Ich habe diese Nacht mal ein paar Aufträge des letzten halben Jahres zusammengestellt, an denen ich mitgewirkt habe – oder die durch mein Zutun entstanden sind.
Eigentlich liest sich das schon als eine gute und tolle Auswahl.
· Hanns-Seidel-Stiftung: Jugend im Dialog 2012, Foto- und Audio-Dokumentation
· Hanns-Seidel-Stiftung: Renaissance des Christlich-Sozialen, Foto-Dokumentation
· Evangelische Landeskirche Bayern: Was wir vorhersagen können, will keiner wissen, Foto- und Audio-Dokumentation, Artikel mit Audio-Elementen
· Förderlehrertag der KEG: Fotos für einen Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
· Wertekongress des Wertebündnis Bayern: Fotos für den Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
· Shalom Europe: Der erste Israeltag im Bayerischen Landtag, Foto-Dokumentation
Darüber hinaus begleite und dokumentiere ich ausgewählte Veranstaltungen der Katholischen Erziehergemeinschaft Bayern.
Meine Philosophie: Ich arbeite im mittleren Hochpreissegment, mache lieber weniger Aufträge, diese aber in Zusammenarbeit mit Premiumpartnern. Anfragen zu meiner Arbeit sind herzlich willkommen.
Ungefragt gebe ich auch gerne einen Rat an (junge) Kollegen weiter: Macht Euch nicht gemein, haltet die Tarife in Ehren und seid menschlich.
Der S-Bahnhof Donnersbergerbrücke soll barrierefrei werden. Im Juli beginnen die Umbauarbeiten, schon jetzt sieht man, dass ein Teil der Bäume gefällt wurde. Bis Ende 2014 soll die S-Bahn-Station dann fertig gestellt sein.
Die Bahn kann das Projekt finanziell nicht alleine stemmen, der Freistaat Bayern springt mit ein. Hans-Peter Göttler aus dem Wirtschaftsministerium erklärte das Engagement:
Rund 10 Millionen Euro kostet der Umbau. Bei 40.000 Fahrgästen am Tag ist das eine stolze Summe. Der Freistaat kommt auch für die Betriebskosten der Aufzüge auf. Hans-Peter Göttler:
Der Umbau ist dabei als durchaus schwierig zu bezeichnen, wie Heiko Hamann, Leiter des Bahnhofsmanagement München, betont. Es wird fast nur nachts gebaut werden können, Bauzüge werden wegen des fehlenden Platzes das Material auf den Gleisen vorrätig halten. Das bedeutet, dass mit Einschränkungen im Bahnverkehr zu rechnen ist:
Schon im letzten Jahr war die Stammstrecke während der Sommermonate an den Wochenenden gesperrt. Gleise wurden erneuert, der Brandschutz und die Beleuchtung auf Vordermann gebracht. Diese Arbeiten laufen derzeit immer noch in den verkehrsschwachen Stunden, vor allem nachts. Aber auch in diesem Sommer werden sich die Fahrgäste der Münchner S-Bahn auf Behinderungen gefasst machen müssen.
Neben der Sperrung an sieben Wochenenden wird an der Donnersbergerbrücke noch 9 Wochenenden im Herbst nachgearbeitet. Genauere Informationen wird die Bahn noch herausgeben, derzeit wird der Schienenersatzverkehr geplant. Heinrich graut’s wird auch hier zeitnah und umfassend informieren. Eine Übersicht zum Schienenersatzverkehr des letzten Jahres können Sie hier nachlesen.
Der Kollege Ben Neudeck (@stadtneurotikr) beleuchtet in seinem Beitrag die Barrierefreiheit genauer.
Ich versuche meinen Kunden immer mitzugeben und zu vermitteln, dass Dialog das Wichtigste in einer Geschäftsbeziehung ist. Aber: nicht immer ist der Kundendialog erfolgreich. Manchmal kann man als kundenorientierter Mensch auch schlicht nur verzweifeln.
Der Winter ist für alle Beteiligten keine angenehme Jahreszeit. Im Bereich des Münchener Verkehrsverbundes (MVV) erlebe ich es seit Jahren, dass Kunden und Dienstleister mit völlig unterschiedlichen Interessen aufeinander prallen. Ich kann beide Seiten verstehen. Grade im Winter ist das frühe Aufstehen nicht angenehm. Nicht nur für den Kunden, auch für den Dienstleister.
Mein Tipp: Im Winter und bei kritischen Verhältnissen einfach mal eine S-Bahn eher nehmen.
Völlig unverständlich war zwei jungen Männern, dass ich als Busfahrer pünktlich meine Fahrt antrete. Inklusive einer gewissen Wartezeit, klar. Nur: Wenn die S-Bahn völlig aus dem Takt ist, muss selbst der Busfahrer irgendwann schauen, dass er seinen Takt hält. Egal, wie sehr er auch das (letzte) Glied in der Mobilitätskette ist (frei zitiert nach Mehdorn). Glauben Sie mir, jeder meiner Kollegen macht, was möglich ist.
· Kunden: Wir müssen nach Baldham!
· Fahrer: Dann müssen Sie leider noch 40 Minuten warten.
· Kunden: Wir müssen nach Baldham, Sie müssen uns dahin fahren!
· Fahrer: Ich habe einen Plan und fahre noch mal zum Segmüller, dann nach Baldham.
· Kunden: Die S-Bahn hatte Verspätung, wir können nichts dafür.
· Fahrer: Und ich kann nichts für die Verspätung der S-Bahn.
· Kunden: Sie müssen uns sofort fahren, sonst kriegen wir Ärger mit unserem Chef!
· Fahrer: Wenn ich den Linienweg verlasse, kriege ich Ärger mit meinem Chef!
· Kunden: Wir haben ein Recht darauf, befördert zu werden!
· Fahrer: Wissns, Sie haben genau ein Recht: Abends ned zu lang feiern, wenns morgens arbeiten müssen. Und dann einfach a halbes Stünderl früher aufstehen und mal raussschauen. Vielleicht vom Fensterbrett a Fingerspitzerl Geschmacksprobe nehmen. Und wenn des ned nach Koks schmeckt, davon ausgehen, dass des weiße Zeug Schnee ist. Und dann nehmens einfach a S-Bahn eher. Dann sans aa pünktlich.
Die Grünen im Bayerischen Landtag haben heute nochmals klar gemacht, dass sie die Planungen zur zweiten Stammstrecke der Münchner S-Bahn für völlig verfehlt halten. Spätestens nach der Landtagswahl, so Dr. Martin Runge, Fraktionschef der Grünen, sei Verkehrsminister Martin Zeil von der FDP abgewählt und die Staatsregierung werde den Stecker für die zweite Röhre ziehen. In diesem Zusammenhang erinnerte Runge auch an die vollmundigen Versprechungen von Stoiber und seinem damaligen Verkehrsminister Erwin Huber zum Transrapid.
