorbeischicken, meint die Dame am Telefon. Eine Zustellung zu ihm, wahlweise eine Auslieferung zu einer Packstation sei nicht möglich, da sein Wohnort weniger als drei Kilometer von der Filiale entfernt sei.

Übrigens: Die Auskunft, dass die Ausgabe nur von 11 bis 18 Uhr 45 möglich ist, erhielt D. erst bei der dritten Nachfrage.
Er wäre also wahrscheinlich umsonst rausgefahren, wenn er abends gegen 19 Uhr das Büro verlässt.

Eine Zustellung in die Packstation in der Arcisstraße, seiner Wohnung nahe gelegen, war nicht möglich, weil die Packstation gestört ist.

Via Twitter hat DHL seine „neue“ Packstation beworben. Die liegt in der Unsöldstraße.
DHL hat diese vor Jahresfrist geschlossen. Und nun wieder neu aufgemacht. Einziges Problem: Noch nicht einsatzbereit.

Übrigens: Und da wird die Geschichte so richtig pikant: D. ist seit Jahren registrierter Kunde für die Packstation und wurde bislang immer darüber beliefert.

Einen ähnlichen Vorfall gibt es aktuell aus Düsseldorf zu verzeichnen. Ein DHL-Kunde hatte eine Sendung an eine Paketstation bestellt. DHL war nicht in der Lage, das Paket dort zu deponieren. Die nächste Poststation anzufahren, fällt den Logistikern der Post aber nicht ein. Nein: Das Paket wird in einer zehn Kilometer entfernten Filiale deponiert. Die Filiale in der Nähe des Kunden wäre nur 500 Meter entfernt gewesen.
Auch hier: Unnötiger Einsatz des Autos, unmögliche Öffnungszeiten der Postfiliale und keine Erklärung, warum so am Kunden vorbei gehandelt wird.
Besonders betrüblich: An Weihnachten hatte der Düsseldorfer erst den Verlust eines Päckchens beklagen müssen. Es war das Weihnachtsgeschenk seines Freundes.

Das Gelb der DHL-Lieferwagen scheint ein Hinweis auf die Servicewüste zu sein, die dieser Konzern bietet.

Notabene: Beide Kundennamen sind mir bekannt.

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In der Kategorie Bericht, Kommunikation, Service am 13.07.12 um 20:39 Uhr veröffentlicht.
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Die Ruhe vor dem Sturm

Impressionen von Mittwoch früh in Regensburg. Die Altstadt ist noch menschenleer. Aber wer mit offenen Augen umhergeht, entdeckt, dass sich das Gesicht der Stadt verändert. Während am Haidplatz und im Innenhof des Thon-Dittmer-Palais die Bühnen schon im Aufbau sind, sieht man am Kohlenmarkt und Bismarckplatz noch nichts. Aber bis Freitag werden die Bühnen auch da stehen.

Drei Tage Jazz-Musik erwarten den Besucher der Altstadt. Und zwar, wie es ein Schild am Bismarckplatz zeigt: alle Richtungen.

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In der Kategorie Bericht, Kultur, Medien, Musik, Service am 04.07.12 um 12:13 Uhr veröffentlicht.
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Highlights beim Bayerischen #Jazzweekend

Am Donnerstagabend beginnt es: Das 31. Bayerische Jazzweekend in Regensburg. 83 Bands unterschiedlicher Stilrichtungen, 86 Konzerte und fünf Sessions auf verschiedenen Bühnen und in Lokalen werden Regensburg wieder in DAS Sommerzentrum des Jazz verwandeln. Wer schon einmal da war, weiß es: Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Somit lässt sich ein Besuch der Weltkulturerbe-Stadt sicher auch mit dem Besuch des einen oder anderen Konzertes kombinieren.

Wer sich via Internet rund um das Bayerische Jazzweekend informieren will, bekommt aktuelle Infos und Eindrücke via Twitter beim Account des Bayerischen Jazzinstitutes. Wer selber twittert, kann seine Eindrücke ja auch schildern: Der Hashtag lautet #Jazzweekend und wird schon seit den ersten Jurysitzungen dieses Jahres verwendet. Die ehrenamtliche Jury hörte sich die Bewerbungen von 342 Bands an.

