Ich habe diese Nacht mal ein paar Aufträge des letzten halben Jahres zusammengestellt, an denen ich mitgewirkt habe – oder die durch mein Zutun entstanden sind.
Eigentlich liest sich das schon als eine gute und tolle Auswahl.
· Hanns-Seidel-Stiftung: Jugend im Dialog 2012, Foto- und Audio-Dokumentation
· Hanns-Seidel-Stiftung: Renaissance des Christlich-Sozialen, Foto-Dokumentation
· Evangelische Landeskirche Bayern: Was wir vorhersagen können, will keiner wissen, Foto- und Audio-Dokumentation, Artikel mit Audio-Elementen
· Förderlehrertag der KEG: Fotos für einen Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
· Wertekongress des Wertebündnis Bayern: Fotos für den Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
· Shalom Europe: Der erste Israeltag im Bayerischen Landtag, Foto-Dokumentation
Darüber hinaus begleite und dokumentiere ich ausgewählte Veranstaltungen der Katholischen Erziehergemeinschaft Bayern.
Meine Philosophie: Ich arbeite im mittleren Hochpreissegment, mache lieber weniger Aufträge, diese aber in Zusammenarbeit mit Premiumpartnern. Anfragen zu meiner Arbeit sind herzlich willkommen.
Ungefragt gebe ich auch gerne einen Rat an (junge) Kollegen weiter: Macht Euch nicht gemein, haltet die Tarife in Ehren und seid menschlich.
Am 13. März fand im ICM München der Wertekongress des Wertebündnis Bayern statt. Ich war als Pressereferent der Katholischen Erziehergemeinschaft mit vor Ort. Wenngleich ich auch selber nichts zum Wertekongress geschrieben habe (abgesehen von einer Pressemitteilung) so freue ich mich umso mehr, dass das Bayerische Kultusministerium Fotos für einen Bericht übernommen hat.
„Damit bist Du raus beim Bloggercamp” – kurz gefasst, knapp. Ich beneide Hannes Schleeh um diese Formulierung. Und ich bin dankbar für die klare Kante. Nein, ich bin nicht böse und ich bin nicht verbittert. Kurze Anmerkungen von meiner Seite aus, dass ich froh bin, nicht mehr Teil des Projektes zu sein:
Ich habe meine freiberufliche Tätigkeit Ende Dezember 2011 begonnen. In dieser Zeit las ich oft Beiträge von Gunnar Sohn und fand, ganz der Redakteur und Korrektor, der ich im Grunde meines Herzens immer noch bin, einige Tipp- und Schönheitsfehler in seinen Aufsätzen. Da Gunnar mir auf Twitter folgte, habe ich die Gelegenheit genutzt, ihn per privater Nachricht auf Korrekturen hinzuweisen. Frei bleibend. Gunnar hat diese angenommen, sofern sie grammatikalisch und rechtschreiberisch in Ordnung waren, in anderen Dingen bewahrte er sich durchaus eine andere Ansicht. Darüber bin ich froh.
Gunnar war auch der Mensch, der mir als erstes einen bezahlten Auftrag zuschanzte. Im Vorfeld zur informare! machte ich ein paar Interviews, moderierte mit Gunnar im Cafe Moskau eine Art Late Night Show.
Schon bei der Moderation habe ich mich unwohl gefühlt. Was ich damals nicht ausdrücken konnte, kann ich heute und an diesem Sonntagabend um so besser. Ich fühlte mich in diesen Wirtschafts- und Internetthemen, sofern beide in Konjunktion stehen, verloren. Ich habe einfach keine Ahnung von Wirtschaft. So einfach ist das.
An diesem Abend lernte ich auch Bernd Stahl und Hannes Schleeh kennen. Nach erfolgter Show sind wir noch einen trinken gegangen. In der StaeV (Ständige Vertretung) in Berlin. Und wie es so kommen musste, ist bei dieser Gelegenheit ein Projekt geboren worden – das Bloggercamp.
Ich war Feuer und Flamme – Die Möglichkeit, sich zu präsentieren, über Netzthemen zu sprechen, ohne einem Formatzwang zu unterliegen, war gegeben – und das mit Gleichgesinnten.
Nun bin ich also raus – und ich bin froh. Ich gebe zu, dass ich mich nicht im Camp engagiert habe, die Themen, vorgegeben durch Gunnar und Hannes, waren nicht Teil meines Lebens. Ich habe es erkannt, aber nicht gesagt. Den Fehler gebe ich zu, frei und ohne Hoffärtigkeit oder das Gefühl von Schuld. Manches erkennt man irgendwann. Und braucht Zeit, es zu formulieren, es zu überdenken.
Und das ist der Punkt, an dem ich zweikommasechs Erklärungen liefern muss: Ich ging sehr offen in das Projekt, musste nur leider erkannte ich irgendwann, dass Themen besetzt werden, die ich nicht beliefern kann.
Einerseits bin ich netzaffin, andererseits habe ich im letzten Vierteljahr meinen Google+ Account stillgelegt, engagiere mich auf Facebook auch nur noch temporär und bin vollauf beschäftigt, mit Twitter Themen zu propagieren, zu erfassen, zu vernetzen.
Es ist keine Social Media Müdigkeit.
Der Kern ist tiefer zu suchen.
Lieber Gunnar, lieber Hannes, lieber Bernd,
ihr habt tolle Themen im Bloggercamp. Aber ich kann einfach nicht mitreden. Die Disruption kann ich bei Google nachschlagen, aber ich kann keine Inhalte dazu liefern. Weil meine Lebenswirklichkeit eine andere ist.
Kurz nach der informare! habe ich einen Auftraggeber gewonnen, der viel Platz in meinem beruflichen Leben hat und mir neben der reinen Pressetätigkeit eröffnet, dass ich mich in der wirklichen Welt vernetze und diese in die virtuelle übertrage. Das erfordert aber auch, dass ich in der wirklichen Welt unterwegs bin. Viele Stunden im Landtag, viele Stunden, in denen ich einen Kultusminister beobachte, einen Bildungsausschuss besuche etc. Daneben ergibt diese Tätigkeit für einen Lehrerverband auch andere Optionen: Aufträge einer politischen Stiftung, Aufträge der evangelischen (!) Kirche, Aufträge aus Ministerien und von Politikern, ohne dass diese mit dem Auftrag der KEG kollidieren. Darauf achte ich schon sehr genau.
Mir fehlt schlichtweg die Zeit, mich ins Bloggercamp einzuklinken. Ich habe es nicht forciert, dass das so kam. Eines baute auf das andere auf. Und eines kam zum anderen. Ich habe in der Zwischenzeit den Auftrag zurückgegeben, ein Buch zu Social Media zu schreiben, wenngleich ich dieses sicher in meinem Umfeld gut verkaufen könnte. Und so habe ich mich still zurück gezogen und mein Engagement im Bloggercamp auf Null gefahren.
Ich gebe zu, dass ich einen Fehler gemacht habe. Den Fehler, dass ich es Euch nicht gesagt habe.
