Donnersbergerbrücke – barrierefrei

Der S-Bahnhof Donnersbergerbrücke soll barrierefrei werden. Im Juli beginnen die Umbauarbeiten, schon jetzt sieht man, dass ein Teil der Bäume gefällt wurde. Bis Ende 2014 soll die S-Bahn-Station dann fertig gestellt sein.
Die Bahn kann das Projekt finanziell nicht alleine stemmen, der Freistaat Bayern springt mit ein. Hans-Peter Göttler aus dem Wirtschaftsministerium erklärte das Engagement:

Rund 10 Millionen Euro kostet der Umbau. Bei 40.000 Fahrgästen am Tag ist das eine stolze Summe. Der Freistaat kommt auch für die Betriebskosten der Aufzüge auf. Hans-Peter Göttler:

Der Umbau ist dabei als durchaus schwierig zu bezeichnen, wie Heiko Hamann, Leiter des Bahnhofsmanagement München, betont. Es wird fast nur nachts gebaut werden können, Bauzüge werden wegen des fehlenden Platzes das Material auf den Gleisen vorrätig halten. Das bedeutet, dass mit Einschränkungen im Bahnverkehr zu rechnen ist:

Schon im letzten Jahr war die Stammstrecke während der Sommermonate an den Wochenenden gesperrt. Gleise wurden erneuert, der Brandschutz und die Beleuchtung auf Vordermann gebracht. Diese Arbeiten laufen derzeit immer noch in den verkehrsschwachen Stunden, vor allem nachts. Aber auch in diesem Sommer werden sich die Fahrgäste der Münchner S-Bahn auf Behinderungen gefasst machen müssen.

Neben der Sperrung an sieben Wochenenden wird an der Donnersbergerbrücke noch 9 Wochenenden im Herbst nachgearbeitet. Genauere Informationen wird die Bahn noch herausgeben, derzeit wird der Schienenersatzverkehr geplant. Heinrich graut’s wird auch hier zeitnah und umfassend informieren. Eine Übersicht zum Schienenersatzverkehr des letzten Jahres können Sie hier nachlesen.
Der Kollege Ben Neudeck (@stadtneurotikr) beleuchtet in seinem Beitrag die Barrierefreiheit genauer.

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In der Kategorie Bahn, Verkehr am 15.03.13 um 14:25 Uhr veröffentlicht.
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Is des der Schnellbus? – Busfahrer-Dönekens II

Wieder einmal Schienenersatzverkehr.
Die Deutsche Bahn und die Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO) haben sich etwas einfallen lassen, damit Kunden schnell von A nach B kommen: Den Schnellbus. Sinnvoll. Soweit. Erklärstück: Schnellbus heißt, der Bus fährt nicht alle Stationen an.

Ein altes Muaterl (Ein altes Mütterchen) verlässt sich nicht auf den Einweiser der Deutschen Bahn, sondern wendet sich gleich ans Kompetenzzentrum, den Busfahrer. Da ist sie prinzipiell richtig, die orts- und fahrplanunkundigen Einweiser sind nicht immer erste Wahl.
Leider muss man der Bahn den Vorwurf machen, dass sie immer noch Hilfskräfte anheuern, die einfach nicht in der Materie drin sind.

Nun gut, das Muaterl macht es richtig und wendet sich an den Busfahrer.
Das Muaterl war in der Stadt und will schnell heim.

· Muaterl: Sie, i muass nach St. Kolomann.
· Fahrer: Da sans richtig!
· Muaterl: Des is guad! San Sie der Schnellbus?
· Fahrer:
(schaut im Dienstplan nach) Naa, Sie, Schnellbus is aus, den gibts erst morgen wieder.
· Muaterl: Und wia kimm i dann hoam?
· Fahrer: Steigens ruhig ein, i lass Eahna scho naus, mit hoam nehm i Eahna ned.

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In der Kategorie Bahn, Kommunikation, Reise am 06.01.13 um 01:19 Uhr veröffentlicht.
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Die S-Bahn ist auf die Wiesn vorbereitet

Die Bahn zeigt sich zehn Tage vor der Wiesn gut aufgestellt. Das machten Bahn, S-Bahn und Bundespolizei heute auf einer Pressekonferenz deutlich. Dazu kommt dieses Jahr erstmals der Versuch, Besucher der Wiesn vom Hauptbahnhof und der Hackerbrücke aus auf getrennten Wegen zu lotsen.

Zusätzlich werden die Streifen des Bahnsicherheitsdienstes (SOD) und der Bundespolizei verstärkt. 26 Mitarbeiter werden den Zustieg an der S-Bahn-Station Hackerbrücke regeln. In den Abendstunden werden durchgehend Vollzüge statt Kurzzügen verkehren. Der 20-Minuten-Takt wird in den Abendstunden bis nach Mitternacht aufrecht erhalten.

„Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Fahrgäste abends nur noch eins wollen. Schnell nach Hause”, so Bernhard Weiser. Allein für die Bahn sind das mehr als 12.000 zusätzliche Personalstunden.
Die S-Bahn München erhöht mit über 600 zusätzlichen Zügen im Spätverkehr an den Wochenenden und unter der Woche ihr Angebot. Dadurch entstehen bis weit nach Mitternacht ein Zwei-bis-fünf-Minuten-Takt auf der Stammstrecke. Die Fahrpläne zum Oktoberfest werden auf Plakaten veröffentlicht und sind im Internet abrufbar.
Auch personell verstärkt die Bahn ihre Präsenz:

Auch die Bahnpolizei rüstet sich personell auf: Weniger Urlaub für Beamte während der Wiesnzeit, zusätzlich kommen 100 Bundespolizisten aus anderen Ländern nach München. Schwerpunkt auch hier: Die Hackerbrücke und der Hauptbahnhof.
Es geht um gut zwei Millionen Fahrgäste, mit denen die Bahn zum Oktoberfest rechnet. Und um deren Sicherheit. Zusätzliche Brisanz erhält die Wiesn dieses Jahr durch die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, die dieses Jahr Bayern ausrichtet.
Jürgen Vanselow, Chef der Bundespolizei-Inspektion München:

Die Bundespolizei ist gebührenfrei unter +498006888000 erreichbar.

Und Raimund Paul, Sicherheitsbeauftragter bei der Bahn, betont, dass auch im Ansagezentrum und bei „3S” das Personal bis Betriebsschluss verstärkt wird. „3S” steht für Sicherheit, Sauberkeit und Service.

Die Mitarbeiter von „3S” können schnell koordinieren. Die Nummer lautet: +49 89 13081055. (Tipp: Telefonnummern im Mobiltelefon abspeichern.)