Im Gewerbepark Regensburg spielen ab 17.30 Uhr das iranische Trio „Mahan Mirarab“, aus Spanien ist „The Hot Wok“ mit markanten und sehr energiegeladenen Bläsersätzen. Markus Minarik mit seiner markanten Stimme ergänzt das Spektrum. Damit zeigt sich schon am Eröffnungsabend ein eindrucksvoller Ausschnitt aus der Bandbreite an musikalischen Ausdrucksformen, die beim „Bayerischen Jazzweekend“ erlebbar sind.

Am Freitag wird dann unter anderem das Landes-Jugendjazzorchester Bayern zum Auftakt spielen, das „Jazzkränzchen Immergrün München“ wird am Bismarckplatz sein 50-jähriges Bühnenjubiläum begehen und am Samstag gastiert „Singin’ Off Beats“, ein Jazzchor aus München.

Drei Tage voller Jazz, der Bayerische Rundfunk wird vereinzelt auch aufzeichnen, ein Fest der Künstler für das Publikum. Der Stadt Regensburg ist es zu danken, dass sie die Kosten für das Event übernimmt, dem Bayerischen Jazzinstitut als Intendanz gebührt samt Jury Dank, dass auf zehn Bühnen in der Altstadt für jeden Geschmack etwas zu finden ist.

„Heinrich graut’s“ wird via Twitter und Blog ebenfalls berichten. Für alle User mobiler Geräte: Ich habe dafür gesorgt, dass diese datensparend einen Überblick über die Blogposts bekommen.
Ein zentraler Anlaufpunkt, an dem das Jazzinstitut zu finden ist, befindet sich beim Alten Rathaus. Hier können sich Besucher mittels Stecknadeln auf Landkarten verewigen. Das Bayerische Jazzweekend ist in den vergangenen 30 Jahren zu einer weltweiten Größe geworden.
Besonderes Schmankerl für alle Twitterer: Am 7. und 8. Juli gegen 16 Uhr sind alle Tweeps aufgerufen, sich dort zu einem Tweetup einzufinden.

Das komplette Programm finden Sie auf der Homepage.

Bildhinweise: Das Bild vom Plakat hat das Bayerische Jazzinstitut zur Verfügung gestellt, das Bild von „The Hot Wok“ wurde von den Künstlern freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

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In der Kategorie Bericht, Musik, Service am 03.07.12 um 19:56 Uhr veröffentlicht.
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Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs Pasing nimmt Gestalt an

Seit über vier Jahren wird am Bahnhof in Pasing gebaut. Ziel ist, den Bahnhof barrierefrei zu gestalten. Dafür hat die Bahn gut 35 Millionen Euro in die Hand genommen. Seit Oktober 2009 sind die S-Bahnsteige schon mit Aufzügen erreichbar, dieses Jahr im August sollen die Bahnsteige 3 und 4 Rolltreppen bekommen. Dort fahren die Regionalzüge ab. Der Aufzug ist schon in Betrieb. Das war für den Leiter des Bahnhofmanagement München, Heiko Hamann, die Gelegenheit, das Projekt nochmals vorzustellen und eine kleine Bilanz zu ziehen.

Der Fahrstuhl an Gleis 3/4 ist schon in Betrieb, doch die Arbeiten gehen weiter, so Heiko Hamann:

Rund 600 Radl-Stellplätze soll es in der Unterführung geben, die Hälfte davon ist jetzt schon nutzbar. Das Reisezentrum soll auch in die Unterführung und raus aus dem historischen Gebäude. Für das gibt es andere Pläne:

Bis November 2012 sollen die Aufzüge und Rolltreppen an den Gleisen 9 und 10 (Fernverkehr) eingebaut sein. Und dann wird verschönert:

Baustelle Bahnhof Pasing. Bis Jahresende soll es wieder schön aussehen.

Dafür wird es nochmal eng werden in der Unterführung: Es wird halbseitig abgesperrt, damit der Boden verlegt werden kann.
Beim barrierefreien Bau des Pasinger Bahnhofs hat die Bahn auch an sehbehinderte Menschen gedacht: Alle Bahnsteige und Wege werden taktil ausgelegt.

Um die historische Substanz des Bahnhofs gleichermaßen wie die neu eigebauten Zuganzeiger, Dächer und Gerätschaften zu schützen, werden zum Tauben vergrämen die bekannten Metallstifte eingesetzt.

