So pünktlich, wie die Umstellung auf die Sommerzeit kommt, so pünktlich kommen auch wieder die Forderungen nach einer Abschaffung des Tanzverbotes an den sogenannten Stillen Feiertagen. Eigentlich hätte ich diesen Beitrag schon vor vier Wochen schreiben können. Noch eigentlicher hoffte ich, dass ich mir diesen Beitrag hätte ersparen können.
Es ist mir nicht erspart geblieben. Aber ich möchte im Nachgang zu meinen Artikeln vom letzten Jahr ein paar Sachen ergänzen. ¹
Die Heftigkeit, mit der für eine Aufhebung des Tanzverbotes an Stillen Feiertagen „geworben” wird, erstaunt mich immer noch.
Nun gut. In meine Timeline bei Twitter spült es vorwiegend Piraten und viele haben konträre Ansichten. Deswegen will ich auch nicht pauschale Schelte austeilen. Lieber möchte ich, ausgehend von einem meiner Twitter-Dialoge, ein Szenario anregen.
Die Achtung des Feiertagsgebotes und der damit verbundenen Einschränkung an „Stillen Feiertagen” ist kein Verbot, um eine Religion zu respektieren.
Die Achtung der Stillen Feiertage ist dem Charakter der Tage geschuldet. Christen in aller Welt gedenken des Todes ihres Religionsstifters.
Da wir in Deutschland in der Tradition und Prägung des Christentums stehen, ist eine Nähe der Gesetzgebung zu diesen Normen und Werten, die prägend sind, gegeben.
Ob sie notwendig ist?
Darüber kann man streiten.
Ich halte sie für notwendig. Und zwar nicht als „Verbot”, wie irrtümlich oft geschrieben wird. Sondern als „Gebot”. Klar, der Gesetzgeber spricht von einem Tanzverbot. Aber ich halte diese Ordnung als notwendig, sie gebietet den Andersdenkenden die Achtung vor der Mehrheit. Und immer noch sind zahlenmäßig Katholiken und Protestanten in der Mehrheit. Demokratie bedeutet in letzter Konsequenz aber auch, dass sich Minderheiten einer Mehrheit beugen, abseits des Schutzes, den Minderheiten genießen sollen und dürfen.
Der Gesetzgeber gebietet also, dass alle Menschen, die in seiner Jurisdiktion stehen, die stillen Feiertage als solche wahrnehmen mögen.
Ich habe nichts dagegen. Auch, weil ich integrativ unterwegs bin. Aber – und da kommt für mich der Knackpunkt: Müsste dann nicht auch der Gesetzgeber dafür sorgen, dass mittels Gebot/Verbot/Durchführungsverordnung dieser Tag so von allen begangen wird, wie es dem Geist des Tages entspricht?
Ich habe nichts dagegen, ich bin im Judentum und Islam soweit unterwegs, dass ich mich den rituellen Anforderungen anpasse. Freiwillig. Am Rande bemerkt.
Würden das die „Andersdenkenden” auch mitmachen?
Und wieso mault eigentlich keiner, weil an Weihnachten Discotheken und Kneipen andere Öffnungszeiten haben? Nur, weil da vielleicht getanzt werden dürfte?
Oder eher, weil Weihnachten Konsum und Geschenke ist, Dinge, an denen sich jeder festhalten kann?
Ostern ist sperrig. Da stirbt ein Mensch.
Ich bin für islamische und jüdische Feiertage. Mit der Konsequenz, dass es Tanz- und weitergehende Verbote gibt.
Ketzerisch?
Konsequent, weil weniger getanzt werden würde.
Im Internet, dort wo die Drossel wirkt, Telekom,
und Deine Flat zur Highspeed-Bremse wird, Telekom,
und Videos ruckeln wie 2002,
da ist der Netzzugang auch nicht mehr frei.
Wenn es stimmen sollte, was das Fanboy-Blog berichtet, dann soll die D(ro)S(se)L-Flat der Telekom bald ähnlich Geschwindigkeits-reduziert sein, wie wir das vom Mobilfunk her kennen. Die Geschichte geistert schon seit ein paar Tagen durch das Netz. Ich habe mich des Volksliedes „Im grünen Wald, dort wo die Drossel singt” bedient und anstelle eines Gstanzls eine neue erste Strophe getextet. – Mein Kommentar.
Es war harter Tobak, den Ursula Walther, die Sprecherin des Elternverbandes Bayern, dem Vertreter des Kultusministeriums in die bildungspolitische Pfeife stopfte. Sein Minister habe erfolgreich Eltern in Bayern vermittelt, dass sie eine Mitsprache beim Übertritt ihres Kindes an eine andere Schule hätten. Doch dem sei nicht so:
Ein Vorwurf, den das Ministerium nicht unkommentiert stehen ließ. Der Sprecher erklärte im Anschluss an die Konferenz in einer Pressemitteilung: „Offensichtlich herrscht beim BEV Unkenntnis über die Bedingungen zum Übertritt. Das Ministerium hatte den Eltern 2009 eine erhöhte Verantwortung bei der Schulartwahl übertragen. Auf der Basis der Schulartempfehlung durch die Grundschullehrkräfte und – wo erforderlich – nach dem Probeunterricht mit mindestens einer “vier” in Deutsch und Mathematik treffen die Eltern die Letztentscheidung hinsichtlich der Schulwahl. Wer, wie die Vertreterin des BEV, heute die Meinung vertritt, dass eine Entscheidung der Eltern ohne Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit der Schüler sinnvoll ist, der nimmt bewusst eine Gefährdung des Kindes bei seiner Schullaufbahn in Kauf.”
So geschehen heute bei der Vorstellung des Projektes „bildungsflash”. Und sonst? Die Geschäftsführerin von „Gesellschaft macht Schule”, Julia Pollert, machte in ihrer Eingangsrede die Bayerische Schule als pädagogische Notfallambulanz aus und zitierte damit einen Artikel der Süddeutschen Zeitung:
Zehn weitere Redner neben den zwei gehörten gaben knappe Positionen ab und mancher Gedanke ist gut und muss weiter gedacht werden. Auch der Punkt, den Landesschülersprecher Fabian Geyer anführte. Der Beruf des Pädagogen muss attraktiver werden und frühkindliche Bildung ist wichtig:
Die Forderungen der Initiative sind vielfach deckungsgleich mit den erklärten Zielen des Kultusministeriums. Der Dialog ist wichtig. Und auch die Forderung von Sascha Schneider (Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen), dass sich die inklusive Schule nicht am behinderten Kind, sondern an jedem einzelnen Kind auszurichten habe, verdient Beachtung. Die Beteiligten wollen mit ihrer Initiative dafür sorgen.
Beim Kollegen Benjamin Neudeck (Stadtneurotikr) findet sich ein ausführlicher Beitrag zu den weiteren Positionen.
Sicher, das Ministerium tut sich schwer, Stroh in Gold zu verwandeln. Die Forderung nach besserer Bildung erhebt heute auch schon jeder, es ist schon fast Volkssport geworden. Dass die Sachzwänge im Ministerium hoch sind, dass Bildungsbürokratie nicht einfach beweglich ist, ist kein Geheimnis. Bessere Bildung fordern viele, auch Lehrerverbände, deren Mitglieder Bildungsmittler sein sollen. Bezeichnend an der Veranstaltung im Presseclub war heute, dass der Präsident eines großen Lehrerverbandes die Grundschule als gut lobte.
