Positive Bilanz der Bauarbeiten

Noch ein Wochenende, dann ist es geschafft: Die Bauarbeiten an der Stammstrecke gehen zu Ende. Heiko Hamann mit seinem Stab zog eine positive Bilanz: Die Arbeiten sind im Plan, rein bautechnisch betrachtet kam es zu keinen Pannen oder Unglück. Über 200 Arbeitskräfte waren jedes Wochenende 56 Stunden im Einsatz. Rund 16 Kilometer Schienen samt Schotter und dazugehörigen Schwellen wurden erneuert und ausgetauscht.
Gegen das Winterwetter wurden 18 von 27 Weichen mit sogenannten Verschlussfachabdeckungen nachgerüstet. Die sorgen zusammen mit der elektrischen Heizung dafür, dass die Weichen im Winter nicht mehr einfrieren. Auch Kabelkanäle, Zugfunkanlagen und die Tunnelbauwerke wurden inspiziert und bei Bedarf saniert.

Ein weiterer Punkt war der Brandschutz in den fünf Tunnelbahnhöfen. Die alten Funkenschutzplatten an der Oberleitung wurden rausgerissen. Gute 200 Tonnen Stahlschrott fielen dabei an.
Eine neue Bahnsteigbeleuchtung wurde eingezogen, die weniger Energie verbraucht und heller strahlt, die Decke wird neu abgehängt.

Diese Arbeiten wird die Bahn auch noch in den Folgejahren fortsetzen, die unterirdischen Bahnhöfe der Stammstrecke werden also an einigen Stellen auch noch weiter einer Baustelle gleichen.

Daneben wurden die Treppenaufgänge erneuert und neu „eingehaust“, der Standard entspricht modernsten Ansprüchen und Verordnungen. Mit der Baumaßnahme wird erreicht, dass im Falle von Feuer und Rauch die Fluchtwege möglichst lang rauchfrei bleiben.

Heiko Hamann, Leiter des Bahnhofmanagements München:

Rund 66 Millionen Euro hat die Bahn in die Ertüchtigung der Stammstrecke gesteckt, davon entfielen sechs Millionen Euro auf den Gleiskörper.
Eine Bilanz des Schienenersatzverkehrs wird in der kommenden Woche gezogen.

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In der Kategorie Bahn, Bericht, Reise, Wirtschaft am 13.08.12 um 17:03 Uhr veröffentlicht.
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