Im Dezember soll nach Plan dann ein Bahnhofsfest den Abschluss der Bauarbeiten markieren.

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In der Kategorie Bahn, Reise, Service am 29.06.12 um 16:34 Uhr veröffentlicht.
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Sperrung der Stammstrecke München

Wichtige Info, nicht nur für Nachtschwärmer:
Schon vor der großen Stammstrecken-Sperrung ab 6. Juli (Heinrich graut’s berichtete) fallen in den Nächten von Sonntag auf Montag auf der Stammstrecke die S-Bahnen aus. Grund sind Vorarbeiten.

Beginn ist in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni.

S-Bahn-Chef Heiko Hamman weist darauf hin, dass ab 6. Juli schon am Freitag nachmittag ab 16 Uhr mit Behinderungen wegen der Bauarbeiten zu rechnen ist:

Die letzten Züge werden die Stammstrecke dann bis ca. 20 Uhr verlassen haben.

Update: Die S-Bahn München hat das Infoheft auch als PDF-Download publiziert. Mit allen Fahrplänen, Haltestellenübersichten und Antworten zu den wichtigsten Fragen.

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In der Kategorie Bahn, Reise, Service, Wirtschaft am 25.06.12 um 05:20 Uhr veröffentlicht.
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“Disco”-Tarife: Das Schiedsstellen-Verfahren kann eröffnet werden

Die geplante Tarifreform der GEMA zu Veranstaltungen mit Tanzmusik kommt nun vor die Schiedsstelle des beim Deutschen Patent- und Markenamt in München.
Das geht aus einer Pressemitteilung der GEMA von heute (19.Juni) hervor.

Georg Oeller, Vorstandsmitglied der GEMA, wird darin zitiert: „Wir begrüßen es sehr, dass die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. dem von uns initiierten Schiedsstellenverfahren gestern zugestimmt hat.“

Nicht nur die Bundesvereinigung der Musikveranstalter, angesiedelt beim Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA, hat gegen die neuen Tarife der GEMA Protest eingelegt, auch die Vereinigung der Tanzschulinhaber (Swinging World e.V.) will eine Beurteilung von der Schiedsstelle.

Die Schiedstelle wird nun die Tarife prüfen. Das ist so im Urheberrecht-Wahrnehmungsgesetz geregelt. Das Verfahren kann ab Eröffnung ein Jahr dauern. Ungeachtet dessen werden die neuen Tarife, so ein Sprecher der GEMA am Telefon, zum 1. Januar 2013 wie veröffentlicht in Kraft treten. Allerdings, so der Sprecher weiter, sei es durchaus üblich, dass sich GEMA und Gegenseite schon zu Anfang darüber unterhielten, wie ab dem Zeitpunkt der Änderung verfahren werde.

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In der Kategorie Bericht, Musik, Service, Wirtschaft am 19.06.12 um 17:23 Uhr veröffentlicht.
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Am Wochenende ist die Stammstrecke dicht

Ab dem 6. Juli müssen sich Nutzer der Münchner S-Bahn auf Behinderungen einstellen. Für sieben Wochenenden, bis zum 20. August, wird die Stammstrecke nicht befahren. Stattdessen gibt es zwischen Ostbahnhof und Pasing Schienenersatzverkehr mit Bussen. Die Busse setzen ab Freitag, 19.30 Uhr ein und fahren bis Montag früh 4.00 Uhr. Die Bahn wechselt die Gleise und den Oberbau aus, außerdem wird der Brandschutz in den Tunnelbahnhöfen verbessert.

Das sind die Änderungen:

Von Osten her enden die S-Bahnen 2, 3, 4, 7 am Ostbahnhof.
Von Westen her enden die S3 und S4 in Pasing. Die S 1, S 2, S 6 und S 7 fahren von der letzten Station vor der Stammstrecke aus ohne Halt bis zum Hauptbahnhof. Sie enden vorwiegend im Starnberger Flügelbahnhof.
Die S8 fährt ab Pasing ohne Halt zum Ostbahnhof und dann normal weiter zum Flughafen. Dafür nutzt sie den Südring und hält am Ostbahnhof auf Gleis 7.
Die Busse zwischen Ostbahnhof und Pasing sollen alle 3 bis 5 Minuten fahren.