Dieser Präsident, der noch vor Weihnachten dem Bildungssystem in Bayern attestierte, es fördere rechtsradikale Tendenzen. Der Präsident, der vor ein paar Wochen noch der Grundschule attestierte, sie erzeuge Druck, Kinder bekämen Angst und fühlten sich komplett überfordert. Und jetzt ist die Grundschule wieder gut?
Dass sich viele mit Bildung befasste Menschen vor den Karren spannen lassen, bleibt nicht aus. Bildung kann immer noch besser sein als der Status quo, den wir haben. Bildung ist in den letzten Jahren gewandelt worden. Bayern und seine Lehrer tun gut daran, den Bildungsstandard in Bayern hoch zu halten und dafür zu sorgen, dass neben manch berechtigten Forderungen der Initiatoren, Bildung das bleibt, was sie ist: Der Ausgangspunkt für lebenslanges Weiterlernen.
Ob das mit (plattem) Draufhauen gelingt, darf bezweifelt werden.
Eben erreichte mich eine Mail.
Inhalt: Die Space-Night im Bayerischen Fernsehen soll angeblich wegen höherer GEMA-Gebühren nicht mehr fortgeführt werden können.
Wortlaut des Blogposts:
„Die Space Night war schon etwas besonderes und alles andere als unbeliebt. Um so überraschender war es darum für uns zu erfahren, dass die Space Night auf BR-alpha am 07.01.2013 zum letzen Mal statt fand. Was aber ist der Grund für dieses plötzliche Ende? Auf unsere Anfrage teilt uns das BR-Fernsehen hierzu heute folgendes mit:
…vielen Dank für Ihre Anfrage an das Bayerische Fernsehen!
Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir die Sendereihe “Space Night” nicht mehr im Programm von BR-Alpha führen.
Grund hierfür ist, dass die GEMA eine Gebührenreform durchgeführt hat, sodass die Produktionskosten für “Space Night” für den Bayerischen Rundfunk erhöht wurden.”
Vom BR-Presse-Service habe ich folgende Antwort auf einen Tweet erhalten:
@hrbruns Da die Info anscheinend von unserem Zuschauerservice stammt, ist sie wohl korrekt
— Bayerischer Rundfunk (@BR_Presse) January 17, 2013
Weiß einer der Kollegen etwas? Will jemand recherchieren?
Ich kann es nur eingeschränkt, da ich anderweitig ausgelastet bin.
Infos/Kontakt gegen Querverweis wie immer gerne an mich.
Exodus 7, 16: Lass mein Volk ziehen, dass es mir diene in der Wüste.
(Es folgt nicht die Exegese eines Theologen.)
Nach etwas längerer Zeit war ich heute mit meinem Freund wieder mal in der Synagoge.
Der Wochenabschnitt war aus dem Buch Exodus. Die Plagen, die G”tt über die Ägypter schickte, dass der Pharao sie endlich ziehen lasse.
Im weitesten Sinne geht es da um Verträge, die geschlossen werden.
Verträge, die man miteinander schließt.
Wir alle schließen Verträge miteinander.
Unwillkürlich dachte ich an unsere Politik:
Es ist dieses „Moses gegen Pharao” – Der Kleine muss oft den Großen vorantreiben, dass was vorwärts geht.
Und sehr oft ändert sich etwas, wenn der Kleine Gehör bekommen hat.
Moses und sein Bruder Aaron haben sehr lange und sehr oft reden müssen.
Letztlich haben sie gewonnen.
Es ist nicht nur mein Gewinn, wenn ich einen Vertrag gewinne.
Es ist das, was ich aus meinem Vertrag, was ich aus meiner Situation mache.
Vielleicht braucht es manchmal diesen Arschtritt (Verzeihung!) des Herrn.
Aaron und Mose haben lange reden müssen, bis sie ihr Volk aus der Herrschaft des Pharaos frei bekamen.
So manche Vereinigung, Organisation, so mancher Club, so mancher Stammtisch wird reden müssen. Wird sich erklären müssen.
Wird schonungslos offenlegen müssen, was war, was ist.
Und wird sich immer wieder daran messen lassen müssen, was ist, was war, was wird.
Vergesse er nur nie: Pacta sunt servanda.
Verträge sind zu erfüllen.
Auch in der Wüste.
Zugegeben, der Titel ist kryptisch.
Anlass ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), die mehr oder minder spöttisch den Versuch eines amerikanischen Journalisten kommentiert, der, so war es zu lesen, seine Festanstellung aufgab und seine Artikel nun in ein eigenes Blog umzieht.
Um gleich mal klar zu machen, wessen Geisteshaltung der Autor ist: Ich mag Zeitungen. Ich mag Verlage, die Zeitungen herausbringen. Auch wenn ich selber für keinen dieser Verlage arbeite. Und: Es wird weiter Zeitungen geben. Dessen bin ich mir sicher.
Aber die Gegenfrage sei erlaubt: Was ist verwerflich daran, dass ein Journalist versucht, sich mit einem Bezahlmodell in die neue Zeit zu wagen? Wie viele Blogs hat die FAZ aufgegeben, wie viele sind umgezogen oder versuchen ihr Glück auf dem freien Markt?
Nein, ich will nicht einschlagen auf eine gebeutelte Zeitung, die wohl doch noch als eine der überregionalen Tageszeitungen gut da steht.
Gleichwohl erlebe ich es immer wieder, dass wir Blogger als minderwertig abgetan werden. Nicht mal von den großen Capos der Zeitungen, eher von den Kollegen, die für das „Totholz” schreiben.
Das ist der Punkt, den ich schade finde. Unter Kollegen müssen wir uns nichts vergeben, jeder von uns hat mal die Geschichte, die der Aufhänger des Tages ist.
Aber warum gehen, bis auf wenige Ausnahmen wie zum Beispiel die Rheinzeitung nicht andere Blätter den Weg und bieten Mehrwert auf dem digitalen Weg an?
Und warum muss eine renommierte Zeitung wie die FAZ, die alle Möglichkeiten der Publikation hat und diese eher als andere mit Erlösmodellen verbinden kann, einfach nur humorlos und süffisant auf einen Blogger reagieren, der in den Staaten sein Glück versucht? Der seine Popularität ausnutzt?
Vielleicht neiden sie ihm das abendliche Bier, dass sich der Kollege aufgrund der eingegangenen Abos (laut FAZ über 100.000 Dollar) sicher leisten kann. Oder vielleicht ist es nur Penisneid? Ich weiß es nicht.
Das Umdenken ist noch lange nicht bei den Kollegen angekommen.
Das Umdenken ist in den Verlagen noch nicht angekommen.
Aber wer nicht beginnt, umzudenken, der wird erleben, dass ihn die gnadenlose Revolution auffrisst.
Bis dahin werden Zeitungen sterben.