Seit der Planung im Jahr 2001 haben sich die Kosten für die zweite Stammstrecke vervierfacht. Auch Dominik Lypp vom BUND und Verkehrsplaner Thomas Kantke teilen die Meinung Runges. Es sei wichtiger, Alternativen zu planen und voranzutreiben, so Lypp:
Hinzu kommt, so Verkehrsplaner Thomas Kantke, dass bei der Planung Sicherheitsstandards über Bord geworfen wurden, Treppen wurden von 2,40 Meter Breite auf auf 1,8 Meter verringert, Rolltreppen von einem Meter auf 80 cm. Und das, damit am Bahnsteig genügend Platz bleibt. Doch auch grundsätzlichere Probleme sieht er:
München sei eine wachsende Stadt und leiste es sich im Gegensatz zu vielen kleineren Städten, auf Tangentenlösungen im Nahverkehr zu verzichten. Ein Anachronismus, der sich heute schon bei Ausfällen rächt.
Dr. Martin Runge kritisiert, dass die Risiken für die Planung alleine beim Freistaat lägen und dass von falschen Voraussetzungen der Besucherströme und Taktungen ausgegangen werde. Und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die kommende Landtagswahl spätestens das Ende der zweiten Röhre sein werde. Ein Haltung, die er auch schon in CSU-Kreisen ausgemacht haben will:
Für die Grünen gibt es bessere Alternativen: Die Leit- und Sicherheitstechnik kann kostengünstig und effektiv verbessert werden, so dass man die Taktzahl in der jetzigen Stammstrecke erhöhen kann. Eine Verlängerung der U4/U5 nach Pasing und die Einbindung des Südrings würden das Münchner Verkehrssystem schon weit nach vorne bringen. Dazu gehöre auch, dass die Informationstechnik verbessert werde.
Das sei mit einem zweistelligen Millionenbetrag zu haben, so Runge.
Wieder einmal Schienenersatzverkehr.
Die Deutsche Bahn und die Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO) haben sich etwas einfallen lassen, damit Kunden schnell von A nach B kommen: Den Schnellbus. Sinnvoll. Soweit. Erklärstück: Schnellbus heißt, der Bus fährt nicht alle Stationen an.
Ein altes Muaterl (Ein altes Mütterchen) verlässt sich nicht auf den Einweiser der Deutschen Bahn, sondern wendet sich gleich ans Kompetenzzentrum, den Busfahrer. Da ist sie prinzipiell richtig, die orts- und fahrplanunkundigen Einweiser sind nicht immer erste Wahl.
Leider muss man der Bahn den Vorwurf machen, dass sie immer noch Hilfskräfte anheuern, die einfach nicht in der Materie drin sind.
Nun gut, das Muaterl macht es richtig und wendet sich an den Busfahrer.
Das Muaterl war in der Stadt und will schnell heim.
· Muaterl: Sie, i muass nach St. Kolomann.
· Fahrer: Da sans richtig!
· Muaterl: Des is guad! San Sie der Schnellbus?
· Fahrer: (schaut im Dienstplan nach) Naa, Sie, Schnellbus is aus, den gibts erst morgen wieder.
· Muaterl: Und wia kimm i dann hoam?
· Fahrer: Steigens ruhig ein, i lass Eahna scho naus, mit hoam nehm i Eahna ned.
Zwischen meinen journalistischen Phasen war ich auch Busfahrer. Angefangen habe ich im Linienverkehr, aufgehört im Reiseverkehr. In Dialogen mit Fahrgästen passieren manchmal unglaublich komische Sachen.
Das hat verschiedene Ursachen: Nicht jeder Fahrer (auch ich nicht!) ist jeden Tag gleich gut aufgelegt. Nicht jeder Fahrgast ist gleich gut drauf – oder hat überhaupt Ahnung, wie Öffentlicher Nahverkehr funktioniert. Alle Chefs, die ich in den Jahren hatte, waren Individualisten. Und übrigens: Ich habe in all den Jahren NIE einen Arbeitsvertrag unterschrieben, es ging immer per Handschlag und im Großen und Ganzen war es fair. Kleine Ausnahme: Beim letzten Arbeitgeber habe ich einen Vertrag unterschrieben. Aber da ging es besonders fair zu.
Schienenersatzverkehr (SEV) fordert allen Beteiligten ein Höchstmaß an Nervenkostüm ab. Züge fallen aus, Anschlüsse werden nicht erreicht. Fahrgäste sind beunruhigt und haben viele Fragen. Vor allem auch an das Fahrpersonal, das aber meist nicht den kompletten Überblick hat, sondern sich im besten Fall auf „Reisenden-Lenker” und „Einweiser” verlassen kann. Die Fahrer im SEV sind meistens schon abgeklärt, wie der folgende Dialog beweisen mag:
· Kunde: „Fahren Sie da, wo die S-Bahn fährt?”
· Fahrer: „Ich fahre auf der Straße.”
· Kunde: „Ja, ich mein, halten Sie da, wo die S-Bahn hält?”
· Fahrer: „Nein, nur möglichst nahe an den Haltestellen der S-Bahn.”
· Kunde: „Ich mein halt: Fahren Sie alles an?”
· Fahrer: „Wenn ich alles anfahre, ist der Bus kaputt und mein Chef böse.”
Der Kunde war ein „Mystery Customer Client” der Bahn, also einer, der die ordnungsgemäße Durchführung des Schienenersatzverkehrs überprüfen sollte.
Folge dieses Dialogs war, dass ich drei Tage später eine Stellungnahme schreiben durfte und danach von der Durchführung von Schienenersatz „befreit” war.
Aber ich lache noch heute.
Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung soll der zweite Münchner Stammstreckentunnel rund 400 Millionen teurer werden als bislang bekannt. Begründung der Bahn: Höhere Planungskosten (*hust*) und die Verschiebung der Eröffnung von 2019 auf 2020.
Warum wundert mich das nicht?
Zeit für ein kleines Gstanzl:
Da zwoate Tunnel, der werd teurer /
warum wundert mi des ned? /
Weil überall, wo unser Bahn plant, /
as Goid recht schnell zu Ende geht.
Karlheinz Rieger twitterte wenig später:
In Stuttgart werd’s teuer, /
in Berlin scho erst recht. /
Drum wundert’s, dass Minga /
aa dabei sei da mecht.
Und oana geht no, meinte er kurze Zeit später: Voilá!
Die S-Bahn, die brauch ma /
des wiss’ma ja eh. /
Doch warum soi ma jetzt na /
in zwoa Tunnels steh’?
Das kann ich so nicht auf mir sitzen lassen. ;)
‘s is wurscht, ob alternativ /
ebbs billiga werden kannt /
mit Probebohrungen am Rathaus /
hat Ude gnua Goid vabrannt.
(Anmerkung: Ich sehe ein Gstanzl als politischen Beitrag – so, wie der Roider Jackl und andere diese gepflegt haben.)
Kooperationen und anderes …
Themen zu finden, ist nicht schwer. Themen journalistisch und weniger als Blogger aufzubereiten, ist schon schwerer. Ich habe mich zu Beginn meiner freien Tätigkeit gefragt, wie ich mich positionieren, wie ich bekannt werden kann. Ich habe meinem Bauch vertraut und so ganz unrecht hatte der dicke Bauch nicht.
