An der Markgrafenschule wurden heute die neuen Bildungsleitlinien für Kinder im Hort/Kindergarten und der Grundschule vorgestellt. Sozialministerin Christine Haderthauer und Kultusminister Ludwig Spaenle präsentierten das gemeinsame Projekt ihrer Ministerien. Wichtigstes Merkmal: Das Kind soll noch mehr in den Mittelpunkt gestellt werden.
Sozialministerin Haderthauer machte in ihrer kurzen Rede klar, dass der Umgang mit dem Kind entscheidend sei. Dieser soll von Wertschätzung getragen sein. Es sei entscheidend, wie man dem Kind entgegenkomme. Und genauso entscheidend sei es, was Kinder deswegen bieten. Das Kind ist der Dirigent seiner Bildung. Mit anderen Worten, es soll noch individueller auf die einzelnen Kinder eingegangen werden.
Kultusminister Spaenle meinte, dass der Zeitpunkt zum Vorstellen der Leitlinien ideal sei. Der Grundschullehrplan wird gerade neu aufgesetzt und gerade im differenzierten Schulsystem würden die Übergänge immer wichtiger. Zudem würden in den nächsten fünf bis sieben Jahren alle Lehrpläne neu überarbeitet. Wichtig sei, so Spaenle, dass überall die gleiche Sprache gesprochen würde.
Übereinstimmend sagten beide Minister, dass Bildung gemeinsames Erleben sein muss und das Kind von dem Zeitpunkt an, zu dem es in Erziehungseinrichtungen gegeben wird bis zum Übertritt an eine weiterführende Schule besser betreut werden soll.
Hier die Rede von Sozialministerin Christine Haderthauer:
Und hier die Rede von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle:
Bei Kultusminister Spaenle habe ich nochmal nachgefragt, wie die Durchlässigkeit von Informationen von Hort an Grundschule aussehen soll. Er bezeichnete es als entscheidend, dass die nachfolgende Einrichtung Kinder möglichst früh kennenlernen solle. Der Datenschutz soll gewahrt bleiben:
Für Spaenle ist entscheidend, dass die Elternkompetenz genauso gesteigert werde wie die eigenverantwortliche Schule. Sozialministerin Christine Haderthauer fasst die Änderungen der neuen Leitlinien in der Bildung wie folgt zusammen:
Fest steht für beide Minister, dass das Elternhaus nach wie vor der zentrale Ort für Bildung sein müsse. Das Zurücklehnen der Eltern bei der „Abgabe” des Kindes im Hort könne nicht der Lösungsansatz sein.
Die Leitlinien finden sich auch im Internet.