Die Tradition des Gstanzl singen muss erhalten bleiben und ausgebaut werden. Es gibt ja durchaus Bestrebungen, wie mir zum Beispiel die Kabarett-Sendung von Helmut Schleich im Bayerischen Fernsehen zeigt (SchleichFernsehen). Aber wir Social-Media-Verrückte (im besten Sinne!) können das auch. Auf Twitter gibt es den Account @_gstanzl. In 140 Zeichen was zu sagen, ist echte Herausforderung.
Ich habe heute nach langer Zeit auch mal wieder den Account gefüttert. Gleichwohl: 140 Zeichen sind arg kurz, das Metrum erfordert dann auch Flexibilität in der musikalischen Umsetzung.
Dennoch will ich Ihnen das nicht vorenthalten. Und Sie ermuntern, das eine oder andere Gstanzl selber via Twitter zu posten. Auch wenn es schwer scheint. :)
Der Peer will gar ned Kanzler werden,/
die Sparkass’ reicht ihm völlig aus./
Wird er ‘s Geld dann hin verschieben/
ins Schweizer Bankenhaus?
Der Peer will gar ned Kanzler werden,die Sparkass' reicht ihm völlig aus.Wird er 's Geld dann hin verschieben /ins Schweizer Bankenhaus?
— Heinrich R. Bruns (@hrbruns) December 29, 2012
Ich habe keine Erlaubnis von Ben, das hier zu schreiben. Und dennoch muss ich kurz diese Geschichte aufschreiben. Es interessiert mich auch nicht, ob Ben das gefällt. Genau genommen ist es mir egal.
Ben ist mein Bruder.
Also nicht der Bruder im fleischlichen Sinn.
Ben ist mein Bruder. Seelenverwandt.
Und was ich nun schreibe, schreibe ich, ohne dass ich es mit Ben abgesprochen habe.
Ich kann und muss das betonen.
Es ist MIR wichtig. Und ich werde hier nix aus dem Nähkästchen plaudern, was man so plaudern könnte.
Ben ist Ben. Und das ist mehr als gut so!
Ben ist gelernter Erzieher. Aus nicht näher zu benennenden Gründen kann er diesen Beruf nicht mehr ausüben.
Ich habe nie mit ihm über diese Gründe gesprochen.
Aber ich weiß, dass diese Gründe hinreichend und wichtig sind.
Und nie soll jemand Ben nach dem Warum fragen!
Ben und ich waren verabredet. An Heiligabend. Essen, trinken, ratschen.
Ich kenne meinen „Bruder” Ben. So ganz einfach von A nach B kann das nicht gehen. Dafür ist er mein Bruder, mein Freund, mein Seelenverwandter.
Egal.
Wir haben den Heilgen Abend miteinander verbracht.
Blende, Schnitt.
Ben ist ein Missgeschick passiert.
Seine Brille ist kaputtgegangen.
In seiner Not fragte er in diesem Twitter nach, ob es Menschen gäbe, die ihm eine Gabe geben würden. Ich vermeide das Wort „Spende”.
Egal. Ich will auf den Punkt kommen.
Ben hat mit seinem Hashtag #BrillefürBen wohl das Ziel erreicht. Er wird sich eine neue Brille anschaffen können.
-12 Dioptrien sind kein Zuckerschlecken.
Die ganze Geschichte liest sich hier nach: Weihnachtsgeschichte in -24 Dioptrien.
Die Brillengeschichte ist für mich nur ursächlich.
Ben ist mein Bruder im Geiste. Und wer sich einmal in sein Blog eingelesen hat, der weiß, dass es außer Tatort und sonstigem Gedöns viele Sachen gibt. Und vor allem:
Es gibt Ben.
Lesen Sie sich in das Blog ein.
Liebe Kollegen, die sie hier mitlesen:
Danke, dass Ben bei ihnen eine Chance bekommt.
Liebe Leser von Heinrich graut’s,
220 Blogbeiträge, seit ich Ende Januar 2012 das Bloggen anfing.
Ein Jahr Selbständigkeit.
Ein turbulentes Jahr.
Und ja, ich hätte über vieles mehr berichten können.
Manchmal ging es nicht aus Zeitgründen, manchmal waren es Hintergrundgespräche, aus denen ich nicht berichte. Und manchmal war es schlicht und ergreifend so, dass ich mir von Themen mehr versprochen hatte.
Und gelegentlich hat mich schlicht und ergreifend die Arbeit dran gehindert, dass ich bloggte.
220 Beiträge, mit diesem 221. Große Geschichten, kleine Themen, manchmal auch nur Aufreger. Oder die Lust, ein Bild zu zeigen. Oder Danke zu sagen.
Größtenteils hat es Spaß gemacht. Wirklich.
Und manchmal war ich auch froh, wenn ein Beitrag geschrieben und gelaufen war. Wie das im Neigungsjournalismus halt so ist.
Neigungsjournalismus?
Wer mein Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich mich auf wenige Themenbereiche konzentriere. Niemand kann alle Bereiche bedienen und für das eine oder andere Thema gibt es berufenere Kollegen, denen ich dann das eine oder andere durchreiche.
Ich möchte mich bei Ihnen bedanken für das Lesen des Blogs und hoffe, Sie fühlten sich unterhalten und/oder informiert.
Die Zeit zwischen den Weihnachtsfeiertagen und dem Neuen Jahr möchte ich zur Erholung nutzen, was nicht heißt, dass ich mich nicht einschalte, wenn mir etwas aufregend erscheint.
Dennoch habe ich in den letzten Tagen einiges vorbereitet.
Am Heiligabend ab ca. 15 Uhr lesen Sie meinen Weihnachtsblog,
am 25. und 26. ab 8 Uhr Beiträge zu den Evangelien, ihrer historischen Bedeutung und zum ersten Märtyrer der katholischen Kirche, ergänzt um eine Augenzeugin, die von den Nazi-Gräueln verschont blieb.
Vom 27. bis 30.12. halte ich jeweils um 8 Uhr Rückblick auf die Beiträge meines Blogs, die für mich wichtig waren.
Das Jahr beschließt am 31.12. ein Blogpost, der weniger Rückschau als Hoffnung auf die Zukunft darstellen soll.
Ich bedanke mich für dauerhaft über 70.000 Klicks im Monat, für ca. 700 Leser, die mein Blog abgespeichert haben. Ich danke den Kollegen, die mich unterstützt haben und mit denen ich im Austausch war.
Ihnen allen Frohe und Gesegnete Weihnachten, gute Erholung und einen guten Jahresausklang.
ראֹשׁ הַשָּׁנָה
Heinrich Rudolf Bruns
Überlegen Sie bitte mal ganz kurz, nur so 25 Sekunden. Haben Sie eine Cloud, also Speicherplatz im Internet? Ja?
Gut.
Sicher speichern Sie da auch ganz schrecklich viele Musiktitel, gescannte Bücher und sowas ab, also alles, was urheberrechtlich geschützt ist.
„Kla … WAS?”, werden Sie nun sagen.
In meinen Clouds (ja, ich habe mehrere), befinden sich MEINE Fotos, MEINE Dokumente, MEINE Audio-Dateien, die ich immer wieder mal brauche, wenn ich auf verschiedenen Rechnern verschiedene Aufgaben erfülle. Und ich glaube, dass das den meisten Usern so geht.
Dann wird Sie vielleicht folgende Meldung aus dem Nachbarland Österreich interessieren:
Die Interessengemeinschaft von Autoren in Österreich möchte eine Abgabe auf die Cloud haben. Hier findet sich der entsprechende Artikel des „Standards”.
