Im Internet, dort wo die Drossel wirkt, Telekom,
und Deine Flat zur Highspeed-Bremse wird, Telekom,
und Videos ruckeln wie 2002,
da ist der Netzzugang auch nicht mehr frei.
Wenn es stimmen sollte, was das Fanboy-Blog berichtet, dann soll die D(ro)S(se)L-Flat der Telekom bald ähnlich Geschwindigkeits-reduziert sein, wie wir das vom Mobilfunk her kennen. Die Geschichte geistert schon seit ein paar Tagen durch das Netz. Ich habe mich des Volksliedes „Im grünen Wald, dort wo die Drossel singt” bedient und anstelle eines Gstanzls eine neue erste Strophe getextet. – Mein Kommentar.
Zum Jahreswechsel hatte ich angekündigt, dass ich ab diesem Jahr öfters wieder akustisch in Erscheinung treten will. An der einen oder anderen Stelle in meinem Blog bin ich mittlerweile zu hören. Dazu kommt ab sofort noch ein weiteres Feld: „Korrespondenten-Berichte” für einen Nachrichten-Podcast. Bei diesem Podcast handelt es sich um ein Satireformat der Online-Publikation „Eine Zeitung”. Mein Kollege Sebastian Pertsch erstellt die Nachrichten, spricht und produziert sie. Vor ein paar Wochen habe ich meine Stimme hergegeben, um den „Nachrichten” ein neues Intro zu verleihen, seit der letzten Ausgabe bin ich auch als „Korrespondent” mit dabei.
Mir macht die Sache unglaublich Spaß. Selbigen wünsche ich auch Ihnen beim Anhören.
Hier geht es zum aktuellen Podcast.
… In Kirchenkreisen, meist evangelischen, ist es Brauch, dass man in der Fastenzeit auf etwas verzichtet. Die Fastenzeit umfasst sieben Wochen. Ich bin in den letzten zwei Wochen verhaltener geworden und habe nachgedacht. Nach der Weihnachtspause war ich auf vielen Hochzeiten unterwegs, viele Termine, viele Dinge. Und die Erkenntnis: Ich brenne an beiden Enden wie die bildliche Kerze. Nahestehende Menschen, Freunde, haben mir schon vor Weihnachten gesagt, dass ich viel mache. Eigentlich haben diese Freunde gesagt, dass ich zu viel mache.
Diese Freunde haben Recht. Ich war zu viel unterwegs, habe mich zu viel zerfasert, habe versucht, viele Sachen in meine journalistische Arbeit zu integrieren. Und dabei habe ich, Lesern meines Blogs ist es nicht verborgen geblieben, vieles nicht mehr berichtet, nicht mehr thematisiert. Deswegen will ich die Fastenzeit nutzen, um mich auf einige Sachen zu besinnen.
Ich möchte einfach wieder mehr Mensch und Journalist werden, ohne die mir übertragenen Aufgaben zu vernachlässigen.
Ja, ich gebe es zu, ich habe mir viel vorgenommen.
· Ohne Tabak
Einfach mal nicht rauchen, auch wenn mir danach ist. Seit 20 Jahren merke ich, dass ich gerne zur Zigarette greife, wenn ich Langeweile habe. Nicht gerechnet die halb gerauchte Kippe auf dem Weg zur U- oder S-Bahn. Und die Verwunderung darüber, dass ich diese Zeiten gut überbrücken kann, weil es kurze Zeiten sind. Ich war heute von 9 bis 15 Uhr unterwegs und hatte keinen Tabak dabei … und ich habe keinen Augenblick die Kippe vermisst. Sollte also gehen. :)
· Ohne Alkohol
Viel zu oft komme ich abends heim und genieße noch ein Bier oder ein Glas Rotwein. Oder war auf einer Veranstaltung und habe ein Glas Rotwein oder Bier (oder auch zwei) getrunken. Muss auch nicht sein, Gespräche bei Terminen kann man auch ohne Alkohol führen. Einfach so.
· Ohne Fleisch
Zuviel Fleisch esse ich eigentlich erst, seit ich vor einem Jahr meinen Dampfgarer in Betrieb genommen habe, sieht man von Burger-Kost oder Currywurst und dergleichen ab. Muss eigentlich auch nicht sein.
Insofern sind die ersten drei Punkte Genuss-Punkte. Nicht einfach abzustellen, aber ich versuche das.
· Ohne Jazz
Himmel. Wer mich kennt, weiß, dass ich ohne Musik nicht sein kann. Und der Jazz gehört zu meinem Leben, irgendwie. Nachdem ich dieses Jahr nicht in der Jury zum Bayerischen Jazzweekend sein werde, was sehr positiv ist, da ich unabhängiger sein werde, versuche ich, ein echtes Opfer zu bringen und bis Ostern keinen Jazz zu hören. Aber auch keine Liedermacher oder Ernst Mosch. Lieber abends mal hinlegen und die ca. 15 Bücher lesen, die sich mit mir mein Bett teilen.
· Ohne Alter Ego
Ich liebe meinen privaten Twitter-Account „Hynkl”, ich brauche ihn, damit ich Gedanken abseits des ach so wichtigen Medienaccounts äußern kann, damit ich nicht ersticke am Irrsinn dieser Welt. Aber ich habe auch gemerkt, dass ich der Verantwortung für Hynkl, mein privates Ego, nicht immer gerecht werden kann. Seit Oktober habe ich immer wieder Auszeiten probiert und musste doch immer reaktivieren, weil mich zu viel umtrieb. Weil mich zu viel aufregte. Und nach ein paar Tagen merkte ich, dass ich seiner überdrüssig wurde. Deswegen ist das vielleicht mein größter Verzicht: Einfach mal die Schnauze halten und nix sagen, auch wenn die Finger jucken. Sollte Hynkl wieder notwendig werden, dann kommt er wieder.
Aber ich versuche das alles einmal.
Scheitern inklusive.
…auch das Recht?
Die Münchener Juristische Gesellschaft hatte ein echtes Highlight aufzubieten: Der Passauer Rechtsprofessor Dr. Dirk Heckmann hielt vor Standeskollegen einen Vortrag zum Internet und den damit verbundenen Rechtsfolgen. Heckmann ist CSU-Netzrat und war vor 15 Jahren einer der ersten, der sich mit dem Internet und seiner juristischen Komponente auseinandersetzte. Er ist an der Universität Passau Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und Internetrecht.
Alle Aspekte seines Vortrages sollen hier nicht beleuchtet werden.
Professor Heckmann schlug einen Bogen von dem Vortrag vor 15 Jahren, bei dem er noch belächelt wurde bis hin zu den dringlichen Problemen des Internets von heute. Er zeigte die Dilemmata auf, die das Internet mit sich bringt. Eine kurze Verschriftung:
Nach Heckmann gibt es bei der freiheitlichen Internet-Nutzung folgende Problempunkte:
Die Anonymität in digitalen Welten – schon die Kirchen haben in den Osterbotschaften des letzten Jahres die Abschaffung der Anonymität im Netz gefordert. Dem widerspricht §5 GG (Meinungsfreiheit). Nach Heckmann ist nicht nur das berechtigte Interesse von Geschmähten zu berücksichtigen, dass die Urheber gefunden werden, sondern auch die wie im Falle des „Spick-mich-Urteils” von höchster richterlicher Stelle bestätigte Anonymität zu berücksichtigen. Allein das Vorhandensein von Foren, die HIV-erkrankten Menschen helfen wollen oder solchen, die sich mit Suizidgedanken tragen, rechtfertigt die Anonymität des Internets. Kein Mensch würde mehr diese Foren in Anspruch nehmen, wenn sein Besuch von Providern registriert würde. Hier gilt laut Heckmann: „Die Anonymität ist auch ein Segen.”
