Wir müssen unsere Kinder nicht nur das Wissen …

… sondern vor allem das Denken lehren.
Unter dieses Motto stellte Seminarleiter Jörg Meier seine Einführungsveranstaltung für Lehramtsanwärter und Referendare, die heute (12.09.2012) ihren Dienst an den Schulen beginnen. Meier ist langjähriges Mitglied der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG) und im Landkreis Ebersberg für die Lehramtsanwärter zuständig.
Die KEG bietet jedes Jahr vor Schulbeginn solche Vortragsabende für Berufsanfänger an.
Die Zäsur von der Uni in die Schule soll so leichter gestaltet werden.

Jörg Meier hatte gleich zum Anfang einen gewaltigen Tipp: „Gehen Sie im ersten Jahr nach der Eingewöhnungsphase mit zu ihren erfahrenen Kollegen in den Unterricht. Gehen sie in alle Fächer rein, gehen sie in alle Altersstufen. Und: genießen Sie dieses erste Jahr. Unterstützen Sie Kollegen, sie profitieren davon.”
Er machte die jungen Kolleginnen und Kollegen mit dem ersten Schultag vertraut. „Ihre Schüler werden sie austesten und ausprobieren.” Meier rät dazu, den Schülern zu zeigen, dass der Lehrer Grenzen hat. Sein Tipp: Austausch mit Kollegen, Absprachen treffen, wie die älteren Kollegen vorgehen. Das merken die Schüler und eine einheitliche Linie ist immer hilfreich.

Schüler wollen und brauchen Regeln.

Der erste Schultag ist entscheidend für das weitere Gedeihen des schulischen Wirkens, da ist sich Meier sicher. „Den” ultimativen Tipp für den Einstieg in den ersten Schultag gibt es nicht. Aber wichtig ist, so Meier, dass jeder Lehramtsanwärter sich seiner Stärken bewusst ist und diese methodisch im Unterricht einsetzt. Ebenso wichtig: Kinder lernen durch Ausprobieren. Dabei testen sie Grenzen aus.

Die jungen Kolleginnen und Kollegen mahnte er, sich nicht verheizen zu lassen, Seminarleiter und Betreuungslehrer informieren, wenn gegen Richtlinien verstoßen wird. Dazu zählt auch, dass die Anwärter nicht mehr als 3 verschiedene Klassen unterrichten und keine schwierigen Klassen bekommen.
Vor allem aber sei wichtig, andere Wege zu gehen, neues Denken auszuprobieren. Ganz unvermittelt stellte er den Anwesenden eine Denksportaufgabe: Eine Schnecke fällt in einen 21 Meter tiefen Brunnen. Sie beschließt wieder hoch zu kriechen. Am Tag schafft sie sieben Meter, in der Nacht, während des Schlafes rutscht wieder vier Meter runter. Wann ist die Schnecke oben?

Das Vergnügen des Nachrechnens möchte ich keinem Leser vorenthalten. Nur soviel: Sieben Tage, was wir alle irgendwie spontan tippten, ist falsch.

Zusammengefasst hier aus dem Munde von Jörg Meier seine Tipps an Junglehrer:

flattr this!

In der Kategorie KEG, Schule am 12.09.12 um 09:36 Uhr veröffentlicht.
Es wurden folgende Tags vergeben: , , , , , ,
Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Rimons twitter widget by Rimon Habib