Ich bin jetzt ganz polemisch, ganz ungerecht und überhaupt: Die Forderung empfinde ich als nicht diskutabel und ähnlich verrückt, wie ich schon die Erhöhung der Leerabgabe bei USB-Sticks und Speicherkarten in Deutschland empfand. Es regt mich auf.
Aber irgendwann wird auch die GEMA diese Forderung entdecken und vorantreiben. Beziehungsweise nur vorantreiben, denn entdeckt haben die Freunde vom Rosenheimer Platz das sicher schon.
Ganz bitter deswegen heute mein Fazit: So viele Internetnichtversteher. Weil Euch, wie den Verlagen, die Idee zu einem Erlösmodell fehlt.
Es ist kein Mantra, nein, es ist kein Mantra: „Die Zeitungen sterben.” Nein, es ist kein Mantra, das ich vor mir her murmele. Aber seit eben steht fest, dass die Frankfurter Rundschau insolvent ist. Im Zuge des Verfahrens werden die Details sicher aufmerksam beobachtet werden, die Analytiker stehen schon in den Startlöchern.
Und die „FR” ist nicht die einzige Zeitung, die bedroht ist. Auch die Financial Times Deutschland (FTD) ist gerüchteweise von der Einstellung bedroht. Genauso wie Prinz, das Stadtmagazin, das zukünftig nur noch online erscheinen soll.
Eine Entwicklung, die in beiden Fällen von außen her sicher nicht für jeden vorhersehbar war, wenngleich ich mich entsinne, dass das Wimmern bei der Frankfurter Rundschau schon im letzten Jahr vernehmbar war. Nein, ich will jetzt nicht klug daher reden. Dennoch: Ich selber habe mich im letzten Jahr bei der FR mal beworben und wurde abgelehnt. Insofern könnte ich jetzt sagen: „Gottlob”. Aber angesichts dessen, dass die Zukunft der Kollegen ungewiss ist, möchte ich das hier ausdrücklich nicht.
Es wäre auch zu einfach, hier und jetzt ins Feld zu führen, dass die Printmedien versäumt haben, alternative Modelle zu entwickeln. Erlösmodelle, die auch in Zeiten des Internets tragen.
Wolfgang Büchner von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat dazu Bemerkenswertes gesagt, beim Dialog Digitale Zukunft in der Hanns-Seidel-Stiftung.
Nicht nur bei den Journalisten muss das Umdenken anfangen. Auch nicht mehr bei den Verlegern. Das Umdenken muss wohl auch schon im Agenturbetrieb losgehen. Sonst frisst die digitale Revolution uns alle. Gnadenlos. Den Konsumenten und sein Verhalten werdet Ihr nicht ändern. Ihr müsst ihn locken.
Nachtrag (14:56 Uhr): Ich singe hier nicht das Lied des sterbenden Qualitätsjournalimus.
Medien unterliegen dem Wandel. Diese Binse zu betonen ist eigentlich unnötig. Und dennoch. Sie muss betont werden, da es in den Köpfen der meisten Zeitungs-Journalisten noch nicht richtig angekommen ist. Das zeigte die Diskussion in Nürnberg, zu der die dju Mittelfranken vor ein paar Wochen eingeladen hatte. Ich will hier keine Kollegenschelte betreiben.
Und deswegen habe ich mich auch mehrere Wochen zurückgehalten, das Erlebte zu skizzieren.
Referent des Abends war Johannes Friedrich Reichert, erfahrener Journalist (Ex-BR) und heute Medientrainer. Er skizzierte zu Beginn seines Folienvortrages den Wandel der Medien.
Ein kleiner Ausschnitt aus seinem Vortrag:
Das Ding, das anstelle eines Mikrophons da stand, war übrigens mein Zoom H4n. Die Kollegen vom BR oder Antenne Bayern haben ähnliche Geräte, die funktional einfach den modernen Zeiten angepasst sind. Und da fängt leider schon die Schelte an, der ich mich doch enthalten wollte. Reichert hat in seinem Vortrag sehr richtig bemerkt, dass sinkende Kosten und das Internet es ermöglichen, dass jeder zum Sender werden kann. Und das klassische Mikrofon weicht dem sozusagen multimedial veranlagten Apparat, der dem Journalisten vor Ort ermöglicht, schnell zu arbeiten.
Die Folge: Das althergebrachte Kommunikationsmodell von Sender und Empfänger ist nicht mehr gültig. Der Journalist von heute ist nicht mehr der Gatekeeper, der Informationen zurückhält und sie „bröckchenweise” an seine Leser/Zuschauer/Hörer weitergibt. Er muss auf die Anforderungen seiner Konsumenten reagieren, auf deren Fragen und auch „Ermittlungen” reagieren. Der Journalist von heute muss im Netz unterwegs sein, Trends aufspüren, aufgreifen und sie in einen Kontext einordnen.
Das Berufsbild unterliegt (wie eigentlich jedes) einem Wandel.
Und deswegen war ich in der Veranstaltung mit den Kollegen auch etwas erbost, dass wieder einmal nach Lösungsmöglichkeiten für mehr Printleser gesucht wurde, statt aus dem sehr fundierten Vortrag von Johannes Friedrich Reichert Lehren zu ziehen.
Lehrstück eins:
Print befindet sich im Wandel. Die Tageszeitung, wie wir sie heute noch kennen, wird nicht verschwinden, aber sie wird sich ändern. Langfristig wird man seine Zeitung zum Frühstück nicht mehr als Print-Ausgabe dem/der Partner/Partnerin vorhalten, sondern auf einem Tablet (oder vergleichbaren Gerät) die tagesaktuellen Meldungen lesen. Abgesehen davon, dass das, was ich morgens in der Totholz-Ausgabe meiner Heimatzeitung lese, schon veraltet ist und von der medialen Wirklichkeit des Netzes schon überholt wurde.
Zeitungen müssen sich wandeln, sie werden Begleitmedium werden. Nicht so, wie das Radio, sondern: Sie werden mittelfristig Erklärstücke und Hintergründe liefern müssen.
Lehrstück zwei:
Ja, die Blogger werden den Printmedien Leser wegnehmen. Blogger arbeiten cross- oder multimedial. Sie thematisieren, sie decken Geschichten auf, sie schreiben gegen Verlagslinien an. Damit meine ich, dass Blogger keinen Regeln unterworfen sind. Sie müssen nicht die Wirtschaftsinteressen eines Verlages respektieren. Freilich – und das schreibe ich gerne: Nicht jeder Blogger erfüllt journalistische Standards. Aber muss ich deswegen alle Blogger in einen Topf werfen und umrühren, bis herauskommt, dass meine Tageszeitung das einzig Wahre ist?
Lehrstück drei:
Es ist sinnvoll, in Schulen zu gehen und Kindern beizubringen, wie eine Zeitung gemacht wird. Ja! Die Kinder lernen die Kulturtechnik des Publizierens, von der Arbeit des Reporters über den Satz bis hin zum Druck. Sie haben viele haptische Erlebnisse. Das ist wichtig, damit die Schüler lernen, dass digital nicht alles ist. Kinder müssen wissen, wie sich ein Buch anfühlt. Sie müssen wissen, wie schön Zeitungspapier ist. Nicht nur als Verpackungsmittel, wenn ich meine Playstation einem Ebay-Kunden versende. Aber es ist falsch zu glauben, dass das der einzige Weg ist, zahlenden Nachwuchs für sein Totholz-Nachrichtenangebot zu bekommen.