Der erste kleine Knaller, den ich im Blog hatte, war meine Medienschelte und Kritik an der Berichterstattung des Spiegels in Bezug auf Dagmar Wöhrl. Dass Politiker von Journalisten genau beobachtet werden, ist kein Geheimnis. Aber bei allem Verständnis: Fairness geht anders, als es die Kollegen machten. Man kann auch kritisch sein, ohne unter die Gürtellinie zu gleiten. Deswegen hatte ich Hals und Bauch und musste etwas schreiben. Vor allem, wenn ich Dagmar Wöhrl als das sehe, was sie ist: Ein Mensch, dem es abseits der Parteipolitik wichtig ist, Menschen in das Zentrum ihres Handelns zu stellen. Der „Rant” gegen den Spiegel fand in einigen Publikationen Widerhall. Unter anderem berichtete „Pottblog” drüber, Christian Jakubetz und das Bildblog.
Dagmar Wöhrl ist auch eine der ersten Politiker(innen), die erkannt hat, dass Bloggen ein sehr guter Weg ist, sich der Welt mitzuteilen. Und Social Media der Weg, um es zu bekannt zu machen. Mein Respekt für @DWoehrl.
Stellen Sie sich vor, sie stehen in einer Reihe veritabler Kollegen vor dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. Alle Kollegen fragen wirklich ernsthafte Dinge, zur Position der Kirche, zum Aufenthalt in Regensburg, zu Ergebnissen der Konferenz. Und dann komme ich daher, locker, flockig, unbedarft und mit einer Anleihe bei einem geschätzten Kollegen, Richard Gutjahr. Was ungewöhnliches machen, was ungewöhnliches fragen. Und dadurch (auch) bekannt werden. Erzbischof Zollitsch hat einen Twitter-Account. Wie Sie hier nachlesen können, war die Frage nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Aber in dem Augenblick war mir das egal. Hinter mir saßen der damalige Generalvikar des Bistum Regensburg und der Pressesprecher des Bistums. Aus dieser Pressekonferenz entstanden Beiträge: Wie die Pressestelle des Bistum Regensburg Social Media nutzt und der twitternde Generalvikar des Bistums. Bis heute habe ich zu Michael Fuchs eine tiefe Bindung. Ich schätze ihn als Theologen, der mitten im Leben steht und durchaus die Strömungen in der Kirche erfasst. Und vor allem: Der auf Twitter einsteht für seine Überzeugung.
Aus der Lust auf Bericht und journalistisches Arbeiten habe ich mich damals beim Lokschuppen Rosenheim akkreditiert. Rosi Raab macht die Pressearbeit für den Lokschuppen. Eher in einem kleinen Nebenbei-Beitrag habe ich skizziert, wie sie Social Media nutzt. Und ich freue mich, wenn im nächsten Jahr eine Ausstellung zu Alexander dem Großen in den Lokschuppen kommt. Der Lokschuppen ist jedenfalls ein geniales Ausstellungszentrum, dass ich noch aus meiner Zeit als Busfahrer kenne. Und die diesjährige TIEFSEE-Ausstellung hat die Erwartungen mehr als übertroffen.
Nicht vergessen möchte ich meinen Kollegen Gunnar Sohn mit seinem ichsagmal-Blog. Zusammen mit ihm und Hannes Schleeh, Arnoud de Kemp und Bernd Stahl saßen wir auf der informare und diskutierten. Und später entstand die Idee zum BloggerCamp, das sich nun auf Google+ verwirklicht.
Ebenfalls ins Gedächtnis geschrieben sind die Beiträge zur Verständigung. Unvergessen mein erster Besuch in der Synagoge in München – oder der in der Moschee in Markt Schwaben.
Immer wieder finden sich in meinem Blog auch Beiträge zur Bahn. Meistens kommt die Bahn nicht gut weg. Aber hier ist ein Beitrag, der mich selber noch begeistert. Rüdiger Grube ist ein Chef, dem ich zutraue, dass er wirklich auf die Basis hört.
In München ist Wiesn. Das heißt für die Bahn: Erhöhte Bereitschaft, mehr Personal. Alleine in den zwei Wochen des Oktoberfestes muss die Deutsche Bahn, vor allem die S-Bahn München die doppelte Kapazität an Fahrgästen verkraften.
Dieses Jahr hat die S-Bahn München deswegen nicht nur in Zusammenarbeit mit Deutscher Bahn und Bundespolizei ein verbessertes Sicherheitskonzept erarbeitet, sondern auch eine Aktion mit den Azubis gestartet: 20 Auszubildende weisen den Wiesn-Besuchern ab dem Hauptbahnhof den Weg zum Oktoberfest. Heiko Hamann, Chef des Münchner Bahnhofes, erläutert:
Vor die Aufgabe gestellt, sich eine fahrgastfreundliche Aktion zu überlegen, kamen die Azubis schnell auf eine Idee. Rund 20 Auszubildende sind im Bahnhofsmanagement beschäftigt. Sie haben die Aufgabe, die mit den Regional- und Fernzügen der Bahn ankommenden Gäste zu Fuß auf das Oktoberfest zu lotsen. Mit ihren grünen T-Shirts fallen sie im Gewirr von Reisenden und Wiesn-Besuchern auf. Pia Pflüger fasst zusammen:
Christoph Holbinger weiß zu ergänzen:
Die normale Arbeit muss aber auch noch gemacht werden, sagt Miriam Bunk:
Aber die Azubis werden von den Gästen angenommen. Michael Kuhn beschreibt das Feeling:
Darüber hinaus hat die Deutsche Bahn versucht, das Durcheinander der letzten Jahre auch vor dem Bahnhof in den Griff zu kriegen. Allzu störend waren die Fahrrad-Rikschas, die sich am Ausgang Bayerstraße aufhielten. Verbieten will und kann die Bahn das nicht, schließlich ist eine Rikschafahrt zur Wiesn ja nicht nur Vergnügen, sondern auch Entlastung der öffentlichen Verkehrsmittel. Deswegen hat man Parkplätze für die Radl-Transporteure ausgewiesen, sagt Heiko Hamann:
Die Bahn zeigt sich zehn Tage vor der Wiesn gut aufgestellt. Das machten Bahn, S-Bahn und Bundespolizei heute auf einer Pressekonferenz deutlich. Dazu kommt dieses Jahr erstmals der Versuch, Besucher der Wiesn vom Hauptbahnhof und der Hackerbrücke aus auf getrennten Wegen zu lotsen.
Zusätzlich werden die Streifen des Bahnsicherheitsdienstes (SOD) und der Bundespolizei verstärkt. 26 Mitarbeiter werden den Zustieg an der S-Bahn-Station Hackerbrücke regeln. In den Abendstunden werden durchgehend Vollzüge statt Kurzzügen verkehren. Der 20-Minuten-Takt wird in den Abendstunden bis nach Mitternacht aufrecht erhalten.
„Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Fahrgäste abends nur noch eins wollen. Schnell nach Hause”, so Bernhard Weiser. Allein für die Bahn sind das mehr als 12.000 zusätzliche Personalstunden.