Im letzten Jahr, so Bernhard Weiser, Chef der Münchner S-Bahn, summierten sich die Verspätungen zur Wiesn auf 18.000 Minuten, acht Stammstreckensperrungen gab es, gut 200 Mal konnte die S-Bahn nicht an der Hackerbrücke halten, weil die Sicherheit nicht mehr gegeben war. Die Pünktlichkeitsrate sank während des Oktoberfestes auf unter 90 Prozent.

Neu ist in diesem Jahr, dass Bahn, S-Bahn und Bundespolizei in Zusammenarbeit mit MVG und Kreisverwaltungsreferat versuchen, die Wiesn-Besucher vom Hauptbahnhof und der Hackerbrücke auf getrennten Wegen zur Theresien-Wiese zu lotsen. Nebenstehende Grafik zeigt die Wege.

In diesem Jahr werden auch DB-Regio und Südostbayernbahn ihr Zugangebot verstärken.
Nach Freilassing, Augsburg, Kempten und Mühldorf werden mehr Garnituren eingesetzt.

Im vergangenen Jahr führte das Verhalten von Wiesn-Besuchern zu zahlreichen Polizeieinsätzen bei der S-Bahn. Insgesamt gab es 17 Streckensperrungen wegen Betrunkener im Gleis und neun unerlaubte Notbremsungen. Folglich sank die Pünktlichkeit erheblich auf unter 90 Prozent. Bernhard Weiser appelliert an die Wiesn-Besucher sich der Gefahren des Eisenbahnverkehrs bewusst zu sein und den Anweisungen des Sicherheitspersonals Folge zu leisten:


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Bildhinweis: Die Grafik der Fußwege wurde mit freundlicher Genehmigung seitens Bahn und MVG eingestellt.

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In der Kategorie Bahn, Service am 12.09.12 um 17:41 Uhr veröffentlicht.
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Sieben Wochen(enden) ohne …

… S-Bahn auf der Stammstrecke. Die Bahn zieht Bilanz

Der Schienenersatzverkehr auf der Stammstrecke ist gut gelaufen. Zu diesem Ergebnis kommt Bernhard Weisser, der Chef der Münchner S-Bahn. Durch die frühe Information aller Beteiligten habe sich jeder gut auf die Behinderungen einstellen können.
Weisser zog Montag vormittag Bilanz:

Während des Schienenersatzverkehrs hat die S-Bahn München rund 1,4 Millionen Fahrgäste befördert. Sichergestellt haben das 60 Busse, die rund 10.000 Fahrten zwischen Ostbahnhof und Pasing zurücklegten. Dabei sind viele Fahrgäste in der Stadt gleich auf U-Bahn oder Tram umgestiegen. Im Vorfeld hatte die Bahn auch bei der MVG höhere Leistungen bestellt. Trotzdem: Eng wurde es, als der Christopher-Street-Day stattfand, die Busse weder Marienplatz noch Stachus anfahren konnten und die Parade der Schwulen und Lesben stattfand. Hier war Fingerspitzengefühl gefordert. Anders stellte sich die Situation an der Donnersberger Brücke dar. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) hatte eine Baustelle eingerichtet, diese aber nicht als Behinderung für den SEV bedacht.

Rund 200 Hilfskräfte hatte die Bahn zusätzlich eingesetzt, diese sollten an den Stationen Hilfestellung geben. Hilfe, die nach Augenzeugen-Berichten nicht immer so gegeben wurde, wie es vielleicht wünschenswert gewesen wäre. Auf Twitter erregten sich ein paar Gemüter, dass Müttern mit Kinderwägen nicht beim Einstieg geholfen wurde oder „das Personal nur rumlungerte”:


Bernhard Weisser entgegnete in der Pressekonferenz dazu:

Weisser bedankte sich bei allen Beteiligten, vor allem bei den Fahrgästen, die diese Behinderungen aushalten mussten und versprach, dass alle Protokolle und Erfahrungen ausgewertet werden:

Für dieses Jahr wird es das mit den Bauarbeiten bei der Bahn gewesen sein. Allerdings fordern Brandschutz und die Instandhaltung des Streckennetzes auch in den nächsten Jahren Sperrungen. Wie das aussieht, weiß derzeit noch keiner so ganz genau. Aber die S-Bahn arbeitet schon an den Einzelheiten:

Die Bahn hat rund 66 Millionen Euro in die Ertüchtigung der Stammstrecke gesteckt.

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In der Kategorie Bericht am 20.08.12 um 14:55 Uhr veröffentlicht.
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Eine App und ihre Folgen ….

Schnell zum Bahnhof und einen Zug besteigen, für die Fahrkarte am Automaten bleibt kaum Zeit.
Diese Situation kommt Ihnen bekannt vor?
Aber das muss doch nicht sein!
Dafür gibt es doch eine App.
Die von „Touch & Travel”.
Eine tolle Erfindung.

Ich habe eine IsarCard 9 Uhr für den MVV. Das heißt, ab 9 Uhr kann ich alle Verkehrsmittel des Münchner Verkehrsverbundes nutzen. Für einen Journalisten ausreichend, die meisten Pressekonferenzen und Veranstaltungen sind erst ab 10, meistens sogar 11 Uhr angesetzt. Gelegentlich kommt es aber vor, dass auch der Journalist früher raus muss. Gestern hatte ich einen solchen Termin. Normalerweise kaufe ich dann eine Kurzstrecke um 1,20 Euro, nehme die S-Bahn um 08.56 Uhr und wenn ich die nächste Station Poing erreicht habe, ist es 9 Uhr und meine IsarCard gilt.
Ein korrektes und legales Vorgehen.
Allein: Die steuerliche Erfassung eines Beleges um 1,20 Euro nervt. Und da solche „Grenzfälle” öfters vorkommen, war ich dankbar, dass ich Touch & Travel entdeckte. Einfach am Bahnhof einchecken, beim nächsten Bahnhof auschecken, die Strecke wird erfasst, der Betrag vom Konto abgebucht und ich bekomme eine Monatsrechnung. Meine Steuerberaterin freut’s, mich auch. Und das nicht nur, weil das lästige Anstehen am Automaten entfällt.

