Landleben ist romantisch, Landleben ist schön. Morgens von Vogelgezwitscher wach werden, eins sein mit der Natur. Aktuelle Pressetitel, die mit „Land” zu tun haben, verkaufen sich wie geschnitten Brot. Machen wir uns aber nichts vor: Landleben hat so seine Tücken. Schlechte Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr, niedrige Übertragungsraten beim Internet, um nur mal zwei Positionen zu nennen, die Jugendliche betreffen.
Auf dem Zentralen Landwirtschaftsfest in München, neben der Wies’n gelegen, ist die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) mit einem Stand vertreten. Das Anliegen der Katholischen Landjugendbewegung: Junge Menschen sollen auf dem Land gehalten werden, nicht in die Stadt ziehen und in ihrem Ort Maßnahmen anstoßen, die das Landleben attraktiver machen. Vroni Hallmeier ist Vorsitzende des Arbeitskreises LÖVE (Landwirtschaft, Ökologie, Verbraucherschutz und Energie) wirbt dafür mit einem Jenga-Turm:
In diesem Jenga-Turm sind Schlagworte verarbeitet, die die (Un-)Annehmlichkeiten des Landlebens beschreiben. Perfide, wie im echten Jenga: Man nimmt Komponenten raus und irgendwann bricht der Turm zusammen. Anschaulicher geht es kaum.
Auch Stephan Barthelme, einer der beiden Vorsitzenden der KLJB Bayern, sieht im Landleben Vorteile. Er appelliert an Politik und Kirche, das Landleben zu verbessern. Politik mag auf den ersten Blick erklärbar sein, Aber Kirche? Ja doch, so Barthelme, auch die Kirche sei gefordert. Es brauche wieder mehr Pfarrer auf dem Land. Kirche müsse sich verändern, um in der heutigen Welt bestehen zu können. Harter Tobak, aber sicher nicht unberechtigt. Gerade auf dem Land wird die Vernetzung Kirche und Jugend deutlich.
Die KLJB Bayern ist auf dem Zentralen Landwirtschaftsfest (ZLF) am Rande des Oktoberfestes vertreten. Sie finden Sie in Halle 9. Am Stand können Sie selber den Jenga-Turm ausprobieren und mit Mitgliedern der Katholischen Landjugend Bayern diskutieren.
Mehr Infos zur Kampagne HEIMVORTEIL finden Sie auf der Website.