Ein Leben ohne Apple ist möglich …

… aber ist es auch sinnvoll?

 

Irgendwann musste das kommen: Ich bin unglücklich mit Apple.

 

Samstag wollte ich eine Slideshow machen. O-Töne auf dem Linuxrechner geschnitten, getextet, eingesprochen und montiert. Bilder ausgesucht, vermaßt und Storyboard geschrieben. iMovie auf dem MacBook Pro gestartet. Bilder in der richtigen Reihenfolge eingespielt, Tonspur darunter gelegt. Dann folgt die Feinarbeit: Standzeit der Bilder angleichen, damit keine Text-Bild-Schere entsteht. Zuletzt habe ich das im Dezember gemacht. Die große Überraschung: Als ich das erste Bild angleichen will, verschiebt sich die Tonspur ganz an den Anfang und lässt sich auch nicht mehr unter die Bilder bewegen. Programm geschlossen, Rechner runtergefahren, neuer Versuch. Wieder das gleiche Bild. Auf der Website von Apple geschaut, ob der Fehler schon bei anderen aufgetreten ist. Nichts gefunden, dafür aber zwei Updates, die ich mir ziehe.

 

‘Wir liefern keine fehlerhafte Software aus.’

 

Ich klicke das erste Update an und bekomme die Meldung, dass ich im App-Store nachschauen soll, ob ein Update vorliegt. Ich gucke nach, es gibt keins. Appstore zu, ‘Ok’ in der Meldung geklickt. Programm schliesst sich. Nichts passiert. Gut, denke ich: Zweites Update. Genau das gleiche Spiel. Ich rufe den Apple-Support an. Und muss mich drüber belehren lassen, dass ich ein Support-Ticket erwerben muss, da ich das Gerät länger als 90 Tage habe. Stimmt, ich habe mein MacBook seit November 2010 und habe noch nicht einmal bei Apple etwas in Anspruch nehmen müssen, keinen Support, keinen Workshop, keinen Expertentipp.

Ich möchte nicht zahlen. Ich habe noch nie Support von Apple in Anspruch genommen, aber teures Geld für geil ausschauende Geräte gezahlt. Dafür bekomme ich allerdings zu hören, dass ich das Programm falsch bediene. Und den bemerkenswerten Satz des Apfelmitarbeiters:‘Wir liefern keine fehlerhafte Software aus.’ Achso, ja. Ich erinnere mich: Ich bin ein dummer Computerquäler, der alles kaputtmacht. Die Gottgleichheit Apples darf nicht in Zweifel gezogen werden. Hallo, Apple? Ich habe unter Windows gelitten, mit Linux Lösungen gebastelt. Ich habe nicht die erste Slideshow mit iMovie gemacht. Mit dem Programm kenne ich mich aus. Ich habe mir für meine Abschlussarbeit an der Journalistenakademie die App gekauft. Ich bin oft als Apple-Fanboy angesehen worden, den Spott ertrug ich gern. Lassen wir mal die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern und die Umgangsform mit Mitarbeitern im Store außen vor. Alleine die Arroganz, wie mit einem Kunden umgegangen wird, langt schon. Service geht anders.

Vor Weihnachten habe ich übrigens mein iPad verkauft, weil ich damit keinen Audiobeitrag schneiden kann, den ich nicht mit ihm aufgenommen habe. Stattdessen habe ich mir ein Notebook zugelegt, Ubuntu-Linux draufgespielt und sitze nun also mit ‘vonStolzing’ und meinem MacBook am Schreibtisch. Ein iPhone habe ich nie als notwendig erachtet, ich habe mir letzten Herbst einen Androiden gekauft. Bei meinem zwei Jahre alten iPod lässt seit letztem Sommer die Batterie merklich nach. Das nächste Abspielgerät wird vor allem eines können: Abspielen. Nicht nur mp3, sondern auch ogg-vorbis. Video brauche ich nicht, da ich unterwegs keine Bewegtbilder schaue.

Bis jetzt habe ich nichts gefunden, das ich ohne Apple nicht erledigen könnte. Und die eingangs gestellte Frage beantworte ich mit:

JA!

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In der Kategorie Computer, IT, Service am 19.03.12 um 15:25 Uhr veröffentlicht.
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Einblick, Rückblick und Ausblick

Die vergangene Woche war vollgepackt mit Terminen. Die einen freudig, die anderen traurig. So wia im richtigen Leben. Aber jeder einzelne Termin war es wert, ihn wahr genommen zu haben. Am Montag war Joachim Gauck in München und stellte sich bei den Wahlfrauen und -männern der CSU und deren Freunden vor. Nachzulesen ist das hier. Anschließend traf er sich mit den Fraktionen im Landtag. Ich hingegen ging in meine Kirchenchorprobe in St. Johann von Capistran.