Denn: Ein bisschen anonym gibt es ebenso wenig wie ein bisschen schwanger.
Ein zweiter Punkt ist die Selbstbestimmung in komplexen Systemen: Der Staat hat eine gewisse Schutzpflicht. Aber vordringlicher ist, dass jeder User Medienkompetenz hat.
Der dritte Punkt, den Professor Heckmann anführt, sind die Geschäftsmodelle in sozialisierten Umgebungen: seiner Meinung nach fehlt das probate Geschäftsmodell. Das zielt unter anderem in Richtung der Verleger, aber auch anderer Parteien, die eine Kulturflatrate fordern. Heckmann zweifelt am Sinn einer Kulturflatrate: Es braucht individuelle Angebote und Erlösmodelle.
Professor Heckmann rät, dass man nicht resignieren soll.
Er meint:
· Kompensieren (durch Anonymitätsfolgenausgleich)
· Konfigurieren (durch technischen Datenschutz)
· Korrigieren (durch technikkonformes Urheberrecht)
bringen eine Rechtssicherheit im Web 2.0. Wie sich das im Einzelnen ausgestaltet, wird eine der großen Aufgaben unserer digitalen Gesellschaft sein.
Heckmanns Fazit ist jedenfalls: Das Internet schafft Transparenz und Fülle.
Noch ein paar schattenrissartige Gedanken. Nach Heckmann ist die
Gesellschaft 1.0 = Law in books (Gesetz in Büchern)
Gesellschaft 2.0 = Law in Action (Gesetz im Handeln)
Gesellschaft 3.0 = Law in Interaction (Gesetz in der Interaktion, die Gesellschaft 3.0 ist das, wo Heckmann die Internet-Gemeinde sieht: Im Web 3.0)
Professor Heckmann hat in der Diskussion noch etwas bemerkenswertes gesagt und manchem aus der Seele gesprochen: Manche Geschäftsmodelle werden nicht überleben. Das haben wir bei der Industriellen Revolution erlebt. Und die haben wir auch überlebt:
Vielleicht mag das auch den derzeit in der Klemme befindlichen Verlegern ein Fingerzeig sein.
Ein Satz von Dirk Heckmann war sehr bezeichnend: „Wir müssen eine Zeitlang mit Rechtsverletzungen leben.” Jede neue Technologie birgt neben den Chancen auch immer Gefahren und Rechtsverstöße. Ein freies Internet wird aber nur da sein, so mein Schluss, wenn alle gesellschaftlichen Kräfte an der Lösung der Aufgaben mitwirken.
Manchmal kann das auch der Protest auf der Straße sein, wie bei ACTA:
Der netzpolitische Arbeitskreis der CSU, der @CSU_net, wird ein Jahr alt. Vor einem Jahr von vielen belächelt, schien das Internet doch eher in Piraten-Hand zu sein und die CSU so völlig deplatziert, hat CSU_net Position bezogen, sich gegen ACTA und VDS ausgesprochen und ist damit in manchem konträr zum „Mutterschiff”. Dorothee Bär, stellvertretende Generalsekretärin der CSU und Vorsitzende, zog Bilanz und erinnerte in ihrer Rede an den Beginn im Herbst 2011, als es einer der ersten Tweets, der sich gegen die Vorratsdatenspeicherung richtete, bis in die Tagesschau schaffte und für Aufsehen sorgte:
Für das Ziel, dass sich Menschen auch weiterhin ACTA oder INDECT nicht gefallen lassen, wird der CSU_net auch weiterhin kämpfen, betonte Bär.
Einen breiten Raum nahm die Podiumsdiskussion ein, die sich hauptsächlich um das Thema Medienkompetenz drehte. Interessant war, dass eine für viele unbekannte Podiumsform praktiziert wurde: Fishbowl. Das heißt, dass ein Stuhl auf dem Podium leer bleibt und sich Panelzuhörer spontan einbringen können und neben den Diskutanten den freien Platz einnehmen. Nun ist das Thema Medienkompetenz eines, das mich auch immer wieder umtreibt. Lehrer müssen fit sein in puncto Internet und neue Medien, damit sie ihren Schülern Hilfestellung geben können. Es freut mich, dass Professor Gabriele Goderbauer-Marchner das ähnlich sieht und mit der Fachkompetenz einer Journalismus-Dozentin forderte, dass die Medienausbildung schon im universitären Bereich angesiedelt werden sollte und in der Schule selber Medienunterricht einen großen Stellenwert einnehmen soll. Ein Ausschnitt:
Ältester Teilnehmer aus dem Publikum war ein über 70jähriger, der selber Soziale Medien nutzt, er twittert zum Beispiel. Ihn als Kronzeugen zu benennen, was die Nutzung des Internets durch Digital Immigrants angeht (= Menschen, die nicht mit dem Computer aufgewachsen sind), würde zu weit führen. Ein gutes Beispiel ist er auf jeden Fall, dass man die Scheu vor dem Netz sehr gut verlieren kann und bei Seminaren von Medientrainern, Internet-Erklärern oder Bildungseinrichtungen lernen kann, sich sicher im Internet zu bewegen. Das soll Mut machen.
Im März dieses Jahres forderte Dorothee Bär auf dem Netzkongress der CSU, dass jedes Kind in der Schule einen Tablet-PC bekommen solle. Der CSU_net macht sich stark, dass Haushaltsmittel eingesetzt werden, um die Digitale Kompetenz der Schüler zu stärken. Sponsoring müss aber sehr genau angeschaut werden, um sich nicht in Abhängigkeiten zu begeben oder einen Monopolisten zu fördern:
Zwei Anträge wurden einstimmig verabschiedet: Einmal sprachen sich die Mitglieder des CSU_net dafür aus, dass das Depublizieren öffentlich-rechter Inhalte im Internet nach 7 Tagen rückgängig gemacht wird. Aus der Antragsbegründung: „Das gesetzlich vorgeschriebene „Depublizieren“ konterkariert auch den journalistischen Arbeitsaufwand, der hinter jedem einzelnen Beitrag steckt. Der Recherche- und Bearbeitungsaufwand, die Gründlichkeit der Arbeit, die zu Recht zum Grundverständnis des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehört, findet keine Würdigung in der Vorschrift, die geschaffenen Produkte der Öffentlichkeit nach kurzer Frist nachhaltig zu entziehen.”
Der andere Antrag befasste sich mit der Ermittlung von Straftaten im Netz. Sicherheitsbehörden sollen fachlich und personell so ausgestattet werden, dass sie in der Lage sind, erfolgsorientiert arbeiten zu können. Dabei ist dem CSU_net wichtig, dass es nicht um Überwachungsmaßnahmen in sozialen Netzen und die sinnlose Speicherung von Daten geht: „Bei den Ermittlungen muss dabei der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und des Datenschutzes gewährt bleiben. Maßnahmen wie die anlasslose Speicherung von Daten oder Überwachung der privaten Kommunikation – auch in sozialen Netzen – lehnen wir ab.”