Lehrstück vier:
Journalisten, lernt, dass das Netz nicht kaputt macht. Das Netz beschleunigt. In allen Bereichen. Ich sehe das in meiner Arbeit für die Katholische Erziehergemeinschaft, ich sehe das tagtäglich: Meldungen überschlagen sich, müssen geprüft werden, verifiziert sein, wenn sie online gehen. Nutzt diese Möglichkeiten. Ihr seid die Gewinner!
Ein weiteres Mimimimi-ich-bin-so-ein-toller-Journalist-und-ich-habe-die-Kontakte hilft Euch nicht.
Die Zeiten sind härter geworden, unerbittlicher. Nicht nur bei den Autobauern oder sonst wo in der Wirtschaft.
Auch im Journalismus.
Ich weiß, dass ich hier an viele Wände schreibe und ungehört verhalle.
Eigentlich kann es mir egal sein.
Ich schätze journalistische Blogger wie Gunnar Sohn.
Ich liebe und lobe die Blogs von Klaus Schrage und Peter Viebig. Mag sein, dass die NN/NZ und sonstig Beteiligten denen die Freiheit gegeben haben, dass sie machen dürfen, was sie machen. Ein Beispiel für uns alle sollte es sein.
Ja, und ich nehme mich da nicht aus.
Das Internet verändert uns und unsere Arbeit.
Das ist die gnadenlose Revolution.
(Torte statt Graubrot war schon einmal ein Fehler.)
… mit fast ohne Bild, ohne Ton.
Ich erinnere mich noch der Zeiten, in denen ich manchmal nachts schlaflos am Schreibtisch saß. Ich ging dann oft ins Web und las besonders gerne die Seiten von br-online. Besonders die über den Sternenhimmel. Nicht, dass ich mich besonders für Astronomie interessiert hätte. Ich fand es nur ungeheuer spannend, zu lesen, wie sich der Himmel durch das Jahr verändert und welche Sterne zu welcher Zeit am Himmel zu sehen sind.
Nicht, dass ich einen Abend rausgeschaut hätte und selber auf Entdeckungstour gegangen wäre. Warum auch? Es war so schön aufbereitet und ich habe auch im vergleichsweise hohen Alter noch etwas gelernt. Ja, und manchmal las ich auch wirklich interessante (Hintergrund-)Berichte zu Themen, die zeitlos waren.
Warum ich das erzähle?
Weil ich mich abseits von Reformen und Neugestaltungen genug geärgert habe, dass irgendwann die Verleger die Oberhand gewonnen haben und sich mit dem Depublizieren durchsetzen konnten. Nicht, weil es die Verleger sind. Die haben ihre Interessen. Und da sie manchmal unter Ideenlosigkeit leiden, mussten die deren Rechtsabteilungen natürlich etwas finden, wo sie vermeintliche Geschäftsfelder sichern können.
Wenn die Verleger diese auch nur abgesichert hätten!
Und: Wenn die Verleger diese Felder auch nur bedienen würden.
Bitte, ich will keine Verleger „bashen”.
Ich erinnere mich an die Diskussionen um Depublizierungs-Pflicht (was ein Ungetüm!). Wie viele Politiker haben sich eingemischt. Was für Debatten und Prozesse wurden geführt!
Nein, ich will weder den Verlegern noch den Rundfunkanstalten, geschweige denn der Politik das Wort reden.
Und ich will auch nicht die Seiten über den Sternenhimmel bei br-online.de (heute: br.de) zurück. Tempi passati.
Ich begrüße den Vorschlag, den die netzpolitische Sprecherin der CSU, Doro Bär, heute gemacht hat: Die Depublizierung aufheben.
Und den Verlagen wünsche ich, dass sie lernen, über den Tellerrand hinaus zuschauen. Ich wünsche den Verlagen Ideengeber, die das Leistungsschutzrecht nicht als ultima ratio ansehen. Und vielleicht Erlösmodelle finden, mit denen sie im Netz Geld verdienen.
Der Politik wünsche ich längere Halbwertszeiten und etwas weniger Hektik, mehr Augenmaß!
Danke.
Ein Kommentar.
Zitat aus einer Pressemitteilung des Kultusministeriums von heute, 22.08.2012:
„5. Die Grundlage für die Lehrerversorgung stellt nicht die Schülerprognose 2011 dar, sondern die fortgeschriebene Prognose von 2012 und die Erhebung zu den realen Schülerzahlen vom Juli 2012. Diese ergab: Es besuchen mehr als 4.000 Schülerinnen und Schüler mehr, als die Prognose 2012 vorgesehen hatte, die Mittelschule. Das Kultusministerium stellt in Absprache mit den Regierungen die notwendigen Stellen zur Verfügung.
6. Entscheidend ist das entsprechend konsequente Handeln. Das Kultusministerium hatte frühzeitig auf die Steigerung der Schülerzahlen an den Mittelschulen im Vergleich zur Prognose 2012 hingewiesen und vorausschauend Maßnahmen ergriffen. Entsprechend wurden und werden zusätzliche Ressourcen für das Schuljahr 2012/2013 bereitgestellt. Diese werden im Zuge der Klassenbildung über die Regierungen und Schulämter an die Schulen zugewiesen. So wird die Unterrichtsversorgung verlässlich sichergestellt.”
Die Steigerung der Schülerzahlen an der Mittelschule kam überraschend im Ministerium an.
Worin liegt der Grund? In der Presse ist vermutet worden, dass sich das Ministerium grob verrechnet habe. Dieses Eindrucks vermag man sich nicht erwehren. Wie anders ist es zu erklären, dass es noch zu Beginn der Sommerferien eine Krisensitzung im Ministerium gab?
Frage: Wie konnte sich dieses „frühzeitig” sich bis zum Beginn der Sommerferien verzögern?
Frage 2: Warum weist das Kultusministerium auf höhere Schülerzahlen hin? Den Hinweis hätte man sich sparen können und stattdessen wirklich frühzeitig Lehrkräfte einstellen können. Denn das machen ja nicht die Schulen, die für einen Hinweis dankbar sein könnten, sondern das Ministerium.
Die zukünftigen Lehrer wären dankbar gewesen, rechtzeitig und ohne Stress eine Wohnung am Einsatzort finden können.
Die derzeitige Politik, die das Kultusministerium betreibt, darf zu Recht als „fahrlässig” beschrieben werden.
Trotz modernster Technik verzögert sich die Bekanntgabe der Staatsnote seit Jahren immer weiter Richtung Sommerferien. Die Prüfungen der Referendare und Lehramtsanwärter sind zu Pfingsten, mit moderner IT sollte es möglich sein, zwei Wochen später das Ergebnis aufbereitet zu haben und spätestens Ende Juni die Staatsnote bekannt zu geben.
