Im Internet, dort wo die Drossel wirkt

Im Internet, dort wo die Drossel wirkt, Telekom,
und Deine Flat zur Highspeed-Bremse wird, Telekom,
und Videos ruckeln wie 2002,
da ist der Netzzugang auch nicht mehr frei.

Wenn es stimmen sollte, was das Fanboy-Blog berichtet, dann soll die D(ro)S(se)L-Flat der Telekom bald ähnlich Geschwindigkeits-reduziert sein, wie wir das vom Mobilfunk her kennen. Die Geschichte geistert schon seit ein paar Tagen durch das Netz. Ich habe mich des Volksliedes „Im grünen Wald, dort wo die Drossel singt” bedient und anstelle eines Gstanzls eine neue erste Strophe getextet. – Mein Kommentar.

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In der Kategorie Internet, Politik, Zwischenruf am 26.03.13 um 20:32 Uhr veröffentlicht.
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Referenzen

Ich habe diese Nacht mal ein paar Aufträge des letzten halben Jahres zusammengestellt, an denen ich mitgewirkt habe – oder die durch mein Zutun entstanden sind.
Eigentlich liest sich das schon als eine gute und tolle Auswahl.

· Hanns-Seidel-Stiftung: Jugend im Dialog 2012, Foto- und Audio-Dokumentation
· Hanns-Seidel-Stiftung: Renaissance des Christlich-Sozialen, Foto-Dokumentation
· Evangelische Landeskirche Bayern: Was wir vorhersagen können, will keiner wissen, Foto- und Audio-Dokumentation, Artikel mit Audio-Elementen
· Förderlehrertag der KEG: Fotos für einen Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
· Wertekongress des Wertebündnis Bayern: Fotos für den Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
· Shalom Europe: Der erste Israeltag im Bayerischen Landtag, Foto-Dokumentation

Darüber hinaus begleite und dokumentiere ich ausgewählte Veranstaltungen der Katholischen Erziehergemeinschaft Bayern.
Meine Philosophie: Ich arbeite im mittleren Hochpreissegment, mache lieber weniger Aufträge, diese aber in Zusammenarbeit mit Premiumpartnern. Anfragen zu meiner Arbeit sind herzlich willkommen.

Ungefragt gebe ich auch gerne einen Rat an (junge) Kollegen weiter: Macht Euch nicht gemein, haltet die Tarife in Ehren und seid menschlich.

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In der Kategorie Allgemein, Kommunikation, Kultur, Landtag, Service, Social Media am 22.03.13 um 06:02 Uhr veröffentlicht.
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Nachtrag zum #Wertekongress

Am 13. März fand im ICM München der Wertekongress des Wertebündnis Bayern statt. Ich war als Pressereferent der Katholischen Erziehergemeinschaft mit vor Ort. Wenngleich ich auch selber nichts zum Wertekongress geschrieben habe (abgesehen von einer Pressemitteilung) so freue ich mich umso mehr, dass das Bayerische Kultusministerium Fotos für einen Bericht übernommen hat.

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In der Kategorie Bericht, Politik, Wertebündnis am 20.03.13 um 20:56 Uhr veröffentlicht.
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Welt-Radio-Tag

radio killed the video star …. … oder war das anders rum?
Ich weiß das nicht wirklich. Aber aus meiner Position heraus: Radio ist DAS Medium.
Meinen ersten „Weltempfänger” bekam ich mit acht oder neun Jahren. Er war auch schnell zerlegt.
Mit 14 lötete ich meinen ersten Sender zusammen. Und das, bevor Gottschalk/Krüger den Piratensender Powerplay aufmachten.
Mit 16 habe ich zum ersten Mal einen Peilwagen der Bundespost vor der Haustür gesehen.
Mit 19 saß ich das erste mal in einem Radiostudio und machte meine erste Show.
Mit 23 habe ich meinen Lebensunterhalt mit meinem Radio-Lebensinhalt verdient.
Mit gut 30 habe ich mit Radio aufgehört. Aus Gründen.
Zum Jahreswechsel 2012/13 habe ich versprochen, dass ich wieder mehr Audios im Blog produziere – und vielleicht auch wieder Radio machen.
Ich liebe Radio.
Immer noch.
Und deswegen stehe ich morgen auch wieder auf und höre um 06.00 Uhr Bayern2, um 07.00 Uhr DRadio und um 08.30 Uhr wieder Bayern2. Der Rest des Tages ist bis Ostern eher schweigendes Radio, wobei wir in diesen turbulenten Tagen nicht wirklich verzichten können.

Für mich (und für viele!) ist RADIO immer noch DAS Medium.
Ich wünsche mir, dass das so bleibt, egal, in welcher Form.

Danke, Radio.

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In der Kategorie Radio am 13.02.13 um 21:21 Uhr veröffentlicht.
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Pressereferent.

Heute habe ich meinen unbefristeten Vertrag mit der Katholischen Erziehergemeinschaft Bayern unterschrieben. Schon seit Juli war ich als Pressereferent (Lehrer) für den Verband tätig, seit August 2012 mit einem auf ein halbes Jahr befristeten Vertrag.
Diesen Vertrag haben Ursula Lay als Vorsitzende der KEG Bayern und ich nun unbefristet paraphiert. Ich freue mich, dass der Vorstand der KEG einstimmig beschlossen hat, mich als Pressereferent zu übernehmen.
Dafür sage ich an dieser Stelle DANKE.

Ich freue mich auf die weitere Zeit mit der Katholischen Erziehergemeinschaft in Bayern.
Und ich verwende meine Kraft und Zeit darauf, mit Politik, Gesellschaft, Religionen und Menschen in den Dialog einzutreten.
Das ist mein Versprechen an die KEG, das ist mein Versprechen im Ringen um gute Bildung in Bayern.