System mit Schluckauf

Ich habe mich für den Dienst registriert. Schnell bekam ich meine Kundennummer per Mail mitgeteilt, auf meinem Mobiltelefon landete die SMS mit der PIN.
Auf dem Smartphone habe ich mich eingeloggt, klappte vorzüglich.
Mit den gleichen Daten wollte ich mich dann auf der Website einloggen, weil ich natürlich in die Tiefen des Systems vordringen möchte.
Nach fünfmaliger Eingabe von Kundennummer und Pin und dem fünfmaligen Hinweis, dass diese nicht zusammenpassen würden, wurde mein Zugang gesperrt.
Ein Anruf bei der kostenlosen Hotline ergab, dass man für den Webzugang ein anderes Passwort als für die App braucht.
Leider hat mich die Mail mit diesem Passwort aber nicht erreicht, das Touch&Travel-System hatte wohl Schluckauf. Kein Problem, die freundliche Dame am Telefon schickte mir stante pede eine neue Kennung zu und entsperrte meinen Zugang.

Mein erstes Mal …

Ja, ich war richtig geil drauf, diese App zu testen. Und ich war bereit, sogar mehr als 1,20 Euro in der Rechnung zu zahlen. Ein Bekannter fährt morgens um 8.36 Uhr mit der S-Bahn durch Markt Schwaben. Check: um 9 Uhr ist diese Bahn am Ostbahnhof. Zwei Zonen, 5 Euro. Okay, also ein Heiermann der Neuzeit – wer geil ist, zahlt jeden Preis. Fast.
Ein Touch&Travel – Kasterl für NFC oder Barcode-Scan hat Markt Schwaben nicht. Ich habe also via App eine Standortbestimmung durchführen lassen. Und ich wurde sogar richtig in Markt Schwaben lokalisiert. Also: Fahrt begonnen. Am Ostbahnhof aus der Bahn heraus die Fahrt beendet. Die Betrag für die Fahrt würde mir später angezeigt. Okay. Kein Problem. Zumal ich ja im Verbund fahre und auf der Website geschrieben wird, dass man mehrere Fahrten gegebenfalls zu einem Tagesticket zusammenfassen würde.

… hätteste mal besser verhütet …

Als ich später in einer Konferenz bin und zwischendrin meine Mails checke, sehe ich eine von Touch&Travel. Ah! Gleich aufmachen, ist sicher der Fahrtpreis drin aufgelistet. Weit gefehlt! Ich werde belehrt, dass ich die App außerhalb des Geltungsbereiches benutzt habe.
Und weiter: „Bei der oben genannten Fahrt berechnen wir die von Ihnen genutzte Strecke bis zum letzten Tarifpunkt innerhalb des Geltungsbereiches im Touch&Travel-System. Bitte beachten Sie, dass Sie für anderweitige Fahrten mit der Touch&Travel-App keine Fahrtberechtigung besitzen und im Falle einer Kontrolle mit einem erhöhten Beförderungsentgelt (EBE) zu rechnen haben.”

… und das Zittern vor den Folgen …

Verlasse Dich NIE auf das, was Du auf Websites liest: „DB Regio – Wir bieten Ihnen mit unseren Regionalzügen, S-Bahnen und Bussen über ein weit verzweigtes Regionalverkehrsnetz Anschluss in Ballungsräumen und in der Fläche.”
Gut, die S-Bahn München ist wohl nicht DB-Regio. Hätte ich als bahnaffiner Kunde eigentlich wissen müssen. Aber verliert man in der Geilheit nicht manchmal den Blick für sowas? Aber wenn ich mich doch einloggen und ausloggen darf? Jahaaa, die Unwissenheit schützt vor den Folgen nicht!
Jetzt sitze ich also da und warte auf die Rechnung von Touch&Travel.
Und werde Buße tun und meine Karten weiterhin am Automaten ziehen.

Immer diese falsch zu verstehende App-Economy.

(Ich werde den Bericht fortsetzen …)

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In der Kategorie Bahn, Bericht, Computer am 27.07.12 um 06:37 Uhr veröffentlicht.
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MVG-Logik. Auf dem Kopf stehend.

Auf dem 10. Verkehrspodium der Hanns-Seidel-Stiftung war unter anderem Gunnar Heipp von der MVG zu Gast. Ich nutzte bei einem sehr interessanten Vortrag zur Mobilität der Zukunft die Gelegenheit, ihn zu einem Semester-Ticket für Münchner Studenten zu befragen. Eher nebenher fiel mir ein, dass ich als MVV-Kunde im Umland gefühlt den Stadtverkehr mitfinanziere:

Meine zweiteilige Frage:

Die Antwort von Gunnar Heipp auf die Tarifstruktur:

Gunnar Heipp von der MVG

Also nochmal zum langsamen Nachlesen:
Die Stadtkunden der MVG finanzieren das Umland (MVV) mit.
Weil: Ich habe auf dem Land weniger Angebot und darf mehr Kilometer fahren.
Oder so.
Eine IsarCard Ring 1 bis 8 kostet mich 107,30 €. Nicht falsch verstehen, das ist ein Preis, den ich gerne zahle. Und in Markt Schwaben bin ich recht gut angebunden.
In Wolfratshausen, wie Gunnar Heipp es anführte, sieht es anders aus. Klar, ich kriege zum Beispiel mit der Kurzstrecke (1,20 €) mehr Kilometer, die ich mit dem Bus fahren darf, als ein Stadtbewohner, der darf nur maximal 4 Stationen fahren (ca. 1,6 Buskilometer im Normalfall). Auf dem Land habe ich ein eingeschränktes Mobilitätsangebot. Aber ich bin glücklicher, weil ich mehr Kilometer fahren darf. Ist ja Wurscht, dass ich am Wochenende oder abends nimmer weiterkomme.

So, wer sich jetzt noch nicht aufgeregt hat, darf sich die Antwort auf die Frage nach einem Semesterticket für München noch geben:

Gut, dass die meisten Studenten mit dem Radl an die Uni fahren, weil sie ja auch in Radlnähe wohnen.
Dann sind die Öffentlichen Verkehrsnittel in München wenigstens nicht so voll.

Andererseits: Der Student zahlt ja nur eine geringfügig höhere Miete in Uni-Nähe und erarbeitet sich das Geld für sein Leben mit Nebenjobs, die seine Regelstudienzeit nicht beeinträchtigen.

Vielleicht verstehen Sie jetzt, dass ich das Logo der MVG auf den Kopf gedreht habe.

(Entschuldigung: Ich habe in diesem Artikel satirische Elemente versteckt.)

Der Bericht über das Verkehrspodium der Hanns-Seidel-Stiftung folgt noch.