Der 10-Minuten-Takt in Berufsverkehr wird teilweise ausfallen.

Wegen des Christopher-Street-Day (CSD) in München werden am Wochenende 14./15. Juli Stachus (Karlsplatz) und Marienplatz nicht angefahren, stattdessen verkehren die SEV-Busse über den Odeonsplatz.
Die Bahn wird die Fahrpläne rechtzeitig bekanntgeben, auch Heinrich graut’s wird dazu verlinken.

S-Bahn-Chef Heiko Hamman weist darauf hin, dass ab 6. Juli schon am Freitag nachmittag ab 16 Uhr mit Behinderungen wegen der Bauarbeiten zu rechnen ist:

Die letzten Züge werden die Stammstrecke dann bis ca. 20 Uhr verlassen haben.

Der Schienenersatzverkehr der S-Bahn im Überblick. Grafik: MVV München

(Quelle: Deutsche Bahn, S-Bahn München, pdf)

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In der Kategorie Bahn, Reise, Service am 07.06.12 um 08:34 Uhr veröffentlicht.
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Der USB-Stick – Jammern bringt nix

An der Meldung über die Erhöhung der Leermedien-Abgabe auf USB-Sticks und Speicherkarten entzünden sich spannende Diskussionen. Die Meldung kam am Mittwoch über dieses Blog raus und wurde bei Twitter, Google+ und Facebook oft geteilt. Am Donnerstag stieg auch die Nachrichtenagentur dapd ein, leider haben sie mich als Quelle nicht benannt, aber das Thema ist auch heute noch top. Auch Breitband in Deutschlandradio Kultur berichtet.
Die Mehrheit der User schimpft und spottet über die ZPÜ / GEMA.
Ich bin derzeit in der Diskussion auf Google Plus. Und ich versuche zu sensibilisieren. Schimpfen, Bombendrohungen, Drohungen gegen Mitarbeiter der GEMA sind töricht und helfen uns allen nicht. Nicht den Nutzern, nicht der GEMA, der ZPÜ oder anderen Verwertungsgesellschaften.
Die rechtliche Grundlage einer Leerabgabe auf Speichermedien steht auf gesetzlichen Füßen. Über die Höhe, den Sinn oder die Pauschalisierung darf man streiten.
Ja, ich fordere sogar, dass drüber gestritten und debattiert wird. Nur so kommen wir zu einem Urheberrecht, das diesen Namen verdient und allen Beteiligten gerecht wird.
Die Kostenlos-Kultur im Netz ist sicher nicht so groß, wie sie von manchen dargestellt wird. iTunes, Amazon und andere Anbieter haben Plattformen, die zeigen, dass digitaler Handel möglich ist und ich gekaufte Titel auch nochmal als Privatkopie speichern kann. Meine eigenen Versuche mit Teilen von Inhalten zeigen: Auf legalem Weg (Bluetooth zu Bluetooth von iPod zu Mobile) geht es nicht. Ich glaube sogar, dass auf den meisten Abspielgeräten “legale” Inhalte zu finden sind.

Wenn ich mir was wünschen dürfte
bringen Sie sich ein in die Diskussion, polemisieren und diffamieren Sie nicht.
Schauen Sie im Netz nach Möglichkeiten, wie ein anderes Urheberrecht möglich werden kann. Engagieren Sie sich. Es ist nicht ihr Schaden.
Eine Verwertungsgesellschaft ist sinnvoll, aber sie sollte gerecht sein.
Und ein Leistungsschutzrecht würde obsolet.

Update vom 27.05.2012, 03.00 Uhr

Die Geschäftsführerin des Informationskreises AufnahmeMedien hat sich gestern abend bei mir mit dem Hinweis per Mail gemeldet, dass sie am 23. Mai 2012 eine entsprechende Meldung auf der Website veröffentlicht habe. Hier der Link. Mir war bis zum Lesen dieser Mail weder die Existenz des Arbeitskreises noch eine Pressemeldung bekannt. Meine Recherchen ergaben am 23. Mai auch keine Existenz einer weiteren Meldung, die wohl vom BitKom rührte.
Mein Artikel beruht auf der Website eines Speichermedien-Vertreibers, eigenen Recherchen bei der GEMA und dem eigenständigen Aufspüren des entsprechenden PDF auf der Website der GEMA. Die Erhöhung von 1850% stammte übrigens auch nicht von mir, diese ist beim Retweet meiner Meldung dazugefügt worden.

