Nachgelegt – Die Musik im “Dudelradio Kultur”

Wie in meinem Post ‘Dudelradio Kultur – Eine Replik’ schon angekündigt, will ich mich in dieser Woche mal mit der Musik der Ortszeit von Deutschlandradio Kultur auseinandersetzen. Alan Posener hatte sich in der Online-Ausgabe der Welt über das langweilige Programm des Frühmagazins beklagt. Zu Unrecht, wie ich meine. Meine generellen Einschätzungen habe ich schon niedergeschrieben, hier nun exemplarisch eine Kurzfassung der Sendestunde von Montag, 12.03.2012, 7 – 8 Uhr:

Nachrichten

Moderation: Themenübersicht

Musik:  R.E.M. – ÜBerlin

Korrespondentenbericht: Angela Merkel besucht die deutschen Soldaten in Afghanistan (nach dem Amoklauf eines US-Soldaten),

anschliessend Schaltung nach Washington (Reaktionen der Präsidentschaftskandidaten auf den Amoklauf)

Musik: Emeli Sandé – Lifetime

Rubrik: Kulturtipp

Jingle/Anmoderation zum Politischen Feuilleton

Musik: Sergio Cammariere – Cantautore Piccolino

Programmtipp, dann Kulturnachrichten

Kurze Moderation, dann ein Korrespondentenbericht zu Westerwelle und Syrien

Tahiti 80 – Easy

Korrespondentenbericht von Klaus Kastan zu Mitt Romney (parteiinterner Wahlkampf)

Orpheus Chamber Orchestra New York – aus: Symphonie Nr.63 C-dur Hob.I Nr.63

Moderation über den Newcomer Michael Kiwanuka (?) – Verweis auf CD der Woche

Michael Kiwanuka – Tell me a tale

Treffen der Finanzminister zu Griechenland / Interview mit Markus Ferber, CSU-MdEP

Muriel Zoe – Stop

Die Musik empfinde ich als unaufgeregt, abwechslungsreich und wenn ich nicht fürs Protokoll mitgeschrieben hätte, dann wäre sie für mich das gewesen, was sie sein soll: Die Möglichkeit, über das Gehörte noch einmal nachzudenken. ‘Neuere’ Musik würde mich (abgesehen vom Tipp zur CD der Woche) davon abhalten und erscheint kontraproduktiv. Wenn ich sowas haben will, dann bediene ich mich gerne eines Verleger-Radios.

Es war so ziemlich aus allen Musikfarben etwas dabei, ein Gemischtwarenladen, der sicher auch im Blick hat, niemanden zu verschrecken oder zum Abschalten zu verleiten. Ich finde das legitim. Ob ich diese Bandbreite an Musik jemals in einem Verleger-Radio hören werde? Wer sich über meine Auflistung hinaus einen Überblick über die Musik in der Ortszeit verschaffen will, kann das hier tun. Die Playlists sind recht aktuell gehalten. Die sachliche, ruhige Art der Ortszeit, die Unaufgeregtheit in der Berichterstattung ist eine Insel am Morgen, ähnlich wie auf bayerischer Ebene Bayern2. Ich jedenfalls fühle mich nach einer Stunde informiert und gut unterhalten.

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In der Kategorie Medien, Musik am 12.03.12 um 08:37 Uhr veröffentlicht.
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