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In der Kategorie Bahn, Bericht, Zwischenruf am 13.07.12 um 20:21 Uhr veröffentlicht.
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„Überzeugen statt Petzen“ – Die Schülerbegleiter der S-Bahn München

Das Bild ist aus vielen Reportagen im Fernsehen bekannt: Horden von Schülern, die ungeduldig in die S-Bahn drängeln, sich auf Sitzen flätzen, in der Gruppe mutig werden, andere Fahrgäste, meistens schwächere Schüler, werden belästigt oder drangsaliert, manche vergreifen sich gar an der Inneneinrichtung. Oft überschreiten Schüler auch einfach die Bahngleise. Die Gefahr ist groß, der materielle Schaden immens, das Verhalten der Schüler unsozial.
Es muss aber nicht so sein. Die Deutsche Bahn bildet seit mehreren Jahren auch im Bereich der S-Bahn München Schülerbegleiter aus.

Lokführer Michael Siegel bildet mit Kollegen die Schülerbegleiter aus

Dabei ist das Konzept denkbar einfach: Statt Erwachsene einzusetzen, die bei Jugendlichen eher Kopfschütteln oder Ignoranz ernten, setzt die Bahn auf Schüler. Wie Klaus Figur und Michael Siegel betonen, ist es viel wirksamer, dass Schüler die Gleichaltrigen auf Fehlverhalten hinweisen oder deeskalierend eingreifen.

Damit die Schüler das machen können (und dürfen!), werden sie von den beiden Lokführern geschult. Rund 60.000 Euro nimmt die S-Bahn München pro Jahr in die Hand, um den Schülerbegleitern den richtigen Umgang mit Krisensituationen beizubringen.
Die Schüler der 8. Jahrgangsstufe sollen dabei nicht Helden spielen, sondern dürfen nach Abschluss der Ausbildung selber entscheiden, ob sie in der S-Bahn eingreifen. „Wichtig“, so die Trainer, „ist, dass sich die Begleiter nicht selbst in Gefahr bringen.“

Für ihren Einsatz sind die Schülerbegleiter nun geehrt worden. Neben Norbert Klimt von der Deutschen Bahn und dem Präsidenten der Bundespolizeidirektion München, Hubert Steiger, war auch der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil auf der Bühne, um den Schülerbegleitern zu danken. Moderator Tim Wilhelm fragte den Minister:

Viel Lob für die Schülerbegleiter von Bundespolizei, Bahn und Minister

Eine Schülerin schilderte im Interview auf der Bühne das Vorgehen als Begleiterin. Sie sparte nicht mit Kritik an anderen Fahrgäste, die in Konfliktsituationen nur zuschauen:

Die Idee zu Schülerbegleitern entstand in den 90er Jahren im Ruhrgebiet. Die Schäden, die randalierende Schüler an Fahrzeugen anrichteten, die Sicherheit, die während der Fahrt nicht gewährleistet war, hat die Verkehrsgesellschaft auf den Plan gebracht, neue Wege zu gehen:

Für besonders Mutige: Der Salto Rückwärts

700 Schüler haben bei der S-Bahn München die dreimonatige „Ausbildung“ bisher durchlaufen. Teilnehmen können grundsätzlich alle Schulen aus dem Einzugsgebiet der S-Bahn. Den Lohn für Ihren Einsatz bekamen die Schülerbegleiter nun mit einem Sommerfest vergolten. Die Bahn hatte neben Aktions- und Geschicklichkeitsspielen auch kreative Workshops im Angebot: Schminken wie ein Maskenbildner oder T-Shirts bemalen. Die Mittel für dieses Fest wurden übrigens nicht aus dem Ausbildungsetat genommen.

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In der Kategorie Bahn, Kommunikation, Reise am um 11:25 Uhr veröffentlicht.
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Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs Pasing nimmt Gestalt an

Seit über vier Jahren wird am Bahnhof in Pasing gebaut. Ziel ist, den Bahnhof barrierefrei zu gestalten. Dafür hat die Bahn gut 35 Millionen Euro in die Hand genommen. Seit Oktober 2009 sind die S-Bahnsteige schon mit Aufzügen erreichbar, dieses Jahr im August sollen die Bahnsteige 3 und 4 Rolltreppen bekommen. Dort fahren die Regionalzüge ab. Der Aufzug ist schon in Betrieb. Das war für den Leiter des Bahnhofmanagement München, Heiko Hamann, die Gelegenheit, das Projekt nochmals vorzustellen und eine kleine Bilanz zu ziehen.

Der Fahrstuhl an Gleis 3/4 ist schon in Betrieb, doch die Arbeiten gehen weiter, so Heiko Hamann:

Rund 600 Radl-Stellplätze soll es in der Unterführung geben, die Hälfte davon ist jetzt schon nutzbar. Das Reisezentrum soll auch in die Unterführung und raus aus dem historischen Gebäude. Für das gibt es andere Pläne:

Bis November 2012 sollen die Aufzüge und Rolltreppen an den Gleisen 9 und 10 (Fernverkehr) eingebaut sein. Und dann wird verschönert:

Baustelle Bahnhof Pasing. Bis Jahresende soll es wieder schön aussehen.

Dafür wird es nochmal eng werden in der Unterführung: Es wird halbseitig abgesperrt, damit der Boden verlegt werden kann.
Beim barrierefreien Bau des Pasinger Bahnhofs hat die Bahn auch an sehbehinderte Menschen gedacht: Alle Bahnsteige und Wege werden taktil ausgelegt.

Um die historische Substanz des Bahnhofs gleichermaßen wie die neu eigebauten Zuganzeiger, Dächer und Gerätschaften zu schützen, werden zum Tauben vergrämen die bekannten Metallstifte eingesetzt.

Im Dezember soll nach Plan dann ein Bahnhofsfest den Abschluss der Bauarbeiten markieren.

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In der Kategorie Bahn, Reise, Service am 29.06.12 um 16:34 Uhr veröffentlicht.
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Sperrung der Stammstrecke München

Wichtige Info, nicht nur für Nachtschwärmer:
Schon vor der großen Stammstrecken-Sperrung ab 6. Juli (Heinrich graut’s berichtete) fallen in den Nächten von Sonntag auf Montag auf der Stammstrecke die S-Bahnen aus. Grund sind Vorarbeiten.

Beginn ist in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni.

S-Bahn-Chef Heiko Hamman weist darauf hin, dass ab 6. Juli schon am Freitag nachmittag ab 16 Uhr mit Behinderungen wegen der Bauarbeiten zu rechnen ist:

Die letzten Züge werden die Stammstrecke dann bis ca. 20 Uhr verlassen haben.

Update: Die S-Bahn München hat das Infoheft auch als PDF-Download publiziert. Mit allen Fahrplänen, Haltestellenübersichten und Antworten zu den wichtigsten Fragen.