Die S-Bahn München erhöht mit über 600 zusätzlichen Zügen im Spätverkehr an den Wochenenden und unter der Woche ihr Angebot. Dadurch entstehen bis weit nach Mitternacht ein Zwei-bis-fünf-Minuten-Takt auf der Stammstrecke. Die Fahrpläne zum Oktoberfest werden auf Plakaten veröffentlicht und sind im Internet abrufbar.
Auch personell verstärkt die Bahn ihre Präsenz:
Auch die Bahnpolizei rüstet sich personell auf: Weniger Urlaub für Beamte während der Wiesnzeit, zusätzlich kommen 100 Bundespolizisten aus anderen Ländern nach München. Schwerpunkt auch hier: Die Hackerbrücke und der Hauptbahnhof.
Es geht um gut zwei Millionen Fahrgäste, mit denen die Bahn zum Oktoberfest rechnet. Und um deren Sicherheit. Zusätzliche Brisanz erhält die Wiesn dieses Jahr durch die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, die dieses Jahr Bayern ausrichtet.
Jürgen Vanselow, Chef der Bundespolizei-Inspektion München:
Die Bundespolizei ist gebührenfrei unter +498006888000 erreichbar.
Und Raimund Paul, Sicherheitsbeauftragter bei der Bahn, betont, dass auch im Ansagezentrum und bei „3S” das Personal bis Betriebsschluss verstärkt wird. „3S” steht für Sicherheit, Sauberkeit und Service.
Die Mitarbeiter von „3S” können schnell koordinieren. Die Nummer lautet: +49 89 13081055. (Tipp: Telefonnummern im Mobiltelefon abspeichern.)
Im letzten Jahr, so Bernhard Weiser, Chef der Münchner S-Bahn, summierten sich die Verspätungen zur Wiesn auf 18.000 Minuten, acht Stammstreckensperrungen gab es, gut 200 Mal konnte die S-Bahn nicht an der Hackerbrücke halten, weil die Sicherheit nicht mehr gegeben war. Die Pünktlichkeitsrate sank während des Oktoberfestes auf unter 90 Prozent.
Neu ist in diesem Jahr, dass Bahn, S-Bahn und Bundespolizei in Zusammenarbeit mit MVG und Kreisverwaltungsreferat versuchen, die Wiesn-Besucher vom Hauptbahnhof und der Hackerbrücke auf getrennten Wegen zur Theresien-Wiese zu lotsen. Nebenstehende Grafik zeigt die Wege.
In diesem Jahr werden auch DB-Regio und Südostbayernbahn ihr Zugangebot verstärken.
Nach Freilassing, Augsburg, Kempten und Mühldorf werden mehr Garnituren eingesetzt.
Im vergangenen Jahr führte das Verhalten von Wiesn-Besuchern zu zahlreichen Polizeieinsätzen bei der S-Bahn. Insgesamt gab es 17 Streckensperrungen wegen Betrunkener im Gleis und neun unerlaubte Notbremsungen. Folglich sank die Pünktlichkeit erheblich auf unter 90 Prozent. Bernhard Weiser appelliert an die Wiesn-Besucher sich der Gefahren des Eisenbahnverkehrs bewusst zu sein und den Anweisungen des Sicherheitspersonals Folge zu leisten:
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Bildhinweis: Die Grafik der Fußwege wurde mit freundlicher Genehmigung seitens Bahn und MVG eingestellt.
Der Bahnhof in Markt Schwaben. Letztes Jahr wurde die Unterführung erweitert. Leider tritt seitdem mit schönster Regelmäßigkeit Wasser an den Nahtstellen zwischen Alt- und Neubau aus. Auch am Aufgang zu Gleis 3/4 tritt Wasser aus. Aus der Treppe. Die Treppe ist alt, Stufen sind abgebrochen und notdürftig mit geriffeltem Blech repariert.
Der Wasseraustritt am Fuß der Treppe ist nachgebessert worden, richtig trocken ist es aber auch nicht. Dafür strömt das Wasser nun aus dem Abfluss in der Unterführung in den Abfluss an der neuen Treppe.
Bei den Baumaßnahmen hat die Bahn auch Aufzüge einbauen lassen. Aufzüge, die zwischen Unterführung und Oberfläche pendeln. Wie man als Gehbehinderter aus der Unterführung zum Gleis kommt? Na, über die alten Treppen. Der Winter kann mit diesen Wasserschäden „lustig” werden. Eis in der Unterführung und auf den Treppen.
Nicht weiter ins Gewicht fällt da der Schaukasten am Aufgang Nord, der von Station & Service regelmäßig vergessen wird, wenn es um die Aktualisierung der Aushänge geht.
Für über 3.700 Azubis hat heute die Ausbildung bei der Deutschen Bahn (DB) begonnen. In Bayern kommen rund 600 junge Menschen in den Konzern. Aus diesem Grund begrüßte die Bahn im Mathäser-Filmpalast ihre neuen Mitarbeiter. Kurz nach 11 Uhr geht ein Raunen durch den Saal, dann wird es ruhiger. Bahnchef Dr. Rüdiger Grube gibt sich die Ehre, persönlich an der Veranstaltung teilzunehmen. Aus diesem Grund gab es dieses Jahr einmal keinen eigenen Empfang für Nordbayern.
Rund 60.000 Bewerbungen gab es bundesweit für das aktuelle Ausbildungsjahr. Die Ausbildungssparten reichen vom Lokführer über den Mechatroniker bis hin zur Servicekraft in der Systemgastronomie. Mit einem Video wurden die Azubis auf die großen Konzernziele vorbereitet: Bis 2020 will die Bahn der weltweit größte Logistik-Dienstleister sein. Dabei soll der Energieverbrauch bis zu diesem Jahr zu 35 Prozent aus regenerativen Quellen kommen, bis 2050 will die Bahn vollkommen auf „grünen” Strom umgestellt haben.
Locker kam Konzernchef Grube in den Saal und setzte sich einfach zwischen die jungen Kollegen. Abgesehen von den Dingen, die ein Konzernchef bei solch offiziellen Anlässen sagen muss, war auch seine Rede von Freundlichkeit gegenüber den Mitarbeitern geprägt. Die Bahn, so Grube, bietet Qualität in der Ausbildung, eine Perspektive bei einer Übernahmequote von 95 Prozent, Stabilität auch in der Wirtschaftskrise, Sicherheit als Arbeitgeber und Flexibilität.
Grube verzichtete auf den Zeigefinger vergangener Zeiten, er erzählte lieber aus der Praxis. Wie er, aus den einfachen Verhältnissen eines Bauernhofes stammend seinen Weg bis zum Konzernchef der Bahn gegangen sei.