Dienstag war Bilanzpressekonferenz der GEMA. Wichtigste Erkenntnis: Die Verwertungsgesellschaft hat die Bedeutung des Internets noch nicht erkannt. Stattdessen steht zu befürchten, dass die Bezirksdirektionen personell verstärkt mehr und mehr ausschwärmen, um Veranstaltungen zu kontrollieren. Und ACTA wollen sie auch. Pfründesicherung nennt man das wohl. Die Erkenntnis, dass Musik im Internet stattfindet, haben die Herrschaften wohl schon bekommen, allein: adäquate Umsetzung für Erlös-Sicherung ist nicht ihr Fachgebiet. Stattdessen wird restriktiv gehandelt, abgemahnt und prozessiert. Der Gedanke, dass sich hier eine Gesellschaft selber ins Abseits stellt und die besten Argumente für ihre Beerdigung liefert, drängt sich auf.

Beerdigungen der einen und anderen Art

Eine Beerdigung der ‘normalen Art’ erlebte ich am Mittwoch. Die Frau eines Chorkollegen wurde zu Grab getragen. Ich habe mich als Fotograf betätigt. Beerdigung und dann das ständige Klicken des Auslösers? Das stört doch die Feier, denkt ihr? Dachte ich genauso. Ich habe es aber dennoch gemacht. Für Wolfgang. Er hatte zwar Zeit, sich auf den Abschied seiner Frau vorzubereiten, sie war lange im Pflegeheim. Aber ich habe diesen Mann gesehen und gewusst: Es stärkt ihn, wenn er sich die Fotos dereinst anschauen kann. Das war mir Ansporn und Genehmigung genug. Und er hat es verstanden. Alles andere zählt nicht.

Der Jazz nimmt seit ein paar Jahren immer mehr Raum in meinem Leben ein. Es gab Hardcore-Zeiten, wo ich jeden Abend auf BR Klassik die Stunde Jazz aufzeichnete und am Samstag die radioJazznacht bei Bayern2. Da ich aber mehr und mehr Podcasts und andere Sendungen hören muss (beruflich und so), habe ich das aufgegeben. Aber am Donnerstag war wieder Jurysitzung fürs Jazzweekend in Regensburg. Und die Mitjuroren haben sich auch wieder über meinen Auflauf gefreut.

Das Netz, die Apple-Politik und eine Ausstellung

Am Freitag war der Netzpolitische Kongress der CSU in München. Hier habe ich eine Slideshow gemacht. Ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass große Teile der CSU so progressiv sein können. Als ich vor gut zehn Jahren mal kurz Mitglied war, war ich zu fortschrittlich. Aber das regelt sich. :) Mein Dank der Woche geht an @Fran_Muc, die mich eingeladen hat. Und unter uns gesagt: Ich bin von ihr begeistert. Sie folgt mir seit langer Zeit auf Twitter und sie hat nen sehr klaren Blick. Ich wünsche mir mehr solche Menschen. :)

Das Wochenende habe ich mir freigenommen. Naja, nicht so ganz. Ich wollte am Samstag eine Slideshow zum #csunk2 machen. Ich habe die O-Töne gewichtet, die Foto gesichtet, geschnitten, geschrieben, eingesprochen. Und dann: iMovie von Apple funktioniert nicht mehr. Ich hatte das Programm im Dezember das letzte Mal hergenommen, nichts geändert und nichts installiert – und: es machte nicht mehr, was ich wollte. Ich habe dann beim Apple-Support angerufen, den ich noch nie brauchte. Ich habe einige Apple-Produkte. Denkste, dass du dann Hilfe kriegst. Nur gegen Zahlung eines Support-Tickets. Die Entscheidung, mein iPad an Weihnachten verkauft zu haben, bereue ich nicht. Der iPod wird, wenn er nicht mehr funktioniert, ausgetauscht gegen einen Player, der auch ogg-vorbis kann. Das Macbook ist auch ersetzbar, momentan dient es nur noch zum Aufzeichen von Radio und Fernsehen, daneben zum Twittern. Die Slideshow habe ich dann Sonntag früh mit ‘vonStolzing’ gemacht. Das ist mein Linux-Notebook. Apple hat mich mit seiner Geschäftspolitik sehr enttäuscht und ich gelobe, dass mir nie mehr ein Produkt dieser Firma ins Haus kommt.

Was kommt

Die nächste Woche wird ruhiger. Montagabend Chorprobe, Mittwoch Pressekonferenz im Lokschuppen Rosenheim. Neben der Vorstellung der neuen Ausstellung Tiefsee will ich ein Interview mit der Frau machen, die Social Media betreut. SocMed ist ja mein Thema, so, wie für Joachim Gauck die Freiheit. Am Donnerstag habe ich dann ein Interview mit Mitarbeitern des Bistum Regensburg, auch hier geht es um Social Media. Am Sonntag singen wir dann mit Chor und Schola in Johann von Capistran.

Stay tuned! ;)

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In der Kategorie Allgemein, Medien, Social Media am 18.03.12 um 21:00 Uhr veröffentlicht.
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