Ich habe diese Nacht mal ein paar Aufträge des letzten halben Jahres zusammengestellt, an denen ich mitgewirkt habe – oder die durch mein Zutun entstanden sind.
Eigentlich liest sich das schon als eine gute und tolle Auswahl.
· Hanns-Seidel-Stiftung: Jugend im Dialog 2012, Foto- und Audio-Dokumentation
· Hanns-Seidel-Stiftung: Renaissance des Christlich-Sozialen, Foto-Dokumentation
· Evangelische Landeskirche Bayern: Was wir vorhersagen können, will keiner wissen, Foto- und Audio-Dokumentation, Artikel mit Audio-Elementen
· Förderlehrertag der KEG: Fotos für einen Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
· Wertekongress des Wertebündnis Bayern: Fotos für den Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
· Shalom Europe: Der erste Israeltag im Bayerischen Landtag, Foto-Dokumentation
Darüber hinaus begleite und dokumentiere ich ausgewählte Veranstaltungen der Katholischen Erziehergemeinschaft Bayern.
Meine Philosophie: Ich arbeite im mittleren Hochpreissegment, mache lieber weniger Aufträge, diese aber in Zusammenarbeit mit Premiumpartnern. Anfragen zu meiner Arbeit sind herzlich willkommen.
Ungefragt gebe ich auch gerne einen Rat an (junge) Kollegen weiter: Macht Euch nicht gemein, haltet die Tarife in Ehren und seid menschlich.
„Jazzer sitzen im verrauchten Keller, spielen wirres Zeug und sind lebensfremd.”
Dieses Klischee stimmt nicht. Zumindest nicht, wenn es ums Landesjugend-Jazzorchester Bayern geht. Beim 31. Bayerischen Jazzweekend in Regensburg hatte ich Gelegenheit, das Orchester einen Tag zu begleiten. Die jungen Musiker haben sich in Schloss Alteglofsheim, einem Sitz der Bayerischen Musikakademie getroffen. Zusammen erarbeiten sie das Repertoire für kommende Auftritte. Abends werden sie einen solchen haben. Zur Eröffnung des Jazzweekends in Regensburg.
Konzentriert sind die Jungs und Mädels. Dirigent Harald Rüschenbaum, einer der angesagtesten Jazzmusiker in Deutschland, kann sich auf die Arbeit von Johannes Herrlich verlassen, der das Orchester in den Probentagen immer wieder motiviert und angetrieben hat. Als ich den Probensaal betrete, spielen die jungen Musiker unter der Leitung von Johannes Herrlich. Rüschenbaum sitzt im Publikum, umringt von jungen Musikern, die am Abend noch nicht spielen sollen. Er hört zu, er geht mit. Mittendrin packt er sein Tambourin, sagt: ‘Jetzt muss ich wohl nach vorne’ – und übernimmt fließend die Probe von Herrlich.
Die Musiker sitzen in Sommerkleidung da, manche barfuß, es ist Sommer. Es ist heiß. Kein Probenwetter. Trotzdem sind die jungen Musiker bereitwillig dabei. Bis zum Mittag kümmert sich Harald Rüschenbaum um die Feinheiten. Er lässt die Nusiker die Instrumente absetzen und ihre Stimme aus der Partitur singen. Bis es ihm passt. Der Jugend passt es. Sie sind hier, um zu lernen. Und sie lernen gerne. Von Harald Rüschenbaum, von Johannes Herrlich.
Überhaupt. Das Lernen. Vor dem Mittagessen zieht sich Johannes Herrlich mit zwei Eleven zurück. Der erfahrene Jazzer und Posaunist erteilt den Jungs (6. und 7. Klasse) eine Lektion in Improvisation. Keine Spur von Lehrer und Schüler. Herrlich, wie Herrlich die Jungs in das Improvisationsspiel einführt. Die Jungs gehen bereitwillig mit. Sie haben ein Herz für Jazz. Das merkt man an jedem Ton. Hier eine Anfangsimprovisation über „Alle meine Entchen”:
Nach dem Mittagessen gibt es noch eine kurze Probe. Dann packen die Musiker zusammen. Willi Staud, gute Seele und Organisator des Landesjugend-Jazzorchesters Bayern verstaut die Instrumente im Van.
Am Abend spielt das LJJB die Eröffnung des Bayerischen Jazzweekends auf dem Bismarck-Platz in Regensburg. Zusammen mit Conrad Tribble werden sie perfekte Musik liefern.