Welchem Umstand ist es geschuldet, dass das nicht passiert? Sparzwänge der Staatsregierung, die andererseits Bildung als wichtigstes Gut bezeichnet? Oder Schlamperei und Unfähigkeit bei den Bezirksregierungen und im Ministerium?
Und: Welche Maßnahmen hat denn das Ministerium, wie in Punkt 6 behauptet, eigentlich ergriffen?
Faktum ist, dass Teile der Mobilen Reserve aufgelöst werden, um nächstes Jahr Regelunterricht leisten zu können. Die verspätete Bekanntgabe der Staatsnote hat zur Folge, dass junge Lehrer schnellstens umziehen müssen – oder eine Stelle ablehnen müssen, weil sie sich außerstande sehen, diese anzutreten. Das kann ein Junglehrer vielleicht einmal machen, danach wird er sicher nicht mehr ohne weiteres Zutun in den Staatsdienst genommen. Die Sommerferien, die per definitionem auch die Urlaubszeit für Lehrer sind (die restlichen Ferien sind unterrichtsfrei, man kann zu Arbeiten in die Schule kommandiert werden…), werden zerstört.
So geht der Dienstherr also mit seinen Untergebenen um.
Dass Spaenles Lieblingskind das verkorkste G8 ist, bezweifelt niemand mehr. Da nimmt es auch nicht Wunder, dass aus politischem Kalkül (das Projekt G8 darf nicht scheitern) Wiederholungsklassen an Gymnasien eingerichtet werden.
Dafür lässt man den „gesunden Mittelbau” dann einfach absterben und, Verzeihung, darben beziehungsweise verrecken.
Achso, so neu ist das gar nicht. Stimmt, in der Wirtschaft läuft es ja genauso: Der Mittelstand trägt dieses Land, entlastet werden Großkonzerne.
Gegenüber Schülern und Lehrern gleichermaßen ist diese Politik höchst fahrlässig.
Oder aber: Stroh aus dem Ministerium kann nicht in Gold verwandelt werden. Für solche Vorhaben sind Märchen zuständig.
Notabene: Dieser Artikel gibt meine persönliche Meinung wieder. Er muss nicht mit der der KEG übereinstimmen, für die ich als Pressereferent tätig bin.
Bislang habe ich geschwiegen.
Ich konnte mir keine Meinung zum „Beschneidungs-Urteil” bilden.
Einerseits, und das gebe ich gerne zu, weil ich selber ziemlich stark an diesem Stückchen Vorhaut hänge und es mich graust bei dem Gedanken, es zu verlieren. Ich habe versucht, im Verlauf der Debatte mir ein Video zur Beschneidung anzuschauen, das im Netz zu finden ist. Und es hat mich bis ins Mark erschüttert, wie der kleine Bub schrie. Mir das am eigenen Körper vorzustellen: Nicht auszudenken.
Andererseits: Religion hat mit Riten zu tun. Sei es, dass das Taufwasser über den Täufling gegossen wird oder eine Vorhaut entfernt wird.
Ich bin kein Religionswissenschaftler. Ich bin kein Theologe.
Ja, ich frage mich sogar, ob Eltern bestimmen dürfen, ob ein Kind getauft und/oder beschnitten werden darf.
Und je länger ich drüber nachdenke, sage ich JA.
Ich begründe das mit der Entscheidung der Eltern, ihrem Kind eine religiöse Erziehung angedeihen zu lassen. Im Umkehrschluss heißt das natürlich auch, dass ich von den Eltern fordere, ihre Kinder im Glaubensleben zu unterrichten und ihnen Beispiel zu sein.
Und JA, ich sehe, dass viele Eltern das nicht machen, gerade im katholischen Sektor.
Wie das bei Juden und Muslimen aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis.
Und NEIN, wenn ich Vater wäre, würde ich sehr lange zaudern, meinem Jungen die Vorhaut entfernen zu lassen.
An dieser Stelle muss ich etwas plakativer werden.
Nach meiner Geburt erlitt ich einen Leisten-Hoden-Bruch. Folge dessen ist, dass mein rechter Hoden verkrüppelt ist.
Ich bin meiner Mutter bis heute dankbar, dass sie auf den Arzt hörte, der mich in den Folgejahren bis zur Pubertät untersuchte. Ich muss so 12 Jahre alt gewesen sein, da sagte dieser Arzt in Traunstein zu mir: „Heinz, wenn jemand da unten an Dir rumschnippeln will, dann nimm ihm das Messer aus der Hand und wehre Dich.”
Aus diesem Verständnis heraus verstehe ich die Gegner der Beschneidungsdebatte.
So viele Anrisse, so viele Lemmata.
Ja und Nein, ich weiß mir keinen Rat.
Und schreien nach dem Gesetzgeber kann ich auch nicht. Ich halte die Legislative, Judikative und Exekutive in diesem Land nicht für berufen (und fähig!), das Problem einer Rechtssicherheit bei der Beschneidung herbeizuführen. Faktum.
Sicher geht Kindeswohl vor.
Aber WAS ist das Wohl eines Kindes?
Ich weiß es nicht.
Aber:
Es war nur eine Frage der Zeit, bis jemand Anzeige gegen einen Beschneider erstattet.
:-( RT @jbenno die Jagd auf Juden ist eröffnet. Anzeige gegen Rabbiner wegen Beschneidung: juedische-allgemeine.de/article/view/i… @juedischeonline
— Heinrich R. Bruns (@hrbruns) August 21, 2012
Die Anzeige hat nicht dazu beigetragen, die Situation zu entspannen und nach einem Konsens zu suchen.
Und ja, ich stimme in der Tendenz mit @jbenno überein: Die Hatz geht los.
Nicht, weil ein Jurist oder besorgter, unbescholtener Bürger Strafanzeige gestellt hat.
Wie viele Nazis werden sich daran ergötzen und mit weiteren Anzeigen provozieren und jüdisches Leben zu zerstören versuchen?
Abseits von dieser Beschneidungsdebatte ist das meine Befürchtung.
Und ich hoffe, dass wir alle in einem Konsens eine Lösung finden können, die dem Kindeswohl gerecht wird und moslemisches und jüdisches Leben in Deutschland schützt.
Das ist der Spagat.
Ich habe Angst, dass sich an der Vorhaut ein neues Pogrom entzündet.
Es fangt genauso an …
Leider habe ich das Original von S.T.S nicht im Netz gefunden. Aber hören Sie einfach auf den Text.
Ich werde keine Kommentare zu diesem Post veröffentlichen, um Nazis keine Chance zu geben. Aber: Ich stelle mich der Diskussion. Wo immer Sie mich finden.
Nachtrag: Rechtsanwalt Thomas Stadler hat mich auf den problematischen Verweis mit der Taufe hingewiesen.
Ich sehe diesen selbst. Unter uns Erwachsenen: So a bisserl koids Wasser schad’ ned. (Perdon für die Flapsigkeit.)
Mir ging es um den Hinweis auf religiöse Rituale.
Wenn ich einen Bund eingehe, dann hat dieser Rituale.
Sei es als Katholik mit der Taufe, sei es als Moslem oder Jude mit der Beschneidung.
Oder sei es als Soldat mit dem Gelöbnis/Eid.
Dafür gibt es doch eine App.
Gibt es dafür nicht eine App?
Die App musst Du haben!