Danke möchte ich an dieser Stelle denen sagen, die mich (manchmal) in den Verband geschubst haben. Danke denen, die mich im ersten, turbulenten halben Jahr gestützt haben.
Danke sage ich aber vor allem Ursula Lay, der Vorsitzenden der KEG Bayern.

Heute feiere ich kurz, morgen bin ich dann wieder im Bildungsausschuss des Landtages.

Für die Bildung in Bayern, für ein gutes Bildungs- und Schulsystem.

Word!
_______
Das Foto zum Artikel stammt von der Demonstration zum BayKiBiG, die die KEG Bayern im Schulterschluss mit der LAGFW im Juli 2012 auf dem Odeonsplatz machte.

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In der Kategorie KEG, Kommunikation, Medien, Politik am 29.01.13 um 22:05 Uhr veröffentlicht.
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Die WikiCon12 in Dornbirn

Die Vorhut ist schon in Dornbirn zugange. Gestern wurde mir von „Gustavf” dieses Foto der Helfer zugespielt. :) Von Freitag bis Sonntag treffen sich rund 150 Wikipedianer aus der Schweiz, Österreich und Deutschland in Dornbirn (Vorarlberg), um in Workshops und Panels daran zu arbeiten, dass die Online-Enzyklopädie besser wird. In einer Podiumsdiskussion am Samstagabend wird es heiß hergehen: Ein Thema wird der Schwund an Freiwilligen sein, die für Wikipedia schreiben.

Die FH Vorarlberg sorgt für die Räume und die Infrastruktur.

Ich werde selber vor Ort sein und per Blog und Podcast berichten.
Fotos und Podcasts gibt es bei Wuala zur Verwendung gemäß CC-BY-NC-SA-Lizenz.
Gerne stehe ich auch Medienpartnern für Berichte zur Verfügung.

Hashtag auf Twitter ist #wikicon.

Fotocredit: Gustavf, Bild kann frei verwendet werden.

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In der Kategorie WikiCon12 am 30.08.12 um 13:00 Uhr veröffentlicht.
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Eine App und ihre Folgen ….

Schnell zum Bahnhof und einen Zug besteigen, für die Fahrkarte am Automaten bleibt kaum Zeit.
Diese Situation kommt Ihnen bekannt vor?
Aber das muss doch nicht sein!
Dafür gibt es doch eine App.
Die von „Touch & Travel”.
Eine tolle Erfindung.

Ich habe eine IsarCard 9 Uhr für den MVV. Das heißt, ab 9 Uhr kann ich alle Verkehrsmittel des Münchner Verkehrsverbundes nutzen. Für einen Journalisten ausreichend, die meisten Pressekonferenzen und Veranstaltungen sind erst ab 10, meistens sogar 11 Uhr angesetzt. Gelegentlich kommt es aber vor, dass auch der Journalist früher raus muss. Gestern hatte ich einen solchen Termin. Normalerweise kaufe ich dann eine Kurzstrecke um 1,20 Euro, nehme die S-Bahn um 08.56 Uhr und wenn ich die nächste Station Poing erreicht habe, ist es 9 Uhr und meine IsarCard gilt.
Ein korrektes und legales Vorgehen.
Allein: Die steuerliche Erfassung eines Beleges um 1,20 Euro nervt. Und da solche „Grenzfälle” öfters vorkommen, war ich dankbar, dass ich Touch & Travel entdeckte. Einfach am Bahnhof einchecken, beim nächsten Bahnhof auschecken, die Strecke wird erfasst, der Betrag vom Konto abgebucht und ich bekomme eine Monatsrechnung. Meine Steuerberaterin freut’s, mich auch. Und das nicht nur, weil das lästige Anstehen am Automaten entfällt.

System mit Schluckauf

Ich habe mich für den Dienst registriert. Schnell bekam ich meine Kundennummer per Mail mitgeteilt, auf meinem Mobiltelefon landete die SMS mit der PIN.
Auf dem Smartphone habe ich mich eingeloggt, klappte vorzüglich.
Mit den gleichen Daten wollte ich mich dann auf der Website einloggen, weil ich natürlich in die Tiefen des Systems vordringen möchte.
Nach fünfmaliger Eingabe von Kundennummer und Pin und dem fünfmaligen Hinweis, dass diese nicht zusammenpassen würden, wurde mein Zugang gesperrt.
Ein Anruf bei der kostenlosen Hotline ergab, dass man für den Webzugang ein anderes Passwort als für die App braucht.
Leider hat mich die Mail mit diesem Passwort aber nicht erreicht, das Touch&Travel-System hatte wohl Schluckauf. Kein Problem, die freundliche Dame am Telefon schickte mir stante pede eine neue Kennung zu und entsperrte meinen Zugang.

Mein erstes Mal …

Ja, ich war richtig geil drauf, diese App zu testen. Und ich war bereit, sogar mehr als 1,20 Euro in der Rechnung zu zahlen. Ein Bekannter fährt morgens um 8.36 Uhr mit der S-Bahn durch Markt Schwaben. Check: um 9 Uhr ist diese Bahn am Ostbahnhof. Zwei Zonen, 5 Euro. Okay, also ein Heiermann der Neuzeit – wer geil ist, zahlt jeden Preis. Fast.
Ein Touch&Travel – Kasterl für NFC oder Barcode-Scan hat Markt Schwaben nicht. Ich habe also via App eine Standortbestimmung durchführen lassen. Und ich wurde sogar richtig in Markt Schwaben lokalisiert. Also: Fahrt begonnen. Am Ostbahnhof aus der Bahn heraus die Fahrt beendet. Die Betrag für die Fahrt würde mir später angezeigt. Okay. Kein Problem. Zumal ich ja im Verbund fahre und auf der Website geschrieben wird, dass man mehrere Fahrten gegebenfalls zu einem Tagesticket zusammenfassen würde.