Es gibt Menschen, die Einblick in meinen Kalender und meine Tätigkeiten haben. Diese werden bestätigen, dass ich vergleichsweise mehr als Ihr unterwegs bin. Weil sich meine Themen nicht vom Schreibtisch alleine behandeln lassen. Ohne, dass ich Euch da einen Vorwurf mache. Das bleibt mein Fehler, der alte Fehler, dass ich versuchte, alles unter einen Hut zu bringen und möglichst keinen zu verprellen.
Noch eines: Ich bin mit dem, was in meiner Kirche, der katholischen Kirche abläuft, auch nicht immer einverstanden. Der Missbrauch gehört thematisiert und muss diskutiert werden. Ich mache das auch im Rahmen meiner Tätigkeit für Lehrer („Lehrer, die katholischen” – wie Hannes sagte). Nur: Draufhauen, immer wieder draufhauen, und nochmal draufhauen, weil es dem Zeitgeist und Klickzahlen entspricht, ist meiner Meinung nach nicht der richtige Weg, mit dem Thema Missbrauch umzugehen. Der Finger gehört in die Wunde gelegt, der Finger muss mahnend erhoben werden. Und ich betone, indem ich mich einer Aussage des evangelischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm bediene, dass auch mir jeder Fall in den Kirchen leid tut.
Abseits des Bloggercamps war das auch ein Grund, dass ich mich zurückzog. Ich bin immer noch der Meinung, dass das innerhalb des Systems besser zu thematisieren ist. Von außen billig draufhauen können Qualitätsjournalisten. Nicht ihr!
Lieber Hannes, ich danke Dir für die klaren Worte „Damit bist Du raus…”, ich danke Dir und Gunnar für die Freundschaft und Weggefährtschaft. Irgendwann folge ich Euch auch wieder auf Twitter, ich brauche momentan etwas mehr Luft zum Atmen.
Euch alles Gute mit dem Bloggercamp.
Und nicht vergessen, dass ich vor kurzer Zeit nicht die Twittertussi gegeben habe. Sorry, manchmal muss ich direkt brutal ernst sein und Hintergrundgespräche führen.
Einfach mal so schnell auf Sendung gehen und in einer lauten Disco Tweets vorlesen … ach, da findet Ihr auch einen anderen. ;)
Beste Grüße,
Heinrich
Pressearbeit ist das A und O, um seine Ziele zu transportieren. Für die Katholische Erziehergemeinschaft Bayern arbeite ich als Pressereferent der Lehrer. Der KEG-Bezirksverband Oberbayern hat mich auf seine Bezirksvertreterversammlung eingeladen, dass ich Grundzüge der Pressearbeit in einem Workshop vermittle. Für mich war es als Referent eine Premiere. Sehr geholfen dabei hat mir, dass ich 2011 selber Pressearbeit an der Journalistenakademie Dr. Hooffacker in München lernte, mit Peter Lokk als Dozent. Die Unterlagen aus meinem Kurs habe ich heute noch, anhand dieser habe ich mit Übernahme der Tätigkeit für die KEG meine Pressearbeit ausgerichtet. Meine Erfahrung als Radio-Journalist hilft ebenso, Pressemitteilungen so zu schreiben, dass ich in verschiedenen Medien erreiche, wahrgenommen zu werden.
Einige Erkenntnisse habe ich mitgenommen, die ich Kollegen weiterreichen möchte:
Pressearbeit ist so individuell wie Dein Auftraggeber. Wobei mir das vorher durchaus klar war.
Es kratzt überhaupt nicht an meiner „Autorität” oder meinem Status, Wissen, Technik und Können zu teilen.
Es macht Spaß, mit Lehrern zu arbeiten, verbandstechnisch sind wir in den gut zwei Stunden einen gewaltigen Schritt nach vorne gekommen.
Strukturen und Mechanismen, die sich über Jahre eingeschlichen haben, brechen auf einmal auf, werden in Frage gestellt und es bewegt sich viel nach vorne.
Nachdem ich Ende Januar meinen unbefristeten Vertrag mit der KEG unterschrieben habe, freue ich mich, noch mehr Teil des Verbandes zu sein. Der heutige Workshop hat dazu beigetragen, dass sich die „Basis” und ich als Externer noch mehr verzahnen werden.
Und noch eins: Pressearbeit muss heute auch Social Media bedienen und einbeziehen. Karlheinz Rieger, der auch das Foto zu diesem Artikel mit dem Handy schoss, hat während der BVV-Tagung auch den Twitter-Account der KEG bedient. Und im Nachgang erleben Lehrer, die der Freuden an Social Media ja meist eher unverdächtig sind, dass ich Inhalte schnell teilen und verbreiten kann.
Die nächsten Monate werden spannend.
Unabhängig von meiner Person tat Ursula Lay, die Landesvorsitzende der KEG Bayern, gut daran, in Pressearbeit zu investieren.
Alles in allem ein Workshop, der mir auch Feedback brachte. Ich habe heute schon meine Schulungsunterlagen überarbeitet, um noch zielgerichteter arbeiten zu können.
Danke dafür an Andreas Fichtl, den Bezirksvorsitzenden der KEG Oberbayern und alle „KollegInnen”, die uns die Erfahrung ermöglicht haben.
Nicht nur für KEG-Bezirksverbände, sondern auch für andere Organisationen stehe ich auf Anfrage zur Verfügung, um Seminare im Bereich Pressearbeit und Social Media zu halten.
radio killed the video star …. … oder war das anders rum?
Ich weiß das nicht wirklich. Aber aus meiner Position heraus: Radio ist DAS Medium.
Meinen ersten „Weltempfänger” bekam ich mit acht oder neun Jahren. Er war auch schnell zerlegt.
Mit 14 lötete ich meinen ersten Sender zusammen. Und das, bevor Gottschalk/Krüger den Piratensender Powerplay aufmachten.
Mit 16 habe ich zum ersten Mal einen Peilwagen der Bundespost vor der Haustür gesehen.
Mit 19 saß ich das erste mal in einem Radiostudio und machte meine erste Show.
Mit 23 habe ich meinen Lebensunterhalt mit meinem Radio-Lebensinhalt verdient.
Mit gut 30 habe ich mit Radio aufgehört. Aus Gründen.
Zum Jahreswechsel 2012/13 habe ich versprochen, dass ich wieder mehr Audios im Blog produziere – und vielleicht auch wieder Radio machen.
Ich liebe Radio.
Immer noch.
Und deswegen stehe ich morgen auch wieder auf und höre um 06.00 Uhr Bayern2, um 07.00 Uhr DRadio und um 08.30 Uhr wieder Bayern2. Der Rest des Tages ist bis Ostern eher schweigendes Radio, wobei wir in diesen turbulenten Tagen nicht wirklich verzichten können.
Für mich (und für viele!) ist RADIO immer noch DAS Medium.
Ich wünsche mir, dass das so bleibt, egal, in welcher Form.
Danke, Radio.
… In Kirchenkreisen, meist evangelischen, ist es Brauch, dass man in der Fastenzeit auf etwas verzichtet. Die Fastenzeit umfasst sieben Wochen. Ich bin in den letzten zwei Wochen verhaltener geworden und habe nachgedacht. Nach der Weihnachtspause war ich auf vielen Hochzeiten unterwegs, viele Termine, viele Dinge. Und die Erkenntnis: Ich brenne an beiden Enden wie die bildliche Kerze. Nahestehende Menschen, Freunde, haben mir schon vor Weihnachten gesagt, dass ich viel mache. Eigentlich haben diese Freunde gesagt, dass ich zu viel mache.