Ich gebe zu: Kaum hatte ich mein erstes „Smartphone” in den Händen, war ich dem Zauber des elektronischen Kalenders erlegen.
Und wenn ich ehrlich bin, dann hatte ich schon lange vor dem Smartphone schon einen elektronischen Kalender. Ich rede von diesen Dingern, die Anfang der 90er Jahre den Weg bereiteten. Wie bezeichnet man die eigentlich? Egal. Sie wissen sicher, was ich meine, wenn ich sage: Die Dinger, die auch ein Wörterbuch mit drauf hatten und in jeder Tasche verstaut werden konnten. Adressbuch, Terminkalender, Notizbuch, Taschenrechner. 64 oder 128 MB Speicherplatz. Was waren das für Zeiten?
Aber … irgendwann 2004 oder 2005 hatte ich mein erstes Smartphone in den Händen. Fortan hackte ich alle Termine in den elektronischen Sklaven.
Und war zunehmend genervter, wenn das Ding an den unpassendsten Stellen meldete, dass der Termin X ansteht. Ja. Doch. Ich gebe es zu.
So schön die elektronische Verwaltung unseres Lebens auch ist, so praktisch, weil man an alles erinnert wird, an das man erinnert werden will: Ich bevorzuge mittlerweile wieder die Papierform.
Die Übersichtlichkeit finde ich besser. Egal, ob es die Wochenansicht wie im Bild oben ist oder die Jahresübersicht an meiner Wand, ich bin im Bilde und im Termin.
Viele meiner „Web 2.0-Freunde” werden den Kopf schütteln. Sollen sie auch. Ich bin da halt altmodisch und habe lieber elend viel Papier, um Übersicht zu kriegen. Und ehrlich gesagt, wenn eine dieser Anfragen kommt: „Hast Du an diesem Wochenende Zeit?” – ich kann die Anfrage meist schneller beantworten als die App-Jünger.
Es ist nicht Retro, es ist nicht Oldstyle, es ist nicht „Nicht-Zeitgemäß”.
Es ist Ausdruck meines Lebens.
Übrigens: Ich freue mich, wenn Victor Fuchs mir in den nächsten Wochen meinen Papier-Kalender für 2013 überreicht. Es wird einer aus dem CSU-Shop sein. Mit der Prägung „Das können sie alles senden.” Ohne übermäßig Werbung für die Partei machen zu wollen, deren Mitglied ich nicht bin: Ich mag Papier. Und ich bin da gerne Web 0.2. ;)
Sie fragen sich grade, was dieser Blogpost bezweckt? Ehrlich, das frage ich mich auch. Nein! Nicht wirklich. Mir war einfach danach. Ein Lob dem Papier!
Solche Beiträge können wohl auch nur in diesen Nächten entstehen, wenn man ausgeschlafen am Schreibtisch sitzt und die Web 2.0-Timeline schon schlafen gegangen ist.
Auf dem 10. Verkehrspodium der Hanns-Seidel-Stiftung war unter anderem Gunnar Heipp von der MVG zu Gast. Ich nutzte bei einem sehr interessanten Vortrag zur Mobilität der Zukunft die Gelegenheit, ihn zu einem Semester-Ticket für Münchner Studenten zu befragen. Eher nebenher fiel mir ein, dass ich als MVV-Kunde im Umland gefühlt den Stadtverkehr mitfinanziere:
Meine zweiteilige Frage:
Die Antwort von Gunnar Heipp auf die Tarifstruktur:
Also nochmal zum langsamen Nachlesen:
Die Stadtkunden der MVG finanzieren das Umland (MVV) mit.
Weil: Ich habe auf dem Land weniger Angebot und darf mehr Kilometer fahren.
Oder so.
Eine IsarCard Ring 1 bis 8 kostet mich 107,30 €. Nicht falsch verstehen, das ist ein Preis, den ich gerne zahle. Und in Markt Schwaben bin ich recht gut angebunden.
In Wolfratshausen, wie Gunnar Heipp es anführte, sieht es anders aus. Klar, ich kriege zum Beispiel mit der Kurzstrecke (1,20 €) mehr Kilometer, die ich mit dem Bus fahren darf, als ein Stadtbewohner, der darf nur maximal 4 Stationen fahren (ca. 1,6 Buskilometer im Normalfall). Auf dem Land habe ich ein eingeschränktes Mobilitätsangebot. Aber ich bin glücklicher, weil ich mehr Kilometer fahren darf. Ist ja Wurscht, dass ich am Wochenende oder abends nimmer weiterkomme.
So, wer sich jetzt noch nicht aufgeregt hat, darf sich die Antwort auf die Frage nach einem Semesterticket für München noch geben:
Gut, dass die meisten Studenten mit dem Radl an die Uni fahren, weil sie ja auch in Radlnähe wohnen.
Dann sind die Öffentlichen Verkehrsnittel in München wenigstens nicht so voll.
Andererseits: Der Student zahlt ja nur eine geringfügig höhere Miete in Uni-Nähe und erarbeitet sich das Geld für sein Leben mit Nebenjobs, die seine Regelstudienzeit nicht beeinträchtigen.
Vielleicht verstehen Sie jetzt, dass ich das Logo der MVG auf den Kopf gedreht habe.
(Entschuldigung: Ich habe in diesem Artikel satirische Elemente versteckt.)
Der Bericht über das Verkehrspodium der Hanns-Seidel-Stiftung folgt noch.
Ein Kommentar
In den vergangenen Jahren sind die Bilanzsummen der „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte e.V.“ gestiegen.
In diesem Jahr nun hat Verwertungsgesellschaft einiges unternommen, um, wie sie selber sagt, transparenter zu werden. Und einiges, um die Einnahmen unter veränderten Vorzeichen zu sichern.
Einnahmen, die ihren Mitgliedern zu Gute kommen sollen.
Hatte man zuletzt die Tarife für Konzerte „reformiert“, so liegt der Schwerpunkt dieses Jahr auf den Reformen der Veranstaltungstarife.
Diese provozieren schon seit der Veröffentlichung im März 2012 die Diskotheken- und Clubbetreiber. Vorläufiger Höhepunkt: Die Demonstration „Bitte keine GEMAinheiten mehr“ am 25. Juni in Berlin. Zeitgleich und am gleichen Ort wie das Mitgliederfest der GEMA.
Aber auch andere Stellschrauben, an denen die Verwertungsgesellschaft dreht, erregen den Unmut von Musiknutzern und Musikproduzenten, die alternative Wege suchen.
Sei es die geplante Erhöhung der Leerabgabe auf Speichermedien oder die Sondertarife, die die GEMA zur Europameisterschaft bietet.
Auch eine Image-Kampagne der GEMA zieht nicht so richtig: Musik ist uns was wert.
Eine unglückliche Pressesprecherin bringt neuen Schwung in die Debatte um die GEMA. Gaby Schilcher spricht in einem großen Zeitungsinterview davon, dass die Verwaltungsausgaben auch darauf verwendet werden, sie für anstrengende Gespräche mit der Presse zu zahlen. Angesichts des Zornes weiter Teile der Bevölkerung ist das ein Tropfen in ein Fass, das überzugehen droht.
Bands wie Porter suchen sich das Geld für eine CD-Produktion im Netz zusammen und produzieren unter Creative-Commons-Lizenz.