Der einjährige Geburstag des CSU_net wurde auch gefeiert. Bescheiden, wie es sich für einen Arbeitskreis der CSU gehört und mit #lila Schokolade, die Landesgeschäftsführer Ludwig Reicherstorfer spendierte:
Jeder, der zur #csunetcon12 erschien, bekam ein Poloshirts mit Logo-Aufdruck, gesponsert von Ralph Mahlo, Unternehmer und Mitglied im netzpolitischen Arbeitskreis der CSU.
Die komplette Rede von Dorothee Bär findet sich hier zum Download (rechte Maustaste!) als mp3 und als ogg-vorbis (25 min 30; ca. 25/14 MB)
… oder: Stefan Körner erklärt uns, warum das Internet kein rechtsfreier Raum ist und, dass es einen Shitstorm auch analog gab und gibt.
Der Presseclub München war mit einer Diskussionsrunde auf den Medientagen München zu Gast. Thema: „Die neue Macht des Internets”. Parallel dazu haben heute zwei bundesweit bekannte Piraten ihren Rückzug aus der Parteispitze bekanntgegeben. Die noch junge Partei ist in unruhigem Fahrwasser. Die Querelen und Streitereien, die man auch täglich via Twitter verfolgen kann, überdecken die Sachthemen der Piraten.
Dazu kommen Themenbereiche, die von anderen Parteien grundsätzlich anders bewertet werden. Damit meine ich unter anderem das Internet und den rechtsfreien Raum, der damit nicht verbunden sein darf.
In einem zweiten Take erklärt Stefan Körner, was es mit dem Shitstorm auf sich hat. Eigentlich gibt es den auch analog, in den klassischen Debatten – oder in den Leserbriefen der Heimatzeitung. Unterschied: Im Internet ist es etwas heftiger und nicht gefiltert.
Für den politischen Betrieb wäre es sinnvoll, wenn auch bei den Piraten Ruhe einkehrt. Selbstfindungsprozess hin oder her.
Mein Rat an (Partei-)Freund und Feind: Messt Politiker an ihren Aussagen.
Angenehm, wenn sie ruhig, aber bestimmt vorgetragen werden.
Im September ist Weltkindertag. Weltweit erinnern 145 Staaten daran, dass auch Kinder Rechte haben. Deutschland hat dafür den 20. September festgelegt. 1989 wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen eingeführt. Das Kinderportal der evangelischen Kirche www.kirche-entdecken.de nimmt den Weltkindertag zum Anlass für ein Kinderrechtequiz, das vom 1. bis 30. September auf der Seite läuft.
Nicola Rössert, die in der Abteilung Vernetzte Kirche / Internet im Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. für kirche-entdecken.de zuständig ist, erklärt, dass Kinderrechte oft missachtet werden und viele Kinder nicht mal um ihre Rechte wissen. Nicht nur in Ländern der Dritten Welt, sondern auch bei uns in Deutschland.
Hand aufs Herz: Wissen Sie auf Anhieb, ob Eltern die Briefe ihrer Kinder aufmachen dürfen? Sie dürfen es nicht.
Das Briefgeheimnis gilt auch für Kinder.

Nicola Rössert von @vernetztekirche
Daneben haben Kinder das Recht auf gesunde Ernährung, auf Spiel und Freizeit und – auf freie Meinungsäußerung. Bei kirche-entdecken.de gibt es das ganze Jahr hindurch Aktionen für Kinder. Nicht immer muss es direkt mit Kirche und Religion zu tun haben, findet Nicola Rössert.
Speziell zum Weltkindertag hat Kira, die Kirchenelster sich etwas Besonderes einfallen lassen. Ein Quiz, in dem Kinder sich spielerisch über ihre Rechte informieren können:
Wenn man eine falsche Antwort anklickt, scheidet man nicht aus aus dem Quiz. Es ist so programmiert, dass auf dem Bildschirm die richtige Antwort erscheint, bevor es mit der nächsten Frage weitergeht.
Es gibt Sachpreise zu gewinnen. Dazu muss man seine eMail-Adresse angeben. Nicola Rössert betont, dass es Kira am Herzen liegt, den Datenschutz zu beachten:
www.kirche-entdecken.de ist das erste Internet-Angebot der evangelischen Kirchen für Kinder. Unter den Fittichen der frechen Kirchenelster Kira können Mädchen und Jungen seit 2005 die unterschiedlichen Räume einer virtuellen Kirche entdecken. Sie können in Schränken wühlen, auf der Orgel spielen, dazu singen oder sich Geschichten vorlesen lassen. Die Seite vermittelt informelles Wissen über die christliche Religion und ermöglicht auch Kindern, die keinen Kontakt zu einer Kirchengemeinde haben, Erfahrungen mit dem Kirchenraum zu machen und sich gleichzeitig mit ihrem eigenen oder einem fremden Glauben auseinanderzusetzen. Ein Infoplakat für Gemeinden, Eltern und Interessierte findet sich hier.
Die Vorhut ist schon in Dornbirn zugange. Gestern wurde mir von „Gustavf” dieses Foto der Helfer zugespielt. :) Von Freitag bis Sonntag treffen sich rund 150 Wikipedianer aus der Schweiz, Österreich und Deutschland in Dornbirn (Vorarlberg), um in Workshops und Panels daran zu arbeiten, dass die Online-Enzyklopädie besser wird. In einer Podiumsdiskussion am Samstagabend wird es heiß hergehen: Ein Thema wird der Schwund an Freiwilligen sein, die für Wikipedia schreiben.
Die FH Vorarlberg sorgt für die Räume und die Infrastruktur.
Ich werde selber vor Ort sein und per Blog und Podcast berichten.
Fotos und Podcasts gibt es bei Wuala zur Verwendung gemäß CC-BY-NC-SA-Lizenz.
Gerne stehe ich auch Medienpartnern für Berichte zur Verfügung.
Hashtag auf Twitter ist #wikicon.
Fotocredit: Gustavf, Bild kann frei verwendet werden.
Ein Saal in Oberbayern. Scheinwerfer leuchten eine Bühne aus, eine Kamera ist an der Seite aufgestellt und soll das Geschehen auf der Bühne einfangen. Über die Tischreihen im Saal verteilt: Steckdosenleisten. Zwischen den Tischen sind die Kabel am Boden sauber mit Gewebeband befestigt. Keine Stolperfalle. Piraten-Parteitag in Peißenberg. Die Oberbayern wählen eine neue Führung.
Bei der Anmeldung im Vorraum registrieren sich ruhig und unaufgeregt die Teilnehmer für den Parteitag, im Saal nehmen sie Platz, diskutieren in Grüppchen, richten ihre Laptops und Tablets ein, versuchen, in das freie WLAN zu kommen, wenn sie nicht ein eigenes Mobile dabei haben, um im Netz zu sein. Man fragt einen Kollegen, wenn man nicht zurecht kommt, wie das mit diesem WLAN geht.