… hätteste mal besser verhütet …

Als ich später in einer Konferenz bin und zwischendrin meine Mails checke, sehe ich eine von Touch&Travel. Ah! Gleich aufmachen, ist sicher der Fahrtpreis drin aufgelistet. Weit gefehlt! Ich werde belehrt, dass ich die App außerhalb des Geltungsbereiches benutzt habe.
Und weiter: „Bei der oben genannten Fahrt berechnen wir die von Ihnen genutzte Strecke bis zum letzten Tarifpunkt innerhalb des Geltungsbereiches im Touch&Travel-System. Bitte beachten Sie, dass Sie für anderweitige Fahrten mit der Touch&Travel-App keine Fahrtberechtigung besitzen und im Falle einer Kontrolle mit einem erhöhten Beförderungsentgelt (EBE) zu rechnen haben.”

… und das Zittern vor den Folgen …

Verlasse Dich NIE auf das, was Du auf Websites liest: „DB Regio – Wir bieten Ihnen mit unseren Regionalzügen, S-Bahnen und Bussen über ein weit verzweigtes Regionalverkehrsnetz Anschluss in Ballungsräumen und in der Fläche.”
Gut, die S-Bahn München ist wohl nicht DB-Regio. Hätte ich als bahnaffiner Kunde eigentlich wissen müssen. Aber verliert man in der Geilheit nicht manchmal den Blick für sowas? Aber wenn ich mich doch einloggen und ausloggen darf? Jahaaa, die Unwissenheit schützt vor den Folgen nicht!
Jetzt sitze ich also da und warte auf die Rechnung von Touch&Travel.
Und werde Buße tun und meine Karten weiterhin am Automaten ziehen.

Immer diese falsch zu verstehende App-Economy.

(Ich werde den Bericht fortsetzen …)

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In der Kategorie Bahn, Bericht, Computer am 27.07.12 um 06:37 Uhr veröffentlicht.
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Über Abhängigkeit und Niederbayern

Donnerstagmorgen in der Hanns-Seidel-Stiftung. Es soll über die Energiewende in Bayern diskutiert werden. Rund 100 Interessierte aus Kommunen und der Partei haben sich eingefunden. Neben den Ausführungen seitens Vertretern von Ministerien und DLR spricht auch Erwin Huber.
Er spielt mit seiner Herkunft:

Ja, genau. Dieser Erwin Huber, der nach dem Sturz Stoibers die Geschicke der CSU lenken wollte. Dieser Huber, der grade noch in einem Artikel einer im Süden erdachten Zeitung porträtiert wurde. Hier, in der Hanns-Seidel-Stiftung ist der daheim. Das merkt man dem kleinen Mann mit dem burschikosen Haarschnitt an. Er hält eine bemerkenswerte Rede. Allein deshalb, weil er seine Finger durchaus in Wunden legt.

Gut.
Er mag es sich erlauben können. Als einfacher Abgeordneter des Landtages, im BMW von Termin zu Termin fahrend, kann er durchaus genüßlich die Politik der letzten zehn Jahre passieren lassen.
Nur vordergründig bedient Erwin Huber, der Niederbayer, Ex-Parteivorsitzende, Finanzminister und Parteisoldat der CSU in seiner Rede zur Energiewende Klischees.

Bayern hatte mit dem Bayernwerk einst ein Stück Tafelsilber. Das Bayernwerk wurde regelrecht verhökert. Cui bono, fragt sich mancher: Wem nutzt es? Die Energiepolitik hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Dabei war es einmal so schön:

Erwin Huber sparte nicht an Seitenhieben …

Die ganze Rede von Erwin Huber gibt es hier.

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In der Kategorie Bericht, Hanns Seidel Stiftung, Service, Wirtschaft am 26.07.12 um 17:53 Uhr veröffentlicht.
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„Wir müssen auf die Prinzipien schauen”

Was macht eigentlich Professor Hans Zehetmair? Und was macht eine Politische Stiftung? Zugegeben, durchaus zwei seltsam anmutende Fragen. Wer, wie der Autor, Hans Zehetmair noch als Kultusminister erlebt hat, mag an der Person Interesse haben. Zumal einer seiner Söhne, dessen wurde ich versichert, noch immer im Nachbarort meines Geburtsortes lebt.¹

Hans Zehetmair ist Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung. Als solcher begrüßte er rund 80 junge Menschen in der Stiftung, die sich zu „Jugend im Dialog” angemeldet hatten.
Aus seiner Rede ein kurzer Ausschnitt:

Abgesehen von der bemerkenswerten Aussage, dass eine politische Stiftung nicht dem tagesaktuellen Geschäft hinterher hecheln müsse (was man ja auch als Wink in die Politik verstehen kann), waren die Grußworte auch eine Reminiszenz an vergangene Tage. Ich fand die Rede deswegen bemerkenswert, weil da ein älterer Mann der Jugend etwas an Werten mitgibt. Werte, die ich hier mal unter einem Schlagwort verorten möchte, über das ich in den nächsten Wochen sicher einen eigenen Artikel schreibe: „Stabilitas loci”.
Oder, wie mein #BIC-Mitstreiter Victor Fuchs meinte:

Im Anschluss an das Grußwort von Minister Professor Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair hielt Professor Dr. Gerd Strohmeier einen Vortrag zum Thema „Herausforderungen in der Welt von morgen”, eine Podiumsdiskussion folgte. Nach einem Mittagsimbiss teilten sich die Teilnehmer auf drei Foren auf und diskutierten über die Themen:
· Wie verändern Internet und Soziale Medien die Politik
· Umwelt schützen – Energie sichern
· Frieden, Sicherheit und Entwicklung: Verantwortung für die „Eine Welt”

Sehr gut gelungen war, dass abschließend die Ergebnisse dieser Foren nochmals im Plenum vorgetragen wurden.