Die Homepage des Landesjugend-Jazzorchesters: LJJB.de
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Leider darf ich aufgrund der geltenden Bestimmungen keinen Probenmitschnitt des Landesjugend-Jazzorchesters Bayern präsentieren.
Ich bedanke mich bei Sylke Merbold und Uli Schwarz vom Bayerischen Jazzinstitut, die mir den Probenbesuch ermöglichten.
Heute ist der letzte Tag beim Bayerischen Jazzweekend in Regensburg. Auch das heutige Programm kann unter bayerisches-jazzweekend.de eingesehen werden.
Ab 11.30 Uhr spielt die Isar-Amper Jazz Company am Bismarckplatz und bietet swingenden Jazz aus den letzten 100 Jahren. Begonnen haben sie mit einem Stück, das einen Mann besing, dessen Frau im Bad nicht fertig wird. Der Mann ist dem Wahn nahe. Oder, wie der Ansager der Gruppe meinte: Eigentlich hat sich seit 100 Jahren nix geändert …
Noch bis 13 Uhr spielt im Thon-Dittmer-Hof das Landes-Jugendjazzorchester unter der Leitung von Harald Rüschenbaum.
Pünktlich um 16 Uhr übernahmen Dr. Jazz aus Straubing den Bismarckplatz. Feinster Dixie und Swing zu sommerlichen Temperaturen, ein paar Kinder toben im Brunnen, die Eltern sitzen da, unterhalten sich, lassen sich unterhalten und genießen die einmalige Atmosphäre. Wer je die Gelegenheit hat, Dr. Jazz in Concert zu sehen: Hingehen und erleben.
Originellen Swing gibt es seit kurz nach 18 Uhr am Haidplatz. “Swing tanzen verboten” unterhalten mit Piano/Akkordeon, Bass, Gitarre/Trompete und Schlagzeug. Dazu ein dreistimmiger Satzgesang von stilecht gekleideten Damen. Klar, dass da ‘Bei mir bist Du scheen’ nicht fehlen darf. Die Band kommt übrigens aus Augsburg.
Für den Abend noch eine Empfehlung: Ab 20 Uhr gibt es am Haidplatz türkisch-bayerischen Jazz mit Cayzyapjazz.
Und um 22.30 Uhr geht das Bayerische Jazzwekend Nummer 31 mit einer letzten Session im “Leeren Beutel” zu Ende.
Bis 2013!
Der Samstagnachmittag beim 31. Bayerischen Jazzweekend bietet weitere Reize, das Fest zu besuchen:
Das Grasselli-Quartett & Arpad Vulkan verzaubern mit drei Gitarren, einem Kontrabass und einem Tenor. Jazzige Arrangements im Stile der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhundert entführen den Zuhörer. Die Musiker spielen mit Lust und Leidenschaft. Danach treten fünf junge Kölner am Kohlenmarkt auf. Das ME-Quintett will den Zusammenklang in Raum und Takt vorführen.
Ruhiger, warmer und weicher Klang mit Vibraphon, Saxophon, Bass, Schlagzeug und Posaune schleicht sich ins Ohr. Der Posaunist spielt sehr weich und klar, akzentuiert sauber und für mich ist es eine wahre Freude zuzuhören. Nur eine halbe Stunde später, um 18 Uhr, soll ein Jazzchor am Bismarckplatz singen. “Singin’ Off Beats” kommen aus Nürnberg. Nach einigen Mikrofonierproblemen, die der Sprecher des Chores souverän mit einem Spielzeug-Megaphon überbrückt, startet der Chor mit einer A-Capella-Nummer. Großer Applaus brandet auf, als der Techniker endlich alle Mikrofone aufschalten kann.
Bereits mit der zweiten Nummer stellen die Singin’ Off Beats unter Beweis, dass sie sich den Auftritt beim Bayerischen Jazzweekend verdient haben. Sehr sauberer, synchroner Gesang, was auch für die Bewegungsabläufe gilt. Kurzum: Ein musikalischer und optischer Genuss.
Frühschoppenstimmung beim Bayerischen Jazzweekend in Regensburg: Am Bismarckplatz feierte das Jazzkränzchen Immergrün München (JIM) sein 50-jähriges Bühnenjubiläum, am Kohlenmarkt präsentierten die vier Funny Valentines Swing im Satzgesang und am Haidplatz spielte die Haberjazzband. Und überall waren ab 11 Uhr viele Zuschauer präsent, um das Flair dieser Musik zu erleben. Bei fast dauerhaft trockenem Wetter ließ sich der eine oder andere auch ein Weißbier schmecken. Ein paar fotografische Eindrücke:
Am Samstagnachmittag warten weitere Highlights in der Regensburger Altstadt auf Besucher: Um 18 Uhr “Singin’ Off Beats”, das ist ein großer Jazzchor, am Haidplatz spielen ab 20.30 Uhr “The Dixie Heartbreakers” und im Leeren Beutel ab 21 Uhr die Saxophonistin Stephanie Lottermoser, die schon am Donenrstagabend Conrad Tribble begleitete.