Diese Freunde haben Recht. Ich war zu viel unterwegs, habe mich zu viel zerfasert, habe versucht, viele Sachen in meine journalistische Arbeit zu integrieren. Und dabei habe ich, Lesern meines Blogs ist es nicht verborgen geblieben, vieles nicht mehr berichtet, nicht mehr thematisiert. Deswegen will ich die Fastenzeit nutzen, um mich auf einige Sachen zu besinnen.
Ich möchte einfach wieder mehr Mensch und Journalist werden, ohne die mir übertragenen Aufgaben zu vernachlässigen.
Ja, ich gebe es zu, ich habe mir viel vorgenommen.
· Ohne Tabak
Einfach mal nicht rauchen, auch wenn mir danach ist. Seit 20 Jahren merke ich, dass ich gerne zur Zigarette greife, wenn ich Langeweile habe. Nicht gerechnet die halb gerauchte Kippe auf dem Weg zur U- oder S-Bahn. Und die Verwunderung darüber, dass ich diese Zeiten gut überbrücken kann, weil es kurze Zeiten sind. Ich war heute von 9 bis 15 Uhr unterwegs und hatte keinen Tabak dabei … und ich habe keinen Augenblick die Kippe vermisst. Sollte also gehen. :)
· Ohne Alkohol
Viel zu oft komme ich abends heim und genieße noch ein Bier oder ein Glas Rotwein. Oder war auf einer Veranstaltung und habe ein Glas Rotwein oder Bier (oder auch zwei) getrunken. Muss auch nicht sein, Gespräche bei Terminen kann man auch ohne Alkohol führen. Einfach so.
· Ohne Fleisch
Zuviel Fleisch esse ich eigentlich erst, seit ich vor einem Jahr meinen Dampfgarer in Betrieb genommen habe, sieht man von Burger-Kost oder Currywurst und dergleichen ab. Muss eigentlich auch nicht sein.
Insofern sind die ersten drei Punkte Genuss-Punkte. Nicht einfach abzustellen, aber ich versuche das.
· Ohne Jazz
Himmel. Wer mich kennt, weiß, dass ich ohne Musik nicht sein kann. Und der Jazz gehört zu meinem Leben, irgendwie. Nachdem ich dieses Jahr nicht in der Jury zum Bayerischen Jazzweekend sein werde, was sehr positiv ist, da ich unabhängiger sein werde, versuche ich, ein echtes Opfer zu bringen und bis Ostern keinen Jazz zu hören. Aber auch keine Liedermacher oder Ernst Mosch. Lieber abends mal hinlegen und die ca. 15 Bücher lesen, die sich mit mir mein Bett teilen.
· Ohne Alter Ego
Ich liebe meinen privaten Twitter-Account „Hynkl”, ich brauche ihn, damit ich Gedanken abseits des ach so wichtigen Medienaccounts äußern kann, damit ich nicht ersticke am Irrsinn dieser Welt. Aber ich habe auch gemerkt, dass ich der Verantwortung für Hynkl, mein privates Ego, nicht immer gerecht werden kann. Seit Oktober habe ich immer wieder Auszeiten probiert und musste doch immer reaktivieren, weil mich zu viel umtrieb. Weil mich zu viel aufregte. Und nach ein paar Tagen merkte ich, dass ich seiner überdrüssig wurde. Deswegen ist das vielleicht mein größter Verzicht: Einfach mal die Schnauze halten und nix sagen, auch wenn die Finger jucken. Sollte Hynkl wieder notwendig werden, dann kommt er wieder.
Aber ich versuche das alles einmal.
Scheitern inklusive.
…auch das Recht?
Die Münchener Juristische Gesellschaft hatte ein echtes Highlight aufzubieten: Der Passauer Rechtsprofessor Dr. Dirk Heckmann hielt vor Standeskollegen einen Vortrag zum Internet und den damit verbundenen Rechtsfolgen. Heckmann ist CSU-Netzrat und war vor 15 Jahren einer der ersten, der sich mit dem Internet und seiner juristischen Komponente auseinandersetzte. Er ist an der Universität Passau Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und Internetrecht.
Alle Aspekte seines Vortrages sollen hier nicht beleuchtet werden.
Professor Heckmann schlug einen Bogen von dem Vortrag vor 15 Jahren, bei dem er noch belächelt wurde bis hin zu den dringlichen Problemen des Internets von heute. Er zeigte die Dilemmata auf, die das Internet mit sich bringt. Eine kurze Verschriftung:
Nach Heckmann gibt es bei der freiheitlichen Internet-Nutzung folgende Problempunkte:
Die Anonymität in digitalen Welten – schon die Kirchen haben in den Osterbotschaften des letzten Jahres die Abschaffung der Anonymität im Netz gefordert. Dem widerspricht §5 GG (Meinungsfreiheit). Nach Heckmann ist nicht nur das berechtigte Interesse von Geschmähten zu berücksichtigen, dass die Urheber gefunden werden, sondern auch die wie im Falle des „Spick-mich-Urteils” von höchster richterlicher Stelle bestätigte Anonymität zu berücksichtigen. Allein das Vorhandensein von Foren, die HIV-erkrankten Menschen helfen wollen oder solchen, die sich mit Suizidgedanken tragen, rechtfertigt die Anonymität des Internets. Kein Mensch würde mehr diese Foren in Anspruch nehmen, wenn sein Besuch von Providern registriert würde. Hier gilt laut Heckmann: „Die Anonymität ist auch ein Segen.”
Denn: Ein bisschen anonym gibt es ebenso wenig wie ein bisschen schwanger.
Ein zweiter Punkt ist die Selbstbestimmung in komplexen Systemen: Der Staat hat eine gewisse Schutzpflicht. Aber vordringlicher ist, dass jeder User Medienkompetenz hat.
Der dritte Punkt, den Professor Heckmann anführt, sind die Geschäftsmodelle in sozialisierten Umgebungen: seiner Meinung nach fehlt das probate Geschäftsmodell. Das zielt unter anderem in Richtung der Verleger, aber auch anderer Parteien, die eine Kulturflatrate fordern. Heckmann zweifelt am Sinn einer Kulturflatrate: Es braucht individuelle Angebote und Erlösmodelle.
Professor Heckmann rät, dass man nicht resignieren soll.
Er meint:
· Kompensieren (durch Anonymitätsfolgenausgleich)
· Konfigurieren (durch technischen Datenschutz)
· Korrigieren (durch technikkonformes Urheberrecht)
bringen eine Rechtssicherheit im Web 2.0. Wie sich das im Einzelnen ausgestaltet, wird eine der großen Aufgaben unserer digitalen Gesellschaft sein.
Heckmanns Fazit ist jedenfalls: Das Internet schafft Transparenz und Fülle.