(Ausführlicher Bericht folgt noch)

_____________
¹ In den 90er Jahren war ich als Redakteur und Reporter bei Radio Alpenwelle bei einem Gelöbnis des Gebirgspionierbatallion 8. Der damalige Staatsminister Hans Zehetmair war als Vertreter der Politik und Schirmherr geladen. Zu späterer Stunde bat ich ihn um ein Interview. Eher beiläufig fragte mich Zehetmair, woher ich stamme. Meine hochdeutsche Aussprache hatte ihn dazu verleitet. Obwohl ich des Bayerischen durchaus mächtig bin, bemühte ich mich, im Radio immer hochdeutsch zu reden. Natürlich auch in Interviews wie diesem. Hans Zehetmair, ganz jovial, meinte, als ich mit „Geilenkirchen” antwortete, dass einer seiner Söhne im Nachbarort Erkelenz wohne.

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In der Kategorie Bericht, Hanns Seidel Stiftung, Kommunikation, Medien am 23.07.12 um 02:53 Uhr veröffentlicht.
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2012 ist das Jahr der GEMA

Ein Kommentar

In den vergangenen Jahren sind die Bilanzsummen der „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte e.V.“ gestiegen.
In diesem Jahr nun hat Verwertungsgesellschaft einiges unternommen, um, wie sie selber sagt, transparenter zu werden. Und einiges, um die Einnahmen unter veränderten Vorzeichen zu sichern.
Einnahmen, die ihren Mitgliedern zu Gute kommen sollen.
Hatte man zuletzt die Tarife für Konzerte „reformiert“, so liegt der Schwerpunkt dieses Jahr auf den Reformen der Veranstaltungstarife.
Diese provozieren schon seit der Veröffentlichung im März 2012 die Diskotheken- und Clubbetreiber. Vorläufiger Höhepunkt: Die Demonstration „Bitte keine GEMAinheiten mehr“ am 25. Juni in Berlin. Zeitgleich und am gleichen Ort wie das Mitgliederfest der GEMA.
Aber auch andere Stellschrauben, an denen die Verwertungsgesellschaft dreht, erregen den Unmut von Musiknutzern und Musikproduzenten, die alternative Wege suchen.
Sei es die geplante Erhöhung der Leerabgabe auf Speichermedien oder die Sondertarife, die die GEMA zur Europameisterschaft bietet.

Auch eine Image-Kampagne der GEMA zieht nicht so richtig: Musik ist uns was wert.
Eine unglückliche Pressesprecherin bringt neuen Schwung in die Debatte um die GEMA. Gaby Schilcher spricht in einem großen Zeitungsinterview davon, dass die Verwaltungsausgaben auch darauf verwendet werden, sie für anstrengende Gespräche mit der Presse zu zahlen. Angesichts des Zornes weiter Teile der Bevölkerung ist das ein Tropfen in ein Fass, das überzugehen droht.

Derzeit scheint es, dass die GEMA regelrecht um einen Shitstorm bettelt. Falls der nicht schon längst da ist.

Bands wie Porter suchen sich das Geld für eine CD-Produktion im Netz zusammen und produzieren unter Creative-Commons-Lizenz.
Viele Künstler publizieren schon gema- und auch lizenzfreie Musik. Die Musikpiraten veröffentlichen eine solche CD und wegen eines Pseudonyms, das nicht offengelegt wird, zieht die GEMA vor den Kadi. Weil es die GEMA-Vermutung gibt.
An anderer Stelle bemühen sich Musikschaffende, eine alternative Verwertungsgesellschaft, die C3S auf die Beine zu stellen. Das Problem: Sobald C3S um Zulassung beim Patentamt ersucht, wird die Satzung des Vereins öffentlich sein und von den Justiziaren der GEMA sicher nicht unkommentiert bleiben. Und jede Unklarheit, jeder indifferente Ansatz, jeder nicht juristisch wasserdichte Satz wird Schreiben um Schreiben, Eingabe um Eingabe, Widerspruch um Widerspruch auslösen. Monopolisten lassen sich ungern in die Ecke drängen und – mehr Anwälte haben sie auch. Und wohl auch das Geld, sie zu zahlen.

Aber sei’ s drum: Was die letzten 20 Jahre in der Politik seinen Anfang nahm, durchdringt nun auch gesellschaftliche Bereiche: Die Abschaffung von Diktaturen wird zur Auflehnung der Musiknutzer und -schaffenden gegen einen Monopolisten, der sich selbst überlebt zu haben scheint.

2012 ist das Jahr der GEMA.

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In der Kategorie Kommunikation, Kultur, Politik, Zwischenruf am 27.06.12 um 04:07 Uhr veröffentlicht.
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Der SEV bei der Münchner S-Bahn

Der Schienenersatzverkehr (SEV) der Münchner S-Bahn zwischen Riem und Erding läuft mittlerweile routiniert. Viele Berufspendler haben sich nach dem gestrigen ersten Schock auf die Situation eingestellt. Nach Aussagen von Busfahrern und Bahn-Mitarbeitern vor Ort steigen viele Fahrgäste auf die stündlich verkehrenden durchgängigen Bahnen um.

Am Dienstag fuhren sowohl morgens als auch abends teils drei oder vier Busse. Zu einem Engpass kommt es in Riem, wo die teils 15 Meter langen Busse durch eine Baustelle fahren. Routinierte Busfahrer schaffen das, aber mit den sehr langen Bussen ist es schwer. Hier sollte die Bahn beziehungsweise die mit der Durchführung und Planung betraute Bahn-Tochter RVO sich im Vorfeld mit den betroffenen Gemeinden verständigen.