-hrb

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In der Kategorie Kultur, Medien, Musik, Politik, Service, Wirtschaft am 26.05.12 um 17:43 Uhr veröffentlicht.
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Mein Medienrucksack

Wer mich schon mal auf dem Weg zu einem Termin oder vor Ort gesehen hat, der weiß, dass ich einen großen Rucksack mit mir führe. Lange habe ich gesucht, mir bis dahin immer wieder mit Umpacken beholfen. Beim nächsten Termin gemerkt, dass ich was vergessen habe oder in den Tiefen des Rucksacks nicht gleich finde, was ich brauche. Deswegen musste ein eigenes Trageutensil her. Meine Wahl fiel auf einen Rucksack, den es vor ein paar Wochen bei dem Discounter mit dem großen „A“ für 29,99 Euro gab.
Zum Ausprobieren des Rucksacks habe ich mein Fotostativ mitgenommen,

Der Inhalt des Hauptfachs: Netbook (Ubuntu!), Kamerastativ und die Kamera (nicht im Bild)

weil das Hauptargument war, es solle ohne Querlegen rein passen. Die Rollen nutze ich recht selten. Die Ziehstange ist so lang ausfahrbar, dass mir ein bekannter Fotograf (knapp über zwei Meter Körpergröße) attestierte, sogar er könne damit umgehen. Für den Fall, dass man den Rucksack nicht auf dem Rücken tragen will, verstaut man die Tragegurte bequem und unsichtbar.

Im Hauptfach finden das Alu-Stativ, meine Kamera, ein großes Mikrofasertuch und im separaten Innenfach mein Netbook Platz. Damit sind die schwersten Teile schon mal nah am Körper.
Oben am Rucksack befindet sich ein kleines Fach, in dem ich bequem XLR-Kabel, Mobiltelefon und Taschentücher unterbringe.

Stativplatte, Schwanenhals, Kurzstativ mit Mikrofon-Halter (elastisch)

Im größeren Mittelfach verstaue ich Stativplatte, Schwanenhals und Kurz-Stativ mit Mikrofon-Halterung. So bin ich auf Pressekonferenzen oder anderen Aufnahmesituationen, wo ich nicht direkt beim Sprechenden sein kann, gut aufgestellt. Praktisch: Wenn ich Zusatzteile mitnehmen will, ist hier auch immer noch genügend Platz. Mein Bonustipp: Plastiktüte. Schützt vor Spritzwasser.

Das kleinere Mittelfach beherbergt Skizzenbuch, Kalender, das Zoom H4n als Aufnahmegerät und einen Windschutz.

Im Vorderfach: Kleinteile (Erläuterung im Text)

Im Vorderfach finden sich all die kleinen Utensilien, die ich beim Arbeiten brauche. Eine Dreifach-Steckdose und ein Adapter mit zwei USB-Steckplätzen. Ersteres ist im ICE von Vorteil, wenn die Steckdosen nicht ausreichen, zweiteres hilfreich, wenn man mehr als ein Gerät laden muss. Oder dem Sitznachbarn aushelfen will.
Daneben habe ich noch Ersatzakkus für H4n und Canon dabei, ein USB-Kabel (rot), ein Shure SM58 als Handmikro, eine Mikro-Halterung für das H4n und eine Infrarot-Fernbedienung für die Kamera.
Dazu noch ein Mikrofasertuch, das auch als Unterlage unter der Mikroplatte dient und Klopfgeräusche dämpft.
Besonders erwähnen möchte ich den Solar-Akku. Der ET3000 ist leistungsstark, er kann übrigens auch per USB aufgeladen werden, was ich meistens zu Hause mache. Spätestens, wenn man in den Rheinwiesen bei Köln hockt und der Akku des Mobiltelefons schwächelt, merkt man, wie praktisch der ET3000 ist. Einen iPod kann man damit eineinhalb Mal aufladen. Und selbst im Zug reicht die Sonnenstrahlung aus, um den Akku wieder nachzuladen. Zu diesem Akku gehört auch das schwarze USB-Kabel. Der kleine Anschluss kommt in den ET3000, das andere Ende gabelt sich in einen großen USB-Stecker und ein Adapterteil. Eine kleine Blechschachtel beherbergt alle möglichen Adapter, die man für verschiedene Geräte braucht.

