Danke, Abendzeitung Nürnberg! – (K)ein Nachruf

Am Samstag, 29.September 2012 wurde ein Traditionsblatt eingestellt: Nach 93 Jahren erschien die letzte Ausgabe der Abendzeitung Nürnberg. Die Gründe: Mangelnde Wirtschaftlichkeit und dramatisch gesunkene Käuferzahlen.
Diese Gründe waren bekannt, seit der Trennung der AZ Nürnberg von der AZ München wurden die Leser weniger. Dass das Ende so abrupt kam, war indes eine bittere Überraschung. Der Verlag zog nach der Absage eines potentiellen Investors die Reißleine.

Klaus Schrage ist Sprecher der Journalistinnen und Journalisten in der dju in Mittelfranken. Er ist mit der Abendzeitung Nürnberg aufgewachsen und schätzte ihren guten Boulevard-Journalismus mit den Kompetenzen in Wirtschaft und Kultur. Das ist eine Mischung, die man im Boulevard eher selten antrifft und es war fast ein Alleinstellungsmerkmal der Abendzeitung Nürnberg. Ein über sechsminütiger Ausschnitt aus einem Gespräch, das ich mit ihm führte:

Hinter einer Zeitung stecken ja nicht nur Köpfe, die sie lesen, es stehen Menschen dahinter. Neben den Vertrieblern und Austrägern sind das Redakteure und Journalisten. Wie geht es für diese weiter?

Die letzte Ausgabe der AZ Nürnberg ist voll von Leser-Reaktionen. Die Redakteure haben damit die Verbundenheit mit ihrer Leserschaft zum Ausdruck gebracht.
Die Krise am Zeitungsmarkt ist immer noch nicht überwunden, aber vielleicht gibt es ja ein Comeback der Abendzeitung Nürnberg. Klaus Schrage sieht durchaus Potential:

Hoffen wir das Beste.
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Hinweis: Das Gespräch führten wir in einer Hotellobby. Ich bitte die Hintergrundmusik zu entschuldigen.

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In der Kategorie Kultur, Medien, Wirtschaft am 30.09.12 um 09:05 Uhr veröffentlicht.
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2 Kommentare

2 Kommentare zu “Danke, Abendzeitung Nürnberg! – (K)ein Nachruf”

  1. Peter sagt:

    Hintergrundmusik? Wenn das mal keinen Ärger mit der GEMA nach sich zieht :(

  2. Sascha Wankowsky sagt:

    Sehr guter Artikel. Bei der Heuschrecke Oschmann war es keine Überraschung, dass er alles abstößt, was nicht umgehend Geld in seine Kassen spült.

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