 

Baustellen und falsche Ansagen

Durch diese Engstelle in Riem muss der Schienenersatz-Bus fahren.

Bei entsprechender Kenntnis von Baustellen können solche Nadelöhre durch andere Routen vermieden werden. Da auch die Planung von Baustellen einen Zeitvorlauf erfordert, ist es eher unwahrscheinlich, dass eine Gemeinde eine Baustelle verschieben kann.

Weitere Probleme sind die irreführenden Ansagen in den S-Bahnen, von denen ‘Reisenden-Lenker’ und Fahrgäste berichten. Immer wieder wird vor der Haltestelle Riem angesagt, dass die Fahrgäste bitte auf den bereitgestellten Ersatzbus umsteigen sollen. Bevor jedoch der Bus losfährt, kommt die nächste getaktete S-Bahn, die bis Erding durchfährt. Die Bahn-Mitarbeiter und Busfahrer schicken die Passagiere wieder zum Gleis 1 in Riem zurück.

Erding, Erdingen oder Arting?

Was auch auffällt: Immer wieder gibt es Reisenden-Lenker, die trotz mehrfacher Hinweise ‘Erdingen’ statt ‘Erding’ sagen. Da nimmt es sich direkt wohltuend aus, dass ein einheimischer Busfahrer bei den Ansagen und Hinweisen schon mal von ‘Arting’ spricht. Hinweis: So heißt die Kreisstadt östlich von München im oberbayerischen Dialekt. Der Kollege übersetzt das aber auch. ;)

Ein Unding ist, dass die automatisierte Ansage in den Bussen zum Teil nicht klappt, obwohl die Busse damit ausgerüstet sind. Zum Teil liegt das an mangelhafter Programmierung durch die RVO. Auf den ersten Kursen bis 7 Uhr gibt es grundsätzlich keine Ansage durch den Automaten, da diese Kurse als Leerfahrten programmiert wurden. Nach 15 Uhr gibt es auch wieder keine automatisierte Ansage (siehe Bild). Die Fahrer würden dadurch nochmals entlastet werden, da sie unter der Fahrt oft genug noch Fragen von nicht informierten und Fahrgästen beantworten müssen. Abhilfe, auch für weitere Infos zu regionalen Buslinien an den Stationen, könnte mitreisendes und regional vertrautes Info-Personal schaffen. Denn: Schienenersatzverkehr ist immer eine besondere Situation, in der selten Reisende schnell verunsichert sind.

Freundliches Personal

Ein Kompliment muss den vielen Busfahrern gemacht werden, die bis auf eine Ausnahme freundlich sind, informieren, beruhigen und sicher fahren. Leider haben die Kollegen der MVG und ihrer Partnerunternehmen es versäumt, sich auf das Niveau hinaufzubegeben. Es ist zwar verständlich, dass diese ihre Haltestellen bedienen wollen und die zusätzlichen Busse blockieren und behindern. Sich aber deswegen im Ton zu vergreifen und nach dem Schichtleiter zu rufen, wäre vermeidbar. Übrigens wäre es das auch, wenn die Bahn sich im Vorfeld intensiv mit der MVG unterhalten würde und praktikable Regelungen getroffen würden. Vielleicht wäre es dem einen oder anderen MVG-Bus dann auch möglich, eine S-Bahn abzuwarten, bis er losfährt.

Update zum 15.04.2012:

Schwachpunkte:

  • Mangelnde Einweisung einiger Busfahrer, die falsche Haltestellen anfahren
  • Mangelnde Ortskenntnis der Einweiser
  • Sprachliche Defizite (’10 vor um zu’ ist keine in Bayern gebräuchliche Zeitangabe, schon gar nicht fremdsprachigen Fahrgästen gegenüber)
  • Schlechte Vorbereitung seitens RVO (Linienwege, Haltestellenansage, falsche Haltestellen im Computer eingezeichnet…)
  • Keinerlei Hinweise im Schaukasten Markt Schwaben Nord
  • Keine generellen Schnellbusse zu Hauptverkehrszeiten

Positiv:

  • Die von mir kritisierte Ansage (siehe Artikel Eine Bahnansage … wurde ausgetauscht.
  • Die Einweiser haben vor Ort geschickt entschieden, einen Bus teils als Schnellbus einzusetzen.
  • Irritierende Ansagen in der S-Bahn wurden eingestellt, stattdessen weitgehend richtige Information durch das Fahrpersonal.
  • Gut geplante Fahrtzeiten der Busse, die Verspätungen resultierten aus Verkehrsaufkommen und verspätet einfahrenden S-Bahnen in Riem.

Grundsätzlich sind es Kleinigkeiten, an die bei der Planung des SEV nicht gedacht wird. Hier stehe ich der Bahn gerne als Ansprechpartner mit dem nötigen Wissen als ehemaliger Fahrer und dem wichtigen Blick von außen zur Verfügung.

Weitere Artikel zum SEV:
Eine Bahnansage…
Das Kopfkino der Bahn
Kommunikation und #Bahn – zwei Welten

Der Fahrplan zum SEV ist hier.

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In der Kategorie Bahn, Kommunikation am 11.04.12 um 18:34 Uhr veröffentlicht.
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Eine Bahnansage …

Diese Ansage läuft unter anderem am Bahnhof Markt Schwaben.
Die Ansage kommt regelmäßig, alle zehn Minuten. In gleichbleibender Qualität. Vom Band.