Noch ein paar schattenrissartige Gedanken. Nach Heckmann ist die
Gesellschaft 1.0 = Law in books (Gesetz in Büchern)
Gesellschaft 2.0 = Law in Action (Gesetz im Handeln)
Gesellschaft 3.0 = Law in Interaction (Gesetz in der Interaktion, die Gesellschaft 3.0 ist das, wo Heckmann die Internet-Gemeinde sieht: Im Web 3.0)
Professor Heckmann hat in der Diskussion noch etwas bemerkenswertes gesagt und manchem aus der Seele gesprochen: Manche Geschäftsmodelle werden nicht überleben. Das haben wir bei der Industriellen Revolution erlebt. Und die haben wir auch überlebt:
Vielleicht mag das auch den derzeit in der Klemme befindlichen Verlegern ein Fingerzeig sein.
Ein Satz von Dirk Heckmann war sehr bezeichnend: „Wir müssen eine Zeitlang mit Rechtsverletzungen leben.” Jede neue Technologie birgt neben den Chancen auch immer Gefahren und Rechtsverstöße. Ein freies Internet wird aber nur da sein, so mein Schluss, wenn alle gesellschaftlichen Kräfte an der Lösung der Aufgaben mitwirken.
Manchmal kann das auch der Protest auf der Straße sein, wie bei ACTA:
Es war auch eine Kooperation in diesem Jahr. Das Bloggen und Berichten von der Wikicon 12. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal bei den Organisatoren der Wikicon bedanken. Ich war gerne zu Gast und habe gebloggt. Die Wikipedia ist wichtig, weil sie sich um das freie Wissen der Welt kümmert. Und doch knarzt es im Gebäude der Online-Enzyklopädie. Hier können Sie meine Beiträge nachlesen:
· Freiheit im Internet
· Wikipedia könnte heute nicht mehr starten
· Wikipedia und Akademia – Hassliebe oder Vernunftehe?
Auch umgetrieben hat mich in diesem Jahr der Bürgerentscheid zur Dritten Startbahn. Ich war nicht der Meinung der CSU und habe mit Blogbeiträgen dagegen gehalten. Weil der zusätzliche Flugverkehr die Lebensqualität im Moos einschränkt. Dieter Janecek und Heiko Tammena habe ich dazu interviewt. Der eine ist bayerischer Grünen-Chef, der andere Pressesprecher der Katholischen Landjugendbewegung.
· Die dritte Startbahn braucht koa Mensch –
· Occupy Staatskanzlei – die KLJB MUCkt auf
Eines der vielen Highlights in diesem Jahr war, dass mich mein Kollege Jürgen-M. Edelmann von Deutschlandradio Kultur nach Passau ins Scharfrichterhaus einlud. DKultur promotet auf diese Weise Hörspiele.
Eine sehr schöne Idee. Wie man nachlesen kann, war ich angetan vom Kriminalrat Kreuzeder im ehemaligen Stadtgefängnis von Passau.
Ich möchte Ihnen noch eine Empfehlung mit auf den Weg geben.
Ein junger Kollege, der Social Media lebt und mit der Berichterstattung via Twitter vom Parteitag der Piraten in Bochum schon gezeigt hat, was er kann, ist lesenswert: Benedikt Heider. Ich bin selber gespannt, was er bloggt – das er es kann, steht außer Zweifel.
Und an dieser Stelle beschließe ich den Jahresrückblick. Fast.
Ich habe letzten Sonntag mal keck auf Twitter gefragt, welcher Beitrag meinen Followern besonders gefallen hat. Eher scherzhaft drohte ich damit, andernfalls über @Fran_Muc zu schreiben. Sie war die Erste, die drauf einging. Genau deswegen schreibe ich nun über sie. @Fran_Muc hat seit Sonntag nun ein leicht skeptisches Gefühl. …
Ja, die Franzi (das darf nur ich sagen, sie darf dafür aber auch Heinzi sagen, was sonst nur noch der alte Pfarrer von Unterwössen, meine Schwester und Josef Ratzinger dürfen…) … Also: So ziemlich, seit ich twittere, folgt mir eine kleine, wunderbare, humorvolle, klar denkende, #pink liebende Frau, von der ich zwei Geheimnisse weiß, die ich nicht mal auf dem Grill bei BurgerKing preisgeben würde. Wenn ich das Wort „Schuld” mit ihr in Zusammenhang bringen müsste, dann sagte ich: Sie hat die Schuld, dass ich mich nach einigen Jahren der CSU wieder angenähert habe. Ich bin nicht mit allem einverstanden, was die Partei macht und postuliert. Und ich finde es großartig, dass ich das auch immer wieder sagen darf, ohne dass ich entfreundet werde. Nicht von Franzi, nicht von den vielen anderen CSUlern, die mir auf Twitter folgen. @Fran_Muc ist privat auf Twitter, aber manchmal geht ihr Temperament durch und sie retweetet viele Sachen von einer anderen, #pink liebenden Frau. Oder von einem Mann, der #lila mag.
Für die meisten spreche ich jetzt in Rätseln. Das soll auch so bleiben. Außer, sie folgen uns beiden auf Twitter. ;)
Ich muss mich bei vielen Menschen bedanken, die mir in diesem Jahr zur Seite standen, mich begleiteten, mich kritisierten im Guten wie im Negativen. Unter all den Menschen sticht aber eine heraus: Franzi. Ich kenne kaum einen Menschen, der integrativer auf Twitter agiert und ist, als sie.
@Fran_Muc ist ein Solitär in meiner Timeline. Und nicht nur deshalb, weil ich sie auch mal morgens um 07.30 Uhr im Büro anrufen darf.
Wegen all dieser Kleinigkeiten, die Außenstehenden vielleicht verschlossen sind, wegen ihres großen Herzes mag ich Franzi.
In diesem Sinne, liebe Franziska: Danke, dass Du bist und danke, dass wir uns noch immer folgen. Auf ein Neues in 2013!
Zwei Beiträge, an denen Franzi nicht unschuldig war:
· csunk2 (Der netzpolitische Kongress der CSU)
· csunetcon (Die Mitgliederversammlung des netzpolitischen Arbeitskreises der CSU)
Kooperationen und anderes …
Themen zu finden, ist nicht schwer. Themen journalistisch und weniger als Blogger aufzubereiten, ist schon schwerer. Ich habe mich zu Beginn meiner freien Tätigkeit gefragt, wie ich mich positionieren, wie ich bekannt werden kann. Ich habe meinem Bauch vertraut und so ganz unrecht hatte der dicke Bauch nicht.
Der erste kleine Knaller, den ich im Blog hatte, war meine Medienschelte und Kritik an der Berichterstattung des Spiegels in Bezug auf Dagmar Wöhrl. Dass Politiker von Journalisten genau beobachtet werden, ist kein Geheimnis. Aber bei allem Verständnis: Fairness geht anders, als es die Kollegen machten. Man kann auch kritisch sein, ohne unter die Gürtellinie zu gleiten. Deswegen hatte ich Hals und Bauch und musste etwas schreiben. Vor allem, wenn ich Dagmar Wöhrl als das sehe, was sie ist: Ein Mensch, dem es abseits der Parteipolitik wichtig ist, Menschen in das Zentrum ihres Handelns zu stellen. Der „Rant” gegen den Spiegel fand in einigen Publikationen Widerhall. Unter anderem berichtete „Pottblog” drüber, Christian Jakubetz und das Bildblog.
Dagmar Wöhrl ist auch eine der ersten Politiker(innen), die erkannt hat, dass Bloggen ein sehr guter Weg ist, sich der Welt mitzuteilen. Und Social Media der Weg, um es zu bekannt zu machen. Mein Respekt für @DWoehrl.