Eine Minute vor 11 Uhr geht es dann los. Der Versammlungsleiter ergreift das Wort. Überpünktlich. Soviel Disziplin haben doch sonst nur etablierte Parteien?
Allerdings wäre der Bezirksparteitag beinahe auch wieder zu Ende gewesen. Nur nach mehrfacher Nachfrage durch den Versammlungsleiter fanden sich zwei Protokollführer. Den Rest der Parteitags-Mannschaft zusammenzustellen, ging dagegen recht schnell über die Bühne. Innerhalb von 12 Minuten stand das Team.
Die Erklärung der Geschäftsordnung beginnt, nach sechs Minuten ist sie angenommen.
Einziger Punkt, der debattiert werden musste: Eine geheime Abstimmung. Das wird angenommen, ein Quorum von 5 Mitgliedern ist notwendig, um eine solche durchzukriegen.
Einen kleinen Formalmangel gilt es zu bemerken, wie mich mein Nachbar Victor Fuchs, erfahrener Parteitagsgänger aufklärt: Die fristgerechte Ladung zu protokollieren, sollte am Anfang eines Parteitages stehen.
Presse und Gäste werden uneingeschränkt zugelassen, einzige Einschränkung später: Bei den Wahlgängen darf nicht fotografiert werden.
Die Piraten haben aus dem letzten Bundesparteitag gelernt. Und ehrlich: Ist es wirklich so interessant, abzulichten, wie Mitglied XY einen Zettel in einen Kasten steckt?
129 stimmberechtige Mitglieder sind im Saal. Sie werden einen neuen Vorstand wählen. Der alte tritt nach 9 Monaten nur noch in Teilen an. Bevor es so weit ist, wird in basisdemokratischer Form über die Tagesordnung gestritten. Aber 38 Minuten nach Eröffung des Parteitages kann verkündet werden: Heureka, wir haben eine Tagesordnung.
Die bisherige Bezirksvorsitzende Emmanuelle Roser legt einen Tätigkeitsbericht ab. Kurzgefaßt: Zwei von sieben gewählten Vorstandsmitgliedern sind abhanden gekommen.
Aber seit letztem November wurden 8 Kreisverbände gegründet. Insgesamt gibt es nun 3050 Piraten in Oberbayern.
In zwei Bürgermeisterwahlen in Landsberg und Reichenhall schickten die Piraten Kandidaten.
Außerhalb von München wurde die Sichtbarkeit der Piraten deutlich verbessert.
Roser merkte an, dass die Piraten in Oberbayern nun flächendeckend vertreten seien, der Vorstand habe die fünftgrößte Gliederung in Deutschland. Sie wurde, so die scheidende Bezirkschefin, durch stürmische Zeiten gelenkt.
Danach folgte der Kassenbericht des Schatzmeisters Nikolaus Jaroslawsky.
Rund 63.000 Euro hat der Bezirksverband finanziell zur Verfügung.
In einer sauber gestalteten Tabelle listet der Schatzmeister die Posten auf, per Beamer auf der Leinwand abzulesen.
Auf eine Besonderheit ging er ein: Der Bezirk Oberbayern gab dem Landesverband Bremen ein Gründungs-Darlehen, dieses wurde letzte Woche zurückgezahlt.
Fazit: Der Bezirk ist nicht pleite, das Geld kann genutzt werden. Eine Vertreterin der Rechnungsprüfer merkte anschließend an, dass der Schatzmeister, der das Amt auch interim übernahm, mehrfach auf sie zugekommen sei und gebeten habe, über die Kasse zu schauen. Die Prüferin voll des Lobes: „Das ist mir noch in keinem anderen Verband passiert.”
Jaroslawsky wurde wie der Vorstand entlastet.
Dann stehen die Neuwahlen auf dem Programm.
Als Kandidaten für den Bezirksvorsitz kandidieren Franz Josef Bachhuber und Roland „ValiDOM” Jungnickel.
Der eine eher der bodenständige Niederbayer, „Typ Opfesaft”, ehedem in der SPD aktiv und danach CSU-Wähler. Der andere, Jungnickel, kommt aus Dresden, seine Aussagen sind eher plakativ, mit Schlagworten gespickt.
Ein großer Unterschied: Der Ältere hält eine freie Rede beim „Kandidatengrillen”, der andere liest ab. Bachhuber wirkt anfangs unsicher, holt aber deutlich auf, als die Fragen eher seine Themen treffen.
Das alleine reichte Bachhuber aber nicht: Jungnickel wurde im ersten Wahlgang zum Vorsitzenden der oberbayerischen Piraten gewählt (89 zu 59 Stimmen).
Ein klares Votum.
Ebenso wurde Nikolaus Jaroslawsky eindeutig als Schatzmeister gewählt.
Fotos vom Bezirksparteitag:
Schnell zum Bahnhof und einen Zug besteigen, für die Fahrkarte am Automaten bleibt kaum Zeit.
Diese Situation kommt Ihnen bekannt vor?
Aber das muss doch nicht sein!
Dafür gibt es doch eine App.
Die von „Touch & Travel”.
Eine tolle Erfindung.
Ich habe eine IsarCard 9 Uhr für den MVV. Das heißt, ab 9 Uhr kann ich alle Verkehrsmittel des Münchner Verkehrsverbundes nutzen. Für einen Journalisten ausreichend, die meisten Pressekonferenzen und Veranstaltungen sind erst ab 10, meistens sogar 11 Uhr angesetzt. Gelegentlich kommt es aber vor, dass auch der Journalist früher raus muss. Gestern hatte ich einen solchen Termin. Normalerweise kaufe ich dann eine Kurzstrecke um 1,20 Euro, nehme die S-Bahn um 08.56 Uhr und wenn ich die nächste Station Poing erreicht habe, ist es 9 Uhr und meine IsarCard gilt.
Ein korrektes und legales Vorgehen.
Allein: Die steuerliche Erfassung eines Beleges um 1,20 Euro nervt. Und da solche „Grenzfälle” öfters vorkommen, war ich dankbar, dass ich Touch & Travel entdeckte. Einfach am Bahnhof einchecken, beim nächsten Bahnhof auschecken, die Strecke wird erfasst, der Betrag vom Konto abgebucht und ich bekomme eine Monatsrechnung. Meine Steuerberaterin freut’s, mich auch. Und das nicht nur, weil das lästige Anstehen am Automaten entfällt.
Ich habe mich für den Dienst registriert. Schnell bekam ich meine Kundennummer per Mail mitgeteilt, auf meinem Mobiltelefon landete die SMS mit der PIN.
Auf dem Smartphone habe ich mich eingeloggt, klappte vorzüglich.
Mit den gleichen Daten wollte ich mich dann auf der Website einloggen, weil ich natürlich in die Tiefen des Systems vordringen möchte.
Nach fünfmaliger Eingabe von Kundennummer und Pin und dem fünfmaligen Hinweis, dass diese nicht zusammenpassen würden, wurde mein Zugang gesperrt.
Ein Anruf bei der kostenlosen Hotline ergab, dass man für den Webzugang ein anderes Passwort als für die App braucht.