Natürlich kann dieser Rucksack nicht mit der Ausrüstung von Richard Gutjahrs Kulturtasche mithalten. Ich habe viele spezifische Einzelteile, um breit aufgestellt zu sein. Mit dem Zoom H4n kann ich nicht nur Interviews führen, sondern auch Chor oder Orchester aufnehmen. Auf dem Netbook schneide ich, auch die Fotos werden da gespeichert und bearbeitet.
Wer den Rucksack mal sehen will: auf der #informare12 und beim #Jazzweekend in Regensburg habe ich den sicher dabei.

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In der Kategorie Kommunikation, Medien, Reise, Service am 05.05.12 um 10:38 Uhr veröffentlicht.
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Cloud oder Stick?

Das Internet ist Teil unseres Lebens. Doch wie werden Daten ausgetauscht? Früher: Diskette, dann CD, dann USB-Stick. Heute: “Cloud”.

Cloud ist Speicherplatz im Internet. Es gibt viele Angebote: Dropbox, Box oder Wuala. Apple (iCloud), Telekom, Strato. Matthias J. Lange schreibt in seinem Blog ‘Redaktion 42′:

Beim Thema Cloud schlagen die Emotionen hoch. Der Cloud-Anbieter Dropbox zum Beispiel spart schlicht Speicherplatz, indem er die Hashwerte der Dateien der Nutzer vergleicht – und wenn der gleich ist, die Datei nur einmal abspeichert, auch wenn sie vielen Nutzerinnen „gehört“. Dropbox versprach Nutzern eine sichere Verschlüsselung, doch tatsächlich hat Dropbox den Generalschlüssel. Auch meine Lieblingsfirma Apple kann verschlüsselte iCloud-Daten einsehen und behält sich in den Nutzungsbedingungen vor, die Daten zu entschlüsseln und weiterzugeben, wenn sie es für „angemessen“ halten.

Einblick in meine Cloud.

Das hält vom Einrichten einer Cloud ab.
Meine Empfehlung ist Wuala von LaCie. ‘Wuala’ wird wie das französische ‘Voilá’ ausgesprochen. Vorteil: Die Daten werden aufgesplittet und auf europäischen Servern gespeichert. Die Verschlüsselung erfolgt beim Anwender. Praktizierter Datenschutz.

Daten überall

Internet vorausgesetzt, kann der Anwender seine Daten synchronisieren oder darauf zugreifen. Termine, Kontakte, Fotos, Filme, Musik: verfügbar, egal auf welchem Gerät. Anwendungsbeispiel: Unterwegs sichere ich Fotos von der Kamera zu Wuala. Vorteil: Freie Speicherkarte und später kann ich auf jedem angeschlossenem Rechner drauf zugreifen.
Mit Freunden teile ich Daten, mit Kollegen arbeite ich an Projekten. Nebenher vergrößert sich der eigene Speicherplatz pro eingeladenen Teilnehmer. Bei Wuala kommt noch ein Vorteil hinzu: Mit einem Promotioncodes gibt es kostenlos mehr Speicherplatz. Nachteil: Die Codes sind zeitlich begrenzt. Die meisten sind ein Jahr gültig. Speicherplatz kann man auch gegen Entgelt erwerben. Wer twittert, hat übrigens die Chance, immer mal wieder einen dieser Promotioncodes zu ergattern. Einfach dem Account @Wuala folgen.

Der USB-Stick ist fast überflüssig geworden. Ausnahme: Orte ohne Netzzugang oder weniger Cloud-affinen Menschen, sensible Daten. Ist das schon das Ende der Entwicklung?

Der Journalist Gunnar Sohn meint:

Die persönliche Cloud folgt allerdings keinem Diktat von Algorithmen und zentralistischen Web-Konzernen, wie Kritiker befürchten. Das Ganze könnte über Mesh-Netzwerke ablaufen. Anstatt auf eine zentrale und zentralisierte Infrastruktur zu vertrauen, die Vernetzung organisiert, wird eine neue Generation von Plattformen entwickelt, die auf dem Prinzip der Maschen beruht.

Mesh-Netzwerke sind Netzwerke von Usern an einem Ort. Erste Anwendungen werden via Kurznachrichten-Diensten bei Hilfsdiensten ausprobiert.