Stellen Sie sich vor, sie stehen in einer Reihe veritabler Kollegen vor dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. Alle Kollegen fragen wirklich ernsthafte Dinge, zur Position der Kirche, zum Aufenthalt in Regensburg, zu Ergebnissen der Konferenz. Und dann komme ich daher, locker, flockig, unbedarft und mit einer Anleihe bei einem geschätzten Kollegen, Richard Gutjahr. Was ungewöhnliches machen, was ungewöhnliches fragen. Und dadurch (auch) bekannt werden. Erzbischof Zollitsch hat einen Twitter-Account. Wie Sie hier nachlesen können, war die Frage nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Aber in dem Augenblick war mir das egal. Hinter mir saßen der damalige Generalvikar des Bistum Regensburg und der Pressesprecher des Bistums. Aus dieser Pressekonferenz entstanden Beiträge: Wie die Pressestelle des Bistum Regensburg Social Media nutzt und der twitternde Generalvikar des Bistums. Bis heute habe ich zu Michael Fuchs eine tiefe Bindung. Ich schätze ihn als Theologen, der mitten im Leben steht und durchaus die Strömungen in der Kirche erfasst. Und vor allem: Der auf Twitter einsteht für seine Überzeugung.
Aus der Lust auf Bericht und journalistisches Arbeiten habe ich mich damals beim Lokschuppen Rosenheim akkreditiert. Rosi Raab macht die Pressearbeit für den Lokschuppen. Eher in einem kleinen Nebenbei-Beitrag habe ich skizziert, wie sie Social Media nutzt. Und ich freue mich, wenn im nächsten Jahr eine Ausstellung zu Alexander dem Großen in den Lokschuppen kommt. Der Lokschuppen ist jedenfalls ein geniales Ausstellungszentrum, dass ich noch aus meiner Zeit als Busfahrer kenne. Und die diesjährige TIEFSEE-Ausstellung hat die Erwartungen mehr als übertroffen.
Nicht vergessen möchte ich meinen Kollegen Gunnar Sohn mit seinem ichsagmal-Blog. Zusammen mit ihm und Hannes Schleeh, Arnoud de Kemp und Bernd Stahl saßen wir auf der informare und diskutierten. Und später entstand die Idee zum BloggerCamp, das sich nun auf Google+ verwirklicht.
Ebenfalls ins Gedächtnis geschrieben sind die Beiträge zur Verständigung. Unvergessen mein erster Besuch in der Synagoge in München – oder der in der Moschee in Markt Schwaben.
Immer wieder finden sich in meinem Blog auch Beiträge zur Bahn. Meistens kommt die Bahn nicht gut weg. Aber hier ist ein Beitrag, der mich selber noch begeistert. Rüdiger Grube ist ein Chef, dem ich zutraue, dass er wirklich auf die Basis hört.
Heute vor einem Jahr habe ich mich selbständig gemacht. In meinem Papierkalender habe ich einen Eintrag vermerkt: Bilanz ziehen. Wo stehst Du? Als ich Anfang Dezember 2011 in die Gründungsphase einstieg, hatte ich außer drei vagen Zusagen, dass es Projekte gäbe, bei denen ich mitarbeiten könne, nichts weiter als die Zuversicht, dass ich in meinem Leben schon viel gemacht habe und manchmal an Abgründen vorbeigeschrammt bin, aber nie ernsthaft unterging. Schwimmen verlernt man nicht.
Kurzer Rückblick: Ende April 2011 begann ich mit meinem Kurs „Online-Journalismus” an der Journalisten-Akademie München. Ich hatte mir nach meiner Zeit im Radio fast 14 Jahre eine Auszeit genommen, aber erkannt, dass ich wieder in den Medien aktiv werden will. Vieles hat sich in diesen Jahren geändert, ein Update, gerade im Bereich Online-Publizieren, war angesagt. Am dritten Lehrgangstag sollten wir ein Bild malen. Thema: „Wo sehe ich mich am Ende des Kurses, wo in einem Jahr.” Ich male nicht gut, wie man im Bild sieht:
Was man erkennen könnte: Ein Tisch, ein Rechner, links und rechts Instrumente (Tenorhorn, Posaune und Snare-Drum). Das Bild, so künstlerisch wertlos es sein mag, hängt immer noch an meiner Wand. Und diesen Traum, den ich gezeichnet habe, den habe ich nahezu verwirklicht.
Was habe ich gemacht? Es gibt keine Patentrezepte, wie man den Einstieg in die freie Existenz bekommt. Und letztlich auch nicht, wie man davon leben kann. Und als Quer-/Wieder-Einsteiger ist das noch ein bisschen schwerer. Ich habe mich via Twitter, Facebook und Google+ mit vielen Menschen vernetzt. Ich habe das Bloggen angefangen, bin auf viele Veranstaltungen gefahren, habe mit Menschen geredet und einfach mal angefangen, Neigungsschwerpunkte journalistisch zu bearbeiten und mich dazu an anderen Sachen ausprobiert.
Das eine habe ich verstärkt, ganz andere Sachen habe ich wieder fallen lassen.
Heute kann ich vom Ertrag meiner Arbeit leben.
Die Vernetzung geht weiter.
Für mich zählt dabei ein Grundgedanke: Ich werde nicht gegen meine Überzeugungen arbeiten.
Auf diesem Weg haben mich viele Menschen begleitet, viele sind mir heute noch verbunden, zu einigen Menschen hat sich der Kontakt verflüchtigt, neue Wegbegleiter sind hinzu gekommen.
Allen diesen Menschen, die mich begleitet haben, begleiten und begleiten werden an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.
Und auch DANKE an Sie, die Leser dieses Blogs. Denn ohne die entsprechende Resonanz wäre ich heute sicher noch nicht da, wo ich bin. Und ich möchte, dass dieser Weg weitergeht.
… Mein Weg ist mein Weg! … ist unser Weg!
Social Media beeinflusst den Wahlkampf. In den USA war das bei der Präsidentenwahl zu beobachten. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hatte zusammen mit dem US-Konsulat zu einer weiteren Podiumsdiskussion geladen, bei der die US-Wahl nachbetrachtet wurde. Professor Dr. Molly Selvin analysierte recht anschaulich mit wenig Grafiken, aber mehr YouTube-Videos die Beeinflussung, die Demokraten und Republikaner über das Netz auszuüben versuchten. Klaus Kastan vom Bayerischen Rundfunk moderierte die Veranstaltung. Kastan war zuletzt 6 Jahre als Korrespondent in den Staaten und darf zu Recht als Kenner der Verhältnisse gelten.
Quintessenz: Social Media verändert Politik, unabhängig von Kampagnen können Politiker mit Ihren Wählern direkt in Kontakt treten. Videos, die unter Nutzern verbreitet werden, tragen zur Meinungsbildung bei. Und noch eins: Verkürzte Statements (insbesondere auf Twitter) finden schnell den Weg zur Massenverbreitung. Hier heißt es also für Wahlkämpfer: Aufpassen.
Was mir positiv auffiel: Die Skype-Schalte mit einem SZ-Korrespondeten. Brachte Leben in die Debatte, war ein toller Einblick in Social Media – allgemein gesehen, wenn man Skype dazu zählen will.
