Der Samstagnachmittag beim 31. Bayerischen Jazzweekend bietet weitere Reize, das Fest zu besuchen:
Das Grasselli-Quartett & Arpad Vulkan verzaubern mit drei Gitarren, einem Kontrabass und einem Tenor. Jazzige Arrangements im Stile der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhundert entführen den Zuhörer. Die Musiker spielen mit Lust und Leidenschaft. Danach treten fünf junge Kölner am Kohlenmarkt auf. Das ME-Quintett will den Zusammenklang in Raum und Takt vorführen.
Ruhiger, warmer und weicher Klang mit Vibraphon, Saxophon, Bass, Schlagzeug und Posaune schleicht sich ins Ohr. Der Posaunist spielt sehr weich und klar, akzentuiert sauber und für mich ist es eine wahre Freude zuzuhören. Nur eine halbe Stunde später, um 18 Uhr, soll ein Jazzchor am Bismarckplatz singen. “Singin’ Off Beats” kommen aus Nürnberg. Nach einigen Mikrofonierproblemen, die der Sprecher des Chores souverän mit einem Spielzeug-Megaphon überbrückt, startet der Chor mit einer A-Capella-Nummer. Großer Applaus brandet auf, als der Techniker endlich alle Mikrofone aufschalten kann.
Bereits mit der zweiten Nummer stellen die Singin’ Off Beats unter Beweis, dass sie sich den Auftritt beim Bayerischen Jazzweekend verdient haben. Sehr sauberer, synchroner Gesang, was auch für die Bewegungsabläufe gilt. Kurzum: Ein musikalischer und optischer Genuss.