Leider hat mich die Mail mit diesem Passwort aber nicht erreicht, das Touch&Travel-System hatte wohl Schluckauf. Kein Problem, die freundliche Dame am Telefon schickte mir stante pede eine neue Kennung zu und entsperrte meinen Zugang.
Ja, ich war richtig geil drauf, diese App zu testen. Und ich war bereit, sogar mehr als 1,20 Euro in der Rechnung zu zahlen. Ein Bekannter fährt morgens um 8.36 Uhr mit der S-Bahn durch Markt Schwaben. Check: um 9 Uhr ist diese Bahn am Ostbahnhof. Zwei Zonen, 5 Euro. Okay, also ein Heiermann der Neuzeit – wer geil ist, zahlt jeden Preis. Fast.
Ein Touch&Travel – Kasterl für NFC oder Barcode-Scan hat Markt Schwaben nicht. Ich habe also via App eine Standortbestimmung durchführen lassen. Und ich wurde sogar richtig in Markt Schwaben lokalisiert. Also: Fahrt begonnen. Am Ostbahnhof aus der Bahn heraus die Fahrt beendet. Die Betrag für die Fahrt würde mir später angezeigt. Okay. Kein Problem. Zumal ich ja im Verbund fahre und auf der Website geschrieben wird, dass man mehrere Fahrten gegebenfalls zu einem Tagesticket zusammenfassen würde.
Als ich später in einer Konferenz bin und zwischendrin meine Mails checke, sehe ich eine von Touch&Travel. Ah! Gleich aufmachen, ist sicher der Fahrtpreis drin aufgelistet. Weit gefehlt! Ich werde belehrt, dass ich die App außerhalb des Geltungsbereiches benutzt habe.
Und weiter: „Bei der oben genannten Fahrt berechnen wir die von Ihnen genutzte Strecke bis zum letzten Tarifpunkt innerhalb des Geltungsbereiches im Touch&Travel-System. Bitte beachten Sie, dass Sie für anderweitige Fahrten mit der Touch&Travel-App keine Fahrtberechtigung besitzen und im Falle einer Kontrolle mit einem erhöhten Beförderungsentgelt (EBE) zu rechnen haben.”
Verlasse Dich NIE auf das, was Du auf Websites liest: „DB Regio – Wir bieten Ihnen mit unseren Regionalzügen, S-Bahnen und Bussen über ein weit verzweigtes Regionalverkehrsnetz Anschluss in Ballungsräumen und in der Fläche.”
Gut, die S-Bahn München ist wohl nicht DB-Regio. Hätte ich als bahnaffiner Kunde eigentlich wissen müssen. Aber verliert man in der Geilheit nicht manchmal den Blick für sowas? Aber wenn ich mich doch einloggen und ausloggen darf? Jahaaa, die Unwissenheit schützt vor den Folgen nicht!
Jetzt sitze ich also da und warte auf die Rechnung von Touch&Travel.
Und werde Buße tun und meine Karten weiterhin am Automaten ziehen.
Immer diese falsch zu verstehende App-Economy.
(Ich werde den Bericht fortsetzen …)
Was macht eigentlich Professor Hans Zehetmair? Und was macht eine Politische Stiftung? Zugegeben, durchaus zwei seltsam anmutende Fragen. Wer, wie der Autor, Hans Zehetmair noch als Kultusminister erlebt hat, mag an der Person Interesse haben. Zumal einer seiner Söhne, dessen wurde ich versichert, noch immer im Nachbarort meines Geburtsortes lebt.¹
Hans Zehetmair ist Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung. Als solcher begrüßte er rund 80 junge Menschen in der Stiftung, die sich zu „Jugend im Dialog” angemeldet hatten.
Aus seiner Rede ein kurzer Ausschnitt:
Abgesehen von der bemerkenswerten Aussage, dass eine politische Stiftung nicht dem tagesaktuellen Geschäft hinterher hecheln müsse (was man ja auch als Wink in die Politik verstehen kann), waren die Grußworte auch eine Reminiszenz an vergangene Tage. Ich fand die Rede deswegen bemerkenswert, weil da ein älterer Mann der Jugend etwas an Werten mitgibt. Werte, die ich hier mal unter einem Schlagwort verorten möchte, über das ich in den nächsten Wochen sicher einen eigenen Artikel schreibe: „Stabilitas loci”.
Oder, wie mein #BIC-Mitstreiter Victor Fuchs meinte:
@hrbruns ich finde diesen Old School Style sehr entspannend ;-) @hssde
— Victor Fuchs (@victor5679) July 21, 2012
Im Anschluss an das Grußwort von Minister Professor Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair hielt Professor Dr. Gerd Strohmeier einen Vortrag zum Thema „Herausforderungen in der Welt von morgen”, eine Podiumsdiskussion folgte. Nach einem Mittagsimbiss teilten sich die Teilnehmer auf drei Foren auf und diskutierten über die Themen:
· Wie verändern Internet und Soziale Medien die Politik
· Umwelt schützen – Energie sichern
· Frieden, Sicherheit und Entwicklung: Verantwortung für die „Eine Welt”
Sehr gut gelungen war, dass abschließend die Ergebnisse dieser Foren nochmals im Plenum vorgetragen wurden.
(Ausführlicher Bericht folgt noch)
_____________
¹ In den 90er Jahren war ich als Redakteur und Reporter bei Radio Alpenwelle bei einem Gelöbnis des Gebirgspionierbatallion 8. Der damalige Staatsminister Hans Zehetmair war als Vertreter der Politik und Schirmherr geladen. Zu späterer Stunde bat ich ihn um ein Interview. Eher beiläufig fragte mich Zehetmair, woher ich stamme. Meine hochdeutsche Aussprache hatte ihn dazu verleitet. Obwohl ich des Bayerischen durchaus mächtig bin, bemühte ich mich, im Radio immer hochdeutsch zu reden. Natürlich auch in Interviews wie diesem. Hans Zehetmair, ganz jovial, meinte, als ich mit „Geilenkirchen” antwortete, dass einer seiner Söhne im Nachbarort Erkelenz wohne.
Drei Tage halten sich gut 20 Leute, die am Online-Lexikon „Wikipedia“ mitarbeiten, im Bayerischen Landtag auf. Ziel: Möglichst viele Abgeordnete fotografieren und neue Bilder für Wiki Commons zu bekommen.
Montagnachmittag sind sie aus ganz Deutschland angereist und haben Quartier in der Landeshauptstadt bezogen, sofern sie nicht einheimisch sind. Abends gab es ein Treffen im Landtag, wo die Listen abgeglichen wurden und bei einer guten Brotzeit über das Projekt gesprochen wurde.
Dienstagmorgen sind alle pünktlich im Landtag, von befreundeten Fotografen wird Zubehör wie Leinwände angeschleppt. Natürlich muss auch eine Internetverbindung geschaffen werden. Darum kümmert sich vor allem Michael Movchin. Er hat eine besondere Motivation:
Olaf Kosinsky leitet innerhalb der Wikipedia-Autoren das Projekt. Er will mit der Zeit alle Landtage in Deutschland aufsuchen. Der Bayerische Landtag ist der vierte, den die Wikis sich vornehmen. Besonders ist ihm ein Abgeordneter aus dem niedersächsischen Parlament in Erinnerung geblieben, der meinte:
Überall wird fleißig gewerkelt, 20 Leute haben recht viel zu tun, von der Betreuung der Abgeordneten während des Shootings bis hin zum Live-Editieren von deren Wikipediaeinträgen. Auch die Fotos werden sofort bearbeitet und hochgeladen.