Abgesehen von der Fehlinformation, dass die Baustelle nur bis zum Betriebsschluss Sonntag geht (de facto: Montag, 16.04. um 02.30 Uhr), ist die Ansage nur mit viel Kopfschütteln oder unerschütterlichem Humor auszuhalten.
Am Aufgang Markt Schwaben Nord (Gewerbegebiet) steht weder ein ‘Reisenden-Lenker’ noch ist im Schaukasten eine Information zum Schienenersatz zu finden. Am Gleis 3/4 ist nur sporadisch ein Reisenden-Lenker zu finden, ist sicher viel schöner, in der Sonne am Aufgang Süd mit den zwei anderen Kollegen Kaffee zu trinken.
Kleiner Nachtrag: Die Kollegen der Südostbayernbahn versuchen zu helfen, so gut es geht. Auch wenn es nicht ihr Zuständigkeitsbereich ist. Auch ich werde (selbst ohne blaues Hemd) immer wieder angesprochen und helfe, so es geht. Ich finde es nur peinlich, wenn dann bezahlte ‘Reisenden-Lenker’ lässig an der Mauer lehnen und desinteressiert den Bahnsteig langschauen. Wenn sie schon mal da sind.

Und hier finden Sie den Fahrplan für die Bauzeit.

Hinweis: Die Ansage ist im Laufe der Woche ausgetauscht worden, scheinbar waren mehr als 1000 Abrufe des Artikels doch ein Signal.

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In der Kategorie Bahn, Kommunikation am 10.04.12 um 13:21 Uhr veröffentlicht.
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Das Kopfkino der Bahn

Baustelle zwischen Markt Schwaben und Riem. Die Gleise müssen erneuert werden. Unvermeidliche Baustelle. Das ist auch mir klar.
Die Situation ist traurig und grotesk:

Die S2 verkehrt nur stündlich, dafür aber als Vollzug (zwei Garnituren gekoppelt) statt Langzug. (Bitte beachten: Hier hat der Osterheinrich Sarkasmus versteckt.)
Zusätzlich gibt es ein Buspaar pro Stunde als Schienenersatz. Es müssen die üblichen Verdächtigen befördert werden.

Karsamstag, die Läden werden gestürmt. Sagt mir meine Lebenswirklichkeit.

Ein Bahnmitarbeiter hat mir aber versichert, dass es nächste Woche Langzüge geben soll. Sonst, so sagte er, gehörten sie geschlagen. Liebe Bahn, ihr gehört schon heute mit dem Sch***hausbesen geprügelt, weil das die zweite Baustelle hintereinander ist, die schlecht kommuniziert wurde UND an den Lebensrealitäten Eurer Kunden vorbeigeht. Und: Wie ich erfahren habe, habt ihr noch nicht mal Ahnung, wieviel Kunden von der Südostbayernbahn zu Euch umsteigen.
Mehrsprachige Einweiser? Wenn man von bayerisch und sächsisch absieht: Rudimentäre Englisch-Kenntnisse drangen an mein Ohr.

Warum hat Markt Schwaben eigentlich normalerweise Taktverstärker im Berufsverkehr?

Weil keiner fährt ist die falsche Antwort.

Gestern in diversen S-Bahnen Durchsagen erlebt, die offentsichtlich aus der Zentrale über Funk in die S-Bahnen kamen. Entweder zu leise oder zu laut und damit beide Male nicht zu verstehen. Ich habe das in 6 S-Bahnen erlebt.

Achso, zur Freude aller Bahnkunden und als neue Chance der Bahn, uns ihr Kopfkino zu beweisen: Im Herbst wird das andere Gleis erneuert.

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In der Kategorie Bahn, Kommunikation, Zwischenruf am 07.04.12 um 10:57 Uhr veröffentlicht.
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Kommunikation und #Bahn – zwei Welten – Update

Update vom 4.4.2012, 15.15 Uhr

Den Artikel, auf den sich dieses Update bezieht, finden Sie hier.

Heute nachmittag hat mich eine Mitarbeiterin der S-Bahn München angerufen, nachdem das Twitter-Team der Bahn meinen Artikel ernstgenommen hatte. Frau Murr pflichtete mir bei, dass die Baustelle Leuchtenbergring desaströs verlaufen ist.
Ich bin froh, dass sowohl das Twitter-Team und die S-Bahn München meinen Post nicht als Hau-drauf-Rant sehen, sondern als durchaus konstruktiven Beitrag zur Verbesserung der Kommunikation.
Dafür bedanke ich mich ausdrücklich und herzlich bei der Deutschen Bahn.
Ich habe mich bei Bernhard Weisser, dem S-Bahn-Beauftragten der DB München per Mail gemeldet, Frau Murr flankiert das durch eine Mail ihrerseits.
Es geht um einen Gesprächstermin, bei dem wir erörtern sollen/wollen, wie man zukünftig schon im Vorfeld solche Pannen vermeiden kann bzw. wie die Kommunikation mit dem Kunden der S-Bahn München verbessert werden kann.

Ich freue mich auf ein gutes Gespräch und berichte natürlich auch im Blog.

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In der Kategorie Bahn, Kommunikation, Service, Social Media am 04.04.12 um 15:27 Uhr veröffentlicht.
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Kommunikation und #Bahn – zwei Welten

Ferienzeit ist bei der Deutschen Bahn Bauzeit. Viele Berufstätige haben Urlaub, die Schüler fahren auch nicht. Die schwächere Auslastung begünstigt das Vorhaben, das Schienennetz zu reparieren. Am Montag war es wieder mal soweit: Die S-Bahn München macht eine Baustelle an der Haltestelle Leuchtenbergring auf. Im letzten Jahr hatte die Münchner S-Bahn zwei große Projekte: Die Stammstreckensperrung wegen Instandsetzung und die Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks in Pasing. Das klappte gut. Die Baustelle Leuchtenbergring hingegen war ein Desaster.

Hinweis: es gibt ein Update, dieses finden Sie hier.