Auch wenn da vorne einer in Sakko und Krawatte stand, man merkte den Worten Grubes den Pragmatismus und eine gewissen Hemdsärmligkeit an. Das war auch die Kernaussage: Seine Mitarbeiter sollen wissen, dass die Konzernspitze für sie da ist. Kein Schröder-Wort vom Fordern und Fördern, sondern der Appell, mit gutem Beispiel voranzugehen, die Bahn zu repräsentieren und rechtzeitig auf Fehlentwicklungen hinzuweisen:
Leidenschaft als Motivation – und auch die Bereitschaft, wo nötig, den Rahmen zu sprengen. Die älteren Azubis präsentierten ihre Ausbildungssparten in kleinen Videos und warben auch für das Beispiel der „Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt”. Von dieser teils szenisch gestalteten Vorführung war Rüdiger Grube so angetan, dass er die Ausführenden spontan einlud, bei der nächsten großen Sitzung in Berlin ihre Präsentation der Konzernspitze nochmals vorzuführen. Diesen Entschluss kommentierte der Ausbildungsleiter der Bahn, Dietmar Bauer, mit einem Lächeln und einem Seufzer: „Da kommt der Ausbildungsplan etwas durcheinander.” Sei’s drum. Bei allen technischen und betriebsbedingten Abläufen, denen ein Konzern wie die Bahn unterworfen ist, wurde hier eines deutlich: Grube hebt sich sehr deutlich von seinem Vorgänger ab. Positiv.
Bleibt die Hoffnung, dass diese Haltung nicht nur auf die neue Generation von Eisenbahnern durchschlägt, sondern den ganzen Konzern durchdringt.
Der Schienenersatzverkehr auf der Stammstrecke ist gut gelaufen. Zu diesem Ergebnis kommt Bernhard Weisser, der Chef der Münchner S-Bahn. Durch die frühe Information aller Beteiligten habe sich jeder gut auf die Behinderungen einstellen können.
Weisser zog Montag vormittag Bilanz:
Während des Schienenersatzverkehrs hat die S-Bahn München rund 1,4 Millionen Fahrgäste befördert. Sichergestellt haben das 60 Busse, die rund 10.000 Fahrten zwischen Ostbahnhof und Pasing zurücklegten. Dabei sind viele Fahrgäste in der Stadt gleich auf U-Bahn oder Tram umgestiegen. Im Vorfeld hatte die Bahn auch bei der MVG höhere Leistungen bestellt. Trotzdem: Eng wurde es, als der Christopher-Street-Day stattfand, die Busse weder Marienplatz noch Stachus anfahren konnten und die Parade der Schwulen und Lesben stattfand. Hier war Fingerspitzengefühl gefordert. Anders stellte sich die Situation an der Donnersberger Brücke dar. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) hatte eine Baustelle eingerichtet, diese aber nicht als Behinderung für den SEV bedacht.
Rund 200 Hilfskräfte hatte die Bahn zusätzlich eingesetzt, diese sollten an den Stationen Hilfestellung geben. Hilfe, die nach Augenzeugen-Berichten nicht immer so gegeben wurde, wie es vielleicht wünschenswert gewesen wäre. Auf Twitter erregten sich ein paar Gemüter, dass Müttern mit Kinderwägen nicht beim Einstieg geholfen wurde oder „das Personal nur rumlungerte”:
MVV-Mitarbeiter unterhalten sichin Pasing, während Mamas die Kinderwägen alleine schleppen müssen #servicewüste #mvv
— Matthias J. Lange (@redaktion42) August 18, 2012
@stephan_rauhut @hrbruns von den faulen Säcken abgesehen, die sich lieber unterhalten haben als Müttern beim Kinderwagentragen zu helfen :-(
— Victor Fuchs (@victor5679) August 20, 2012
Bernhard Weisser entgegnete in der Pressekonferenz dazu:
Weisser bedankte sich bei allen Beteiligten, vor allem bei den Fahrgästen, die diese Behinderungen aushalten mussten und versprach, dass alle Protokolle und Erfahrungen ausgewertet werden:
Für dieses Jahr wird es das mit den Bauarbeiten bei der Bahn gewesen sein. Allerdings fordern Brandschutz und die Instandhaltung des Streckennetzes auch in den nächsten Jahren Sperrungen. Wie das aussieht, weiß derzeit noch keiner so ganz genau. Aber die S-Bahn arbeitet schon an den Einzelheiten:
Die Bahn hat rund 66 Millionen Euro in die Ertüchtigung der Stammstrecke gesteckt.
Witterung und Graffiti haben die S-Bahnen in München im Laufe der Jahre unansehnlich werden lassen. Deswegen bekommen alle 238 Garnituren bis Jahresende einen neuen Schutzlack. Kein billiges Unterfangen, die Bahn nimmt rund 1,5 Millionen Euro in die Hand, die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) beteiligt sich zu gut einem Drittel an den Kosten.
Mit dem neuen Lack können die Wägen leichter von Verunreinigungen wie Insekten, aber auch von Graffiti befreit werden. Früher rückten die Reinigungstrupps den Bahnen mit aggressiven Chemikalien zu Leibe, heute achtet die Bahn auch auf Umweltverträglichkeit, wie Jörg Rau vom S-Bahn-Werk Steinhausen betont:
Graffiti sind nicht nur Sachbeschädigung. Sie erzeugen beim Fahrgast auch ein Gefühl der Unsicherheit, weiß Bernd Honerkamp, Pressesprecher der S-Bahn München:
Jedes Fahrzeug schlägt dabei mit 15.000 Euro zu Buche. 131 Garnituren hat die Bahn bereits neu lackiert, die restlichen 107 folgen bis Jahresende. Um die Schäden aus Vandalismus zurückzudrängen, setzt die Bahn auf Videoüberwachung. Aber auch die Mitarbeiter von DB-Sicherheit kümmern sich darum, sowohl im Werk Steinhausen als auch an den Plätzen im Umland, an denen Garnituren abgestellt werden.
Bevor der Schutzlack aufgebracht wird, bessern die Werksmitarbeiter aber Korrosions- und Farblackschäden aus. Dafür muss das Fahrzeug für 36 Stunden aus dem Verkehr genommen werden. Abends um 19 Uhr beginnen die Arbeiten, erklärte Jörg Rau.
Noch ein Wochenende, dann ist es geschafft: Die Bauarbeiten an der Stammstrecke gehen zu Ende. Heiko Hamann mit seinem Stab zog eine positive Bilanz: Die Arbeiten sind im Plan, rein bautechnisch betrachtet kam es zu keinen Pannen oder Unglück. Über 200 Arbeitskräfte waren jedes Wochenende 56 Stunden im Einsatz. Rund 16 Kilometer Schienen samt Schotter und dazugehörigen Schwellen wurden erneuert und ausgetauscht.
Gegen das Winterwetter wurden 18 von 27 Weichen mit sogenannten Verschlussfachabdeckungen nachgerüstet. Die sorgen zusammen mit der elektrischen Heizung dafür, dass die Weichen im Winter nicht mehr einfrieren. Auch Kabelkanäle, Zugfunkanlagen und die Tunnelbauwerke wurden inspiziert und bei Bedarf saniert.
Ein weiterer Punkt war der Brandschutz in den fünf Tunnelbahnhöfen. Die alten Funkenschutzplatten an der Oberleitung wurden rausgerissen. Gute 200 Tonnen Stahlschrott fielen dabei an.
Eine neue Bahnsteigbeleuchtung wurde eingezogen, die weniger Energie verbraucht und heller strahlt, die Decke wird neu abgehängt.
Diese Arbeiten wird die Bahn auch noch in den Folgejahren fortsetzen, die unterirdischen Bahnhöfe der Stammstrecke werden also an einigen Stellen auch noch weiter einer Baustelle gleichen.
