Ich war immer ein politischer Mensch. Entweder habe ich die Menschen gespalten und politisch für mich oder gegen mich eingenommen oder – ich habe mich politisch engagiert.
Ich selber sehe mich eher in einer sozialen Ecke, finde ökologische Themen gut und bekenne mich zu christlichen Werten.
Anfang der 2000er Jahre bin ich in die CSU eingetreten. Damals war die CSU in Wasserburg zerstritten, ein Bürgermeister-Posten stand zur Disposition und Freunde baten mich, als Mitglied und dann als Pressesprecher zu fungieren. Der Streit mit der örtlichen Parteiführung war dann mein Austrittsgrund. Damals war ich meiner Zeit wohl zu sehr voraus.
Gleichwohl habe ich über die Jahre die Politik und besonders auch die der CSU nie ganz aus dem Auge verloren.
Im Frühsommer 2011 bin ich bei der „Linken” eingetreten. Warum? Die sPD hatte bei der Sozialgesetzgebung Ausverkauf betrieben. (Und deswegen schreibe ich das ‘s’ klein!) – Die CSU? Eine einzige Fehlanzeige. Chaos nach dem Abgang von Edmund Stoiber.
Als Anwalt der kleinen Leute erschien mir nur noch die „Linke”. Allerdings hat diese sich dann diskreditiert, weil sie bei der Nominierung eines Bundespräsidentenkandidaten als Nachfolger des Niedersachsen wahrlich Kasperl-Theater betrieben haben. So habe ich das auch in meinem Austrittsschreiben an die Partei begründet.
Via Twitter und auch Facebook unterhalte ich mich seit langer Zeit mit C/S/D/U-Mitgliedern, Grünen und Piraten.
Ich schätze die Grünen und ich mag Dieter Janecek und Katharina Schulze. Und ich erachte die Grünen als Impulsgeber. Ja, und ich koaliere auch mit denen, wenn es um eine dritte Startbahn geht.
Ich habe lange gerungen, ob ich Pirat werden soll. Die Entwicklung der letzten Wochen erscheint mir aber als Fingerzeig, dass das nicht geraten ist. Bei aller Wertschätzung für die vielen guten Piraten in Bayern und in Berlin (Gerhard Anger!). Ich will nicht in das Lied vom Untergang einstimmen. Wir brauchen Piraten in Deutschland, weil sie die etablierten Parteien voran treiben und gerade im IT-Bereich aufzeigen, was gespielt wird. Oder gespielt werden muss.
So ist es am letzten Montag (1. Oktober 2012) doch wieder irgendwas mit CSU geworden. Ich bin in das CSU_Net eingetreten. Bitte richtig einordnen: Es ist der netzpolitische Arbeitskreis der CSU. Und da bewegt sich derzeit mehr als bei allen anderen. Und ich sehe mich im Kampf gegen ACTA bis CleanIT dort besser aufgehoben als bei anderen.
Selbstverpflichtung:
(und das durchaus drastisch!)
Ich werde nach wie vor im Blog unpolitisch berichten.
Wenn eine Partei gute Sachen macht, bin ich Freund, wenn sie Mist baut, werde ich das thematisieren. Das gilt auch für die CSU.
Und wenn in meinem Blog viele CSU-affine Themen auftauchen, liegt das daran, dass die CSU es (trotz der anfänglichen Gegnerschaft) es gewagt hat, mich auf ihren Presseverteiler zu setzen. Via Twitter bin ich eigentlich mit allen Parteien vernetzt, einzig die Piraten schaffen es manchmal, mich zu informieren. Das ist aber auch mehr den persönlichen und liebgewordenen Kontakten zuzuordnen.
Überhaupt Piraten: Achso. Habe ich ja schon oben gesagt.
Und dann noch eine generelle Sache: Ich nehme viel auf Veranstaltungen auf.
Warum sollte ich eigentlich nicht ganze Audiofiles veröffentlichen?
Ich habe mich dieser Frage gestellt.
So lange diese öffentlich sind und eine ganze Veranstaltung wiedergeben wird, spricht da wenig dagegen, denke ich.
Vielleicht können Kollegen ja andere Passagen beleuchten.
Zumindest können Sie als Leser sich (Zeit und Volumen vorausgesetzt) ein Bild machen.
Erster Schritt: die komplette Veranstaltung der CSU-Landesgruppe zum Tag der Deutschen Einheit, der dieses Jahr in München begangen wird. Hier geht es zum Artikel.
Ich werde die Files für ca. 3 Monate vorzuhalten versuchen.