Kurz nach 19 Uhr wurde das 31. Bayerische Jazzweekend wie jedes Jahr am Freitag auch am Bismarckplatz und damit in der Altstadt von Regensburg eröffnet. Schon ab 18 Uhr stimmte die ReGy-Bigband aus Wertingen die Besucher mit Big-Band-Musik auf das Fest des Jazz ein. Die ReGy-Bigband besteht aus Schülern von Realschule und Gymnasium.
Zu einer Combo-Format gab es stimmigen Chorgesang von mehreren Mädchen des Landes-Jugendjazorchesters.
Bürgermeister Joachim Wolbergs begrüßte neben den Honoratoren der Stadt auf Mitglieder des Landtages. Er ließ die Arbeit der Stadt nicht unerwähnt und dankte wiederum der Intendanz des Bayerischen Jazzinstitutes sowie der Jury, die unter mehr als 340 Einsendungen die besten Gruppen herausgesucht hatten.
Und dann bekam die Eröffnungszeremonie einen Glanzpunkt verliehen. Der Bürgermeister holte einen besonderen Gast auf die Bühne: Den scheidenden amerikanischen Generalkonsul Conrad Tribble. Dieser bedankte sich bei Regensburg, das in seiner Zeit in Bayern auch zu einem Stück Heimat geworden sei: Anfangs durch Baseball, bei einem Spiel Deutschland – USA, dann kam schnell das Bayerische Jazzweekend dazu. Trbble bedauerte, dass er Ende Juli Bayern verlassen müsse, um seinen Dienst in Kuba fortzusetzen:
Dafür entschädigte er aber mit einem Präsent besonderer Art.
Völlig ‘spontan’ sang er mit einer Band zwei Klassiker, einmal Frank Sinatras “Fly Me To The Moon” und dann “Mackie The Knife”. Die beste Kritik kam von einem Zuschauer, der spontan meinte, dass er schon wesentlich schlechtere Bands gehört habe, deren Sänger sogar noch Geld für die Darbietung bekommen habe.
Das Publikum jedenfalls fühlte sich gut unterhalten, der Auflauf war sehr groß. Zur gleichen Zeit spielten im Thon-Dittmer-Hof The Hot Wok aus Spanien, die gestern das Publikum auf der Piazza im Gewerbepark zu Begeisterungsstürmen hinrissen. Beide Veranstaltungen waren gut besucht. Die Besucher haben damit echte Höhepunkte zur Eröffnung präsentiert bekommen. Und auch das Wetter hielt bis zum Konzertende gegen 22 Uhr durch.
Mit einer kurzen Rede hat Bürgermeister Joachim Wolbergs das 31. Bayerische Jazzweekend am Donnerstagabend im Gewerbepark Regensburg eröffnet. Die Piazza im Gewerbepark war vollbesetzt, bei Steaksemmeln, Bier vom Spitalbräu, exzellenter Tontechnik, guten Bands und hervorragendem Wetter ließ es sich aushalten.
Bei leicht bedecktem Himmel, aber durchaus sonnigem, nicht zu warmen Wetter, durchsetzt von leichten Brisen, startete das 31. Bayerische Jazzweekend mit dem Eröffnungskonzert im Gewerbepark Regensburg. Gefühlvoller persischer Gitarrenjazz vom Mahan Mirarab Trio nahm die Zuschauer mit.
Kaum fünf Minuten später nickte ein Großteil der Zuhörer rhythmisch mit dem Kopf und schnippte mit den Fingern. Füße wippten im Takt, alles schaute auf die Kommunikation der Musiker, die fast nicht sichtbar war, nur zu erahnen.
Am Nachmittag war noch fleißig gewerkelt worden, die Bühne musste aufgestellt werden, Instrumente gestimmt und mikrofoniert werden. Für den Tontechniker von „sugar Veranstaltungstechnik“ eine Routine-Aufgabe. Er kennt das Live-Geschäft, regelt zielsicher am Pult die zahlreichen Knöpfe.
Bürgermeister Joachim Wolbergs betonte, dass ohne das Zusammenwirken von Stadt Regensburg und Bayerischem Jazzinstitut so ein Fest nicht möglich sei.