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In der Kategorie Bahn, Reise, Service, Wirtschaft am 25.06.12 um 05:20 Uhr veröffentlicht.
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Was für ein Tag

Vergangenen Mittwoch reihte sich bei der Bahn und S-Bahn München wieder mal ein Unglück und Ausfall an den anderen.
Kurz aufgezählt:
In der Früh Personenschaden bei Schleissheim. Zugverkehr beeinträchtigt, S-Bahn kann fahren.

Im morgendlichen Berufsverkehr folgt dann eine Signalstörung am Rosenheimer Platz. Verzögerungen Richtung Ostbahnhof bis 10 Minuten.
Dazu kommt ein Notarzt-Einsatz am Hauptbahnhof (tief).
Zwischendrin funktioniert das Signal am Rosenheimer Platz wieder, der Notarzt-Einsatz ist beendet.
Nicht lange, und am Hauptbahnhof muss die Feuerwehr anrücken.
Und das Signal am Rosenheimer Platz fällt wieder wegen Störung aus.
Zwischen Mühldorf und Dorfen meldet die Südostbayernbahn Zugausfälle. Wegen Personenschaden.
Richtung Ostbahnhof kann die S-Bahn die Verspätungen abbauen, das Signal arbeitet wieder.
Dafür gibt es eine Weichenstörung am Ostbahnhof, die Züge können Richtung Innenstadt nur mit Verzögerung in den Stammstreckentunnel einfahren.
Gegen 10.25 Uhr gibt es eine Mail vom Streckenagenten, dass sich die Verzögerungen Stammstrecke Richtung Ostbahnhof auflösen.
Dafür ist jetzt das ganze Stellwerk am Ostbahnhof gestört.
Vom Stachus bis zum Ostbahnhof braucht der Zug gute 25 Minuten, mit Aufenthalt am Rosenheimer Platz und Dauerhalt im Tunnel, weil er nicht einfahren kann.
Grund: Signalstörung Rosenheimer Platz und Stellwerkstörung Ostbahnhof.
Der ganze Vormittag war mehr oder weniger eine einzige Störung auf der Stammstrecke.

Die S-Bahn München muss dringend fit gemacht werden!

Gegen Personenschäden kann die Bahn nur wenig beziehungsweise nichts machen. Verstehen Sie mich nicht falsch!

Aber: Wie wäre es, wenn man die Gelder, die der Flughafen München derzeit nicht mehr braucht, weil es keine dritte Startbahn gibt, einfach in die Ertüchtigung der Stammstrecke einbringt? Oder gar eine Alternative zur Stammstrecke erwägt? Eine zweite Röhre halte ich für wenig geraten, besser wäre aus meiner Sicht eine Art Ringstrecke, so dass Pendler, die aus einem Außenbereich des MVV in den anderen müssen, mit wenigen Umstiegen weiterkommen. In der Stadt kann kam sich mit ein wenig Geschick ja mittels U-Bahn, Tram und Bus behelfen. Und mit etwas Planungsgeschick sollte sich eine Ringstrecke so verwirklichen lassen, dass man nicht großartig neu bauen muss, um München zu umfahren. Eine Strecke im Süden gibt es ja schon.

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In der Kategorie Bahn, Computer, Kommunikation, Reise, Zwischenruf am 23.06.12 um 07:00 Uhr veröffentlicht.
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Am Wochenende ist die Stammstrecke dicht

Ab dem 6. Juli müssen sich Nutzer der Münchner S-Bahn auf Behinderungen einstellen. Für sieben Wochenenden, bis zum 20. August, wird die Stammstrecke nicht befahren. Stattdessen gibt es zwischen Ostbahnhof und Pasing Schienenersatzverkehr mit Bussen. Die Busse setzen ab Freitag, 19.30 Uhr ein und fahren bis Montag früh 4.00 Uhr. Die Bahn wechselt die Gleise und den Oberbau aus, außerdem wird der Brandschutz in den Tunnelbahnhöfen verbessert.

Das sind die Änderungen:

Von Osten her enden die S-Bahnen 2, 3, 4, 7 am Ostbahnhof.
Von Westen her enden die S3 und S4 in Pasing. Die S 1, S 2, S 6 und S 7 fahren von der letzten Station vor der Stammstrecke aus ohne Halt bis zum Hauptbahnhof. Sie enden vorwiegend im Starnberger Flügelbahnhof.
Die S8 fährt ab Pasing ohne Halt zum Ostbahnhof und dann normal weiter zum Flughafen. Dafür nutzt sie den Südring und hält am Ostbahnhof auf Gleis 7.
Die Busse zwischen Ostbahnhof und Pasing sollen alle 3 bis 5 Minuten fahren.

Der 10-Minuten-Takt in Berufsverkehr wird teilweise ausfallen.

Wegen des Christopher-Street-Day (CSD) in München werden am Wochenende 14./15. Juli Stachus (Karlsplatz) und Marienplatz nicht angefahren, stattdessen verkehren die SEV-Busse über den Odeonsplatz.
Die Bahn wird die Fahrpläne rechtzeitig bekanntgeben, auch Heinrich graut’s wird dazu verlinken.

S-Bahn-Chef Heiko Hamman weist darauf hin, dass ab 6. Juli schon am Freitag nachmittag ab 16 Uhr mit Behinderungen wegen der Bauarbeiten zu rechnen ist:

Die letzten Züge werden die Stammstrecke dann bis ca. 20 Uhr verlassen haben.

Der Schienenersatzverkehr der S-Bahn im Überblick. Grafik: MVV München

(Quelle: Deutsche Bahn, S-Bahn München, pdf)

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In der Kategorie Bahn, Reise, Service am 07.06.12 um 08:34 Uhr veröffentlicht.
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Der SEV bei der Münchner S-Bahn

Der Schienenersatzverkehr (SEV) der Münchner S-Bahn zwischen Riem und Erding läuft mittlerweile routiniert. Viele Berufspendler haben sich nach dem gestrigen ersten Schock auf die Situation eingestellt. Nach Aussagen von Busfahrern und Bahn-Mitarbeitern vor Ort steigen viele Fahrgäste auf die stündlich verkehrenden durchgängigen Bahnen um.

Am Dienstag fuhren sowohl morgens als auch abends teils drei oder vier Busse. Zu einem Engpass kommt es in Riem, wo die teils 15 Meter langen Busse durch eine Baustelle fahren. Routinierte Busfahrer schaffen das, aber mit den sehr langen Bussen ist es schwer. Hier sollte die Bahn beziehungsweise die mit der Durchführung und Planung betraute Bahn-Tochter RVO sich im Vorfeld mit den betroffenen Gemeinden verständigen.