Ein offener Brief

Liebe Bahn,

das Management Eurer Osterferien-Baustelle bei der Münchener S-Bahn war schlecht. So schlecht, dass ich Euch nicht mal mehr schimpfen mag. Sondern lieber aus meiner Sicht schildere, wo ich mit Verbesserungen ansetzen würde.*

Zunächst einmal ein Lob: Letztes Jahr habt Ihr zwei große Projekte (Stammstreckensperrung und Inbetriebnahme EStw Pasing) gehabt und diese gut kommuniziert und im Vorfeld und für die Dauer gut geplant und begleitet.
Die Baustelle am Leuchtenbergring (München) in dieser Woche war leider das glatte Gegenteil.
Von der Baustelle Leuchtenbergring habe ich am Samstag erfahren, weil ich mit der Südostbayernbahn fuhr und diese im Zug auf die Fahrplanänderungen dieser Woche hinwies. Verzeiht mir, ich habe einige Termine in dieser Woche zu koordinieren gehabt, Dinge, die ich nicht vergessen durfte oder darf. Am Sonntag habe ich einen Beitrag fertiggestellt und dann nicht mehr dran gedacht, nachzuschauen, was sich in der kommenden Woche am Verkehr zwischen Markt Schwaben und München ändert. Hier wären große und sichtbare Informationen (nicht nur ) in Markt Schwaben sehr hilfreich gewesen. Reminder, das weiß ich aus der Radiowerbung, sind wichtig, um Botschaften im Hirn des Kunden zu verankern.
Betrachten wir die Ist-Situation dieser Woche.

Montag früh wird die Baustelle in Betrieb genommen, ich habe überhaupt erst durch Twitter von Followern aus dem Münchner Bereich erfahren, dass es zu Problemen kommt. Eine Kollegin berichtete, dass Bahnmitarbeiter im Norden überhaupt nicht von der Baustelle wussten. Ich bin eine Stunde vor Abfahrt zum Bahnhof. Das schadet in so einem Fall nie. Auf dem Bahnsteig stehend verwirren mich (und andere Fahrgäste sicher noch mehr!) automatische Durchsagen. Zum Beispiel die, dass das S2 nach Erding, Abfahrt 09.xx Uhr, 5 Minuten später käme. Justament in diesem Augenblick fuhr die S2 ein. Daraufhin habe ich einen Tweet an @DB_Bahn abgesetzt. Die Social-Media-Mitarbeiter der Bahn sind recht fix und können ein paar Sachen regeln. Auf Nachfrage (siehe Bild, bitte die Zahlen beachten!) kommt dann auch Stück für Stück raus, dass es offensichtlich noch mehr Probleme an diesem Montag gab.

Ich versuche auf dem Bahnsteig an Informationen zu gelangen. Nachdem ich den Schaukasten auf Gleis 3/4 umrundet habe, sehe ich, dass auf der Seite zu Gleis 3 die Ersatzfahrpläne hängen.

Die S-Bahn fährt überwiegend auf Gleis 4 ab. Im Schaukasten dort hängen die Tarifinformationen, Zonen- und Ringpläne, die nützlich sind, aber nicht vordringlich.

Nach einigen Tweets mit der Bahn kommt raus, dass durch einen zusätzlichen Kabelbrand die Lautsprecherdurchsagen in den außenliegenden Bahnhöfen ausfallen. Dieser Zustand dauert bis kurz vor 9 Uhr an. Ich bin nach 9 Uhr auf den Bahnsteig gekommen. Mich verwirren diese oben schon geschilderten Ansagen. Zwischendrin hört man auch immer wieder menschliche Ansagen. Diese Kakophonie verwirrt noch mehr.

Als eine S-Bahn Richtung Petershausen einfährt, betrete ich diese. Kurz vor Riem meldet sich der Fahrer und verkündet, dass man ohne Halt in Berg am Laim und Leuchtenbergring bis zum Ostbahnhof durchfahre, die S-Bahn dort aber ende. Für mich kein Problem, ich bin früh genug dran und steige in die nächste Bahn Richtung Innenstadt um. Die Bahnkunden in Berg am Laim und am Leuchtenbergring können mit der S4 / S6 fahren, diese halten planmäßig an den Haltestellen.

Mittags will ich mit der S-Bahn wieder heimfahren, ich steige am Rosenheimer Platz ein und gelange bis zum Ostbahnhof, Gleis 5. Die Gleisaufsicht vernimmt man, sie sagt locker: ‘Wenn Sie sich beeilen, kriegen Sie noch auf Gleis 7 die S-Bahn Richtung Erding.’ Da ich mir (Monatswechsel!) noch eine Fahrkarte kaufen muss, darf ich mir die Hetzerei ersparen, kaufe meine Fahrkarte und kriege mit, wie viele Fahrgäste wieder zu Gleis 5 kommen, weil sie die S-Bahn nicht erreicht haben. Ich bin auch wieder an Gleis 5 und höre die Mitarbeiterin über die Lautsprecher sagen, dass sie uns nicht helfen könne, weil man ihrem Computer ausgeschaltet hätte und sie keine Informationen habe. Egal ob Wartungsarbeiten oder ein weiterer Systemausfall: Das ist schon ganz großes Versagen. Die Infotafel sagt, dass die nächste S2 nach Erding in 21 Minuten käme. Stattdessen kam sie schon nach drei Minuten. Gut, dass ich nicht meinem Hunger nachgegeben habe, sondern am Bahnsteig blieb. Vor dem Einsteigen sagt die Dame von der Gleisaufsicht, dass die S-Bahn nicht am Leuchtenbergring und in Berg am Laim halte. Und richtig, wir sind bei der Bahn: Der Zug hält am Leuchtenbergring und in Berg am Laim.