Daneben wurden die Treppenaufgänge erneuert und neu „eingehaust“, der Standard entspricht modernsten Ansprüchen und Verordnungen. Mit der Baumaßnahme wird erreicht, dass im Falle von Feuer und Rauch die Fluchtwege möglichst lang rauchfrei bleiben.
Heiko Hamann, Leiter des Bahnhofmanagements München:
Rund 66 Millionen Euro hat die Bahn in die Ertüchtigung der Stammstrecke gesteckt, davon entfielen sechs Millionen Euro auf den Gleiskörper.
Eine Bilanz des Schienenersatzverkehrs wird in der kommenden Woche gezogen.
Meine Woche bei @MunichLovesU habe ich heute mit der Erinnerung an ein Gemetzel begonnen. Es geht um die Schlacht von Hohenlinden. Diese fand rund um den 3. Dezember 1800 statt, die Franzosen haben gegen Bayern/Österreich gewonnen.
Warum habe ich damit angefangen, zumal es jetzt Sommer ist?
Wir müssen dazu nur rund neun Jahre zurückgehen. Sommer 2003. Ich hatte meinen Führerschein für den Bus gemacht und fuhr jeden Tag die RVO-Linie 9410. Diese beginnt in Gars am Inn oder Haag und führt bis zum Ostbahnhof in München. Eine sehr schöne Überlandlinie. Große Abschnitte laufen auf der Bundesstraße 12 und der B 12 alt, bevor spätestens bei Parsdorf auf die A 94 aufgefahren wird.¹
Die B 12 wird zu Recht von der Polizei stark überwacht, kaum eine Woche vergeht, da der Busverkehr nicht behindert ist, weil irrsinnige Menschen meinen, sie müssten im Großhaager Forst überholen, trotz absolutem Überholverbot und einer sehr schlecht einsehbaren Strecke. Aber das ist ein anderes Thema.
Am Ausgang des Großhaager Forstes liegt die Haltestelle Schimmelberg. An dieser Haltestelle steigt vielleicht einmal im Jahr ein Mensch aus und wenn du der Busfahrer bist, der diesen Menschen befördert hast, dann darfst Du stolz sein und hast eigentlich einen Preis verdient.
Wenn man von Haag/Maitenbeth nach Hohenlinden fährt und vor der Kurve mal in den Wald guckt, dann sieht man an Höhe der Haltestelle zurückliegend einen Holzverschlag. Naheliegender Gedanke: Hier hat sich ein Tippelbruder einen Unterstand gebaut. Nein, dem ist nicht so.
Ich fuhr die Linie von 2003 bis 2009. Es ist in dieser Zeit genau ein Mensch in Schimmelberg ausgestiegen und wieder eingestiegen. Er stieg in Armeeklamotten und mit Rucksack in den Bus, löste bis Schimmelberg und wir kamen ins Gespräch. Ein Diplom-Ingenieur, der in seiner Freizeit mit Metallsonde auf Entdeckungsreise geht. Heute hatte er sich den Großhaager Forst ausgesucht, zwischen Schimmelberg und Hohenlinden. Er wollte nach Spuren der Schlacht von Hohenlinden suchen.
Nachdem ich diesen Kurs beendet hatte, setzte ich mich ins Auto und fuhr zur Haltestelle Schimmelberg. Mein Auto parkte ich etwas oberhalb in einer Seitenstraße und ging in den Wald. Den Trampelpfad entlang kommt man nach wenigen Metern zum Franzosenbrunnen, in der Region „Franzosenbründl” genannt.
Ein Gedenkkreuz, dass an die Toten erinnert, eine Stele mit Erklärtext, sehr gut vom Verein Schlacht von Hohenlinden aufbereitet, eine Bank zum Niedersetzen und die Einfassung der Quelle samt Holzverschlag. Wenn man weiter durch den Wald geht, dann kommt man parallel zur Bundesstraße 12 über den Schimmelberg und Birkach wieder nach Hohenlinden. Bei mittlerem Marschtempo brauchte ich eine Stunde. Natürlich darf man in der Ortsmitte nicht versäumen, das Denkmal zur Schlacht von Hohenlinden zu besuchen.
Ein paar Tipps noch:
· Planen Sie für diese Tour einen Tag ein, es sind 47 km mit dem Radl.
· Von Schimmelberg nach Hohenlinden brauchen Sie zu Fuß gut eine Stunde.
· Wenn Sie Kinder dabei haben: Brotzeit und Getränke einpacken, Sie sind im Outback!
· Bitte Obacht, wenn Sie mit dem Bus hinfahren: Die B 12 ist stark befahren. Kleine Kinder auf den Arm, größere fest an die Hand nehmen und lieber mal 15 min stehen bleiben, bevor Sie die Straße queren. Nur bei absolut freier Straße gehen, hier rasen Unvernünftige!
· Mit der Linie 9410 kommen Sie vom Ostbahnhof zur Haltestelle Schimmelberg. Entweder lösen Sie ein Tagesticket im RVO-Bus (Wenn Sie keine MVV-Karte haben) oder bei Gesamtnetzkarte: Ab Birkach bis Schimmelberg.
Einen musikalischen Tipp habe ich noch parat: Ich bin in späteren Jahren den Weg mit dem Auto gefahren und habe beim Anblick des Schimmelbergs ganz gerne den zweiten Satz aus der 9. Sinfonie von Antonin Dvorak gehört (Aus der neuen Welt). Mit etwas Phantasie sieht man im Morgengrauen, bei leichtem Nebel, die Soldaten auf der Höhe des Schimmelbergs in Formation stehen. Bereit zum Kampf.
Hier nochmal alle Fotos dieser Tour:
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¹ Schnellkurse der Linie 9410 fahren schon von/bis Anwesen Ostermaier auf der A 94. (Hinweis für die Busfetischisten)
Schnell zum Bahnhof und einen Zug besteigen, für die Fahrkarte am Automaten bleibt kaum Zeit.
Diese Situation kommt Ihnen bekannt vor?
Aber das muss doch nicht sein!
Dafür gibt es doch eine App.
Die von „Touch & Travel”.
Eine tolle Erfindung.
Ich habe eine IsarCard 9 Uhr für den MVV. Das heißt, ab 9 Uhr kann ich alle Verkehrsmittel des Münchner Verkehrsverbundes nutzen. Für einen Journalisten ausreichend, die meisten Pressekonferenzen und Veranstaltungen sind erst ab 10, meistens sogar 11 Uhr angesetzt. Gelegentlich kommt es aber vor, dass auch der Journalist früher raus muss. Gestern hatte ich einen solchen Termin. Normalerweise kaufe ich dann eine Kurzstrecke um 1,20 Euro, nehme die S-Bahn um 08.56 Uhr und wenn ich die nächste Station Poing erreicht habe, ist es 9 Uhr und meine IsarCard gilt.
Ein korrektes und legales Vorgehen.
