[fünf]

Die Orgel der oberen Bürgersaalkirche in München.

ich kann kein liebesgedicht schreiben,
für dich nicht, und auch nicht für mich.
ich kann die lediglich eines nur sagen:
so, wie du bist, mag ich dich.

ich kann keine worte zu reimen mehr zwingen,
die feder verweigert sich mir.
ich mag dich, ich kann dich gut leiden,
dann, wenn ich dich sehe, wenn ich dich spür’.

ich bin eb’nt kein dichter, kein denker,
nur stammeln ist das, was ich kann.
die worte, gedanken versiegen,
wenn ich deine augen anschauen kann.

ich weiß nichts von metren,
von versen und maß.
verzeih’ mir mein hilfloses streben,
komm, leer’ mit mir das glas.

(Das Gedicht ist 1997 im Gedichtband ‘Fünf Stationen Liebe’ erschienen. Autor: Heinrich Rudolf Bruns)

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In der Kategorie Kultur, Literarisches am 24.06.12 um 07:00 Uhr veröffentlicht.
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