Die anderen bauen Fotostände für die Porträts auf, richten die Blitzer ein, probieren beim Weißabgleich rum, beratschlagen, stellen wieder um. Im ehemaligen Senatssaal des Maximilianeums können sich die Parlamentarier, die es wollen, mit der Bayerischen Flagge fotografieren lassen. Um möglichst immer die gleiche Position beim Foto zu haben, werden Markierungen mit Gewebeband angebracht.
Die Fotos werden bei Wikipedia veröffentlicht und sind, weil unter einer Creativ-Commons-Lizenz stehend, für jedermann unentgeltlich nutzbar. Jan-Patrick Fischer aus Markt Schwaben steht geduldig zum Einleuchten Modell. Für ihn als Mitglied der CSU gibt es noch einen gewichtigen Grund, mitzumachen:
Gerd Seidel ist extra aus Fürth angereist, um mitzumachen. Mit seiner freundlichen und beruhigenden Art zerstreut er die Bedenken einzelner Abgeordneter, dass die Wikipedians auch kurz in den Fraktionen fotografieren wollen:
Um 13 Uhr wird der erste Landtagsabgeordnete fotografiert: Es ist der CSU-Politiker Herman Imhof.
Morgen wird Gerd Seidel dann in der Staatskanzlei fotografieren. Aug’ in Aug’ seinem Ministerpräsidenten gegenüber. Auch für Horst Seehofer wird die Wikipedia ein Gesicht bekommen.
2012.
Alle Firmen sind kundenorientiert.
Alle Firmen?
Nein.
Ein früheres Staatsunternehmen hat Jahre nach der Privatisierung noch viel Beton in den Köpfen.
Kundenorientierung ist im Erscheinungsbild verankert.
Die Umsetzung hakt allerdings gewaltig, wenn man sich so manchen Tweet bei „@DHLPaket“ anschaut.
Kunde D. berichtet, dass er am Wochenende ein Mobil-Telefon im Internet bestellt hat. Für die Zustellung des Paketes braucht DHL drei Tage.
Und statt wie gewohnt das Paket in eine Packstation zu legen, wird der Kunde benachrichtigt, dass seine Lieferung in der Arnulfstraße (München) abzuholen sei.
Als D. sich telefonisch nach den Abholzeiten erkundigen will, erlebt er seine nächste Überraschung:
Die Filiale hat von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Kundenfreundliche Zeiten, so dass man eigentlich eine Abholung schaffen sollte.
Nach 20 Minuten in der Warteschleife (zu je 9 Ct/min) mit „englischem Geschwafel“ und „Wir sind gleich für Sie da“ sowie „Einen Moment bitte“ im Telefonhörer erfährt D., dass die Paketausgabe nur von 11 Uhr bis 18.45 Uhr geöffnet hat.
D. ist Freiberufler, das ist sein Glück.
Anders wäre die Abholung seines Paketes schwierig. Ersatzweise könne er jemanden zur Abholung vorbeischicken, meint die Dame am Telefon. Eine Zustellung zu ihm, wahlweise eine Auslieferung zu einer Packstation sei nicht möglich, da sein Wohnort weniger als drei Kilometer von der Filiale entfernt sei.
Übrigens: Die Auskunft, dass die Ausgabe nur von 11 bis 18 Uhr 45 möglich ist, erhielt D. erst bei der dritten Nachfrage.
Er wäre also wahrscheinlich umsonst rausgefahren, wenn er abends gegen 19 Uhr das Büro verlässt.
Eine Zustellung in die Packstation in der Arcisstraße, seiner Wohnung nahe gelegen, war nicht möglich, weil die Packstation gestört ist.
Via Twitter hat DHL seine „neue“ Packstation beworben. Die liegt in der Unsöldstraße.
DHL hat diese vor Jahresfrist geschlossen. Und nun wieder neu aufgemacht. Einziges Problem: Noch nicht einsatzbereit.
In 80538 München haben wir eine neue #Packstation für Sie aufgestellt: Sie steht in der Unsöldstr. 9-11 und trägt die Nummer 151!
— DHL Paket (@DHLPaket) June 26, 2012
Übrigens: Und da wird die Geschichte so richtig pikant: D. ist seit Jahren registrierter Kunde für die Packstation und wurde bislang immer darüber beliefert.
Einen ähnlichen Vorfall gibt es aktuell aus Düsseldorf zu verzeichnen. Ein DHL-Kunde hatte eine Sendung an eine Paketstation bestellt. DHL war nicht in der Lage, das Paket dort zu deponieren. Die nächste Poststation anzufahren, fällt den Logistikern der Post aber nicht ein. Nein: Das Paket wird in einer zehn Kilometer entfernten Filiale deponiert. Die Filiale in der Nähe des Kunden wäre nur 500 Meter entfernt gewesen.
Auch hier: Unnötiger Einsatz des Autos, unmögliche Öffnungszeiten der Postfiliale und keine Erklärung, warum so am Kunden vorbei gehandelt wird.
Besonders betrüblich: An Weihnachten hatte der Düsseldorfer erst den Verlust eines Päckchens beklagen müssen. Es war das Weihnachtsgeschenk seines Freundes.
Das Gelb der DHL-Lieferwagen scheint ein Hinweis auf die Servicewüste zu sein, die dieser Konzern bietet.
Notabene: Beide Kundennamen sind mir bekannt.
Montag abend, Untergiesing. Twittwoch e.V. hat zur Diskussion über das Urheberrecht geladen.
Für mehr als eine Stunde verlief die Diskussion sachlich und spannend, jeder der Podiumsteilnehmer machte seine Position deutlich. Die Lager gehen quer durch die Gesellschaft: Auf der einen Seite die, die an den alten Geschäftsmodellen festhalten wollen und ihren Verlegern und Abnehmern die Treue halten und von deren Verwertungsketten (Kino, TV, DVD, …) angetan sind. Auf der anderen Seite sind die, die das Urheberrecht modernisiert und an die Lebenswirklichkeit angepasst sehen wollen (Konstantin von Notz und Bruno Kramm).
Als die Zuschauer sich in die Diskussion einmischten, nahm die Veranstaltung an Fahrt auf: Hier wurde klar, dass das Festhalten an alten Geschäftsmodellen an der Lebenswirklichkeit der Mediennutzer vorbeigeht. Exemplarisch hier ein Ausschnitt aus der Diskussion, Jochen Greve hält an den alten Modellen fest. Was aber, wenn jemand einen Film nicht im Kino sehen will, sondern zeitgleich lieber zu Hause im Fernseher? Legal, versteht sich:
Durch die beständige Präsenz des Thema ‘Urheberrecht’ in den Medien ist die Öffentlichkeit sensibilisiert. Mehr als durch bisherige Kampagnen der Content-Provider. Beim Twittwoch forderte keiner eine Kostenlos-Kutur. Aber, das wurde in den Statments von Bruno Kramm und Konstantin von Notz deutlich, legales Teilen und weniger Restriktionen fördern das Bekanntwerden von Künstlern und Werken.