Von daher galt sein Dank neben den städtischen Mitarbeitern auch dem Bayerischen Jazzinstitut:
Die spanische Band „The Hot Wok“ begeisterte mit Vibraphon, Schlagzeug und Blasinstrumenten. Mit dabei: ein Sousaphon. Das kam für das Jazzweekend extra aus Niederbayern, da der Transport per Flugzeug zu umständlich gewesen wäre und das Instrument Schaden hätte nehmen können. Jazzer sind freundliche und hilfsbereite Menschen und so fand sich ein Kollege, der den Transport seines eigenen Instrumentes für die Auftritte von „The Hot Wok“ bereitwillig übernahm.
(Bericht wird fortgesetzt…)
Das Bayerische Jazzweekend ist eine Veranstaltung, die sowohl unter freiem Himmel als auch in einigen Lokalen stattfindet. Allen gemein ist jedoch, dass abends um 22 Uhr Schluß ist. Mancher dem Jazz nicht so zugetane Bürger Regensburg mag da froh sein, die Musiker und Jazzfreunde wird es weniger freuen. Aber es gibt fast schon traditionell Live-Sessions, die am Freitag- und Samstagabend ab 22.30 Uhr sowohl im “Andreasstadl” als auch im “Leeren Beutel” stattfinden, am Sonntagabend dann nur im “Leeren Beutel”.
Daniel Prätzlich leitet am Freitagabend, Martin Schnabl am Samstagabend im Andreasstadl die Session. An beiden Abenden zeichnet im Leeren Beutel Peter Pöschl dafür verantwortlich. Sonntagabend wird Roland Huber der Prizipal im Leeren Beutel sein.
Interessant an solchen Zusammenkünften ist ja immer, wie spiel- und experimentierfreudig die Musiker sein werden. Bei Jazzern ist diese bekanntermaßen hoch, so dass sicher einige interessante Improvisationen erwartet werden dürfen, zumal Musiker der verschiedenen Stilrichtungen aufeinander treffen. Beginn ist in beiden Spielstätten jeweils um 22 Uhr, mit offenem Ende kann gerechnet werden.
Impressionen von Mittwoch früh in Regensburg. Die Altstadt ist noch menschenleer. Aber wer mit offenen Augen umhergeht, entdeckt, dass sich das Gesicht der Stadt verändert. Während am Haidplatz und im Innenhof des Thon-Dittmer-Palais die Bühnen schon im Aufbau sind, sieht man am Kohlenmarkt und Bismarckplatz noch nichts. Aber bis Freitag werden die Bühnen auch da stehen.
Drei Tage Jazz-Musik erwarten den Besucher der Altstadt. Und zwar, wie es ein Schild am Bismarckplatz zeigt: alle Richtungen.
Am Donnerstagabend beginnt es: Das 31. Bayerische Jazzweekend in Regensburg. 83 Bands unterschiedlicher Stilrichtungen, 86 Konzerte und fünf Sessions auf verschiedenen Bühnen und in Lokalen werden Regensburg wieder in DAS Sommerzentrum des Jazz verwandeln. Wer schon einmal da war, weiß es: Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Somit lässt sich ein Besuch der Weltkulturerbe-Stadt sicher auch mit dem Besuch des einen oder anderen Konzertes kombinieren.
Wer sich via Internet rund um das Bayerische Jazzweekend informieren will, bekommt aktuelle Infos und Eindrücke via Twitter beim Account des Bayerischen Jazzinstitutes. Wer selber twittert, kann seine Eindrücke ja auch schildern: Der Hashtag lautet #Jazzweekend und wird schon seit den ersten Jurysitzungen dieses Jahres verwendet. Die ehrenamtliche Jury hörte sich die Bewerbungen von 342 Bands an.
Im Gewerbepark Regensburg spielen ab 17.30 Uhr das iranische Trio „Mahan Mirarab“, aus Spanien ist „The Hot Wok“ mit markanten und sehr energiegeladenen Bläsersätzen. Markus Minarik mit seiner markanten Stimme ergänzt das Spektrum. Damit zeigt sich schon am Eröffnungsabend ein eindrucksvoller Ausschnitt aus der Bandbreite an musikalischen Ausdrucksformen, die beim „Bayerischen Jazzweekend“ erlebbar sind.
Am Freitag wird dann unter anderem das Landes-Jugendjazzorchester Bayern zum Auftakt spielen, das „Jazzkränzchen Immergrün München“ wird am Bismarckplatz sein 50-jähriges Bühnenjubiläum begehen und am Samstag gastiert „Singin’ Off Beats“, ein Jazzchor aus München.