Mehr zu diesem Thema gibt es auf der informare, einer Wissenschaftskonferenz in Berlin. Gunnar Sohn und ich werden uns mit Bernd Stahl, Netzwerkspezialist von Nash Technologies, Bernhard Steimel von der FutureManagement Group und Hannes Schleeh, Social Media Coach & Hypnosetherapeut unterhalten.

Thema: Obi Wan Kenobi und das Future Internet

Hier geht es zum Programm.

Weiterführende Informationen zu allen Clouds und ihren Kapazitäten und Preisen bietet FOCUS.

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In der Kategorie Computer, Kommunikation, Medien, Service, Social Media am 22.04.12 um 06:53 Uhr veröffentlicht.
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Wenn die Technojünger Justin Bieber finanzieren …

Wer kriegt eigentlich die Lizenzeinnahmen, die die GEMA bei den Clubbetreibern kassiert? Urheber, Texter und Autoren, klar. Bearbeiter, auch klar. Aber welche? Wer profitiert vom Geldsegen? Wer viele Plattenverkäufe und Airplays meldet und hat, verdient viel, hat viel Umsatz und dementsprechend höhere Lizenzeinnahmen.

In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung bedauert David Süß, Betreiber des Harry-Klein-Clubs in München,

dass die von ihm gezahlten Pauschalen die für ihn relevanten Künstler in der Ausschüttung ohnehin kaum berücksichtigt würden: “Techno findet fast nur in den Clubs statt. Im Radio kommt er kaum vor, und die paar Platten, die in dem Bereich verkauft werden, sind nicht erwähnenswert. Also verdienen unsere Künstler an der DJ-Gage. Wenn deren Produktionen auch von anderen DJs gespielt und zum Club-Hit werden, kriegt der Produzent entsprechend mehr und besser bezahlte DJ-Aufträge.

Die im Tanzlokal generierten Einnahmen, die an die GEMA abgetreten werden müssen, kommen nicht denen zugute, deren Musik gespielt wird (zum Beispiel Techno), sondern denen, die allgemein viele Radio-Einsätze und Chartnotierungen haben. Grund ist die Erhebungsmethode der GEMA. Diese beauftragt Media Control. Das Musikmonitoring beschreibt die GEMA auf ihrer Website so:

„Die GEMA lizenziert mechanische Musikwiedergaben in Veranstaltungsräumen mit regelmäßigem Tanz nach dem Tarif M-U III 1c. Zu den insgesamt in Deutschland ca. 5.000 erfassten Tanzflächen zählen überwiegend Diskotheken, aber auch andere Tanzbetriebe mit unterschiedlichen Musikangeboten.
Aus dieser vielschichtigen Menge werden ca. 120 Tanzflächen statistisch so ermittelt, dass durch einstündiges Programm-Monitoring pro Woche und Tanzfläche das gesamte Spektrum der in einem Jahre wiedergegebenen Musiktitel repräsentativ abgebildet wird.“

Die Kriterien der GEMA: Quantität und Mainstream. Ein Blick in die Charts zeigt, dass Musikstile wie Techno kein Mainstream sind. Gespielt wird, was der Masse gefällt. Von Media Control wird für die GEMA erhoben, was Media Control als gespielt erhoben hat.

Abhilfe würde eine Playlist des DJs schaffen, in der er minutiös protokolliert, welche Tonträger er gespielt hat. Diese ist dann bei der GEMA einzureichen, die wiederum ihre Verteilschlüssel anwendet. Ob dieser Aufwand von einem DJ betrieben wird, ist fraglich. Der DiscJockey ist vornehmlich nicht zur statistischen Erhebung da und wird das auch nicht machen (können).

Klartext: Die Technojünger subventionieren Justin Bieber.

Eine umfangreiche Dokumentation, wer bei der GEMA viele Tantiemen erhält, findet sich bei Musiker Online.

Zur Höhe der Lizenzen, die ein Club-Betreiber ab 2013 zahlen muss, gibt es hier einen Artikel.
Ein Artikel zum Urteil des Landgerichts Hamburg in Sachen GEMA vs. YouTube finden Sie hier.

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In der Kategorie Medien, Musik, Service am 20.04.12 um 15:00 Uhr veröffentlicht.
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