Sehr gut zusammengefasst haben die Diskussion Klaus Kastan und LMU-Professor Carsten Reinemann. Das Schluss-Statement:
BLM-Präsident Siegfried Schneider und US-Generalkonsul Bill Moeller hielten zu Beginn ihre Statements.
Auf Twitter war die Debatte in Auszügen mit zu verfolgen. Der Hashtag auf Twitter war: #miwk.
Sobald die BLM einen Bericht zur Veranstaltung erstellt hat, reiche ich diesen nach.
Die Vorhut ist schon in Dornbirn zugange. Gestern wurde mir von „Gustavf” dieses Foto der Helfer zugespielt. :) Von Freitag bis Sonntag treffen sich rund 150 Wikipedianer aus der Schweiz, Österreich und Deutschland in Dornbirn (Vorarlberg), um in Workshops und Panels daran zu arbeiten, dass die Online-Enzyklopädie besser wird. In einer Podiumsdiskussion am Samstagabend wird es heiß hergehen: Ein Thema wird der Schwund an Freiwilligen sein, die für Wikipedia schreiben.
Die FH Vorarlberg sorgt für die Räume und die Infrastruktur.
Ich werde selber vor Ort sein und per Blog und Podcast berichten.
Fotos und Podcasts gibt es bei Wuala zur Verwendung gemäß CC-BY-NC-SA-Lizenz.
Gerne stehe ich auch Medienpartnern für Berichte zur Verfügung.
Hashtag auf Twitter ist #wikicon.
Fotocredit: Gustavf, Bild kann frei verwendet werden.
Die Verführung und Gefährdung ist immer nur einen Mausklick entfernt. Davon ist Jörg Kabierske überzeugt. Er meint damit nicht nur die Pornografie, die sich im Netz leicht finden lässt, sondern auch Gewaltverherrlichung und Urheberrechtsverletzung. Das war der Tenor eines Vortrages und interaktiven Gespräches, das Kabierske bei der Pädagogischen Freizeitwoche der Katholischen Erziehegemeinschaft hielt.
Sehr praktisch führte der Dozent vor, was Jugendliche sich im Netz alles anschauen können, von Seiten mit pornografischen Inhalten bis hin zu Maze Games, die sich in zunächst harmlos daher kommenden Youtube-Filmen finden lassen.
Sehr erschreckend ist auch, so Kabierske, dass teilweise 80 Prozent der Schüler einer 6. Klasse ohne Aufsicht ins Internet dürfen.
Nicht, das man einem Jugendlichen von vorn herein negative Absichten unterstellen wolle, so der Gründer von Klicksalat.de, aber angesichts der Verrohung, die Kinder und Jugendliche im Fernsehen zu unpassenden Zeiten erleben, darf es nicht wundern, wenn immer mehr Jugendlich ethische Werte vermissen lassen. Der Held auf dem Schulhof ist nicht der, der dem anderen in der Not hilft, sondern der, der die grausamsten Filme und härtesten Pornos zeigt. Deswegen ist es wichtig, dass Lehrer sensibilisiert werden und wissen, was ihre Schüler so konsumieren.
Nicht nur Pornografie und Gewalt sind täglich im Netz präsent, sondern immer noch auch Portale zu Essstörungen. Kabierske führte aktuelle Beispiele vor, das Entsetzen war groß, als die Pädgogen sahen, wie eine 15jährige sich für alle drei Kilo belohnt, die sie abgenommen hat.
Kabierske empfahl ein paar technische Lösungen, um Kindern Internetbeschränkungen aufzuerlegen.
Anhand seines Facebook-Profiles zeigte er den Lehrern der Katholischen Erzieher Gemeinschaft, was in sozialen Netzwerken wichtig ist und wie man seine Privatsphäre schützt. Grundsätzlich empfahl Kabierske, dass die Lehrer sich bei Facebook anmelden. „Damit Sie wissen, über was Ihre Schüler reden.”
Nur noch 6 Stunden, dann übernehme ich den Account @MunichLovesU.
Das Ganze ist ein Twitterprojekt. Um mitzulesen, müssen Sie selber nicht bei Twitter angemeldet sein. Es langt der Klick auf die Website.
Das Schöne ist, dass jeder mitmachen kann. Dass man sich an gewisse Grundregeln des Anstands hält, ist wohl selbstverständlich, ansonsten werden die Kuratoren des Accounts sicher eingreifen.
· Zum Projekt: 52 Münchnerinnen und Münchner twittern je eine Woche ihre Ansichten und Themen von München.
· Es darf auch mal über München hinausgehen.
· Ausweislich dessen, dass ich nie in München gewohnt habe, dürfen auch Umlandbewohner mitmachen.
· So ziemlich jede Freiheit, die man sich nehmen darf, kann man sich nehmen.
Vor mir hat der amerikanische Generalkonsul Conrad Tribble den Account eine Woche mit sehr schönen und tollen Facts zum amerikanischen München bestückt.
Ein schweres Erbe, das gebe ich zu.
Aber ich bin gewillt, das anzutreten und ich freue mich schon seit Wochen drauf.
Conrad Tribble hat festgestellt, dass die besten Burger in München beim Hardrock Cafe Munich zu kriegen sind. Ich werde in meiner Woche etwas bodenständiger, bayrischer, barocker sein. Ob ich übers Essen twittern werde? Lassen Sie sich überraschen. Derzeit steht nur fest, dass Kirchen drin vorkommen. Und ein paar Menschen, die daheim Bier brauen.
Den Auftakt morgen macht aber erst mal ein richtiges Gemetzel.
Gottlob habe ich die Aufnahmen dafür schon in der vergangenen Woche gemacht. Heute kam der Hausmeister vorbei und übergab einen Zettel, dass am Montag die Wohnung besetzt sein soll. Wir haben irgendwo im Haus einen Wasserschaden. :-(
Als ich als freier Journalist anfing, dachte ich noch: Blog? Nöööö. Ich mach das via Google+, Facebook und Twitter. Nach kurzer Zeit jedoch wurde mir klar, dass ein Blog besser ist: Zunächst war für mich der Hauptgrund, dass ich die Kontrolle über meine Inhalte (Fotos, Texte etc.) behalte. Und recht schnell wurde mir nach den ersten Versuchen klar, dass eine feste Anlaufadresse, die nicht von der Teilnahme an einem Sozialen Netzwerk abhängig ist, einen unschlagbaren Vorteil bietet. Ich habe mit dieser Einschätzung Recht gehabt.
Gut 700 Leser haben mich wohl in ihren Favoriten/Lesezeichen verankert, die Zugriffszahlen etablieren sich konstant deutlich oberhalb der 70.000er-Marke. So die Statistik meines Providers.
Ich hatte am Anfang Scheu davor, jeden Tag Content liefern zu müssen. Heute liefere ich nicht jeden Tag einen Artikel und sehe das als Chance. Lieber Themen, die meine Leser und mich gleichermaßen interessieren. Weniger ist oft mehr. Das beweist sich mit diesem Blog ganz wunderbar.