Drei Tage voller Jazz, der Bayerische Rundfunk wird vereinzelt auch aufzeichnen, ein Fest der Künstler für das Publikum. Der Stadt Regensburg ist es zu danken, dass sie die Kosten für das Event übernimmt, dem Bayerischen Jazzinstitut als Intendanz gebührt samt Jury Dank, dass auf zehn Bühnen in der Altstadt für jeden Geschmack etwas zu finden ist.
„Heinrich graut’s“ wird via Twitter und Blog ebenfalls berichten. Für alle User mobiler Geräte: Ich habe dafür gesorgt, dass diese datensparend einen Überblick über die Blogposts bekommen.
Ein zentraler Anlaufpunkt, an dem das Jazzinstitut zu finden ist, befindet sich beim Alten Rathaus. Hier können sich Besucher mittels Stecknadeln auf Landkarten verewigen. Das Bayerische Jazzweekend ist in den vergangenen 30 Jahren zu einer weltweiten Größe geworden.
Besonderes Schmankerl für alle Twitterer: Am 7. und 8. Juli gegen 16 Uhr sind alle Tweeps aufgerufen, sich dort zu einem Tweetup einzufinden.
Das komplette Programm finden Sie auf der Homepage.
Bildhinweise: Das Bild vom Plakat hat das Bayerische Jazzinstitut zur Verfügung gestellt, das Bild von „The Hot Wok“ wurde von den Künstlern freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
Jedes Jahr am zweiten Juli-Wochenende verwandelt sich die Regensburger Altstadt in viele Bühnen für Jazz. Das Bayerische Jazzweekend bietet an die 90 Bands, die von Donnerstagabend bis Sonntag an verschiedenen Plätzen auftreten. Die Jury hat seit Anfang des Jahres zweimal in der Woche getagt und bis zum April alle Einsendungen begutachtet, um auch dieses Jahr wieder möglichst viele Stilrichtungen und Bands einladen zu können. Finanziert wird das Jazzweekend von der Stadt Regensburg und vielen Partnern und Sponsoren. Die Intendanz des Weekends hat das Bayerische Jazzinstitut inne.
Das Programm ist hier einzusehen. Während der drei Tage wird das Bayerische Jazzinstitut auch per Twitter als @Bayernjazz berichten. Auch ich werde während des Jazzweekends vor Ort sein und nach Möglichkeit bloggen. Vielleicht ist das ja ein Grund, @Bayernjazz oder @hrbruns zu folgen. Viele Tweets finden sich unter dem Hashtag #Jazzweekend.
Wer mich schon mal auf dem Weg zu einem Termin oder vor Ort gesehen hat, der weiß, dass ich einen großen Rucksack mit mir führe. Lange habe ich gesucht, mir bis dahin immer wieder mit Umpacken beholfen. Beim nächsten Termin gemerkt, dass ich was vergessen habe oder in den Tiefen des Rucksacks nicht gleich finde, was ich brauche. Deswegen musste ein eigenes Trageutensil her. Meine Wahl fiel auf einen Rucksack, den es vor ein paar Wochen bei dem Discounter mit dem großen „A“ für 29,99 Euro gab.
Zum Ausprobieren des Rucksacks habe ich mein Fotostativ mitgenommen,
weil das Hauptargument war, es solle ohne Querlegen rein passen. Die Rollen nutze ich recht selten. Die Ziehstange ist so lang ausfahrbar, dass mir ein bekannter Fotograf (knapp über zwei Meter Körpergröße) attestierte, sogar er könne damit umgehen. Für den Fall, dass man den Rucksack nicht auf dem Rücken tragen will, verstaut man die Tragegurte bequem und unsichtbar.
Im Hauptfach finden das Alu-Stativ, meine Kamera, ein großes Mikrofasertuch und im separaten Innenfach mein Netbook Platz. Damit sind die schwersten Teile schon mal nah am Körper.
Oben am Rucksack befindet sich ein kleines Fach, in dem ich bequem XLR-Kabel, Mobiltelefon und Taschentücher unterbringe.
Im größeren Mittelfach verstaue ich Stativplatte, Schwanenhals und Kurz-Stativ mit Mikrofon-Halterung. So bin ich auf Pressekonferenzen oder anderen Aufnahmesituationen, wo ich nicht direkt beim Sprechenden sein kann, gut aufgestellt. Praktisch: Wenn ich Zusatzteile mitnehmen will, ist hier auch immer noch genügend Platz. Mein Bonustipp: Plastiktüte. Schützt vor Spritzwasser.