Allein: Die steuerliche Erfassung eines Beleges um 1,20 Euro nervt. Und da solche „Grenzfälle” öfters vorkommen, war ich dankbar, dass ich Touch & Travel entdeckte. Einfach am Bahnhof einchecken, beim nächsten Bahnhof auschecken, die Strecke wird erfasst, der Betrag vom Konto abgebucht und ich bekomme eine Monatsrechnung. Meine Steuerberaterin freut’s, mich auch. Und das nicht nur, weil das lästige Anstehen am Automaten entfällt.
Ich habe mich für den Dienst registriert. Schnell bekam ich meine Kundennummer per Mail mitgeteilt, auf meinem Mobiltelefon landete die SMS mit der PIN.
Auf dem Smartphone habe ich mich eingeloggt, klappte vorzüglich.
Mit den gleichen Daten wollte ich mich dann auf der Website einloggen, weil ich natürlich in die Tiefen des Systems vordringen möchte.
Nach fünfmaliger Eingabe von Kundennummer und Pin und dem fünfmaligen Hinweis, dass diese nicht zusammenpassen würden, wurde mein Zugang gesperrt.
Ein Anruf bei der kostenlosen Hotline ergab, dass man für den Webzugang ein anderes Passwort als für die App braucht.
Leider hat mich die Mail mit diesem Passwort aber nicht erreicht, das Touch&Travel-System hatte wohl Schluckauf. Kein Problem, die freundliche Dame am Telefon schickte mir stante pede eine neue Kennung zu und entsperrte meinen Zugang.
Ja, ich war richtig geil drauf, diese App zu testen. Und ich war bereit, sogar mehr als 1,20 Euro in der Rechnung zu zahlen. Ein Bekannter fährt morgens um 8.36 Uhr mit der S-Bahn durch Markt Schwaben. Check: um 9 Uhr ist diese Bahn am Ostbahnhof. Zwei Zonen, 5 Euro. Okay, also ein Heiermann der Neuzeit – wer geil ist, zahlt jeden Preis. Fast.
Ein Touch&Travel – Kasterl für NFC oder Barcode-Scan hat Markt Schwaben nicht. Ich habe also via App eine Standortbestimmung durchführen lassen. Und ich wurde sogar richtig in Markt Schwaben lokalisiert. Also: Fahrt begonnen. Am Ostbahnhof aus der Bahn heraus die Fahrt beendet. Die Betrag für die Fahrt würde mir später angezeigt. Okay. Kein Problem. Zumal ich ja im Verbund fahre und auf der Website geschrieben wird, dass man mehrere Fahrten gegebenfalls zu einem Tagesticket zusammenfassen würde.
Als ich später in einer Konferenz bin und zwischendrin meine Mails checke, sehe ich eine von Touch&Travel. Ah! Gleich aufmachen, ist sicher der Fahrtpreis drin aufgelistet. Weit gefehlt! Ich werde belehrt, dass ich die App außerhalb des Geltungsbereiches benutzt habe.
Und weiter: „Bei der oben genannten Fahrt berechnen wir die von Ihnen genutzte Strecke bis zum letzten Tarifpunkt innerhalb des Geltungsbereiches im Touch&Travel-System. Bitte beachten Sie, dass Sie für anderweitige Fahrten mit der Touch&Travel-App keine Fahrtberechtigung besitzen und im Falle einer Kontrolle mit einem erhöhten Beförderungsentgelt (EBE) zu rechnen haben.”
Verlasse Dich NIE auf das, was Du auf Websites liest: „DB Regio – Wir bieten Ihnen mit unseren Regionalzügen, S-Bahnen und Bussen über ein weit verzweigtes Regionalverkehrsnetz Anschluss in Ballungsräumen und in der Fläche.”
Gut, die S-Bahn München ist wohl nicht DB-Regio. Hätte ich als bahnaffiner Kunde eigentlich wissen müssen. Aber verliert man in der Geilheit nicht manchmal den Blick für sowas? Aber wenn ich mich doch einloggen und ausloggen darf? Jahaaa, die Unwissenheit schützt vor den Folgen nicht!
Jetzt sitze ich also da und warte auf die Rechnung von Touch&Travel.
Und werde Buße tun und meine Karten weiterhin am Automaten ziehen.
Immer diese falsch zu verstehende App-Economy.
(Ich werde den Bericht fortsetzen …)
Früher war alles einfacher: Man hatte ein Auto, der Sprit war billig, öffentliche Verkehrsmittel waren das Statussymbol von Schulkindern oder weniger Begüterten. Wer freiwillig auf das Auto verzichtete, wurde scheel angeguckt.
Angesichts knapper Ölreserven und fehlendem Platz in Städten, um ein Auto zu parken, ist das Auto heute nicht mehr das erste Mittel der Wahl.
Deswegen gibt es Überlegungen, wie man öffentliche und individuelle Mobilität miteinander kombinieren kann. Wie kann das aussehen, wenn Münchner nach Garmisch fahren möchte? Muss er das Auto nehmen oder kommt er als Bahnreisender beispielsweise auch über Garmisch hinaus und tiefer ins Oberland?
Dieser Frage ging letzte Woche das 10. Verkehrspodium der Hanns-Seidel-Stiftung nach. Martin Keil von BMW, Gunnar Heipp von der MVG, Markus Schildhauer vom ADFC, Professor Klaus Bogenberger von der Bundeswehr-Uni und Dr. Christoph Ebert von eGAP diskutierten unter der Leitung von Karl Heinz Keil (HSS).
Die Frage: Wie sieht die urbane Mobilität der Zukunft aus?
Rund 90 Besucher waren auf alle erdenklichen Arten, zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto, den Öffentlichen gekommen, um sich in einer exzellenten Veranstaltung zu informieren.
Vorweg: Auch Automobilkonzerne haben erkannt, dass Benzinschleudern nicht mehr zeitgemäß sind und entwickeln schon seit geraumer Zeit erfolgreich Autos mit Hybrid- oder Elektroantrieb.
Mehr noch: BMW als Beispiel investiert auch in Apps, also Applikationen für Mobilgeräte, die Vernetzung ermöglichen sollen. Der Gedanke ist reizvoll, kein eigenes Auto mehr zu haben und unterhalten, sondern am Endpunkt der Reise vom Zug auf das Leihauto umsteigen kann. Auch die Bahn bietet diesen Service bereits an. Bei BMW ist zumindest soviel klar, dass der Konzern die Autos maximal ein halbes Jahr im Leihpool lässt, dann werden sie ausgetauscht.
Martin Keil meinte dazu auf Nachfragen aus dem Publikum, dass das mit eine Garantie dafür sei, dass der Kunde gewartete Fahrzeuge übernehmen könne.
Eine andere Fortbewegungsart empfiehlt Markus Schildhauer vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub. Zusammen mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bietet man ein Klappfahrrad an, das zusammengefaltet nicht größer als ein Reisetrolley ist und so praktisch beim Umstieg in den Zug oder die S-Bahn mitgenommen werden kann.
Seine Kernaussage: Es braucht nicht mal ein eigenes Fahrrad, man wird sich bald auch Lastenfahrräder für den Einkauf ausleihen können.