Und immerhin habe ich es geschafft, über dieses Blog zu einem sehr schönen Auftrag zu kommen. Ich arbeite auf freiberuflicher Basis unter anderem für die Katholische Erzieher Gemeinschaft (KEG), erledige in Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, dokumentiere Veranstaltungen und starte weitergehende Social-Media-Aktivitäten. Geschafft habe ich das mit diesem Beitrag über Lehrer- und ErzieherInnen, die mit ihren Kindern neue Lieder singen wollen.
Ich habe mich also in gewisser Weise als Marke etabliert.
Das ist ein Weg, den ich nicht nur Freiberuflern ans Herz legen will, sondern auch Firmen. Insofern kann ich die Thesen von Klaus Eck nur unterstützen, der schreibt: „Es gibt manchmal eine spannende Alternative, die viele unserer Kunden zunächst gar nicht für sich auf der Agenda hatten: das Bloggen.”
Gunnar Sohn führt in seinem Ich-sag-mal-Blog weiter aus: „Man schreibt nicht akademisch korrekt oder pedantisch genau, sondern aus dem Stegreif. Man formuliert aus dem Schwung heraus. „Alles“ ist nicht zu lesen, zu kennen, zu wissen. Es reicht nur zu Verweisen und Fundorten. Entscheidend ist die Zirkulation der Daten, der Datenstrom, der keinen Anfang und kein Ende hat, der neue Routen und Entdeckungen zulässt.”
Diesen Artikel empfehle ich, weil er zusammenfasst, was verschiedene Journalisten, Blogger, Berater an Positionen vertreten. Dazu kommt die Gunnar eigene Art, komplizierte Sachverhalte so runterzubrechen, dass Otto Normal das sehr gut nachvollziehen kann.
Noch ein Wort zu Social Media: Ich nutze Facebook, Twitter und G+ vor allem dazu, meine Artikel bekannt zu machen. Und bei Twitter und Facebook kommt auch ein gewisser Anteil Socializing dazu. ;)
… meinte Thomas Pfeiffer in seinem Eingangsstatement. Eine Anspielung auf den Mann im Springer Verlag, der sich so heftig dafür einsetzt, dass das Gesetz kommt. Momentan ist es etwas ruhiger um das Leistungsschutzrecht. Zuviele andere ‘Baustellen’ erregen das Gemüt der Internetnutzer. Meldegesetz, Urheberrecht, die Geschäftspolitik der GEMA, um nur einige zu nennen. Dennoch haben sich Emmanuelle Roser (Piraten), Thomas Pfeiffer (Grüne) und Victor Fuchs (CSU) mit mir an einen Tisch gesetzt, um über das Leistungsschutzrecht zu diskutieren. Zugegeben, uns fehlte etwas der leidenschaftliche Verfechter eines LSR, aber das tat der Diskussion nur wenig.
Hier ein kurzes Statement von Thomas Pfeiffer:
Im Gesprächseinstieg versuchte ich mich ein wenig als Ketzer, der das Leistungsschutzrecht gut findet, weil Blogger dann selber recherchieren müssen und durch ein Fehlen der ‘kommerziellen Seiten’ die Blogger mehr gelesen würden. Ich gebe zu, dass das grenzwertig ist. Aber die Chance besteht.
Was sich allerdings herauskristallisiert, ist in einem Tweet zusammen gefasst, den ich vor ein paar Tagen absetzte:
Das #LSR ist im Grunde genommen der Ausdruck dafür, dass man Gatekeeper bleiben will und das Sender-Empfänger-Modell für zeitgemäß hält.
— Heinrich R. Bruns (@hrbruns) June 28, 2012
Hier ist die komplette Diskussion ungeschnitten herunterzuladen: Und ich habe in der Eile eines Sonntagabends (2.12.2012) wirklich nicht geschnitten. Es prallen aufeinander die Meinungen von Victor Fuchs, Thomas Pfeiffer und Emanuelle Rosner:
als mp3
als ogg-Vorbis
Danke an unseren Gast Thomas Pfeiffer, der so bereitwillig mitgemacht hat. Gerne wieder!
Zugegeben, der Blog-Titel ist ja schon fast fies geklaut. Reinhard Mey hat ein Chanson des Titels “50 – was, jetzt schon?” geschrieben. Genau dieses spielte mein MP3-Player aber gestern abend, als ich von einem Twittagessen in Rosenheim spät abends im Zug nach München fuhr, kurz mein Blog aufrief, einen Kommentar genehmigte und mir auffiel, dass ich kurz vor der 100 stand. Blogeintrag Nr. 50 hatte ich ja völlig verschusselt und einen “normalen” Artikel geschrieben, der 51. wurde dann zu einem Danke.
Natürlich kokettiere ich im Titel dieses Blogs auch damit, dass es Kollegen gibt, die ihren hundertsten Blogeintrag 100 Tage nach Beginn der Bloggerei eingetragen haben. Oder zumindest nahe dran, wenn ihnen das Kreisen um ihren Ernährungsstil Zeit ließ. Und es gibt Kollegen, die haben nach 50 Tagen die Quote 100 erfüllt. Ich gönne es ihnen.
Für mich hingegen ist es wichtiger, über Sachen zu schreiben, die Herzblut haben. Deswegen: Nicht jeden Tag ein Artikel.
Es muss nicht von jedem alles gesagt werden. Auch nicht von mir.
Vielleicht hätte ich dieses Blog ‘Mit Musik und Twittern zwischen GEMA und Bahn’ nennen sollen. Der Titel hätte etwas davon verraten, was die Schwerpunkte meines Schreibens sind: Die GEMA, der ich meinen bislang größten Erfolg zu verdanken habe, die Bahn, die ich liebevoll und streng begleite. Es geht um Social Media, ich habe den Generalvikar des Bistums Regensburg im Interview gehabt, einen Mittelschulrektor und Doro Bär.
Ich schreibe manchmal über Musik, ob klassisch, Volkslied oder Kinderlied.
Achja, das eine oder andere literarische Stück meiner Vergangenheit taucht auch immer mal wieder auf.
Das alles habe ich, als ich das Bloggen begann, nicht gewusst. Welche Themen mich finden würden, welche Leser, welche Kollegen.
Aber mittlerweile 70.000 Visits im Monats-Schnitt sind eine Marke.
In toto halte ich es für eine abwechslungsreiche Mischung. Nicht alles gefällt, nicht alles stößt auf Gegenliebe beim Leser. Ein über steinzeitliche Ernährung bloggender Kollege meint manches Mal zu erkennen, dass ich traurig sei. Nicht wirklich. Ich habe das Singen aufgeben müssen, weil die Stimme das nicht mehr aushält. 9 Monate Dauererkältung und Gesang haben ihr Opfer gefordert. Und da ich ja durchaus als Sprecher arbeite, beuge ich mich dem Urteil des Arztes.
Das hat mich in den letzten Monaten stiller, verhaltener, ruhiger und nachdenklicher werden lassen.
In dieser Zeit bin ich einem Menschen begegnet. Er gab mir seine Hand. Und ich lasse die so schnell nicht mehr los. ;)
Danke!
Auf die nächsten 100 Einträge.
Vor ein paar Wochen forderte Dorothee Bär, die stellvertretende Generalsekretärin und netzpolitische Sprecherin der CSU, dass jedes Schulkind seinen Tablet-PC bekommen soll. Ich habe mich aufgemacht in die Nähe von Wasserburg am Inn und mit Karlheinz Rieger über die Medienwirklichkeit und Medienkompetenz an einer Schule gesprochen. Der 60jährige ist Rektor der Grund- und Mittelschule in Eiselfing.
