Einblick, Rückblick und Ausblick

Die vergangene Woche war vollgepackt mit Terminen. Die einen freudig, die anderen traurig. So wia im richtigen Leben. Aber jeder einzelne Termin war es wert, ihn wahr genommen zu haben. Am Montag war Joachim Gauck in München und stellte sich bei den Wahlfrauen und -männern der CSU und deren Freunden vor. Nachzulesen ist das hier. Anschließend traf er sich mit den Fraktionen im Landtag. Ich hingegen ging in meine Kirchenchorprobe in St. Johann von Capistran.

Dienstag war Bilanzpressekonferenz der GEMA. Wichtigste Erkenntnis: Die Verwertungsgesellschaft hat die Bedeutung des Internets noch nicht erkannt. Stattdessen steht zu befürchten, dass die Bezirksdirektionen personell verstärkt mehr und mehr ausschwärmen, um Veranstaltungen zu kontrollieren. Und ACTA wollen sie auch. Pfründesicherung nennt man das wohl. Die Erkenntnis, dass Musik im Internet stattfindet, haben die Herrschaften wohl schon bekommen, allein: adäquate Umsetzung für Erlös-Sicherung ist nicht ihr Fachgebiet. Stattdessen wird restriktiv gehandelt, abgemahnt und prozessiert. Der Gedanke, dass sich hier eine Gesellschaft selber ins Abseits stellt und die besten Argumente für ihre Beerdigung liefert, drängt sich auf.

Beerdigungen der einen und anderen Art

Eine Beerdigung der ‘normalen Art’ erlebte ich am Mittwoch. Die Frau eines Chorkollegen wurde zu Grab getragen. Ich habe mich als Fotograf betätigt. Beerdigung und dann das ständige Klicken des Auslösers? Das stört doch die Feier, denkt ihr? Dachte ich genauso. Ich habe es aber dennoch gemacht. Für Wolfgang. Er hatte zwar Zeit, sich auf den Abschied seiner Frau vorzubereiten, sie war lange im Pflegeheim. Aber ich habe diesen Mann gesehen und gewusst: Es stärkt ihn, wenn er sich die Fotos dereinst anschauen kann. Das war mir Ansporn und Genehmigung genug. Und er hat es verstanden. Alles andere zählt nicht.

Der Jazz nimmt seit ein paar Jahren immer mehr Raum in meinem Leben ein. Es gab Hardcore-Zeiten, wo ich jeden Abend auf BR Klassik die Stunde Jazz aufzeichnete und am Samstag die radioJazznacht bei Bayern2. Da ich aber mehr und mehr Podcasts und andere Sendungen hören muss (beruflich und so), habe ich das aufgegeben. Aber am Donnerstag war wieder Jurysitzung fürs Jazzweekend in Regensburg. Und die Mitjuroren haben sich auch wieder über meinen Auflauf gefreut.

Das Netz, die Apple-Politik und eine Ausstellung

Am Freitag war der Netzpolitische Kongress der CSU in München. Hier habe ich eine Slideshow gemacht. Ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass große Teile der CSU so progressiv sein können. Als ich vor gut zehn Jahren mal kurz Mitglied war, war ich zu fortschrittlich. Aber das regelt sich. :) Mein Dank der Woche geht an @Fran_Muc, die mich eingeladen hat. Und unter uns gesagt: Ich bin von ihr begeistert. Sie folgt mir seit langer Zeit auf Twitter und sie hat nen sehr klaren Blick. Ich wünsche mir mehr solche Menschen. :)

Das Wochenende habe ich mir freigenommen. Naja, nicht so ganz. Ich wollte am Samstag eine Slideshow zum #csunk2 machen. Ich habe die O-Töne gewichtet, die Foto gesichtet, geschnitten, geschrieben, eingesprochen. Und dann: iMovie von Apple funktioniert nicht mehr. Ich hatte das Programm im Dezember das letzte Mal hergenommen, nichts geändert und nichts installiert – und: es machte nicht mehr, was ich wollte. Ich habe dann beim Apple-Support angerufen, den ich noch nie brauchte. Ich habe einige Apple-Produkte. Denkste, dass du dann Hilfe kriegst. Nur gegen Zahlung eines Support-Tickets. Die Entscheidung, mein iPad an Weihnachten verkauft zu haben, bereue ich nicht. Der iPod wird, wenn er nicht mehr funktioniert, ausgetauscht gegen einen Player, der auch ogg-vorbis kann. Das Macbook ist auch ersetzbar, momentan dient es nur noch zum Aufzeichen von Radio und Fernsehen, daneben zum Twittern. Die Slideshow habe ich dann Sonntag früh mit ‘vonStolzing’ gemacht. Das ist mein Linux-Notebook. Apple hat mich mit seiner Geschäftspolitik sehr enttäuscht und ich gelobe, dass mir nie mehr ein Produkt dieser Firma ins Haus kommt.