 

Baustellen und falsche Ansagen

Durch diese Engstelle in Riem muss der Schienenersatz-Bus fahren.

Bei entsprechender Kenntnis von Baustellen können solche Nadelöhre durch andere Routen vermieden werden. Da auch die Planung von Baustellen einen Zeitvorlauf erfordert, ist es eher unwahrscheinlich, dass eine Gemeinde eine Baustelle verschieben kann.

Weitere Probleme sind die irreführenden Ansagen in den S-Bahnen, von denen ‘Reisenden-Lenker’ und Fahrgäste berichten. Immer wieder wird vor der Haltestelle Riem angesagt, dass die Fahrgäste bitte auf den bereitgestellten Ersatzbus umsteigen sollen. Bevor jedoch der Bus losfährt, kommt die nächste getaktete S-Bahn, die bis Erding durchfährt. Die Bahn-Mitarbeiter und Busfahrer schicken die Passagiere wieder zum Gleis 1 in Riem zurück.

Erding, Erdingen oder Arting?

Was auch auffällt: Immer wieder gibt es Reisenden-Lenker, die trotz mehrfacher Hinweise ‘Erdingen’ statt ‘Erding’ sagen. Da nimmt es sich direkt wohltuend aus, dass ein einheimischer Busfahrer bei den Ansagen und Hinweisen schon mal von ‘Arting’ spricht. Hinweis: So heißt die Kreisstadt östlich von München im oberbayerischen Dialekt. Der Kollege übersetzt das aber auch. ;)

Ein Unding ist, dass die automatisierte Ansage in den Bussen zum Teil nicht klappt, obwohl die Busse damit ausgerüstet sind. Zum Teil liegt das an mangelhafter Programmierung durch die RVO. Auf den ersten Kursen bis 7 Uhr gibt es grundsätzlich keine Ansage durch den Automaten, da diese Kurse als Leerfahrten programmiert wurden. Nach 15 Uhr gibt es auch wieder keine automatisierte Ansage (siehe Bild). Die Fahrer würden dadurch nochmals entlastet werden, da sie unter der Fahrt oft genug noch Fragen von nicht informierten und Fahrgästen beantworten müssen. Abhilfe, auch für weitere Infos zu regionalen Buslinien an den Stationen, könnte mitreisendes und regional vertrautes Info-Personal schaffen. Denn: Schienenersatzverkehr ist immer eine besondere Situation, in der selten Reisende schnell verunsichert sind.

Freundliches Personal

Ein Kompliment muss den vielen Busfahrern gemacht werden, die bis auf eine Ausnahme freundlich sind, informieren, beruhigen und sicher fahren. Leider haben die Kollegen der MVG und ihrer Partnerunternehmen es versäumt, sich auf das Niveau hinaufzubegeben. Es ist zwar verständlich, dass diese ihre Haltestellen bedienen wollen und die zusätzlichen Busse blockieren und behindern. Sich aber deswegen im Ton zu vergreifen und nach dem Schichtleiter zu rufen, wäre vermeidbar. Übrigens wäre es das auch, wenn die Bahn sich im Vorfeld intensiv mit der MVG unterhalten würde und praktikable Regelungen getroffen würden. Vielleicht wäre es dem einen oder anderen MVG-Bus dann auch möglich, eine S-Bahn abzuwarten, bis er losfährt.

Update zum 15.04.2012:

Schwachpunkte:

  • Mangelnde Einweisung einiger Busfahrer, die falsche Haltestellen anfahren
  • Mangelnde Ortskenntnis der Einweiser
  • Sprachliche Defizite (’10 vor um zu’ ist keine in Bayern gebräuchliche Zeitangabe, schon gar nicht fremdsprachigen Fahrgästen gegenüber)
  • Schlechte Vorbereitung seitens RVO (Linienwege, Haltestellenansage, falsche Haltestellen im Computer eingezeichnet…)
  • Keinerlei Hinweise im Schaukasten Markt Schwaben Nord
  • Keine generellen Schnellbusse zu Hauptverkehrszeiten

Positiv:

  • Die von mir kritisierte Ansage (siehe Artikel Eine Bahnansage … wurde ausgetauscht.
  • Die Einweiser haben vor Ort geschickt entschieden, einen Bus teils als Schnellbus einzusetzen.
  • Irritierende Ansagen in der S-Bahn wurden eingestellt, stattdessen weitgehend richtige Information durch das Fahrpersonal.
  • Gut geplante Fahrtzeiten der Busse, die Verspätungen resultierten aus Verkehrsaufkommen und verspätet einfahrenden S-Bahnen in Riem.

Grundsätzlich sind es Kleinigkeiten, an die bei der Planung des SEV nicht gedacht wird. Hier stehe ich der Bahn gerne als Ansprechpartner mit dem nötigen Wissen als ehemaliger Fahrer und dem wichtigen Blick von außen zur Verfügung.

Weitere Artikel zum SEV:
Eine Bahnansage…
Das Kopfkino der Bahn
Kommunikation und #Bahn – zwei Welten

Der Fahrplan zum SEV ist hier.

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In der Kategorie Bahn, Kommunikation am 11.04.12 um 18:34 Uhr veröffentlicht.
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Das Kopfkino der Bahn

Baustelle zwischen Markt Schwaben und Riem. Die Gleise müssen erneuert werden. Unvermeidliche Baustelle. Das ist auch mir klar.
Die Situation ist traurig und grotesk:

Die S2 verkehrt nur stündlich, dafür aber als Vollzug (zwei Garnituren gekoppelt) statt Langzug. (Bitte beachten: Hier hat der Osterheinrich Sarkasmus versteckt.)
Zusätzlich gibt es ein Buspaar pro Stunde als Schienenersatz. Es müssen die üblichen Verdächtigen befördert werden.

Karsamstag, die Läden werden gestürmt. Sagt mir meine Lebenswirklichkeit.

Ein Bahnmitarbeiter hat mir aber versichert, dass es nächste Woche Langzüge geben soll. Sonst, so sagte er, gehörten sie geschlagen. Liebe Bahn, ihr gehört schon heute mit dem Sch***hausbesen geprügelt, weil das die zweite Baustelle hintereinander ist, die schlecht kommuniziert wurde UND an den Lebensrealitäten Eurer Kunden vorbeigeht. Und: Wie ich erfahren habe, habt ihr noch nicht mal Ahnung, wieviel Kunden von der Südostbayernbahn zu Euch umsteigen.
Mehrsprachige Einweiser? Wenn man von bayerisch und sächsisch absieht: Rudimentäre Englisch-Kenntnisse drangen an mein Ohr.