Viele Künstler publizieren schon gema- und auch lizenzfreie Musik. Die Musikpiraten veröffentlichen eine solche CD und wegen eines Pseudonyms, das nicht offengelegt wird, zieht die GEMA vor den Kadi. Weil es die GEMA-Vermutung gibt.
An anderer Stelle bemühen sich Musikschaffende, eine alternative Verwertungsgesellschaft, die C3S auf die Beine zu stellen. Das Problem: Sobald C3S um Zulassung beim Patentamt ersucht, wird die Satzung des Vereins öffentlich sein und von den Justiziaren der GEMA sicher nicht unkommentiert bleiben. Und jede Unklarheit, jeder indifferente Ansatz, jeder nicht juristisch wasserdichte Satz wird Schreiben um Schreiben, Eingabe um Eingabe, Widerspruch um Widerspruch auslösen. Monopolisten lassen sich ungern in die Ecke drängen und – mehr Anwälte haben sie auch. Und wohl auch das Geld, sie zu zahlen.
Aber sei’ s drum: Was die letzten 20 Jahre in der Politik seinen Anfang nahm, durchdringt nun auch gesellschaftliche Bereiche: Die Abschaffung von Diktaturen wird zur Auflehnung der Musiknutzer und -schaffenden gegen einen Monopolisten, der sich selbst überlebt zu haben scheint.
2012 ist das Jahr der GEMA.
Vergangenen Mittwoch reihte sich bei der Bahn und S-Bahn München wieder mal ein Unglück und Ausfall an den anderen.
Kurz aufgezählt:
In der Früh Personenschaden bei Schleissheim. Zugverkehr beeinträchtigt, S-Bahn kann fahren.
Im morgendlichen Berufsverkehr folgt dann eine Signalstörung am Rosenheimer Platz. Verzögerungen Richtung Ostbahnhof bis 10 Minuten.
Dazu kommt ein Notarzt-Einsatz am Hauptbahnhof (tief).
Zwischendrin funktioniert das Signal am Rosenheimer Platz wieder, der Notarzt-Einsatz ist beendet.
Nicht lange, und am Hauptbahnhof muss die Feuerwehr anrücken.
Und das Signal am Rosenheimer Platz fällt wieder wegen Störung aus.
Zwischen Mühldorf und Dorfen meldet die Südostbayernbahn Zugausfälle. Wegen Personenschaden.
Richtung Ostbahnhof kann die S-Bahn die Verspätungen abbauen, das Signal arbeitet wieder.
Dafür gibt es eine Weichenstörung am Ostbahnhof, die Züge können Richtung Innenstadt nur mit Verzögerung in den Stammstreckentunnel einfahren.
Gegen 10.25 Uhr gibt es eine Mail vom Streckenagenten, dass sich die Verzögerungen Stammstrecke Richtung Ostbahnhof auflösen.
Dafür ist jetzt das ganze Stellwerk am Ostbahnhof gestört.
Vom Stachus bis zum Ostbahnhof braucht der Zug gute 25 Minuten, mit Aufenthalt am Rosenheimer Platz und Dauerhalt im Tunnel, weil er nicht einfahren kann.
Grund: Signalstörung Rosenheimer Platz und Stellwerkstörung Ostbahnhof.
Der ganze Vormittag war mehr oder weniger eine einzige Störung auf der Stammstrecke.
Die S-Bahn München muss dringend fit gemacht werden!
Gegen Personenschäden kann die Bahn nur wenig beziehungsweise nichts machen. Verstehen Sie mich nicht falsch!
Aber: Wie wäre es, wenn man die Gelder, die der Flughafen München derzeit nicht mehr braucht, weil es keine dritte Startbahn gibt, einfach in die Ertüchtigung der Stammstrecke einbringt? Oder gar eine Alternative zur Stammstrecke erwägt? Eine zweite Röhre halte ich für wenig geraten, besser wäre aus meiner Sicht eine Art Ringstrecke, so dass Pendler, die aus einem Außenbereich des MVV in den anderen müssen, mit wenigen Umstiegen weiterkommen. In der Stadt kann kam sich mit ein wenig Geschick ja mittels U-Bahn, Tram und Bus behelfen. Und mit etwas Planungsgeschick sollte sich eine Ringstrecke so verwirklichen lassen, dass man nicht großartig neu bauen muss, um München zu umfahren. Eine Strecke im Süden gibt es ja schon.
Viele Fragen haben sich aufgetan im Zusammenhang mit dem Blogpost zur Leerabgabe auf Speichermedien.
Das lese ich aus den Kommentaren, Tweets und Diskussionen auf Facebook.
Rein nominal wird der Stick nicht richtig teurer. 91 Cent bis knapp 2 Euro sind verschmerzbar und halten den Preisverfall bei Speichermedien nur etwas auf. Aber das “wie” ist das, was Euch aufregt. Das ist verständlich – und mir geht es genauso. Es sind nämlich in der Spitze satte 1850%, wie eine Leserin meines Blogs ausrechnete.
Eine Frage kristallisierte sich in den Kommentaren heraus: Mit welchem Recht fordert die GEMA/ZPÜ die Abgabe ein?
Mit Recht. Mit sehr gutem Recht sogar.
Hergeleitet aus den Paragrafen 54 und 54a des Urhebergesetzes (UrhG). Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Bei der Qualität der heutigen Aufnahmen und der verlustfrei möglichen Kopie macht eine Leerabgabe sicher Sinn. Wenn sie den Urhebern zugute kommt.
Nur: Warum wird die Abgabe a priori auf jedes Speichermedium erhoben?
Kriminalisiert der Gesetzgeber hier unnötig? Oder ist die generelle Zahlungsverpflichtung nur der verdeckte Kampf gegen die Kostenlos-Kultur, die es ja so gar nicht gibt? Alleine, dass meine Leser meinen Blogpost bislang (Stand: 24.5.2012 / 15.30 Uhr) fünf Mal geflattrt haben, zeigt, dass es durchaus eine freiwillige Bezahlmentalität im Netz gibt.
Andererseits: Würde eine freiwillig zu meldende Nutzung in Sachen Urheberrecht dann nicht nach sich ziehen, dass eine Heerschar von Stick-Spionen durchs Land ziehen würde? So ähnlich wie bei der GEZ deren Außendienstler?
Das kann niemand wollen, oder?
Vielleicht schafft eine Reform des Urheberrechts einen Weg, der begehbar ist. Wie das aussehen soll, weiß ich selber nicht. In mir streiten sich zu viele unterschiedliche Positionen. Klar ist nur: Ich will von meinem Schaffen leben können. Gut leben können. Es müssen nicht jeden Morgen Croissants sein, wahrlich nicht. Schwarzbrot tut es auch.
An dieser Stelle sehe ich die Diskussion um eine Leerabgabe.
Notabene: Ich nutze, wie es der Kommentator redaktion42 auch schon ansprach, die Cloud zum Austausch meiner eigenen Medien. USB-Stick oder Speicherkarte sind für mich oldschool und werden nur eingesetzt, wenn es gar nicht anders geht.
Und meine Fotos veröffentliche ich seit diesem Wochenende unter der Lizenz BY-NC-SA 3.0.