Was kommt

Die nächste Woche wird ruhiger. Montagabend Chorprobe, Mittwoch Pressekonferenz im Lokschuppen Rosenheim. Neben der Vorstellung der neuen Ausstellung Tiefsee will ich ein Interview mit der Frau machen, die Social Media betreut. SocMed ist ja mein Thema, so, wie für Joachim Gauck die Freiheit. Am Donnerstag habe ich dann ein Interview mit Mitarbeitern des Bistum Regensburg, auch hier geht es um Social Media. Am Sonntag singen wir dann mit Chor und Schola in Johann von Capistran.

Stay tuned! ;)

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In der Kategorie Allgemein, Medien, Social Media am 18.03.12 um 21:00 Uhr veröffentlicht.
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Wochenausblick

Am Montag treffe ich den wohl künftigen Bundespräsidenten Joachim Gauck. Ich bin gespannt, was er sagen wird und ob ich ein kleines Interview mit ihm bekomme.

Anschliessend gehts in die Kirchenchorprobe in St. Johann von Capistran. Wir üben Motetten, Gregorianik und Liturgiegesänge für Ostern und die Messe in G-Dur von Franz Schubert.

Dienstag ist Bilanzpressekonferenz der GEMA. Interessant wird der Termin wahrscheinlich dadurch, dass am selben Tag der Musik-Streaming-Dienst Spotify startet.

Der Freitag wird durch den Netzpolitischen Kongress der CSU in München geprägt.

Was an den anderen Tagen passiert? Sicher Schreibarbeit – was sonst passiert, vielleicht kann ich nächste Woche zurückblickend berichten.

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In der Kategorie Allgemein am 11.03.12 um 21:19 Uhr veröffentlicht.
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Reisepläne

Diese Woche wird sehr interessant. Am Montag ist wieder Chorprobe in St. Johannes von Capistran.

Seit Oktober singe ich da nun im Chor mit und freue mich auf die Proben und – natürlich auf die Gottesdienstgestaltungen. Ein lieber Ex-Dozent hatte mich zu einem Konzert eingeladen, ich war so begeistert, dass ich, obwohl in Markt Schwaben wohnend, die kleine Reise nach München auf mich nehme, um mit engagierten Mitsängern schöne Stunden zu erleben.

Am Dienstag geht es in der Früh um 8 Uhr los nach Berlin. Ich habe die Gelegenheit, den Freischütz in einer unstrittenen, teilweise als sexistisch bezeichneten Inszenierung von Calixto Bieito an der Komischen Oper zu erleben.  Hier eine Kritik der Zeitung Der Freitag. Als Max brilliert mein Twitterfreund Vincent Wolfsteiner. Ich bin unglaublich gespannt auf die Inszenierung und wünsche Vincent alles erdenklich Gute!

 

DLF-Intendant Willi Steul

DLF-Intendant Dr. Willi Steul

Nach einem ausgiebigen Frühstück begebe ich mich Mittwochmittag ins tazcafé in der Rudi-Dutschke-Straße. Dort treffe ich eine Bekannte, mit der ich Dinge berede (das ist jetzt sicher ne Twitterformulierung ;) ), über die ich zu gegebener Zeit sicher ausführlicher berichten werde. Die Bekannte bekommt auch eine Portion meines schon gerühmten Auflaufes. Ich hoffe, dass der Auflauf die Reise überlebt. Am frühen Abend ziehe ich dann weiter zur HIIG, wo der Deutschlandfunk die Plattform Diskurs@Deutschlandfunk eröffnet. Anfang des Jahres war ich ja in Köln zum 50. Geburtstag des Deutschlandfunk, der nicht mit Buchsbaumfeier, sondern mit einer interessanten, zweitägigen Veranstaltung im Funkhaus gefeiert wurde. Hier habe ich ja drüber berichtet.

 

Der Mittwochabend klingt dann mit einem sehr interessanten Treffen aus. Ich habe über Twitter, Facebook und Google+ Kontakt zu einem Medienschaffenden bekommen, der ja schon für Furore im Netz gesorgt hat. Sebastian Pertsch hat sich als ‘Rockbär’ einen Namen gemacht, weil er die Social-Media-Aktivitäten verschiedener Radiosender untersuchte und Charts einführte. Seit letztem Mai hat er an einer neuen Website gebastelt, die nun die verschiedenen Medien in Deutschland, der Schweiz und Österreich in Hinsicht auf Social Media untersucht. Hier geht es zu traxy.de

Tja. Und am Donnerstag geht es wieder nach Hause.

Vielleicht kann ich Euch dann schon zwei neue Blogeinträge bieten. Einen zum Freischütz mit kurzen Impressionen und einen zur Veranstaltung des Deutschlandfunks. Vielleicht auch noch ein paar garnierende Eindrücke zum Besuch eines fast wirklichen Oberbayern in der Hauptstadt. Den Freitag nutze ich nach einer Ausschlafphase dann sicher für die Steuer, und Samstag und Sonntag habe ich mir noch nichts vorgenommen. Aber wer weiß, was mich bis dahin schon wieder an- und umtreibt.

Schöne Woche!

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In der Kategorie Reise am 05.02.12 um 18:48 Uhr veröffentlicht.
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