Das Urheberrecht ist eine gute Sache, Verwertungsmodelle auch, denn nicht jeder Künstler ist auch ein Geschäftsmann.
Aber das alles bedarf der Reform.
Hier geht es zum Videostream des Twittwoch Spezial.
Auf der Bühne, von links nach rechts: Thomas Pfeiffer (@codeispoetry) von Twittwoch, Tatort-Autor Jochen Greve, Dr. Konstantin von Notz(@KonstantinNotz), MdB B’90/Grüne, Reinher Karl vom Verband der unabhängigen Musikunternehmen e.V. und Bruno Kramm (@BrunoGertKramm), Labelbesitzer, Musiker und Urheberrechts-Beauftragter der Piratenpartei Deutschlands.
Die erste Erkenntnis des Abends: Karl Heinz Keil von der Hanns-Seidel-Stiftung stellte fest, dass 75 bis 80 Prozent der gut 150 Gäste, die gekommen waren, in sozialen Netzwerken aktiv sind, insgesamt habe man nur 20 Einladungen per Post erhalten. Die konservative Klientel ist entgegen landläufiger Meinung im Netz angekommen.
Grund genug, sich in einer Podiumsdiskussion mit dem Einfluss der Sozialen Medien auf die Politik zu beschäftigen.
Karl Heinz Keil umriss das im Eingangsstatement so:
Er verwies auf Amerika, wo sich der Präsident ohne weiteres von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg interviewen ließ, eine Nähe, so Keil, die in Deutschland nicht so einfach denkbar wäre.
Welcher Wechselwirkung unterliegt Politik im Zusammenspiel mit Social Media?
Renate Dodell, Landtagsabgeordnete aus dem Oberland, berichtete anschaulich von ihren Erfahrungen:
Der Auftritt eines Politikers in Sozialen Netzwerken schafft Nähe, senkt die Ansprechschwelle und schafft Transparenz. Renate Dodell legt dabei Wert auf faire Diskussionen, wenns unter die Gürtellinie geht, zeigt sie das Stopschild. Aus ihrer Mitgliedschaft bei Flickr, einer Foto-Community, hat sie eines gelernt und legt ein Besipiel nach:
Die Landtagsabgeordnete ist durch die Einladung ihrer Söhne in Soziale Netzwerke gekommen. Professor Daniel Michelis gab jedoch zu bedenken:
Keine neue Erkenntnis, dass das Internet und die Technik fast schon alle Bereiche unseres Lebens erobert hat. Professor Michelis fasste das plakativ in der Frage zusammen: „Wer hat noch einen Wecker, mit dem man nicht telefonieren kann?“
Unterstützt wurde er dabei von Matthias J. Lange, der mit einer Abfrage und Handzeichen herausstellte, dass fast jeder ein Mobiltelefon hat, die Hälfte davon ein Smartphone, mit dem Internetanwendungen möglich sind. Und: Gemessen daran, dass das Publikum in weiten Teilen schon im Alter gesetzter war, erstaunte es doch, dass einige über die Anschaffung eines Tablets nachdenken.
Andreas Bachmann vom Bayerischen Rundfunk erläuterte, wie sehr moderne Kommunikationsmittel auch journalistisches Arbeiten verändern. Das Modell vom Journalisten als Sender und dem Hörer/Zuschauer als Empfänger hat endgültig ausgedient. Der Journalist muss heute mehr Begleiter durch die Medienflut sein, Nachrichten gewichten und einordnen.
Das Bayerische Fernsehen wird das in einem Modellprojekt ab 14. Mai begleiten. Da startet für vier Wochen die Rundshow, eine ungewöhnliche Nachrichten-Sendung mit Internetbegleitung.
Die anschließende Publikumsdiskussion zeigte, dass ältere Menschen den neuen Medien durchaus aufgeschlossen gegenüberstehen, aber dennoch eher zu linearem Medienkonsum und Begleitung durch den Journalisten neigen. Die Jüngeren wollen über ihre Nachrichten und Quellen selbst entscheiden, so der Twitterer Sebids:
„Ja und ich bin immer online. Das ist das neue Tempo. Langsame Politik geht heute nicht mehr. Ich habe Struktur. #hss0305 #generationanalog“
Andreas Jungherr versuchte in seinem Statement zum Schluß alle Seiten zusammenzubringen:
Das Thema Social Media und Politik kann in drei Stunden nicht erschöpfend behandelt werden. Es bedarf sicher noch vieler, weiterer Veranstaltungen, um den Skeptikern die Angst vor Sozialen Netzwerken zu nehmen. Medienkompetenz ist dringend notwendig. Das ist die zweite Erkenntnis des Abends in der Hanns-Seidel-Stiftung.
Auf dem Podium von links nach rechts: Tomas Vio Michaelis, Andreas Jungherr, M.A., Professor Daniel Michelis, MdL Renate Dodell, Karl Heinz Keil, Andreas Bachmann und Matthias J. Lange
Mit dem Thema Social Media und dem Einfluß des Internets und seiner Anwendungen befasst sich auch ein Panel, das Gunnar Sohn und ich auf der informare in Berlin moderieren.
Bernd Stahl von Nash Technologies hat eine Vision: Das Internet der Zukunft verbirgt seine komplizierten und komplexen Mechanismen künftig in einer Anwendung, die alles für uns erledigt: Wetterbericht abfragen, die Verbindung in alle Sozialen Netze, die Planung der nächsten Geschäftsreise. Wie sich das darstellen könnte, hat er mir in einem Interview verraten, das bei Soundcloud komplett zu hören ist.
Hier gibt es einen kleinen Anreisser:
Das komplette Interview gibt es hier.
Sprache wird immer wichtiger, wenn es um die Kommunikation mit dem Internet geht. Smartphone und Tablet sind jetzt schon auf unseren Wegen immer dabei. Der Kühlschrank, der seine Vorräte für seinen Besitzer bestellt, ist konkret, noch nicht serienreif, aber er wird kommen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis ich über meine Armbanduhr das Flugticket nach Berlin oder Brüssel buche.
Mehr zu diesem Thema gibt es nächste Woche auf einem Panel von Gunnar Sohn auf der informare, einer Wissenschaftskonferenz. Im Cafe Moskau diskutieren wir unter dem Titel “Obi Wan Kenobi und das Future Internet”.
Arnoud de Kemp ist Niederländer, hat in Diensten des Springer Verlages gearbeitet, sich dann selbständig gemacht und organisiert neben seinem Beruf als Verleger die informare, eine Wissenschaftskonferenz in Berlin. Er prophezeit: das klassische Buch und das eBook werden noch länger in friedlicher Koexistenz leben. Aber: das eBook wird auf Dauer mehr Gewicht bekommen. Mehr dazu in diesem Interview:
Arnoud de Kemp ist Gast auf einem Panel, das der Wirtschaftsjournalist Gunnar Sohn und ich unter dem Titel “Obi Wan Kenobi und das Future Internet” moderieren. Eine Diskussion im Format einer Late-Night-Show.
Das Programm der informare im Cafe Moskau
Fotocredit: Arnoud de Kemp, privat.