Das kleinere Mittelfach beherbergt Skizzenbuch, Kalender, das Zoom H4n als Aufnahmegerät und einen Windschutz.
Im Vorderfach finden sich all die kleinen Utensilien, die ich beim Arbeiten brauche. Eine Dreifach-Steckdose und ein Adapter mit zwei USB-Steckplätzen. Ersteres ist im ICE von Vorteil, wenn die Steckdosen nicht ausreichen, zweiteres hilfreich, wenn man mehr als ein Gerät laden muss. Oder dem Sitznachbarn aushelfen will.
Daneben habe ich noch Ersatzakkus für H4n und Canon dabei, ein USB-Kabel (rot), ein Shure SM58 als Handmikro, eine Mikro-Halterung für das H4n und eine Infrarot-Fernbedienung für die Kamera.
Dazu noch ein Mikrofasertuch, das auch als Unterlage unter der Mikroplatte dient und Klopfgeräusche dämpft.
Besonders erwähnen möchte ich den Solar-Akku. Der ET3000 ist leistungsstark, er kann übrigens auch per USB aufgeladen werden, was ich meistens zu Hause mache. Spätestens, wenn man in den Rheinwiesen bei Köln hockt und der Akku des Mobiltelefons schwächelt, merkt man, wie praktisch der ET3000 ist. Einen iPod kann man damit eineinhalb Mal aufladen. Und selbst im Zug reicht die Sonnenstrahlung aus, um den Akku wieder nachzuladen. Zu diesem Akku gehört auch das schwarze USB-Kabel. Der kleine Anschluss kommt in den ET3000, das andere Ende gabelt sich in einen großen USB-Stecker und ein Adapterteil. Eine kleine Blechschachtel beherbergt alle möglichen Adapter, die man für verschiedene Geräte braucht.
Natürlich kann dieser Rucksack nicht mit der Ausrüstung von Richard Gutjahrs Kulturtasche mithalten. Ich habe viele spezifische Einzelteile, um breit aufgestellt zu sein. Mit dem Zoom H4n kann ich nicht nur Interviews führen, sondern auch Chor oder Orchester aufnehmen. Auf dem Netbook schneide ich, auch die Fotos werden da gespeichert und bearbeitet.
Wer den Rucksack mal sehen will: auf der #informare12 und beim #Jazzweekend in Regensburg habe ich den sicher dabei.
Donnerstag war ich in Regensburg. Nun gut, da bin ich ja öfters. Und ich bin gerne da. An diesem Donnerstag hatte ich ein wunderbares Interview mit Clemens Neck von der Pressestelle des Bistum Regensburg. Und seine Mitarbeiter waren mit dabei. Volontäre und Praktikanten. Völlig frei haben sie mir Rede und Antwort gestanden.
Ich habe beim Fotografieren und den Interviews vor allem eines gemerkt: Hier geht es um ein Miteinander für die Sache. Da stehen Menschen vor Dir. Und sie stehen für ihre Sache ein. Glaube, Kirche, Social Media. Das ist nicht jedermanns Sache, ich akzeptiere das. Und auch ich habe so manches Mal meine Probleme mit der Kirche. Gebe ich offen und ehrlich zu. Aber: Mich stimmt es froh, wenn ich sehe, wie in Regensburg unter der Führung von Bischof Gerhard Ludwig Müller Biotope entstehen.
Zwei Tage habe ich überlegt, ob ich diese Interview-Ausschnitte schon veröffentlichen soll. Und ich habe mich dagegen entschieden. Am Donnerstag bin ich mit dem Generalvikar Michael Fuchs verabredet. Mein Gefühl sagt mir, ich sollte da eine Geschichte draus machen. Für mich wird es dann eine runde Geschichte. Ich denke, dass das eine Slideshow wird. ;)
Jedenfalls bedanke ich mich schon jetzt bei der Pressestelle des Bistum Regensburg für die Einblicke, die ich bekommen durfte. Und ein ganz besonderer Dank geht an Christoph Kühnl, der das mehr oder weniger eingefädelt hat. :)
An dieser Stelle noch die Anmerkung: Ich will mich nicht nur auf Regensburg beschränken, ein gesamtdeutscher Blick ist sicher interessant. Von daher würde es mich freuen, wenn auch andere Bistümer sich melden. Und, ach ja: Dass ich München-Freising nicht als erstes nahm, ist dem Umstand geschuldet, dass ich am richtigen Tag zur richtigen Stelle in Regensburg war und eine Idee geboren ward. Regensburg ist für mich nicht nur in Sachen Jazz ein lohnenswerter Punkt auf Deutschlands Karte.