Warum hat Markt Schwaben eigentlich normalerweise Taktverstärker im Berufsverkehr?

Weil keiner fährt ist die falsche Antwort.

Gestern in diversen S-Bahnen Durchsagen erlebt, die offentsichtlich aus der Zentrale über Funk in die S-Bahnen kamen. Entweder zu leise oder zu laut und damit beide Male nicht zu verstehen. Ich habe das in 6 S-Bahnen erlebt.

Achso, zur Freude aller Bahnkunden und als neue Chance der Bahn, uns ihr Kopfkino zu beweisen: Im Herbst wird das andere Gleis erneuert.

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In der Kategorie Bahn, Kommunikation, Zwischenruf am 07.04.12 um 10:57 Uhr veröffentlicht.
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Kommunikation und #Bahn – zwei Welten

Ferienzeit ist bei der Deutschen Bahn Bauzeit. Viele Berufstätige haben Urlaub, die Schüler fahren auch nicht. Die schwächere Auslastung begünstigt das Vorhaben, das Schienennetz zu reparieren. Am Montag war es wieder mal soweit: Die S-Bahn München macht eine Baustelle an der Haltestelle Leuchtenbergring auf. Im letzten Jahr hatte die Münchner S-Bahn zwei große Projekte: Die Stammstreckensperrung wegen Instandsetzung und die Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks in Pasing. Das klappte gut. Die Baustelle Leuchtenbergring hingegen war ein Desaster.

Hinweis: es gibt ein Update, dieses finden Sie hier.

Ein offener Brief

Liebe Bahn,

das Management Eurer Osterferien-Baustelle bei der Münchener S-Bahn war schlecht. So schlecht, dass ich Euch nicht mal mehr schimpfen mag. Sondern lieber aus meiner Sicht schildere, wo ich mit Verbesserungen ansetzen würde.*

Zunächst einmal ein Lob: Letztes Jahr habt Ihr zwei große Projekte (Stammstreckensperrung und Inbetriebnahme EStw Pasing) gehabt und diese gut kommuniziert und im Vorfeld und für die Dauer gut geplant und begleitet.
Die Baustelle am Leuchtenbergring (München) in dieser Woche war leider das glatte Gegenteil.
Von der Baustelle Leuchtenbergring habe ich am Samstag erfahren, weil ich mit der Südostbayernbahn fuhr und diese im Zug auf die Fahrplanänderungen dieser Woche hinwies. Verzeiht mir, ich habe einige Termine in dieser Woche zu koordinieren gehabt, Dinge, die ich nicht vergessen durfte oder darf. Am Sonntag habe ich einen Beitrag fertiggestellt und dann nicht mehr dran gedacht, nachzuschauen, was sich in der kommenden Woche am Verkehr zwischen Markt Schwaben und München ändert. Hier wären große und sichtbare Informationen (nicht nur ) in Markt Schwaben sehr hilfreich gewesen. Reminder, das weiß ich aus der Radiowerbung, sind wichtig, um Botschaften im Hirn des Kunden zu verankern.
Betrachten wir die Ist-Situation dieser Woche.

Montag früh wird die Baustelle in Betrieb genommen, ich habe überhaupt erst durch Twitter von Followern aus dem Münchner Bereich erfahren, dass es zu Problemen kommt. Eine Kollegin berichtete, dass Bahnmitarbeiter im Norden überhaupt nicht von der Baustelle wussten. Ich bin eine Stunde vor Abfahrt zum Bahnhof. Das schadet in so einem Fall nie. Auf dem Bahnsteig stehend verwirren mich (und andere Fahrgäste sicher noch mehr!) automatische Durchsagen. Zum Beispiel die, dass das S2 nach Erding, Abfahrt 09.xx Uhr, 5 Minuten später käme. Justament in diesem Augenblick fuhr die S2 ein. Daraufhin habe ich einen Tweet an @DB_Bahn abgesetzt. Die Social-Media-Mitarbeiter der Bahn sind recht fix und können ein paar Sachen regeln. Auf Nachfrage (siehe Bild, bitte die Zahlen beachten!) kommt dann auch Stück für Stück raus, dass es offensichtlich noch mehr Probleme an diesem Montag gab.

Ich versuche auf dem Bahnsteig an Informationen zu gelangen. Nachdem ich den Schaukasten auf Gleis 3/4 umrundet habe, sehe ich, dass auf der Seite zu Gleis 3 die Ersatzfahrpläne hängen.

Die S-Bahn fährt überwiegend auf Gleis 4 ab. Im Schaukasten dort hängen die Tarifinformationen, Zonen- und Ringpläne, die nützlich sind, aber nicht vordringlich.

Nach einigen Tweets mit der Bahn kommt raus, dass durch einen zusätzlichen Kabelbrand die Lautsprecherdurchsagen in den außenliegenden Bahnhöfen ausfallen. Dieser Zustand dauert bis kurz vor 9 Uhr an. Ich bin nach 9 Uhr auf den Bahnsteig gekommen. Mich verwirren diese oben schon geschilderten Ansagen. Zwischendrin hört man auch immer wieder menschliche Ansagen. Diese Kakophonie verwirrt noch mehr.

Als eine S-Bahn Richtung Petershausen einfährt, betrete ich diese. Kurz vor Riem meldet sich der Fahrer und verkündet, dass man ohne Halt in Berg am Laim und Leuchtenbergring bis zum Ostbahnhof durchfahre, die S-Bahn dort aber ende. Für mich kein Problem, ich bin früh genug dran und steige in die nächste Bahn Richtung Innenstadt um. Die Bahnkunden in Berg am Laim und am Leuchtenbergring können mit der S4 / S6 fahren, diese halten planmäßig an den Haltestellen.