Ich bin in Markt Schwaben angekommen. Gegen Abend muss ich zur Kirchenchorprobe. Wieder mit der S-Bahn. Gewarnt durch die Erlebnisse des Tages fahre ich eine S-Bahn eher los, erreiche planmäßig meinen Bestimmungsort, absolviere meine Probe, muss allerdings das letzte Stück ausfallen lassen, da ich via Smartphone nachschaue und sehe, dass einige S-Bahnen ausfallen. Die DB-App sagt, dass ich die S-Bahn Richtung Heimat am Leuchtenbergring nehmen kann. Die Zuganzeige am Leuchtenbergring zeigt den Ausfall der S2 an, der DB-Mitarbeiter, den ich zu sprechen kriege, meint, ich solle bis zum Ostbahnhof stadteinwärts fahren und dann von Gleis 7 oder 13 die S-Bahn nach Hause nehmen. 20 Minuten Verspätung.

Dienstag bin ich vorgewarnt und fahre eine S-Bahn früher als nötig nach München, ich muss weiter nach Regensburg. Hat geklappt! Abends fahre ich einen Zug eher von Regensburg nach München, weil ich vermute, dass mit der S-Bahn München noch einige Ostereier auf uns warten. Richtig. Ich werde fündig.

Am Hauptbahnhof besteige ich die S-Bahn nach Markt Schwaben / Erding, durch eine vorausfahrende und verspätete S-Bahn ist der Block belegt, bis zum Ostbahnhof haben wir 10 (!) Minuten Verspätung. Am Leuchtenbergring fordert uns der Fahrer auf, auszusteigen, es würde eine Ersatz-Bahn bereitgestellt. Gut 150 Leute steigen aus, warten in der Kälte, die S-Bahn fährt wieder zum Ostbahnhof. Aus Richtung Erding fährt eine mit vielleicht 30 Leuten besetzte S-Bahn ein, sechs (!) Fahrgäste steigen aus. Ein paar Minuten später, als der Block wieder frei ist, fährt genau die S-Bahn wieder ein, die uns vorher verlassen hat. Ich habe das an den rumliegenden Bierflaschen und Flyern erkannt. Mit 22 Minuten Verspätung komme ich daheim in Markt Schwaben an.

Soweit, liebe Bahn, also die Erlebnisse der letzten zwei Tage.

Kommen wir zu den konstruktiven Anmerkungen, die vielleicht auch Verbesserungsvorschläge sein können:

  • Platziert rechtzeitig im Vorfeld Aufsteller, die auf Änderungen hinweisen. So, dass man drüberstolpert. Macht nicht nur A3-Aushänge, noch dazu im Schaukasten am falschen Gleis.
  • Schafft Redundanz, ein defekter Kabelkanal darf nicht dazu führen, dass Fahrgäste wie der Ochs vorm Berg stehen. Für die Sicherheit und Überwachung per Kamera habt ihr Geld, nehmt davon was in die Hand und schafft Informationssyteme, die den Namen auch verdienen.
  • Informiert Eure Mitarbeiter.  Es darf nicht passieren, dass man über den ganzen Bahnsteig hört, dass die Gleisaufsicht keine Ahnung hat.
  • Kommuniziert via Twitter mit Hashtags, informiert via Facebook, dass ihr Bauarbeiten habt. Schafft Punkte, an denen der Kunde euch bemerkt!
  • Schafft lebendige Ansprechpartner, die in der Region sitzen. Ein Ansprechpartner in Frankfurt hilft mir in München nichts, wenn es da brennt.
  • Sucht Euch im Vorfeld Menschen, die auch Social Media können und am Bahnsteig stehen, den Menschen helfen und nicht nur widerwillig Kunden anraunzen. Menschen, die über kurze Kommunikationskanäle helfen können. Vor Ort, For You, For Bahn.
  • Kommt runter von hohen Ross, ihr seid Dienstleister. Ihr bewegt Menschen. Bewegt diese von A nach B und nicht, dass sie gegen Euch grollen.
  • Stellt Eure Transportleitung und Fahrtdienstleiter im kalten Winter raus auf den Bahnsteig. Dann wissen sie, wie angenehm das ist. (Alternativ: Lasst ne S-Bahn lieber an einer Station warten, weist den Fahrer an, das er offen sagen darf, was los ist. Oder überlegt Euch, dass eher 150 Leute statt 30 durch eine Engstelle transportiert werden. Im geschilderten Fall hätte man die wenigen Leute in Riem warten lassen können, um eine volle S-Bahn durchzuleiten. Die Verspätungen kriegt Ihr eh nicht rein, setzt Prioritäten!)
  • Trennt die Audioleitungen Eurer Ansage-Computer, lasst Menschen sprechen! Macht Bereitschaftsketten, dass ihr in solchen Fällen Personal habt, das Durchsagen machen kann.
  • Vergesst nicht: Wir, die Kunden, bringen Euch das Geld für Eure Transportleistung. Der Staat zahlt immer weniger. Und wir, die Kunden, wollen bei allem Verständnis saubere Leistung.

 

Ich diskutiere das gerne mit Euch aus, über das Impressum kommt ihr auch an meine Telefonnummer. Ich begleite Euch gern. Nicht nur, weil ich Euch brauche, sondern auch, weil ich Euch mag.

Es gibt ein Update. Dieses steht hier.
 

* Disclaimer: Ich war fast 7 Jahre als Busfahrer für ein Tochterunternehmen der Bahn tätig, mir sind aus dieser Zeit viele Abläufe und Regelungen bekannt. Noch heute interessiert mich das Thema Bahn überdurchschnittlich.

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In der Kategorie Bahn, Computer, Kommunikation, Service, Social Media am um 03:20 Uhr veröffentlicht.
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