Die vergangene Woche war vollgepackt mit Terminen. Die einen freudig, die anderen traurig. So wia im richtigen Leben. Aber jeder einzelne Termin war es wert, ihn wahr genommen zu haben. Am Montag war Joachim Gauck in München und stellte sich bei den Wahlfrauen und -männern der CSU und deren Freunden vor. Nachzulesen ist das hier. Anschließend traf er sich mit den Fraktionen im Landtag. Ich hingegen ging in meine Kirchenchorprobe in St. Johann von Capistran.
Dienstag war Bilanzpressekonferenz der GEMA. Wichtigste Erkenntnis: Die Verwertungsgesellschaft hat die Bedeutung des Internets noch nicht erkannt. Stattdessen steht zu befürchten, dass die Bezirksdirektionen personell verstärkt mehr und mehr ausschwärmen, um Veranstaltungen zu kontrollieren. Und ACTA wollen sie auch. Pfründesicherung nennt man das wohl. Die Erkenntnis, dass Musik im Internet stattfindet, haben die Herrschaften wohl schon bekommen, allein: adäquate Umsetzung für Erlös-Sicherung ist nicht ihr Fachgebiet. Stattdessen wird restriktiv gehandelt, abgemahnt und prozessiert. Der Gedanke, dass sich hier eine Gesellschaft selber ins Abseits stellt und die besten Argumente für ihre Beerdigung liefert, drängt sich auf.
Eine Beerdigung der ‘normalen Art’ erlebte ich am Mittwoch. Die Frau eines Chorkollegen wurde zu Grab getragen. Ich habe mich als Fotograf betätigt. Beerdigung und dann das ständige Klicken des Auslösers? Das stört doch die Feier, denkt ihr? Dachte ich genauso. Ich habe es aber dennoch gemacht. Für Wolfgang. Er hatte zwar Zeit, sich auf den Abschied seiner Frau vorzubereiten, sie war lange im Pflegeheim. Aber ich habe diesen Mann gesehen und gewusst: Es stärkt ihn, wenn er sich die Fotos dereinst anschauen kann. Das war mir Ansporn und Genehmigung genug. Und er hat es verstanden. Alles andere zählt nicht.
Der Jazz nimmt seit ein paar Jahren immer mehr Raum in meinem Leben ein. Es gab Hardcore-Zeiten, wo ich jeden Abend auf BR Klassik die Stunde Jazz aufzeichnete und am Samstag die radioJazznacht bei Bayern2. Da ich aber mehr und mehr Podcasts und andere Sendungen hören muss (beruflich und so), habe ich das aufgegeben. Aber am Donnerstag war wieder Jurysitzung fürs Jazzweekend in Regensburg. Und die Mitjuroren haben sich auch wieder über meinen Auflauf gefreut.
Am Freitag war der Netzpolitische Kongress der CSU in München. Hier habe ich eine Slideshow gemacht. Ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass große Teile der CSU so progressiv sein können. Als ich vor gut zehn Jahren mal kurz Mitglied war, war ich zu fortschrittlich. Aber das regelt sich. :) Mein Dank der Woche geht an @Fran_Muc, die mich eingeladen hat. Und unter uns gesagt: Ich bin von ihr begeistert. Sie folgt mir seit langer Zeit auf Twitter und sie hat nen sehr klaren Blick. Ich wünsche mir mehr solche Menschen. :)
Das Wochenende habe ich mir freigenommen. Naja, nicht so ganz. Ich wollte am Samstag eine Slideshow zum #csunk2 machen. Ich habe die O-Töne gewichtet, die Foto gesichtet, geschnitten, geschrieben, eingesprochen. Und dann: iMovie von Apple funktioniert nicht mehr. Ich hatte das Programm im Dezember das letzte Mal hergenommen, nichts geändert und nichts installiert – und: es machte nicht mehr, was ich wollte. Ich habe dann beim Apple-Support angerufen, den ich noch nie brauchte. Ich habe einige Apple-Produkte. Denkste, dass du dann Hilfe kriegst. Nur gegen Zahlung eines Support-Tickets. Die Entscheidung, mein iPad an Weihnachten verkauft zu haben, bereue ich nicht. Der iPod wird, wenn er nicht mehr funktioniert, ausgetauscht gegen einen Player, der auch ogg-vorbis kann. Das Macbook ist auch ersetzbar, momentan dient es nur noch zum Aufzeichen von Radio und Fernsehen, daneben zum Twittern. Die Slideshow habe ich dann Sonntag früh mit ‘vonStolzing’ gemacht. Das ist mein Linux-Notebook. Apple hat mich mit seiner Geschäftspolitik sehr enttäuscht und ich gelobe, dass mir nie mehr ein Produkt dieser Firma ins Haus kommt.