Das Bayerische Staatsministerium für Verbraucherschutz lud zum zweiten Mal zum Verbrauchertag ein. Im Kardinal-Wendel-Haus führten Thomas Gerlach und Matthias J. Lange vor dem Panel mit einem Multimedia-Vortrag auf das Kernproblem hin: Sind meine Daten sicher, wo bleibe ich als Verbraucher?
Es ist keine Neuigkeit, dass sich die Welt seit der Erfindung und Verbreitung des Internets rasant verändert. Damit einher geht aber immer die Frage nach der Vertrauenswürdigkeit von Usern und Anbietern.
Dr. Thomas Stögmüller, Rechtsanwalt, stellte sieben Thesen in sieben Minuten auf.
Wichtigste Forderung: Der Nutzer muss wissen, wem er seine Daten weitergibt. Er soll zwischen Güter- und Interessenabwägung auswählen können. Denn, so Stögmüller, wenn ich eine Flut an Hinweisen bekäme, könne ich diese irgendwann nicht mehr auswerten. Der Informations-Overkill drohe.
Das europäische Datenschutzniveau sei hoch, so Stögmüller weiter, aber: „Das deutsche Datenschutzniveau sei zu hoch.“
Eine Forderung, der sich Dr. Christoph Wenk-Fischer vom Bundesverband des Deutschen Versandhandels anschloss. Und weiter: „eCommerce macht mittlerweile zwei Drittel des Handels aus.“ Das Internet sei ein Faktor des täglichen Lebens geworden. Auch zum Einkauf. Er fordert weniger Furcht, weist allerdings darauf hin, dass die Verbraucher mündig werden müssen.
Futter für Dr. Beate Merk (CSU). Die Bayerische Justiz- und Verbraucherschutzministerin machte geltend, dass Verbraucher wie Unternehmer oftmals gar nicht so recht wüssten, was sie im Netz eigentlich tun.
Sie verwies auf eine amerikanische Studie, bei der zu Tage kam, dass viele Anwender in Sozialen Netzwerken nicht genau wissen, wie sie sich vor Datenklau schützen können.
Das beginnt ja schon bei den einfachen Anwendungen, die Facebook als Spiele implementiert habe, setze sich über den „Freunde-Finder“ bis hin zur Geburtstags-App fort.
Ministerin Merk will den Verbrauchern Hilfestellung bieten. Dazu dient ihrer Ansicht nach auch dieser Verbrauchertag.
„Das Internet ist genial,“ so Merk, „aber wir müssen dem Menschen mehr an die Hand geben.“
Das ist der Ruf nach mehr Medienkompetenz. Den Verbrauchern muss klar sein, dass sie bei ‘kostenlosen’ Angeboten wie Facebook, Google + und anderen Netzwerken doch zahlen: Mit ihren Daten.
Fragen aus dem Publikum, vor allem von Vertretern der Verbraucherverbände gestellt, machen deutlich, dass einerseits der Datenschutz nicht hoch genug bewertet werden kann.
Die Vertreter der Wirtschaft wollen Sicherheit bei gleichzeitig niedrigeren Schwellen und einer generellen Vereinfachung des Handelsrechtes.
Beate Merk zeigte sich erschüttert, dass es ohne weiteres möglich ist, dass sich 13jährige Kinder ohne Erlaubnis der Eltern bei Sozialen Netzwerken anmelden könnten. Sie forderte eindringlich eine deutsche und europäische Lösung, dazu Ausbildung und Aufklärung. „Medienkompetenz muss so in Fleisch und Blut übergehen wie das links und rechts schauen vor dem Überqueren der Straße.“
Fazit: Alle Beteiligten sind aufgefordert, zusammen zu wirken. Nur dann kann Internet zum Nutzen aller werden.
Das Internet ist Teil unseres Lebens. Doch wie werden Daten ausgetauscht? Früher: Diskette, dann CD, dann USB-Stick. Heute: “Cloud”.
Cloud ist Speicherplatz im Internet. Es gibt viele Angebote: Dropbox, Box oder Wuala. Apple (iCloud), Telekom, Strato. Matthias J. Lange schreibt in seinem Blog ‘Redaktion 42′:
Das hält vom Einrichten einer Cloud ab.
Meine Empfehlung ist Wuala von LaCie. ‘Wuala’ wird wie das französische ‘Voilá’ ausgesprochen. Vorteil: Die Daten werden aufgesplittet und auf europäischen Servern gespeichert. Die Verschlüsselung erfolgt beim Anwender. Praktizierter Datenschutz.
Internet vorausgesetzt, kann der Anwender seine Daten synchronisieren oder darauf zugreifen. Termine, Kontakte, Fotos, Filme, Musik: verfügbar, egal auf welchem Gerät. Anwendungsbeispiel: Unterwegs sichere ich Fotos von der Kamera zu Wuala. Vorteil: Freie Speicherkarte und später kann ich auf jedem angeschlossenem Rechner drauf zugreifen.
Mit Freunden teile ich Daten, mit Kollegen arbeite ich an Projekten. Nebenher vergrößert sich der eigene Speicherplatz pro eingeladenen Teilnehmer. Bei Wuala kommt noch ein Vorteil hinzu: Mit einem Promotioncodes gibt es kostenlos mehr Speicherplatz. Nachteil: Die Codes sind zeitlich begrenzt. Die meisten sind ein Jahr gültig. Speicherplatz kann man auch gegen Entgelt erwerben. Wer twittert, hat übrigens die Chance, immer mal wieder einen dieser Promotioncodes zu ergattern. Einfach dem Account @Wuala folgen.
Der USB-Stick ist fast überflüssig geworden. Ausnahme: Orte ohne Netzzugang oder weniger Cloud-affinen Menschen, sensible Daten. Ist das schon das Ende der Entwicklung?
Der Journalist Gunnar Sohn meint:
Mesh-Netzwerke sind Netzwerke von Usern an einem Ort. Erste Anwendungen werden via Kurznachrichten-Diensten bei Hilfsdiensten ausprobiert.
Mehr zu diesem Thema gibt es auf der informare, einer Wissenschaftskonferenz in Berlin. Gunnar Sohn und ich werden uns mit Bernd Stahl, Netzwerkspezialist von Nash Technologies, Bernhard Steimel von der FutureManagement Group und Hannes Schleeh, Social Media Coach & Hypnosetherapeut unterhalten.
Thema: Obi Wan Kenobi und das Future Internet
Weiterführende Informationen zu allen Clouds und ihren Kapazitäten und Preisen bietet FOCUS.
Dorothee Bär, Vorsitzende des CSU-Netzrates, hatte geladen und viele kamen zum 2. Netzpolitschen Kongress der CSU in die Hanns-Seidel-Stiftung nach München. Drei Stunden ging es um Internet, Bildung und Sicherheit.
Überraschend: Netzsperren sind nicht das, was der CSU-Netzrat will. Und gegen ACTA ist er auch. Ein großes Thema war aber auch der Bildungssektor. Hier meine Slideshow.
(Nachbemerkung: Eigentlich sollte schon gestern meine Slideshow hier zu sehen sein, aber leider lässt mich mein Mac mit iMovie grade hängen. Und der Support von Apple auch. Heute früh bin ich ausgeruht unter Linux ans Werk gegangen und siehe da, es klappt. Guter Pinguin!)