Einen umfassenderen Ansatz will die Modellregion eGAP gehen. „Wie machen wir das“, fragte Dr. Christoph Ebert das Publikum, „wenn sich jemand in ländlicher Region ein Auto leihen will und wie kriegen wir das wieder an den Verleihpunkt zurück?“
Diese Fragen sollen in Forschungsprojekten wie eGAP geklärt werden. Die Modellregion Garmisch-Partenkirchen wurde mit Bedacht gewählt. Einerseits ländliche Struktur, gebirgige Region und andererseits touristisch attraktiv.
Ebert erläuterte, dass es darum geht, bestehende Verkehrsangebote wie Bus und Bahn im Konzept zu verknüpfen:
Zweieinhalb Jahre wird nun dieses Konzept, unter anderem mit Elektro-Fahrrädern und -Autos ausprobiert.
Bleibt zu hoffen, dass auch die Deutsche Bahn eine solche Universalfahrkarte auf die Reihe kriegt. Bei allen anderen Beteiligten besteht die Sicherheit, dass sie ihren Teil zum Gelingen beitragen werden.
Das Bild ist aus vielen Reportagen im Fernsehen bekannt: Horden von Schülern, die ungeduldig in die S-Bahn drängeln, sich auf Sitzen flätzen, in der Gruppe mutig werden, andere Fahrgäste, meistens schwächere Schüler, werden belästigt oder drangsaliert, manche vergreifen sich gar an der Inneneinrichtung. Oft überschreiten Schüler auch einfach die Bahngleise. Die Gefahr ist groß, der materielle Schaden immens, das Verhalten der Schüler unsozial.
Es muss aber nicht so sein. Die Deutsche Bahn bildet seit mehreren Jahren auch im Bereich der S-Bahn München Schülerbegleiter aus.
Dabei ist das Konzept denkbar einfach: Statt Erwachsene einzusetzen, die bei Jugendlichen eher Kopfschütteln oder Ignoranz ernten, setzt die Bahn auf Schüler. Wie Klaus Figur und Michael Siegel betonen, ist es viel wirksamer, dass Schüler die Gleichaltrigen auf Fehlverhalten hinweisen oder deeskalierend eingreifen.
Damit die Schüler das machen können (und dürfen!), werden sie von den beiden Lokführern geschult. Rund 60.000 Euro nimmt die S-Bahn München pro Jahr in die Hand, um den Schülerbegleitern den richtigen Umgang mit Krisensituationen beizubringen.
Die Schüler der 8. Jahrgangsstufe sollen dabei nicht Helden spielen, sondern dürfen nach Abschluss der Ausbildung selber entscheiden, ob sie in der S-Bahn eingreifen. „Wichtig“, so die Trainer, „ist, dass sich die Begleiter nicht selbst in Gefahr bringen.“
Für ihren Einsatz sind die Schülerbegleiter nun geehrt worden. Neben Norbert Klimt von der Deutschen Bahn und dem Präsidenten der Bundespolizeidirektion München, Hubert Steiger, war auch der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil auf der Bühne, um den Schülerbegleitern zu danken. Moderator Tim Wilhelm fragte den Minister:
Eine Schülerin schilderte im Interview auf der Bühne das Vorgehen als Begleiterin. Sie sparte nicht mit Kritik an anderen Fahrgäste, die in Konfliktsituationen nur zuschauen:
Die Idee zu Schülerbegleitern entstand in den 90er Jahren im Ruhrgebiet. Die Schäden, die randalierende Schüler an Fahrzeugen anrichteten, die Sicherheit, die während der Fahrt nicht gewährleistet war, hat die Verkehrsgesellschaft auf den Plan gebracht, neue Wege zu gehen:
700 Schüler haben bei der S-Bahn München die dreimonatige „Ausbildung“ bisher durchlaufen. Teilnehmen können grundsätzlich alle Schulen aus dem Einzugsgebiet der S-Bahn. Den Lohn für Ihren Einsatz bekamen die Schülerbegleiter nun mit einem Sommerfest vergolten. Die Bahn hatte neben Aktions- und Geschicklichkeitsspielen auch kreative Workshops im Angebot: Schminken wie ein Maskenbildner oder T-Shirts bemalen. Die Mittel für dieses Fest wurden übrigens nicht aus dem Ausbildungsetat genommen.
Zugegeben, der Blog-Titel ist ja schon fast fies geklaut. Reinhard Mey hat ein Chanson des Titels “50 – was, jetzt schon?” geschrieben. Genau dieses spielte mein MP3-Player aber gestern abend, als ich von einem Twittagessen in Rosenheim spät abends im Zug nach München fuhr, kurz mein Blog aufrief, einen Kommentar genehmigte und mir auffiel, dass ich kurz vor der 100 stand. Blogeintrag Nr. 50 hatte ich ja völlig verschusselt und einen “normalen” Artikel geschrieben, der 51. wurde dann zu einem Danke.
Natürlich kokettiere ich im Titel dieses Blogs auch damit, dass es Kollegen gibt, die ihren hundertsten Blogeintrag 100 Tage nach Beginn der Bloggerei eingetragen haben. Oder zumindest nahe dran, wenn ihnen das Kreisen um ihren Ernährungsstil Zeit ließ. Und es gibt Kollegen, die haben nach 50 Tagen die Quote 100 erfüllt. Ich gönne es ihnen.
Für mich hingegen ist es wichtiger, über Sachen zu schreiben, die Herzblut haben. Deswegen: Nicht jeden Tag ein Artikel.
Es muss nicht von jedem alles gesagt werden. Auch nicht von mir.
Vielleicht hätte ich dieses Blog ‘Mit Musik und Twittern zwischen GEMA und Bahn’ nennen sollen. Der Titel hätte etwas davon verraten, was die Schwerpunkte meines Schreibens sind: Die GEMA, der ich meinen bislang größten Erfolg zu verdanken habe, die Bahn, die ich liebevoll und streng begleite. Es geht um Social Media, ich habe den Generalvikar des Bistums Regensburg im Interview gehabt, einen Mittelschulrektor und Doro Bär.
Ich schreibe manchmal über Musik, ob klassisch, Volkslied oder Kinderlied.
Achja, das eine oder andere literarische Stück meiner Vergangenheit taucht auch immer mal wieder auf.
Das alles habe ich, als ich das Bloggen begann, nicht gewusst. Welche Themen mich finden würden, welche Leser, welche Kollegen.
Aber mittlerweile 70.000 Visits im Monats-Schnitt sind eine Marke.
In toto halte ich es für eine abwechslungsreiche Mischung. Nicht alles gefällt, nicht alles stößt auf Gegenliebe beim Leser. Ein über steinzeitliche Ernährung bloggender Kollege meint manches Mal zu erkennen, dass ich traurig sei. Nicht wirklich. Ich habe das Singen aufgeben müssen, weil die Stimme das nicht mehr aushält. 9 Monate Dauererkältung und Gesang haben ihr Opfer gefordert. Und da ich ja durchaus als Sprecher arbeite, beuge ich mich dem Urteil des Arztes.
Das hat mich in den letzten Monaten stiller, verhaltener, ruhiger und nachdenklicher werden lassen.
In dieser Zeit bin ich einem Menschen begegnet. Er gab mir seine Hand. Und ich lasse die so schnell nicht mehr los. ;)
Danke!
Auf die nächsten 100 Einträge.