Er erinnert sich an die Bestandsaufnahme, als er vor etwas mehr als sechs Jahren an die Schule kam:
Karlheinz Rieger hat eines dieser etwas zu groß geratenen Smartphones, auf dem er während unseres Treffens immer mal wieder rumtippt. Sein Engagement in Sachen Social Media ist eingeschränkt, wie er selber zugibt:
Rieger ist kein Digital Native. Aber der Rektor gibt eine sehr klare Definition, was für ihn Social Media bedeutet:
Karlheinz Rieger fördert auch die Social-Media-Aktivitäten seiner Schüler:
Der Rektor gibt allen Eltern mit auf den Weg, sich selber mit Social Media zu beschäftigen:
Einerseits ist, so Rieger, die Politik gefordert. Aber auch jeder Einzelne muss sein Verhalten überdenken:
Deswegen muss Schule heutzutage auch mehr leisten als die traditionelle Wissensvermittlung. Mehr noch: Medienunterricht und Medienkompetenz können gar nicht mehr vor dem Privatbereich der Schüler Halt machen, wenn man Auswüchse vermeiden will:
Die Digitalisierung des Alltags wird weiter fortschreiten. Und so wird auch irgendwann die Vision von Dorothee Bär Wirklichkeit, dass jeder Schüler sein Tablet hat:
Die Mittelschule Eiselfing ist hier in Facebook präsent.
Die Schüler der Grund- und Mittelschule Eiselfing erstellen ein Wiki über ihren Ort.
Die erste Erkenntnis des Abends: Karl Heinz Keil von der Hanns-Seidel-Stiftung stellte fest, dass 75 bis 80 Prozent der gut 150 Gäste, die gekommen waren, in sozialen Netzwerken aktiv sind, insgesamt habe man nur 20 Einladungen per Post erhalten. Die konservative Klientel ist entgegen landläufiger Meinung im Netz angekommen.
Grund genug, sich in einer Podiumsdiskussion mit dem Einfluss der Sozialen Medien auf die Politik zu beschäftigen.
Karl Heinz Keil umriss das im Eingangsstatement so:
Er verwies auf Amerika, wo sich der Präsident ohne weiteres von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg interviewen ließ, eine Nähe, so Keil, die in Deutschland nicht so einfach denkbar wäre.
Welcher Wechselwirkung unterliegt Politik im Zusammenspiel mit Social Media?
Renate Dodell, Landtagsabgeordnete aus dem Oberland, berichtete anschaulich von ihren Erfahrungen:
Der Auftritt eines Politikers in Sozialen Netzwerken schafft Nähe, senkt die Ansprechschwelle und schafft Transparenz. Renate Dodell legt dabei Wert auf faire Diskussionen, wenns unter die Gürtellinie geht, zeigt sie das Stopschild. Aus ihrer Mitgliedschaft bei Flickr, einer Foto-Community, hat sie eines gelernt und legt ein Besipiel nach:
Die Landtagsabgeordnete ist durch die Einladung ihrer Söhne in Soziale Netzwerke gekommen. Professor Daniel Michelis gab jedoch zu bedenken:
Keine neue Erkenntnis, dass das Internet und die Technik fast schon alle Bereiche unseres Lebens erobert hat. Professor Michelis fasste das plakativ in der Frage zusammen: „Wer hat noch einen Wecker, mit dem man nicht telefonieren kann?“
Unterstützt wurde er dabei von Matthias J. Lange, der mit einer Abfrage und Handzeichen herausstellte, dass fast jeder ein Mobiltelefon hat, die Hälfte davon ein Smartphone, mit dem Internetanwendungen möglich sind. Und: Gemessen daran, dass das Publikum in weiten Teilen schon im Alter gesetzter war, erstaunte es doch, dass einige über die Anschaffung eines Tablets nachdenken.
Andreas Bachmann vom Bayerischen Rundfunk erläuterte, wie sehr moderne Kommunikationsmittel auch journalistisches Arbeiten verändern. Das Modell vom Journalisten als Sender und dem Hörer/Zuschauer als Empfänger hat endgültig ausgedient. Der Journalist muss heute mehr Begleiter durch die Medienflut sein, Nachrichten gewichten und einordnen.
Das Bayerische Fernsehen wird das in einem Modellprojekt ab 14. Mai begleiten. Da startet für vier Wochen die Rundshow, eine ungewöhnliche Nachrichten-Sendung mit Internetbegleitung.
Die anschließende Publikumsdiskussion zeigte, dass ältere Menschen den neuen Medien durchaus aufgeschlossen gegenüberstehen, aber dennoch eher zu linearem Medienkonsum und Begleitung durch den Journalisten neigen. Die Jüngeren wollen über ihre Nachrichten und Quellen selbst entscheiden, so der Twitterer Sebids:
„Ja und ich bin immer online. Das ist das neue Tempo. Langsame Politik geht heute nicht mehr. Ich habe Struktur. #hss0305 #generationanalog“
Andreas Jungherr versuchte in seinem Statement zum Schluß alle Seiten zusammenzubringen:
Das Thema Social Media und Politik kann in drei Stunden nicht erschöpfend behandelt werden. Es bedarf sicher noch vieler, weiterer Veranstaltungen, um den Skeptikern die Angst vor Sozialen Netzwerken zu nehmen. Medienkompetenz ist dringend notwendig. Das ist die zweite Erkenntnis des Abends in der Hanns-Seidel-Stiftung.
Auf dem Podium von links nach rechts: Tomas Vio Michaelis, Andreas Jungherr, M.A., Professor Daniel Michelis, MdL Renate Dodell, Karl Heinz Keil, Andreas Bachmann und Matthias J. Lange
Mit dem Thema Social Media und dem Einfluß des Internets und seiner Anwendungen befasst sich auch ein Panel, das Gunnar Sohn und ich auf der informare in Berlin moderieren.
Bernd Stahl von Nash Technologies hat eine Vision: Das Internet der Zukunft verbirgt seine komplizierten und komplexen Mechanismen künftig in einer Anwendung, die alles für uns erledigt: Wetterbericht abfragen, die Verbindung in alle Sozialen Netze, die Planung der nächsten Geschäftsreise. Wie sich das darstellen könnte, hat er mir in einem Interview verraten, das bei Soundcloud komplett zu hören ist.
Hier gibt es einen kleinen Anreisser:
Das komplette Interview gibt es hier.
Sprache wird immer wichtiger, wenn es um die Kommunikation mit dem Internet geht. Smartphone und Tablet sind jetzt schon auf unseren Wegen immer dabei. Der Kühlschrank, der seine Vorräte für seinen Besitzer bestellt, ist konkret, noch nicht serienreif, aber er wird kommen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis ich über meine Armbanduhr das Flugticket nach Berlin oder Brüssel buche.
Mehr zu diesem Thema gibt es nächste Woche auf einem Panel von Gunnar Sohn auf der informare, einer Wissenschaftskonferenz. Im Cafe Moskau diskutieren wir unter dem Titel “Obi Wan Kenobi und das Future Internet”.