Mittags will ich mit der S-Bahn wieder heimfahren, ich steige am Rosenheimer Platz ein und gelange bis zum Ostbahnhof, Gleis 5. Die Gleisaufsicht vernimmt man, sie sagt locker: ‘Wenn Sie sich beeilen, kriegen Sie noch auf Gleis 7 die S-Bahn Richtung Erding.’ Da ich mir (Monatswechsel!) noch eine Fahrkarte kaufen muss, darf ich mir die Hetzerei ersparen, kaufe meine Fahrkarte und kriege mit, wie viele Fahrgäste wieder zu Gleis 5 kommen, weil sie die S-Bahn nicht erreicht haben. Ich bin auch wieder an Gleis 5 und höre die Mitarbeiterin über die Lautsprecher sagen, dass sie uns nicht helfen könne, weil man ihrem Computer ausgeschaltet hätte und sie keine Informationen habe. Egal ob Wartungsarbeiten oder ein weiterer Systemausfall: Das ist schon ganz großes Versagen. Die Infotafel sagt, dass die nächste S2 nach Erding in 21 Minuten käme. Stattdessen kam sie schon nach drei Minuten. Gut, dass ich nicht meinem Hunger nachgegeben habe, sondern am Bahnsteig blieb. Vor dem Einsteigen sagt die Dame von der Gleisaufsicht, dass die S-Bahn nicht am Leuchtenbergring und in Berg am Laim halte. Und richtig, wir sind bei der Bahn: Der Zug hält am Leuchtenbergring und in Berg am Laim.

Ich bin in Markt Schwaben angekommen. Gegen Abend muss ich zur Kirchenchorprobe. Wieder mit der S-Bahn. Gewarnt durch die Erlebnisse des Tages fahre ich eine S-Bahn eher los, erreiche planmäßig meinen Bestimmungsort, absolviere meine Probe, muss allerdings das letzte Stück ausfallen lassen, da ich via Smartphone nachschaue und sehe, dass einige S-Bahnen ausfallen. Die DB-App sagt, dass ich die S-Bahn Richtung Heimat am Leuchtenbergring nehmen kann. Die Zuganzeige am Leuchtenbergring zeigt den Ausfall der S2 an, der DB-Mitarbeiter, den ich zu sprechen kriege, meint, ich solle bis zum Ostbahnhof stadteinwärts fahren und dann von Gleis 7 oder 13 die S-Bahn nach Hause nehmen. 20 Minuten Verspätung.

Dienstag bin ich vorgewarnt und fahre eine S-Bahn früher als nötig nach München, ich muss weiter nach Regensburg. Hat geklappt! Abends fahre ich einen Zug eher von Regensburg nach München, weil ich vermute, dass mit der S-Bahn München noch einige Ostereier auf uns warten. Richtig. Ich werde fündig.

Am Hauptbahnhof besteige ich die S-Bahn nach Markt Schwaben / Erding, durch eine vorausfahrende und verspätete S-Bahn ist der Block belegt, bis zum Ostbahnhof haben wir 10 (!) Minuten Verspätung. Am Leuchtenbergring fordert uns der Fahrer auf, auszusteigen, es würde eine Ersatz-Bahn bereitgestellt. Gut 150 Leute steigen aus, warten in der Kälte, die S-Bahn fährt wieder zum Ostbahnhof. Aus Richtung Erding fährt eine mit vielleicht 30 Leuten besetzte S-Bahn ein, sechs (!) Fahrgäste steigen aus. Ein paar Minuten später, als der Block wieder frei ist, fährt genau die S-Bahn wieder ein, die uns vorher verlassen hat. Ich habe das an den rumliegenden Bierflaschen und Flyern erkannt. Mit 22 Minuten Verspätung komme ich daheim in Markt Schwaben an.

Soweit, liebe Bahn, also die Erlebnisse der letzten zwei Tage.

Kommen wir zu den konstruktiven Anmerkungen, die vielleicht auch Verbesserungsvorschläge sein können:

  • Platziert rechtzeitig im Vorfeld Aufsteller, die auf Änderungen hinweisen. So, dass man drüberstolpert. Macht nicht nur A3-Aushänge, noch dazu im Schaukasten am falschen Gleis.
  • Schafft Redundanz, ein defekter Kabelkanal darf nicht dazu führen, dass Fahrgäste wie der Ochs vorm Berg stehen. Für die Sicherheit und Überwachung per Kamera habt ihr Geld, nehmt davon was in die Hand und schafft Informationssyteme, die den Namen auch verdienen.
  • Informiert Eure Mitarbeiter.  Es darf nicht passieren, dass man über den ganzen Bahnsteig hört, dass die Gleisaufsicht keine Ahnung hat.
  • Kommuniziert via Twitter mit Hashtags, informiert via Facebook, dass ihr Bauarbeiten habt. Schafft Punkte, an denen der Kunde euch bemerkt!
  • Schafft lebendige Ansprechpartner, die in der Region sitzen. Ein Ansprechpartner in Frankfurt hilft mir in München nichts, wenn es da brennt.
  • Sucht Euch im Vorfeld Menschen, die auch Social Media können und am Bahnsteig stehen, den Menschen helfen und nicht nur widerwillig Kunden anraunzen. Menschen, die über kurze Kommunikationskanäle helfen können. Vor Ort, For You, For Bahn.
  • Kommt runter von hohen Ross, ihr seid Dienstleister. Ihr bewegt Menschen. Bewegt diese von A nach B und nicht, dass sie gegen Euch grollen.
  • Stellt Eure Transportleitung und Fahrtdienstleiter im kalten Winter raus auf den Bahnsteig. Dann wissen sie, wie angenehm das ist. (Alternativ: Lasst ne S-Bahn lieber an einer Station warten, weist den Fahrer an, das er offen sagen darf, was los ist. Oder überlegt Euch, dass eher 150 Leute statt 30 durch eine Engstelle transportiert werden. Im geschilderten Fall hätte man die wenigen Leute in Riem warten lassen können, um eine volle S-Bahn durchzuleiten. Die Verspätungen kriegt Ihr eh nicht rein, setzt Prioritäten!)
  • Trennt die Audioleitungen Eurer Ansage-Computer, lasst Menschen sprechen! Macht Bereitschaftsketten, dass ihr in solchen Fällen Personal habt, das Durchsagen machen kann.
  • Vergesst nicht: Wir, die Kunden, bringen Euch das Geld für Eure Transportleistung. Der Staat zahlt immer weniger. Und wir, die Kunden, wollen bei allem Verständnis saubere Leistung.

 

Ich diskutiere das gerne mit Euch aus, über das Impressum kommt ihr auch an meine Telefonnummer. Ich begleite Euch gern. Nicht nur, weil ich Euch brauche, sondern auch, weil ich Euch mag.

Es gibt ein Update. Dieses steht hier.
 

* Disclaimer: Ich war fast 7 Jahre als Busfahrer für ein Tochterunternehmen der Bahn tätig, mir sind aus dieser Zeit viele Abläufe und Regelungen bekannt. Noch heute interessiert mich das Thema Bahn überdurchschnittlich.

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In der Kategorie Bahn, Computer, Kommunikation, Service, Social Media am 04.04.12 um 03:20 Uhr veröffentlicht.
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