Die nächste Woche wird ruhiger. Montagabend Chorprobe, Mittwoch Pressekonferenz im Lokschuppen Rosenheim. Neben der Vorstellung der neuen Ausstellung Tiefsee will ich ein Interview mit der Frau machen, die Social Media betreut. SocMed ist ja mein Thema, so, wie für Joachim Gauck die Freiheit. Am Donnerstag habe ich dann ein Interview mit Mitarbeitern des Bistum Regensburg, auch hier geht es um Social Media. Am Sonntag singen wir dann mit Chor und Schola in Johann von Capistran.
Stay tuned! ;)
Ihr wundert Euch über den Kolumnentitel? Ich auch. Fast. Aber den Titel habe ich mir geborgt. Von der taz – Die Woche, die war. Ich muss einfach mal aus dem Nähkästchen plaudern.
Das war die Woche, die war. Eine wunderbare Woche. Fast 1500 Abrufe meines Blogpost zu Dagmar Wöhrl, eine geniale Chorprobe, und dann war ich noch in Regensburg. Da war ich als Pressevertreter bei der Deutschen Bischofskonferenz akkreditiert. Als freier Journalist ist das nicht so einfach, glaubt mir.
Würdet Ihr eigentlich den Erzbischof Zollitsch fragen, wann er seinen Twitter-Account mal benutzt? Ich hab lang überlegt, aber @Zollitsch hatte vorher gesagt, dass wir alles fragen dürfen. Ich habs gemacht. Das könnt ihr hier nachlesen und -hören. Und ehrlich – hört mal auf meine Stimme – ich hab gezittert. Und dass die begleitenden Kollegen der klassischen Medien gelacht haben, war ja klar. Mittlerweile hat es Kommentare zum Blogpost gegeben, im Blog des Bistums Freiburg bin ich auch schon erwähnt, das Bistum Trier hat auch schon gesagt, dass sie mich gerne empfangen. Finde ich toll, ich bleib an der Sache dran, wann immer Geldbeutel und Zeit das erlauben.
An diesem Donnerstag in Regensburg hatte ich neben der Bischofskonferenz noch ein tolles Erlebnis: Ich war Jury-Mitglied beim Bayerischen Jazzinstitut. @Bayernjazz richtet jedes Jahr in Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg ein Festival aus. Drei Tage lang spielen 90 Bands durch die Altstadt verteilt auf. Und sehr fein: Das Ganze ist für Zuhörer kostenlos. Übrigens twittern wir manchmal auch unter dem Hashtag #Jazzweekend aus den Sitzungen. Ergebnisse und sowas gibts nicht. Aber zumindest Stimmungsberichte und -eindrücke, wenn Tweeps in der Jury sitzen. Ehrlich gesagt: Das ist schon überwältigend, wenn man da sitzt und sich einen Abend lang Stücke um die Ohren haut und dann entscheiden darf/soll, wer fürs #Jazzweekend eine Chance hat. Ich bin sehr stolz drauf, dass ich dabei sein darf!
Ich sehe nach wie vor in der Vernetzung via Social Media ein großes Potential – ich selber nutze journalistisch hauptsächlich Twitter und Google+, Facebook ist für mich eher privat. Zu diesem Thema möchte ich in den nächsten Wochen auch mal was machen, vielleicht mit Audio, vielleicht aber auch mal Video. Ich habe schon bei interessanten Kolleginnen und Kollegen angefragt – lasst Euch überraschen.
Und das sind die Projekte, die ich so als nächstes vorhabe: Ich will den ‘twitternden General(vikar)’ Michael Fuchs vom Bistum Regensburg interviewen, später auch Mitarbeiter der Pressestelle des Bistums zur praktischen Umsetzung. Dann kommt der künftige Bundespräsident Joachim Gauck nach München, die GEMA wird die Bilanzpressekonferenz halten und die CSU hält ihren ‘Netzpolitischen Kongress’ ab. Drückt mir die Daumen, dass ich interessante Dinge finde. :) Und am Monatsende gehts wieder in Regensburg auf: Die neue Baseball-Saison startet und ich will bei den Legionären dabei sein. Und so oft, wie es mir möglich ist.
Stay tuned!